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Konzeptualisierung und Formulierung im Deutschen als Erst- und Zweitsprache

Eine empirische Untersuchung zum Gebrauch von Bewegungsverben durch Lerner mit L1 Deutsch oder Türkisch

Title: Konzeptualisierung und Formulierung im Deutschen als Erst- und Zweitsprache

Examination Thesis , 2015 , 104 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Ariane Meyer-Buchhardt (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Im Deutschen stehen uns eine Fülle an Bewegungsverben zur Verfügung, um eine Versprachlichung einer Bewegung auszudrücken. Wir können zum Beispiel zu einem Schrank laufen, in die Bibliothek gehen, über eine Straße rennen, die Treppe hinunter fallen oder durch die Stadt schlendern. Doch werden in anderen Sprachen die Bewegungsereignisse wie im Deutschen realisiert? Wie genau werden überhaupt im Deutschen Bewegungsereignisse realisiert? Existieren allgemein gültige Regelungen für bestimmte Sprachen? Gibt es lexikalische und/oder semantische Entsprechungen für den Gebrauch von Bewegungsverben? Lassen sich diese miteinander vergleichen? (Bauer 2012, S.17)
Seit Jahrzehnten beschäftigt sich der kognitive Semantiker TALMY mit Lexikalisierungsmustern in Bewegungsereignissen (lexicalization patterns of motion events). Talmy's Typologie identifiziert für diesen Bereich verschiedene Sprachtypen .(Bauer 2012, S.18) Geltend für den Bereich der Bewegungsereignisse, auch motion events genannt, gehören das Deutsche und das Türkische verschiedenen Sprachtypen an und weisen konzeptuelle Unterschiede auf, die sich in unterschiedlichen Lexikalisierungsmustern zeigen. (Bauer 2012, S.18)
Anhand dieser Examensarbeit soll erarbeitet werden, ob sich die Konzeptualisierung und Formulierung im Deutschen als Erst- und Zweitsprache unterscheidet und ob sich in deutschen Texten von Schülern mit türkischem Migrationshintergrund noch Muster ihrer Erstsprache finden lassen, genauer gesagt, ob in Texten, die in einer satellite - framed language geschrieben wurden, Strukturen zu finden sind, die typisch für eine verb - framed language sind. Diese Untersuchung konzentriert sich auf den unterschiedlichen Gebrauch von Bewegungsverben und Bewegungsereignissen im Allgemeinen durch Lerner L1 Deutsch oder Türkisch. Abschließend soll untersucht werden, ob sich die festgestellten sprachlichen Unterschiede auch inhaltlich auf einen Text auswirken können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Teil

2.1 Bewegungsereignisse und Bewegungsverben

2.2 Typologie der Lokalisierungsergebnisse

2.2.1 Satelliten- und Verbsprachen: Typologie nach L. Talmy

2.2.2 Satelliten in S – Sprachen

2.3 S - Sprachen und V – Sprachen

2.3.1 Lexikalisierungsmuster in S- Sprachen und V – Sprachen

2.3.2 Unterschiede bei S – Sprachen und V – Sprachen

2.3.3 Spezielle Unterschiede im Deutschen und Türkischen

2.4 Bewegungsereignisse im Deutschen

2.4.1 Art – Verben

2.4.2 Lexikalisierung von Bewegungsereignissen

2.4.3 Endpunktmarkierung

2.5 Bewegungsereignisse im Türkischen

2.6 Konzeptualisierung

3 Methodischer Teil

3.1 Hypothesen

3.2 Korpus

4 Analyseteil

4.1 Hypothesen

4.1.1 Hypothese 1

4.1.2 Hypothese 2

4.1.3 Hypothese 3

4.2 Sprachunterschiede auch Inhaltsunterschiede?

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Konzeptualisierung und Formulierung von Bewegungsereignissen im Deutschen als Erst- und Zweitsprache, insbesondere bei Schülern mit türkischem Migrationshintergrund. Dabei wird analysiert, ob sich typische Lexikalisierungsmuster ihrer Erstsprache in deutschen Texten widerspiegeln und ob sprachliche Unterschiede zu inhaltlichen Abweichungen in der Nacherzählung führen.

  • Typologie von Bewegungsereignissen nach Talmy (S-Sprachen vs. V-Sprachen)
  • Kontrastive Analyse von Deutsch und Türkisch in Bezug auf Bewegungsverbgebrauch
  • Empirische Untersuchung von Schülertexten zur "Frog Story"
  • Einfluss der Erstsprache auf Konzeptualisierung und Denken in der Fremdsprache

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Art – Verben

S – Sprachen weisen ein großes Inventar an Art – Verben auf. (vgl. Bauer 2010, S.34) So gibt es eine Unmenge an Verben, die mit großer Präzision eine Bewegungs – Manner beschreiben. (Oliveira 2012, S. 27)

SLOBIN (1998) stellt dazu fest:

It is as if the availibility of the combined slot for Motion and Manner in S-languages has encouraged speakers to elaborate the entries in this slot. There is no additional „cost“ to adding richer manner expressions, since the slot must be filled by some verb or other in order fpr a syntactically complete sentence to be produced. (Slobin 1998, S.6)

Die folgende Tabelle stellt eine Übersichtstabelle über unterschiedliche Art – Verben in Bezug zu ihren semantischen Merkmalen dar. Sie wurde von BAUER (2010) in Anlehnung an GERLING/ORTHEN (1979) erstellt und von mir ergänzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Bewegungsverben und Zielsetzung der Untersuchung bei Schülern mit türkischem Migrationshintergrund.

2 Theoretischer Teil: Darstellung der Typologie von Bewegungsereignissen nach Talmy sowie spezifische Unterschiede zwischen S-Sprachen (Deutsch) und V-Sprachen (Türkisch).

3 Methodischer Teil: Vorstellung der drei Hypothesen auf Basis von Goschler und Beschreibung des verwendeten Korpus an Schülertexten.

4 Analyseteil: Empirische Überprüfung der Hypothesen anhand der Schülertexte sowie Untersuchung der inhaltlichen Auswirkungen sprachlicher Unterschiede.

5 Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass sich zwar sprachliche Muster unterscheiden, dies jedoch keine inhaltlichen Nachteile bei der Nacherzählung zur Folge hat.

Schlüsselwörter

Bewegungsereignisse, Bewegungsverben, Lexikalisierungsmuster, S-Sprachen, V-Sprachen, Konzeptualisierung, Deutsch als Zweitsprache, Türkisch, Talmy, Weg, Art und Weise, Sprachvergleich, Schülertexte, Empirische Analyse, Migration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie deutsche Muttersprachler und Schüler mit türkischem Migrationshintergrund Bewegungsereignisse (z. B. laufen, klettern) sprachlich ausdrücken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die Unterschiede zwischen satellitenrahmenden Sprachen (Deutsch) und verbrahmenden Sprachen (Türkisch) und deren Einfluss auf den Schriftspracherwerb.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Es soll geklärt werden, ob fortgeschrittene L2-Lerner die Konzeptualisierungsmuster ihrer Erstsprache in der Zweitsprache beibehalten und ob dies inhaltliche Auswirkungen auf ihre Texte hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Korpusanalyse von 30 Schülertexten, die eine Bildergeschichte (Frog Story) nacherzählen, basierend auf Talmys Sprachtypologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Sprachtypologie und einen Analyseteil, in dem Hypothesen zur Verwendung von Bewegungsartverben und Pfadangaben geprüft werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Bewegungsereignisse, Sprachtypologie, Konzeptualisierung, Zweitspracherwerb und Lexikalisierung sind die zentralen Begriffe.

Welche Rolle spielt die Erstsprache bei der Bewegungskodierung?

Die Arbeit zeigt, dass Schüler mit türkischem Hintergrund unbewusst auf Muster ihrer Erstsprache zurückgreifen, auch wenn sie bereits fortgeschrittene Deutschkenntnisse besitzen.

Führen sprachliche Unterschiede auch zu inhaltlichen Unterschieden?

Nein, die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die unterschiedliche sprachliche Realisierung keine negativen inhaltlichen Auswirkungen auf die Qualität der Texte hat.

Wie motiviert schrieben die Schüler mit Migrationshintergrund?

Die Autorin vermutet eine hohe Motivation bei den Migrantenkindern, da die Texterhebung außerhalb der regulären Bewertungssituation stattfand und sie so frei von Leistungsdruck schreiben konnten.

Warum nutzen Migrantenkinder oft vereinfachte Partikelformen?

Die Autorin erklärt dies durch eine stärkere Orientierung der Migrantenkinder an der gesprochenen Umgangssprache im Vergleich zu den deutschen Schülern.

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Details

Title
Konzeptualisierung und Formulierung im Deutschen als Erst- und Zweitsprache
Subtitle
Eine empirische Untersuchung zum Gebrauch von Bewegungsverben durch Lerner mit L1 Deutsch oder Türkisch
College
Saarland University  (4.1 Germanistik)
Grade
2,3
Author
Ariane Meyer-Buchhardt (Author)
Publication Year
2015
Pages
104
Catalog Number
V334459
ISBN (eBook)
9783668247888
ISBN (Book)
9783668247895
Language
German
Tags
Deutsch als Erst- und Zweitsprache Deutsch als Erstsprache Deutsch als Zweitsprache Bewegungsverben L1 Deutsch L1 Türkisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ariane Meyer-Buchhardt (Author), 2015, Konzeptualisierung und Formulierung im Deutschen als Erst- und Zweitsprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334459
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