José Luis Alonso de Santos encontró desde la primera representación teatral de Bajarse al moro la fortuna del éxito. Madrid, los años 80 y cuatro jóvenes como tantos constituyen el espacio, el tiempo y los protagonistas de la obra. Su fuente de inspiración, la realidad que le rodea,(...). Con esta edición se pretende dejar constancia de algo que es fundamental en esta obra: su lenguaje «caliente», la expresión de una forma de entender la vida.”
So lauten die Worte auf der Rückseite der literarischen Ausgabe von Fermín de Tamayo und Eugenia Popeanga, die das Werk Bajarse al moro des spanischen Autors José Luis Alonso de Santos zusammenfassend beschreiben. Ganz anders dagegen liest sich die Synopsis einer Internetseite über die Verfilmung des selbigen Werkes unter der Regie von Fernando Colomo. „La „Chusa“ es una mujer que vive de „bajarse al moro“, es decir, va y viene de Marruecos con una humildìsima carga de grifa que un primo suyo distribuye. “Chusa” tiene un novio que es policía nacional y, además, acoge en su casa a una huída jovencita.”
Im Folgenden wird das von J. L. A. de Santos verfasste Werk Bajarse al moro aus dem Jahre 1985 der gleichnamigen Verfilmung, zu Deutsch „Die Grenzgänger“, unter der Regie des Spaniers Fernando Colomo aus dem Jahre 1989, gegenübergestellt. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Untersuchung der formalen wie inhaltlichen Entsprechungen und Abweichungen in den verschiedenen Medien.
Da die dramatische Form der filmischen als Vorlage dient, möchte ich zunächst auf das Leben und Werk des Autors und Theatermachers Alonso de Santos und auf das spanische Theaterpanorama jener Zeit eingehen. Anschließend folgt eine vergleichende Gegenüberstellung von Stück und Film in Bezug auf Schauplätze, Dialoge und Handlungsabläufe, Struktur und Aufbau, sowie Darstellung der Personen. Die abschließende Zusammenfassung richtet besonderes Augenmerk auf Unterschiede und Auffälligkeiten in der Rezeption des Werkes im Vergleich von Leser und Zuschauer.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Leben und Werk von José Luis Alonso de Santos
3. Bajarse al moro im Vergleich: Stück und Film
3.1 Inhaltszusammenfassung
3.2 Struktur und Aufbau
3.3 Personen
4. Zusammenfassung
5. Bibliographie
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, das Theaterstück „Bajarse al moro“ von José Luis Alonso de Santos aus dem Jahr 1985 mit der gleichnamigen Verfilmung von Fernando Colomo aus dem Jahr 1989 zu vergleichen. Dabei steht die Untersuchung formaler und inhaltlicher Unterschiede sowie der jeweiligen Rezeptionsmöglichkeiten von Leser und Zuschauer im Vordergrund.
- Gegenüberstellung von literarischer Vorlage und filmischer Umsetzung.
- Analyse der Schauplätze, Dialoge und Handlungsabläufe.
- Untersuchung der Personenkonstellationen und ihrer Charakterisierung.
- Einordnung des Werkes in den soziopolitischen Kontext des Spaniens der 80er Jahre.
Auszug aus dem Buch
Struktur und Aufbau im Vergleich
In Bezug auf die Struktur und den Aufbau ein- und desselben Materials in unterschiedlicher medialer Realisierung, sind zu Beginn einige allgemeine Feststellungen zu machen. Das Stück ist in zwei Akte gegliedert, wobei der erste Akt aus vier Szenen, der zweite Akt aus drei Szenen besteht. Die Verfilmung dagegen entspricht nicht dieser szenischen Einteilung. Allerdings gibt es darin musikalischen Einlagen der Musikgruppe Pata Negra, die akustisch und visuell im Handlungsablauf eingeflochten, dem Geschehen eine gewisse Struktur verleihen und den Film in einzelne Abschnitte untergliedern.
Weiterhin ist festzustellen, dass sich die dramatische Fassung im Gegensatz zur filmischen auf einen Handlungsort beschränkt, ganz im Sinne der Einheit des Raumes nach Aristoteles. Schauplatz ist das Innere einer Wohnung, die sich in Madrid befindet. Der einfachen, aber in den Regieanweisungen sehr detailliert beschriebenen Ein – Zimmer – Wohnung im Buch, stehen zahlreiche Innen und Außenschauplätze im Film gegenüber. So wird der Leser im Stück anhand von Erzählungen der Personen oder in Form des Nebentextes über das räumliche und soziale Umfeld unterrichtet. Im Film dagegen werden diese Geschehnisse sichtbar, die in ihrem Umfang bei weitem die Möglichkeiten eines geschriebenen Textes übertreffen, der dies nur andeutungsweise zu vermitteln weiß.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Arbeit, die den Vergleich zwischen dem Theaterstück und der Verfilmung „Bajarse al moro“ einleitet.
2. Leben und Werk von José Luis Alonso de Santos: Biografischer Überblick über den Autor und seine Rolle im spanischen Theaterpanorama der letzten Jahrzehnte.
3. Bajarse al moro im Vergleich: Stück und Film: Der Hauptteil der Arbeit, der die Unterschiede in Handlung, Aufbau und Charakterdarstellung zwischen den beiden Medien analysiert.
3.1 Inhaltszusammenfassung: Kurze Zusammenfassung der Handlung und Einführung in die handelnden Personen.
3.2 Struktur und Aufbau: Untersuchung der medialen Unterschiede in der räumlichen Gestaltung und der szenischen Gliederung.
3.3 Personen: Analyse der Figuren und ihrer Darstellung im Vergleich zwischen Text und Film.
4. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Reflexion über die unterschiedliche Wahrnehmung durch Leser und Zuschauer.
5. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie der genutzten Medien.
Schlüsselwörter
Bajarse al moro, José Luis Alonso de Santos, Fernando Colomo, spanisches Theater, Filmanalyse, Literaturvergleich, Madrid, Movida Madrileña, Chusa, Jaimito, Alberto, Elena, Medienvergleich, Dramatik, 80er Jahre.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit vergleicht das spanische Theaterstück „Bajarse al moro“ mit seiner filmischen Adaption, um die medienbedingten Unterschiede in der Erzählweise und Darstellung herauszuarbeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die soziopolitische Situation Spaniens in den 1980er Jahren, die Entwicklung der Charaktere und den Einfluss des Mediums (Theater vs. Film) auf die Interpretation der Handlung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, formale und inhaltliche Entsprechungen sowie Divergenzen zwischen der dramatischen Vorlage und dem Film aufzuzeigen und deren Wirkung auf das Publikum zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt den komparativen Ansatz, bei dem Schauplätze, Dialoge, Handlungsabläufe und Personenkonstellationen systematisch gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der szenischen Struktur, dem Vergleich der Handlungsorte, der Charakterisierung der Protagonisten und der Darstellung der sozio-kulturellen Transformation Spaniens jener Zeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte umfassen „Bajarse al moro“, Medienvergleich, Theater, Film, „Movida Madrileña“ und die Analyse der spezifischen Charaktere Chusa, Jaimito, Alberto und Elena.
Wie unterscheiden sich die Schauplätze im Stück und im Film?
Während das Theaterstück sich strikt auf die Ein-Zimmer-Wohnung als Handlungsort beschränkt, nutzt der Film diverse Innen- und Außenaufnahmen, um das soziale Umfeld der Figuren sichtbarer zu machen.
Welche Rolle spielt die Figur Doña Antonia in der Erzählung?
Doña Antonia verkörpert den traditionellen, religiösen Teil Spaniens und dient als Kontrastfigur zur lebensnahen und unkonventionellen Jugendkultur der 80er Jahre.
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- Magister Christiane Hagn (Author), 2004, "Bajarse al moro": Das Buch von José Luis Alonso de Santos und die Verfilmung von Fernando Colomo. Ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33429