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Sozialisationstheoretische Ansätze der Jugendforschung

Title: Sozialisationstheoretische Ansätze der Jugendforschung

Seminar Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katja Ickowiak (Author)

Sociology - Children and Youth
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In der Lebensphase Jugend befindet sich der Jugendliche in einer Übergangssituation von der sozialen Kategorie eines unmündigen Heranwachsenden in die des Erwachsenen, der für sich selbst verantwortlich ist. Er sieht sich vielfältigen Erwartungen gegenübergestellt, mit denen er sich in irgendeiner Art und Weise auseinandersetzen muss und welche er gleichzeitig als Orientierung benutzt. Die Sozialisationsforschung versucht diese Art der Auseinandersetzung mit verschiedenen Erklärungsansätzen näher zu erläutern und analysiert die Jugendphase unter soziologischen Gesichtspunkten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition Sozialisation und Sozialisationsforschung

3. Geschichtlicher Überblick

3.1. Jugendforschung

3.2. Forschungsmethoden

4. Soziologische Betrachtung der Lebensphase Jugend

5. Handlungstheoretische Grundlagenkonzepte in soziologischer Perspektive

5.1. Handeln als Interaktion

5.2. Handeln als Konstruktion der Lebenswelt

5.3. Das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung

6. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebensphase Jugend aus soziologischer Perspektive, um zu analysieren, wie Heranwachsende den Übergang in die Erwachsenenwelt und die damit verbundenen gesellschaftlichen Anforderungen bewältigen. Im Zentrum steht die Frage, wie Sozialisationstheorien und handlungstheoretische Konzepte dazu beitragen, die Identitätsentwicklung und den Prozess der Realitätsverarbeitung im Jugendalter zu verstehen.

  • Grundlagen der Sozialisationsforschung
  • Historische Entwicklung und methodische Ansätze der Jugendforschung
  • Soziologische Definition der Lebensphase Jugend und Statuspassagen
  • Handlungstheoretische Konzepte (Interaktion, Konstruktion der Lebenswelt)
  • Das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung nach Hurrelmann

Auszug aus dem Buch

5.3. Das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung

Dieses Modell, das Klaus Hurrelmann entworfen hat, ist in acht Maximen unterteilt und ihm liegt die Annahme zugrunde, dass sich die individuelle und die gesellschaftliche Entwicklung gegenseitig beeinflussen. Die Umwelt wirkt auf das Individuum ein und muss verarbeitet werden, allerdings verändert und gestaltet das Individuum die Umwelt auch selbst.

In der ersten Maxime soll zum Ausdruck gebracht werden, dass der Jugendliche ein aktives und handelndes Individuum ist. Auch wenn er noch nicht genauso mit den Lebensanforderungen umgehen kann wie ein Erwachsener, nimmt er doch Einfluss auf die vorherrschenden Bedingungen in der sozialen und ökologischen Umwelt. Gerade in der Jugendphase erprobt der Heranwachsende seine Verhaltensmöglichkeiten und der noch nicht ausgebildete Charakter ermöglicht eine intensive Lebensführung.

Die zweite Maxime besagt, dass es im Jugendalter erstmals möglich ist, dass der Heranwachsende eine Ich-Identität entwickelt. Er verbindet nun seine eigenen Interessen und Handlungsmöglichkeiten mit den Werten und Normen der Gesellschaft durch Kommunikation mit anderen. Indem er die Ergebnisse der bisherigen Interaktionen auswertet, entwickelt der Jugendliche ein Selbstbild, welches Vorraussetzung ist um sozial Handeln zu können. Dieses Selbstbild umfasst sowohl die Unverwechselbarkeit der eigenen Person als auch die Akzeptanz der sozialen Umwelt. Typischerweise treten im Jugendalter auch Spannungsverhältnisse auf, da die vorhandenen Normen und Sozialstrukturen der Gesellschaft erstmals durchdacht und auch in Frage gestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Übergangssituation des Jugendlichen vom Heranwachsenden zum verantwortlichen Erwachsenen.

2. Begriffsdefinition Sozialisation und Sozialisationsforschung: Definiert den Sozialisationsprozess als Eingliederung in die Gesellschaft und Erwerb der kulturellen Identität.

3. Geschichtlicher Überblick: Analysiert den historischen Wandel der Jugendforschung und die Entwicklung der methodischen Zugänge von der qualitativen zur quantitativen Forschung.

4. Soziologische Betrachtung der Lebensphase Jugend: Untersucht die Statuspassagen und Entwicklungsbereiche wie Familienablösung, Konsumorientierung und politische Partizipation.

5. Handlungstheoretische Grundlagenkonzepte in soziologischer Perspektive: Stellt zentrale Theorien vor, die das Handeln als Interaktion oder Konstruktion sowie als produktive Realitätsverarbeitung begreifen.

6. Schlussteil: Führt aus, dass die Herausforderung des Jugendalters in der Entwicklung einer individuellen Taktik zur Bewältigung gesellschaftlicher Anforderungen liegt.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Jugendforschung, Identitätsentwicklung, Lebensphase Jugend, Handlungstheorie, Individuation, Integration, Statuspassage, produktive Realitätsverarbeitung, Sozialisationsinstanzen, Adoleszenz, symbolische Interaktion, Lebenswelt, soziologische Perspektive, Jugend.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt sozialisationstheoretische Ansätze, um die komplexen Prozesse zu erklären, die Jugendliche während ihrer Übergangsphase zum Erwachsensein durchlaufen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Begriffsbestimmung von Sozialisation, die historische Entwicklung der Jugendforschung, soziologische Sichtweisen auf Jugend als Statuspassage sowie handlungstheoretische Modelle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Individuum und Gesellschaft darzustellen und zu verdeutlichen, wie junge Menschen ihre eigene Identität und Lebenswelt in einem gesellschaftlichen Kontext konstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene soziologische und erziehungswissenschaftliche Theorien und Konzepte gegenübergestellt und diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Forschungsmethoden, eine soziologische Einordnung der Jugendphase und die detaillierte Darstellung handlungstheoretischer Konzepte wie das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Individuation, Integration, Identitätsentwicklung, Handlungstheorie und Lebensphase Jugend.

Warum ist das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung nach Hurrelmann so bedeutend?

Es ist bedeutend, weil es die wechselseitige Beeinflussung von Individuum und Umwelt hervorhebt und den Jugendlichen als aktiv handelndes Subjekt begreift, das seine eigene Realität gestaltet.

Wie definiert die Soziologie den Übergang vom Kind zum Jugendlichen?

Der Übergang wird als Statuspassage beschrieben, die durch spezifische Entwicklungsbereiche wie den Leistungsbereich, die Familienablösung, Konsumorientierung und politische Partizipation gekennzeichnet ist.

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Details

Title
Sozialisationstheoretische Ansätze der Jugendforschung
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,3
Author
Katja Ickowiak (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V33438
ISBN (eBook)
9783638339162
ISBN (Book)
9783638789844
Language
German
Tags
Sozialisationstheoretische Ansätze Jugendforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katja Ickowiak (Author), 2003, Sozialisationstheoretische Ansätze der Jugendforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33438
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