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Negativer Transfer im deutschen und französischen Zweitspracherwerb

Titel: Negativer Transfer im deutschen und französischen Zweitspracherwerb

Hausarbeit , 2013 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Victor Santamaria (Autor:in)

Didaktik für das Fach Französisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit soll einen Einblick in den Transfer vom Tempus bei dem deutschen und dem französischen Zweitspracherwerb geben.

Dabei steht im Fokus, inwiefern diese Übertragung beim Erlernen des Deutschen oder des Französischen als zweite Fremdsprache von negativer oder positiver Natur geprägt ist. Zunächst werden der Zweitspracherwerb und einige Phasen dieses Prozesses beschrieben. Anschließend folgen allgemeine Überlegungen vom Tempus im Deutschen und Französischen.

Im zweiten Teil dieser Arbeit wird zunächst der Vorgang des Transfers definiert und darauf basierend die positiven sowie negativen Transfer-Fälle bei dem Erwerb der ausgewählten Sprachen: DE und FR. In dem begrenzten Rahmen dieser Arbeit können nicht alle Hypothesen und alle Transfer-Fälle des Zweitspracherwerbes überprüft werden, deshalb werden nur einige allgemeine Angaben zu diesem Thema erfasst. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Tempus-Erwerb.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spracherwerb: Was versteht man unter Spracherwerb

2.1. Zweitspracherwerb

2.1.1. Diverse L2-Typen

2.1.2. Grammatikerwerb

2.2. Spracherwerb des Deutschen und des Französischen

2.3. Die drei Stufen der Entwicklung des Deutschen- und Französischenerwerb als L2 nach Rieckborn

3. Transfer: was das bedeutet

3.1. Negativer Transfer

3.2. Negativer Transfer vom Tempus im DE und FR L2-Erwerb

4.Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Sprachtransfers beim Erwerb von Deutsch und Französisch als Zweitsprache, mit einem besonderen Fokus auf die Übertragung von Tempusstrukturen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen den Sprachen zu positivem oder negativem Transfer führen können und welche Herausforderungen Lernende dabei bewältigen müssen.

  • Grundlagen des Spracherwerbs und Definition des Zweitspracherwerbs
  • Differenzierung zwischen Kindlichem und Erwachsenen-Zweitspracherwerb
  • Die drei Entwicklungsstufen des Spracherwerbs nach Rieckborn
  • Analyse von negativem Transfer bei Wortstellung, Artikeln und Tempusgebrauch

Auszug aus dem Buch

3.1. Negativer Transfer

Ein negativer Transfer (im Folgenden: NgTr.) entsteht, wenn Elemente, Formen oder Strukturen der L1 in die der L2 übertragen werden, ohne dass es Ähnlichkeiten in der gelernten und der zu lernenden Sprache gibt, d.h. wenn etwas transferiert wird, dass Probleme verursachen kann. (vgl. ebd.:20). So kann beispielsweise die Wortstellung des Deutschen nicht in die des Französischen und umgekehrt transferiert werden, außer anhand eines NgTr., denn die des Deutschen differenziert sich von der des Französischen, zum Beispiel:

„Ich will einen Kaffee trinken“ zu „je veux un café boire“ (ein NgTr.)

„Ich sehe ihn“ zu „je vois le“ (ein Ng.Tr.)

„Wir essen sie (die Pizza)“ zu „nous mangeons la“ (ein Ng.Tr.)

„Sie essen die Pizza, die Carlos für sie gekauft hat“ zu „Ils mangent la pizza que Carlos pour eux achetée a“ (ein Ng.Tr.)

Die Französischsprechenden erkennen diese Wortstellung als inkorrekt (vgl. Steinhauer, B. 2006: Kap. IV; eigene ausgedachte Beispiele). In den ersten zwei Beispielen haben wir zwei Probleme, zum einen die offensichtlich erkennbare Wortstellung im Satz: während im Deutschen das Objekt nach dem konjugierten Verb-1 steht und vor dem Infinitivverb (wenn es sich um eine Modalkonstruktion handelt), wird das Objekt im Französischen unterschiedlich platziert: vor dem Verb-1 wenn es ein complement d‘objet direct ist und nach dem Verb-1, wenn die Negationspartikel „ne (...) pas“ vorhanden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Sprachtransfers beim Erwerb von Deutsch und Französisch ein und definiert den Fokus auf den Tempus-Erwerb.

2. Spracherwerb: Was versteht man unter Spracherwerb: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Theorien des Spracherwerbs und grenzt den Zweitspracherwerb sowie verschiedene Lernertypen voneinander ab.

3. Transfer: was das bedeutet: Das Kapitel definiert den Begriff des Transfers in der Sprachwissenschaft und analysiert spezifische negative Transfererscheinungen im Bereich der Grammatik und des Tempus.

4.Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert, dass Transfer ein natürlicher Prozess ist, der bei bewusster Nutzung den Fremdsprachenerwerb unterstützen kann.

Schlüsselwörter

Zweitspracherwerb, Negativer Transfer, Positiver Transfer, Tempus, Sprachwissenschaft, Fremdsprachenerwerb, Wortstellung, Morphologie, Universalgrammatik, Sprachvergleich, Deutsch, Französisch, Rieckborn, Grammatikerwerb, Sprachinterferenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung von Sprachtransfer-Prozessen beim Erlernen der deutschen und französischen Sprache als Zweitsprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Spracherwerbsprozess, die Definition von negativem Transfer und dessen Auswirkungen auf Bereiche wie die Wortstellung, den Artikelgebrauch und die Tempusbildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Einfluss der Muttersprache auf den Erwerb der Zielsprache (L2) zu analysieren, insbesondere in Bezug auf Fehlerquellen, die durch falsche Übertragungen entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich linguistischer Theorien sowie bestehender Studien, wie beispielsweise der Arbeit von Rieckborn.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Spracherwerbs, die Stufenentwicklung nach Rieckborn und eine detaillierte Analyse von Transfer-Phänomenen zwischen dem Deutschen und Französischen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Zweitspracherwerb, Negativer Transfer, Sprachtransfer, Tempus, Kontrastive Linguistik und Morphologie.

Warum ist das französische Imparfait für Deutschsprachige eine Herausforderung?

Da das französische Imparfait morphologisch nicht direkt im Deutschen existiert, neigen Lernende zur Fehlübersetzung in das deutsche Präteritum, was zu Schwierigkeiten bei der korrekten Aspektwahl führt.

Welchen Einfluss hat die Wortstellung auf den Transfer?

Da sich die syntaktischen Regeln für die Position des Objekts und von Modalverben im Deutschen und Französischen stark unterscheiden, führt eine direkte Übertragung der Wortstellung oft zu ungrammatischen Sätzen.

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Details

Titel
Negativer Transfer im deutschen und französischen Zweitspracherwerb
Hochschule
Universität Bremen
Veranstaltung
Deutsch&Französisch: Kontrastive Linguistik
Note
1,7
Autor
Victor Santamaria (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
13
Katalognummer
V333964
ISBN (eBook)
9783668236486
ISBN (Buch)
9783668236493
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Französisch Sprachunterricht Zweitsprache Tempus Deutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Victor Santamaria (Autor:in), 2013, Negativer Transfer im deutschen und französischen Zweitspracherwerb, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/333964
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Leseprobe aus  13  Seiten
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