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Umlage versus Kapitaldeckung - Ausweg aus der demographischen Zwickmühle

Title: Umlage versus Kapitaldeckung - Ausweg aus der demographischen Zwickmühle

Seminar Paper , 2004 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Rommel (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

Im Folgenden geht es um den Vergleich des Umlageverfahrens, mit dem vielfach zur Substitution empfohlenen Kapitaldeckungsverfahren. Ziel der Arbeit ist erstens die Vorteile und Nachteile der beiden Finanzierungsverfahren herauszuarbeiten, und zweitens die Erkenntnisse auf die Situation in Deutschland, gerade auch in Anbetracht der demographischen Entwicklung, zu übertragen. Explizit außer Acht soll hier die Frage des Übergangs bleiben, die einer gesonderten Arbeit obliegt. Die Herausarbeitung der Grundlagen der beiden Finanzierungsverfahren wird in Abschnitt 2. vorgenommen. Die Vor- und Nachteile der Finanzierungsverfahren in den wesentlichen Merkmalen, sowie die Erörterung weiterer in der Literatur diskutierter Argument wird in Abschnitt 3. vorgenommen. In Abschnitt 4. wird anhand der vorher vorgestellten Merkmale ein Überblick über die Situation in Deutschland gegeben, um daraufhin als Fazit in Abschnitt 5. eine Wertung über das für Deutschland bestmögliche Finanzierungssystem abzugeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen des Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren

2.1. Typologie der Alterssicherung

2.2. Funktionslogik des Umlageverfahren

2.3. Funktionslogik des Kapitaldeckungsverfahren

3. Vorteile und Nachteile des Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren

3.1. Rendite und Effizienz

3.2. Ersparnis und Kapitalanlageproblem

3.3. Wachstum und Arbeitsmarkt

3.4. Demographie

3.5. Weitere in der Literatur diskutierte Argumente

4. Situation in Deutschland

5. Fazit: Was ist besser für Deutschland?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit vergleicht das Umlageverfahren mit dem Kapitaldeckungsverfahren, um deren Vor- und Nachteile herauszuarbeiten und die Erkenntnisse auf die demographisch bedingte Situation in Deutschland zu übertragen.

  • Theoretische Grundlagen und Funktionslogik der Rentenfinanzierungssysteme
  • Analyse der Rendite-, Effizienz- und Wachstumseffekte beider Verfahren
  • Untersuchung des demographischen Wandels und dessen Auswirkungen auf das Alterssicherungssystem
  • Bewertung der ökonomischen Situation in Deutschland sowie Ableitung von Handlungsempfehlungen

Auszug aus dem Buch

3.2. Ersparnis und Kapitalanlageproblem

Nach Feldsteins „Vermögenssubstitutionseffekt“ würden die Individuen keinerlei Präferenzen zwischen Rentenanwartschaften aufgrund von Beitragszahlungen in einem Umlageverfahren und privater Kapitalvorsorge durch Sparen zeigen. Daraus würde folgen, dass die volkswirtschaftliche Ersparnis in einem Unlageverfahren um die Anwartschaften auf zukünftige Rentenleistungen geringer ist. Demnach müsste in einem Kapitaldeckungsverfahren sich die volkswirtschaftliche Sparquote erhöhen und damit auch Wachstumsimpulse auslösen. Feldstein (1977) und Homburg (1988) zeigen anhand theoretischer Analysen, dass unter dem Kapitaldeckungsverfahren die volkswirtschaftliche Ersparnis höher ist, als die im Umlageverfahren, weil die Umlagebeiträge aus Sicht der Individuen wie Ersparnisse wirken, dies jedoch volkswirtschaftlich nicht sind, da sie direkt als Transfer an die Rentner ausgezahlt werden.

Feldsteins These der vollständigen Substitution von privater Ersparnis und Rentenanwartschaft wurde von verschiedenen Seiten kritisiert, da die Annahmen nicht unproblematisch sind. So erkannte Feldstein selbst an, dass sich die beiden Vermögensformen bezüglich ihrer Liquidität erheblich unterscheiden. Es ist schwierig eine eindeutige empirische Evidenz für eine erhöhte volkswirtschaftliche Sparquote im Kapitaldeckungsverfahren zu finden. So sind die Ergebnisse der verschiedenen Studien durchaus widersprüchlich. Beim internationalen Vergleich der Sparquoten können ebenfalls keine signifikanten Unterschiede bezüglich des Rentenfinanzierungssystems festgestellt werden. Zu bedenken ist hier, dass Ersparnisse nicht nur in Hinsicht auf Altersvorsorge gebildet werden, sondern auch altersunabhängig um allgemeine Risiken und Freuden des Lebens damit abdecken zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Vergleich zwischen Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Vor- und Nachteile der Systeme unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung in Deutschland zu bewerten.

2. Grundlagen des Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren: Hier werden die methodischen und theoretischen Grundlagen sowie die Funktionsweisen der beiden Finanzierungssysteme dargelegt.

3. Vorteile und Nachteile des Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren: Dieses Kapitel erörtert die ökonomischen Auswirkungen hinsichtlich Rendite, Kapitalbildung, Wachstum und demographischer Robustheit.

4. Situation in Deutschland: Hier wird der theoretische Rahmen auf die konkrete, durch den demographischen Wandel geprägte Situation der Rentenversicherung in Deutschland angewendet.

5. Fazit: Was ist besser für Deutschland?: Das Fazit abwägt die Vorteile beider Systeme und plädiert für ein Teilkapitaldeckungsverfahren als optimale Lösung für die deutsche Volkswirtschaft.

Schlüsselwörter

Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Rentenversicherung, demographischer Wandel, Altersvorsorge, interne Verzinsung, Kapitalanlage, Ersparnisbildung, Rentenniveau, Arbeitsmarkteffekte, Alterssicherung, Volkswirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die beiden Rentenfinanzierungssysteme Umlageverfahren und Kapitaldeckungsverfahren hinsichtlich ihrer Eignung unter demographischen Druck.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretische Funktionslogik der Systeme, deren ökonomische Effizienz und die Auswirkungen auf die deutsche Alterssicherung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erarbeitung von Vor- und Nachteilen beider Verfahren, um das für Deutschland bestmögliche Finanzierungssystem in der Zukunft zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine modelltheoretische Analyse sowie die Auswertung von Literatur und empirischen Studien zur Renten- und Finanzpolitik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit Renditevergleichen, Auswirkungen auf Ersparnis und Wachstum sowie den Herausforderungen durch die Alterung der Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rentenfinanzierung, Kapitaldeckung, demographische Entwicklung, intergenerative Verteilung und Rentensysteme.

Wie wirkt sich der demographische Wandel in Deutschland konkret aus?

Der Wandel führt durch eine schrumpfende Anzahl an Erwerbstätigen bei gleichzeitig steigender Lebenserwartung zu einem enormen Druck auf das bestehende Umlageverfahren.

Welche Lösung schlägt der Autor für Deutschland vor?

Der Autor empfiehlt eine Kompromisslösung in Form eines Teilkapitaldeckungsverfahrens, um die Vorteile beider Systeme zu kombinieren.

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Details

Title
Umlage versus Kapitaldeckung - Ausweg aus der demographischen Zwickmühle
College
University of Freiburg  (Institut für Finanzwissenschaft I Prof. Raffelhüschen)
Course
Bloeckseminar "Aktuelle Fragen zur Finanz- und Sozialpolitik"
Grade
1,0
Author
Michael Rommel (Author)
Publication Year
2004
Pages
34
Catalog Number
V33414
ISBN (eBook)
9783638338981
Language
German
Tags
Umlage Kapitaldeckung Ausweg Zwickmühle Bloeckseminar Aktuelle Fragen Finanz- Sozialpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Rommel (Author), 2004, Umlage versus Kapitaldeckung - Ausweg aus der demographischen Zwickmühle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33414
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