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Burnout-Prävention im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Title: Burnout-Prävention im  Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Project Report , 2015 , 55 Pages

Autor:in: Silke Katharina Brell (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage: Welche sinnvollen Maßnahmen hinsichtlich der Prävention von Burnout können in Firmen getroffen werden? Hierzu wurde ein Fallbeispiel untersucht und die derzeitige Situation eines Unternehmens gemeinsam mit der Betriebsärztin, dem Unternehmensbereichsleiter Personal und der Leiterin der Sozialberatung mittels Experteninterviews betrachtet. Ebenfalls wurden die Möglichkeiten des betrieblichen Gesundheitsmanagements ausgelotet, den MitarbeiterInnen Präventivmaßnahmen zur Stressreduzierung anzubieten und die Führungskräfte hinsichtlich dieses Themas zu sensibilisieren.

Der Begriff Burnout ist derzeit in aller Munde. Rapide ansteigende Arbeitsunfähigkeitstage wegen psychischer Belastung werden von den Krankenkassen vermeldet. Im Zeitraum zwischen 2004 und 2011 hat sich der Anteil der Arbeitsunfähigkeitsfälle wegen Burnout verachtfacht. Die Ausfallzeit der Erschöpften liegt bei etwa 23 Arbeitsunfähigkeitstagen je Fall. Ebenfalls hat die Anzahl der vorzeitigen Berentungen aufgrund psychischer Erkrankungen massiv zugenommen. Lag die Zahl 2001 noch bei 26,6 Prozent aller Renten-Neuzugängen, so ist sie bis zum Jahr 2010 auf 39,3 Prozent gestiegen – Tendenz zunehmend. Psychische Erkrankungen sind somit inzwischen die häufigste Diagnosegruppe bei vorzeitiger Verrentung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Ausgangssituation des Unternehmens und Zielsetzung der Projektarbeit

1.1 Vorstellung des Unternehmens

1.2 Zielsetzung der Projektarbeit und Vorgehensweise

2 Psychische Belastung, Stress, Burnout

2.1 Definition des Begriffs Burnout

2.2 Burnout-begünstigende Faktoren und Ursachen

2.3 Symptome des Burnout

2.4 Diagnosemöglichkeiten

2.5 Abgrenzung, Differenzialdiagnosen

2.5.1 Depression

2.5.2 Psychosomatische Ursachen für Erschöpfungszustände

2.5.3 Mit Erschöpfung einhergehende somatische Störungen

2.6 Entstehung und Phasen des Burnout

3 Analyse der aktuellen Situation im Unternehmen

3.1 Interview mit der Sozialberaterin

3.2 Interview mit dem Unternehmensbereichsleiter Personal

3.3 Interview mit der Betriebsärztin

3.4 Vergleichende Analyse

3.4.1 Aussagen zu besonders belasteten Berufsgruppen

3.4.2 Umgang mit erschöpften Mitarbeitern durch die Vorgesetzten

3.4.3 Vorgehen im Fall der Erkrankung eines Mitarbeiters

3.4.4 Aussagen zu Maßnahmen der Burnout-Prävention

4 Entwicklung der Zielvorstellung

5 Möglichkeiten der Burnout-Prävention bei der SVA

5.1 Burnout-Prävention als Führungsaufgabe

5.1.1 Gesunde Führung

5.1.2 Förderliches Verhalten der Vorgesetzten

5.2 Burnout-Prävention durch die Sozialberatung und das BGM

5.2.1 Gesundheitszirkel

5.2.2 Gesundheitstage und Kursangebote

5.3 Maßnahmen zur Burnout Prävention durch die Betriebsärztin

5.3.1 Arbeitsanalyse, Gefährdungsbeurteilung und Krankenstandsanalyse

5.3.2 Beratung in psychischen Notlagen

5.4 Möglichkeiten der Burnout Prävention durch das Personalwesen

5.4.1 Rahmenbedingungen der Arbeit

5.4.2 Coaching-Angebote

5.4.3 Mentoring

5.4.4 Einfluss des Führungsstils

6 Handlungsempfehlungen zu einem Präventionsprogramm

6.1 Information der MitarbeiterInnen zum Angebot

6.1.1 Mitarbeiterinformation via Intranet, Flyer und Mitarbeiterzeitschrift

6.1.2 Informationen zu den Beratungsmöglichkeiten im Unternehmen

6.2 Arbeitszeitmodelle, Arbeitszeitkonten, Auszeitangebote

6.3 Psychische Gesundheit als kontinuierlicher Verbesserungsprozess

6.4 Mitarbeiterpartizipation

6.5 Verhaltens- und Verhältnisprävention

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Projektarbeit untersucht, welche präventiven Maßnahmen hinsichtlich Burnout bei der Schienenverkehrs AG (SVA) sinnvoll und effektiv umgesetzt werden können, um die psychische Gesundheit der Mitarbeiter langfristig zu erhalten.

  • Analyse des aktuellen Burnout-Risikos und relevanter Belastungsfaktoren
  • Untersuchung der Führungsrolle bei der Gesundheitsförderung
  • Evaluierung bestehender Angebote (Sozialberatung, BGM, Betriebsmedizin)
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen für ein systematisches Präventionsprogramm

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition des Begriffs Burnout

Das Verb „to burn out“ wurde schon von Shakespeare Ende des 16. Jahrhunderts verwendet (vgl. Spreiter 2013:29). Erstmalig fand der Begriff „Burnout“ 1974 im wissenschaftlichen Kontext bei Herbert J. Freudenberger Verwendung. Er nutzte die Bezeichnung „Staff burn-out“ in einem Artikel des Journal of Social Issues Staff und beschreib die Symptome als „Nachlassen bzw. Schwinden von Kräften oder Erschöpfung durch übermäßige Beanspruchung der eigenen Energie, Kräfte oder Ressourcen“ (vgl. Wirtz u. a. 2014:312).

Christina Maslach bezeichnete 1982 das Burnout-Syndrom als Folge der Belastungen, die in psychosozialen Berufen auftreten und zu emotionaler Erschöpfung, Depersonalisierung und verringerter Leistungsfähigkeit führen (vgl. Myers u. a. 2014:796). Nach Ferdinand Jaggi ist Burnout keine Krankheit im engeren Sinne mit eindeutig zuteilbaren diagnostischen Kriterien, vielmehr lässt sich Burnout über körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher Überlastung beschreiben. Er weist jedoch darauf hin, dass es sich nicht um Arbeitsmüdigkeit handelt, sondern vielmehr um einen fortschreitenden Prozess, der mit wechselhaften Gefühlen der Erschöpfung und Anspannung einhergeht (vgl. Jaggi 2008:6).

Burnout ist in der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen ICD 10 als eigenständige Gesundheitsstörung aufgeführt (Kapitel XXI, Punkt Z 73.0) und wird wie folgt beschrieben: „Ausgebranntsein: Burnout, Zustand der totalen Erschöpfung“ (Wirtz u. a. 2014:326). Diese Kategorie kann jedoch durch Mediziner gegenüber keiner Krankenkasse abgerechnet werden. Die Patienten werden daher meist mit dem Krankheitsschlüssel ICD-10 F32, der als Diagnose „depressive Episode“ angibt, zu Fachärzten für Psychosomatik und Psychotherapie überwiesen (vgl. ebenda). Hiermit ist die Burnout-Symptomatik einfach klassifiziert und mit den Krankenkassen abrechenbar. Festzustellen bleibt jedoch, dass das Gesundheitssystem in Deutschland auf die große Welle von psychisch erschöpften Menschen nicht vorbereitet ist und sowohl seitens der Fachärzte für Psychosomatik und Psychotherapie, als auch seitens der Versicherungsträger ein großer Nachholbedarf hinsichtlich der Patientenbetreuung besteht (vgl. Spreiter 2013:29 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ausgangssituation des Unternehmens und Zielsetzung der Projektarbeit: Vorstellung der Schienenverkehrs AG (SVA) und Erläuterung der Forschungsfrage bezüglich Burnout-Prävention.

2 Psychische Belastung, Stress, Burnout: Theoretische Herleitung des Burnout-Begriffs, seiner Ursachen, Symptome sowie Abgrenzung zu anderen Erkrankungen wie Depression.

3 Analyse der aktuellen Situation im Unternehmen: Qualitative Untersuchung der Situation bei der SVA mittels Experteninterviews mit Sozialberatung, Personalbereich und Betriebsärztin.

4 Entwicklung der Zielvorstellung: Erläuterung der theoretischen Ansatzpunkte für Präventionsmaßnahmen auf Ebene des Einzelnen und der Organisation.

5 Möglichkeiten der Burnout-Prävention bei der SVA: Detaillierte Darstellung der betriebsinternen Präventionsinstrumente, von der Führungsrolle bis zum Personalwesen.

6 Handlungsempfehlungen zu einem Präventionsprogramm: Konkrete Verbesserungsvorschläge für das Unternehmen, insbesondere zur Informationsvermittlung und Arbeitszeitgestaltung.

7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf die geplante Umsetzung eines Informationsportals.

Schlüsselwörter

Burnout-Prävention, betriebliches Gesundheitsmanagement, SVA, Stress, Arbeitsbelastung, psychische Gesundheit, Führungskräfte, Sozialberatung, Prävention, Arbeitsanalyse, psychische Erkrankung, Gefährdungsbeurteilung, Mitarbeiterpartizipation, Wiedereingliederung, Arbeitszeitmodelle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Projektarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Prävention von Burnout bei der Schienenverkehrs AG (SVA) und analysiert, wie das Unternehmen durch betriebliches Gesundheitsmanagement und geeignete Führungsansätze die psychische Gesundheit seiner Mitarbeiter sichern kann.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die Definition und Symptomatik von Burnout, die Rolle des Managements bei der Burnout-Prävention sowie die praktische Umsetzung von Unterstützungsangeboten wie Sozialberatung und betriebsärztlicher Dienst.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche sinnvollen Maßnahmen zur Burnout-Prävention bei der SVA implementiert werden können, um die Arbeitsfähigkeit und Motivation der Belegschaft zu erhalten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Verfasserin nutzt eine qualitative Forschungsstrategie, bestehend aus einer Literaturanalyse zu Burnout-Präventionsmodellen und der Auswertung von Experteninterviews mit drei internen Fachverantwortlichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Situationsanalyse bei der SVA, die Vorstellung verschiedener Präventionsmodelle sowie eine detaillierte Erörterung von Maßnahmen für Führungskräfte, Personalwesen und medizinische Dienste.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Burnout-Prävention, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), psychische Belastung, Führungskultur und Mitarbeiterpartizipation gekennzeichnet.

Welche Rolle spielt die Führungskraft bei der SVA laut den Experten?

Die Führungskräfte werden als Multiplikatoren und zentrale Instanzen für die Sensibilisierung und Unterstützung belasteter Mitarbeiter gesehen, wobei ihnen eine Vorbildfunktion bei der Selbstfürsorge zukommt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Burnout und Depression?

Die Autorin hebt hervor, dass die Abgrenzung schwierig ist, da Symptome wie emotionale Erschöpfung korrelieren. Burnout wird jedoch stärker mit arbeitsplatzbezogener Überlastung assoziiert, während Depression auch private Krisen umfasst.

Welche Verbesserungspotenziale werden für die SVA identifiziert?

Insbesondere wird ein Mangel an gebündelter Transparenz über bestehende Angebote im Intranet kritisiert, weshalb die Einführung eines zentralen Informationsportals für psychische Gesundheit empfohlen wird.

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Details

Title
Burnout-Prävention im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements
College
Donau-Universität Krems  (Zentrum für Management im Gesundheitswesen)
Author
Silke Katharina Brell (Author)
Publication Year
2015
Pages
55
Catalog Number
V334346
ISBN (eBook)
9783668244412
ISBN (Book)
9783668244429
Language
German
Tags
Burnout Burnout-Prävention Stressbedingte Erkrankungen BGM Betriebliches Gesundheitsmanagement Prävention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke Katharina Brell (Author), 2015, Burnout-Prävention im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334346
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