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Performativität der Identitäten im HipHop

Title: Performativität der Identitäten im HipHop

Presentation (Elaboration) , 2003 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bige Ergez (Author), Katrin Pietsch (Author)

Cultural Studies - Basics and Definitions
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit behandelt das Thema „Performativität von Identitäten im HipHop“ und beginnt mit dem Ursprung des Rap und dessen geschichtlichen Hintergründen, die tief in der afrikanisch-amerikanischen Kultur und den westafrikanischen Traditionen verwurzelt sind. Ziel hierbei ist es einen Einblick in die Vielfalt dieser Wurzeln und die Geschichte der Black Community zu bekommen, um eine genaue Deutung der sozialen und politischen Auseinandersetzung des HipHop und Rap abgeben zu können. Anschließend wird ein Blick auf die Anfänge der HipHop-Bewegung geworfen, beginnend mit der New Yorker Partyszene der frühen siebziger Jahre bis zur Entstehung der vier künstlerischen Ausdrucksformen, die die HipHop-Kultur ausmachen: DJing, Rap ( MCing ), Breakdance und Graffiti. Des weiteren befasst sich die Arbeit mit einem ausgewählten Kapitel des Buches «Represent what ... Performativität von Identitäten im HipHop» von Stefanie Menrath, in dem sie der Frage nachgeht, welche Möglichkeiten von Identitätsbildung in der HipHop-Kultur gegeben sind. Wir werden zuerst auf das Style-Konzept - Die Identität im HipHop als bewusste Selbstinszenierung – eingehen; Menrath stützt sich auch hier – wie im gesamten Buch - auf die Aussagen einiger HipHopper in Deutschland und bearbeitet diese. Abschließend wird die Politik der Repräsentation im HipHop betrachtet, wobei die politischen Hintergründe wieder aus der Sicht der HipHopper beleuchtet werden.

Menrath zeigt mittels empirischer Daten und Interviews, wie HipHopper Identitätsmodelle aufgreifen, sie ablehnen oder auch erweitern. Dabei führt sie - im ersten Teil des Buches - das Konzept der Performativität mit der Debatte um kulturelle Identitäten zusammen. Dieses wendet sie im zweiten Buchteil auf HipHop an. dieser gehört heute zum Bestand kultureller Identifikationen wie kaum eine andere Jugendkultur in Deutschland. Seit der Kommerzialisierung von HipHop in den 90er Jahren stellt sich zunehmend die Frage, wer diese Kultur und ihre Identifikationsmodelle produziert. Ohne die üblichen Dichotomien von Underground und Mainstream zu akzeptieren, geht es Stefanie Menrath um die Frage, wie die HipHopper selbst mit diesen Herausforderungen umgehen. HipHopper inszenieren ihre kulturelle Identität in Auseinandersetzung mit den Problematiken Kommerzialisierung und Essentialisierung.

Excerpt


Inhaltsübersicht

1. Einleitung

3. Politische Hintergründe

4. Anfänge der Hip Hop-Bewegung

5. Künstlerische Ausdrucksformen in HipHop

5.1. Rap

5.1.1 Old School

5.1.2. New School

5.1.3. Native Tongues

5.2. Breakdance

5.3. Graffiti

6. Performativität von Identitäten im HipHop

6.1. Style - Die Identität im HipHop als bewusste Selbstinszenierung

6.1.1. Skills und Innovativität

6.1.2. Biten und Individualität

6.1.3. Battels und Performativität

6.2. Die Politik der Repräsentation im HipHop

6.2.1. Repräsentation als Identifikation

6.2.2. Repräsentationsstrategien der HipHopper

6.2.2.1. Differenzierung

6.2.2.2. Hybridisierungen: Identifikationen im Widerspruch

6.2.3. HipHop in Bewegung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die HipHop-Kultur unter dem Aspekt der Identitätskonstruktion, wobei sie insbesondere die performative Dimension der Identitätsbildung in Abgrenzung zu gesellschaftspolitischen Hintergründen analysiert. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie HipHop als soziales Feld Identitäten durch bewusste Selbstinszenierung und Repräsentationsstrategien formt und politisch wirksam macht.

  • Historische und kulturelle Wurzeln des Rap
  • Politischer Kontext und Einfluss der Bürgerrechtsbewegungen
  • HipHop als performative kulturelle Identität
  • Rolle von Style, Realness und Authentizität
  • Politik der Repräsentation und Identifikationsprozesse von Minderheiten

Auszug aus dem Buch

6.1. Style - Die Identität im HipHop als bewusste Selbstinszenierung

Im HipHop werden die Writer, MCs, Breaker und DJs nach ihrem eigenen Stil beurteilt. Dabei ist ein individueller Stil, der für den, der ihn repräsentiert, charakteristisch ist, von besonderer Bedeutung. Style ist dabei ein Modell zum Erlangen von Identität auf einer ästhetischen Ebene. Die beiden Kriterien, die ein guter style erfüllen muss, sind Innovativität und Individualität. Menrath untersucht die internen Funktionen von style und arbeitet dabei die besondere Form und Funktion von Stilschöpfung im HipHop heraus.

Praxiskonzept stellt für sie ein Mittel zur Identitätsbildung dar, da die Fähigkeit zur Bildung dieser im HipHop in der Praxis erworben wird. Zur Erklärung wie die Modelle von Innovation und Individualität als Ausformulierungen von style in der Praxis funktionieren, zieht sie die Aussagen von HipHoppern heran.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Thema der performativen Identitätskonstruktion im HipHop und verweist auf die methodische Grundlage durch die Analyse der Arbeit von Stefanie Menrath.

3. Politische Hintergründe: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Kontext der Afro-Amerikaner und die Entstehung von Widerstandsbewegungen wie der Black Panther Party, die den Nährboden für das politische Bewusstsein der HipHop-Musiker legten.

4. Anfänge der Hip Hop-Bewegung: Hier wird die Entwicklung der HipHop-Kultur aus der urbanen Tristesse der New Yorker Bronx heraus und die Entstehung der vier Kernsäulen der Bewegung beschrieben.

5. Künstlerische Ausdrucksformen in HipHop: Das Kapitel differenziert die Untergenres und Ausdrucksformen wie Rap, Breakdance und Graffiti sowie deren globale Ausdehnung.

6. Performativität von Identitäten im HipHop: Der Hauptteil analysiert, wie HipHopper Identität durch Style-Konzepte, Battels und Repräsentationsstrategien performativ herstellen und sich innerhalb der Gesellschaft positionieren.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kultur als ein lesbares Zeichen verstanden werden kann und die HipHop-Kultur eine Bestätigung der Thesen des „linguistic turn“ darstellt.

Schlüsselwörter

HipHop, Performativität, Identitätsbildung, Style, Repräsentation, Rap, Black Community, Authentizität, Realness, Habitus, Identifikation, Subkultur, Widerstand, Minoritäten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die „Performativität von Identitäten im HipHop“ und analysiert, wie sich kulturelle Identität in dieser Jugendkultur durch performative Akte konstruiert und behauptet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den politischen Hintergründen des HipHop, der ästhetischen Identitätsbildung durch „Style“ sowie der Politik der Repräsentation als Mittel zur Identifikation für marginalisierte Gruppen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie HipHop als soziales Feld Identitätsmodelle aufgreift, ablehnt oder erweitert, um sich gegenüber einer Mainstream-Gesellschaft zu verorten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, insbesondere des Werkes von Stefanie Menrath, und nutzt ergänzend empirische Daten sowie Interviews mit Protagonisten der HipHop-Szene.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Konzeption von „Style“ als bewusste Selbstinszenierung, der Bedeutung von „Battels“ und der strategischen Nutzung von Repräsentation zur Abgrenzung und Selbstdefinition.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Performativität, Identitätsbildung, Repräsentation, Realness, Authentizität und der Widerstand gegen den Ausverkauf der Kultur durch den Kommerz.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Underground und Mainstream eine wichtige Rolle?

Diese Differenzierung dient HipHoppern als Schutzraum für ihre Unabhängigkeit; die Unterscheidung ist essenziell, um die künstlerische Freiheit und die eigene „Realness“ gegen die kommerziellen Zwänge der Musikindustrie zu bewahren.

Welche Bedeutung hat der „linguistic turn“ für das Fazit der Autoren?

Die Autoren nutzen den „linguistic turn“ zur Begründung, dass Kultur als ein System von Zeichen gelesen und interpretiert werden kann, was wiederum den Interpretationsansatz für die HipHop-Kultur legitimiert.

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Details

Title
Performativität der Identitäten im HipHop
College
University of Lüneburg
Course
Sprache in der Massenkultur
Grade
1,3
Authors
Bige Ergez (Author), Katrin Pietsch (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V33391
ISBN (eBook)
9783638338806
Language
German
Tags
Performativität Identitäten HipHop Sprache Massenkultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bige Ergez (Author), Katrin Pietsch (Author), 2003, Performativität der Identitäten im HipHop, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33391
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