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Der Umgang mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus

Title: Der Umgang mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus

Pre-University Paper , 2016 , 17 Pages , Grade: 15 Punkte

Autor:in: Jonathan Drewes (Author)

History of Europe - Ages of World Wars
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Zwangsarbeit in ihren unterschiedlichen Ausprägungen gehört zu den wichtigsten historischen Lasten die das NS-Regime hinterlassen hat. Die Aufarbeitung des Unrechts hat Politik und Gerichte bis in die heutige Zeit beschäftigt.

Diese Arbeit untersucht die verschiedenen Formen von Zwangsarbeit und versucht eine rechtliche Differenzierung unter Aspekten des Völkerrechts. Dabei wird auf die wirtschaftlichen Interessen des NS-Regimes, Rahmenbedingungen und Folgen für die Zwangsarbeiter selber eingegangen. Abschließend wird die Entwicklung der Diskussion um Entschädigungsleistung in der Zeit vom Kriegsende bis heute vorgenommen.

Für die Recherche wurde zunächst das Thema über eine Internetrecherche abgegrenzt. Ausgehend von amtlichen und nicht amtlichen Informationsquellen (u.a. Stiftung…, diverse Memorial-Seiten, Bundesarchiv) wurden Informationsquellen und weiter Literatur ausgewählt. Ergänzend wurde eine Literaturrecherche u.a. in der Stadtbibliothek durchgeführt. Zur Bewertung des rechtlichen Rahmens wurden die relevanten Gesetzestexte und Urteile des Bundesverfassungsgerichtes gesichtet.

Statistische Daten zur Thematik konnten über Online-Quellen erschlossen werden. Je nach Datenquelle und zugrunde gelegten Abgrenzungen von Zwangsarbeit variieren die Daten stark. Für eine Bewertung der Größenordnung und Tragweite im Sinne der Aufgabenstellung war die Datenqualität jedoch ausreichend. Auf Grundlage der zahlreichen Primär- und Sekundärquellen wird abschließend eine Bewertung der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus vorgenommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Begriffsbestimmung

3. rechtlicher Rahmen von Zwangsarbeit

4. Herkunft und Zusammensetzung

5. Historischer Kontext

6. Einsatzarten,

7. Rahmenbedingungen,

1) Arbeitslager

2) Behandlung der ZA durch Arbeitgeber und Bevölkerung

8. Folgen und Auswirkungen nach Kriegsende

9. Geschichte der Entschädigung

10. Fazit/Wertung

11. Quellen:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die verschiedenen Formen der Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus zu untersuchen und eine völkerrechtliche Differenzierung vorzunehmen. Dabei werden die wirtschaftlichen Interessen des NS-Regimes, die Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter sowie die langfristige Entwicklung der Entschädigungsdiskussion analysiert.

  • Rechtliche Differenzierung der Zwangsarbeit unter Völkerrechtsaspekten
  • Analyse der verschiedenen Gruppen von Zwangsarbeitern (Fremdarbeiter, Inhaftierte, Kriegsgefangene)
  • Untersuchung der Lebensbedingungen in Arbeitslagern und bei Zivileinsätzen
  • Aufarbeitung der wirtschaftlichen Ausbeutung durch den NS-Apparat
  • Historische Entwicklung und rechtliche Umsetzung der Entschädigungsleistungen

Auszug aus dem Buch

2. Begriffsbestimmung

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) definierte 1930 in Art. 2 Abs. 1 die Zwangsarbeit als „unfreiwillige Arbeit oder Dienstleistung, die unter Androhung einer Strafe ausgeübt wird“1.

Zwangsarbeit kam während des NS-Regimes in unterschiedlichen Formen vor. Die Brandbreite reicht von einer generellen Arbeitspflicht bis hin zu „Vernichtung durch Arbeit“ in Konzentrationslagern. Betroffene Gruppen von Menschen waren Zivilbevölkerung in besetzten Gebieten, Strafgefangene, rassistisch oder politisch Verfolgte und Kriegsgefangene. Die Arbeitseinsätze reichten von Zwangsdiensten in Haushalten oder Landwirtschaft bis zu Fabrikarbeit und lebensgefährlichen Hilfsarbeiten an der Front. Zur Vereinfachung wird in dieser Arbeit unterschieden zwischen:

• Zwangsverpflichteten „Fremdarbeitern“: o In den besetzten Gebieten wurden zunächst Freiwillige (u.a. Böhmen, später auch zwangsweise Arbeiter angeworben und im „Reichsgebiet“ überwiegend in der kriegsrelevanten Industrie eingesetzt. Von formal abgeschlossenen Arbeitsverträgen bis zur gewaltsamen Zwangsrekrutierung (u.a. Ukraine) kamen verschiedene Abstufungen vor.

• Straf-/ und politisch Verfolgten o Zu den vom NS-Regime politisch Verfolgten zählten generell alle Anhänger regimekritischer politischen Ausrichtungen, insbesondere Sozialisten (Mitglieder der KPD und SPD) und Demokraten (u.a Mitglieder der Zentrumspartei), sowie Wiederstandskämpfer. Bereits kurz nach der Machtübernahme wurden für sie die ersten Konzentrationslager errichtet, allerdings lag im Lageralltag nicht der Fokus auf produktiver Arbeit, sondern auf „Arbeit zur Umerziehung“. Ziel des Regimes war es ein Umdenken und die „Resozialisierung“ zu erzwingen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitende Darlegung der historischen Last der Zwangsarbeit und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise bei der Quellenrecherche.

2. Begriffsbestimmung: Definition des Zwangsarbeitsbegriffs und kategoriale Einordnung der betroffenen Personengruppen im NS-Regime.

3. rechtlicher Rahmen von Zwangsarbeit: Analyse des völkerrechtlichen Rahmens unter Berücksichtigung der ILO-Konvention und der Genfer Konvention von 1929.

4. Herkunft und Zusammensetzung: Statistischer Überblick über die Herkunft und die Anzahl der zwischen 1939 und 1945 eingesetzten ausländischen Zivilarbeiter.

5. Historischer Kontext: Erläuterung der Zusammenhänge zwischen Kriegsvorbereitung, Arbeitskräftemangel und dem zunehmenden Einsatz von Zwangsarbeit.

6. Einsatzarten,: Darstellung der verschiedenen Einsatzbereiche von der Rüstungsindustrie bis hin zur häuslichen Landwirtschaft.

7. Rahmenbedingungen,: Detaillierte Untersuchung der Haftbedingungen in verschiedenen Lagertypen sowie der Behandlung durch Arbeitgeber.

8. Folgen und Auswirkungen nach Kriegsende: Beschreibung der Situation der „Displaced Persons“ und der Schwierigkeiten bei der Repatriierung nach 1945.

9. Geschichte der Entschädigung: Chronologische Aufarbeitung der politischen und juristischen Prozesse zur Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern.

10. Fazit/Wertung: Zusammenfassende Bewertung der Zwangsarbeit als NS-Verbrechen und Reflexion über die Bedeutung der historischen Aufarbeitung.

11. Quellen:: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen für die vorliegende Arbeit.

Schlüsselwörter

Zwangsarbeit, Nationalsozialismus, NS-Regime, Kriegsgefangene, Ostarbeiter, Zivilarbeiter, Entschädigung, Stiftung Erinnerung Verantwortung und Zukunft, Völkerrecht, Genfer Konvention, Holocaust, Arbeitslager, wirtschaftliche Ausbeutung, Displaced Persons, Zwangseinsatz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den systematischen Einsatz von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen während des Zweiten Weltkriegs unter der Herrschaft des nationalsozialistischen Regimes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören der rechtliche Status von Zwangsarbeitern, die verschiedenen Formen der Rekrutierung und Ausbeutung sowie die Geschichte der Entschädigungszahlungen nach dem Krieg.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Ausprägungen der Zwangsarbeit im NS-Staat völkerrechtlich und historisch zu differenzieren und die Rolle der NSDAP und der Industrie dabei kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin oder der Autor stützt sich auf eine umfassende Literatur- und Internetrecherche, die amtliche Informationsquellen, Archivmaterial sowie juristische Gesetzestexte einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Zusammenhänge der Zwangsarbeit, die Rahmenbedingungen in den Lagern und die Behandlung der Betroffenen durch Arbeitgeber und die deutsche Zivilbevölkerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zwangsarbeit, NS-Regime, Kriegsgefangene, Entschädigung, Völkerrecht und Ausbeutung stehen im Zentrum der Untersuchung.

Wie unterschied sich die Behandlung von Kriegsgefangenen?

Während westliche Kriegsgefangene oft gemäß den Genfer Konventionen behandelt wurden, litten osteuropäische Gefangene unter unmenschlichen Bedingungen, die von der Rassenideologie des Regimes geprägt waren.

Warum war die Entschädigung ein so schwieriger Prozess?

Der Prozess war durch politische Widerstände, juristische Definitionsprobleme (Reparationsansprüche vs. Humanitäre Hilfe) und die Sorge der Industrie vor Sammelklagen in den USA jahrelang blockiert.

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Details

Title
Der Umgang mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus
Course
Leistungskurs, Q2
Grade
15 Punkte
Author
Jonathan Drewes (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V333877
ISBN (eBook)
9783668250581
ISBN (Book)
9783668250598
Language
German
Tags
Hausarbeit Zweiter Weltkrieg Zwangsarbeit Kriegsgefangene Oberstufe Gymnasium Geschichte Leistungskurs fertige Hausarbeit Muster Hausarbeit Tipps Hausarbeit Nationalsozialismus Arbeitslager Konzentrationslager Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonathan Drewes (Author), 2016, Der Umgang mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/333877
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