Internationalisierung im Mittelstand. Strategien und Gründe für deutsche KMU


Hausarbeit, 2016

20 Seiten, Note: 2,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Grundlagen
2.1 Mittelstand
2.2 Internationalisierung

3. Internationalisierungsstrategien
3.1 Zielmarktstrategie
3.2 Markteintrittsstrategien
3.2.1 Export
3.2.2 Direktinvestitionen
3.2.2.1 Outsourcing
3.2.2.2 Offshoring
3.3 Internationalisierung als Stufenmodell

4. Die Hummel AG als ausgewähltes Praxisbeispiel
4.1 Unternehmensdarstellung
4.2 Internationalisierungsstrategie
4.3 Analyse und Bewertung

5. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Internetquellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: KMU-Definition des IfM Bonn seit 01.01.2016

Abb. 2: KMU-Schwellenwert der EU seit 01.01.2005

Abb. 3: Internationalisierungsformen in Abhängigkeit des Steuerungs- und Kontrollbedarfs

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die Globalisierung und zunehmende Verflechtung der Weltwirtschaft führen zu einem immer stärker werdenden internationalen Handel. Niedrige Transportkosten durch neue Informationstechnologien, die Abschaffung von Handelsbarrieren wie Zölle, die Liberalisierung der Märkte sowie die gestiegene internationale Nachfrage haben diesen Trend begünstigt.1

Mit dieser neuen Marktlage ergeben sich eine Vielzahl von Chancen und Risiken, jedoch nicht nur für Großunternehmen, sondern vor allem auch für den deutschen Mittelstand, der mit 99,3 % aller Unternehmen vertreten ist. Oft reicht die Konzentration auf den heimischen Märkten nicht mehr aus, um die Existenz der Unternehmen zu sichern. Geringes Wachstum, gesättigte Märkte und ein höheres Gewinnpotential sind ein paar der Faktoren die die Internationalisierung vorangetrieben haben.2

Diese Arbeit hat das Ziel, die Bedeutung von Internationalisierungsprozessen für den Mittelstand darzustellen, die Chancen und Risiken, die mit diesem Prozess einhergehen, sowie ausgewählte Markteintrittsformen zu erläutern.

Um das Ziel zu erreichen, werden im zweiten Kapitel die Begriffe des Mittelstandes und der Internationalisierung definiert, die wesentlich für das Verständnis der Hausarbeit sind. Anschließend wird in Kapitel 3 der Prozess der Internationalisierung, beginnend mit der Zielmarktstrategie bis hin zur Wahl der richtigen Markteintrittsstrategie beschrieben. Die theoretischen Grundlagen werden im 4. Kapitel auf ein ausgewähltes Unternehmen übertragen, das bereits erfolgreich den Internationalisierungsprozess durchlaufen hat. Im 5. und letzten Kapitel folgt schließlich ein Fazit und Ausblick, in dem noch einmal auf die Bedeutung von Internationalisierungsprozessen eingegangen wird.

2. Begriffliche Grundlagen

2.1 Mittelstand

Kaum etwas prägt mehr die deutsche Marktwirtschaft als der deutsche Mittelstand, der mit seinen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) das wirtschaftliche Rückgrat unserer Gesellschaft darstellt.3 Der „German Mittelstand“ erwirtschaftete im Jahr 2011 ca. 36 % der gesamten Umsätze deutscher Firmen (2,1 Billionen €) und beschäftigt mit knapp 60 % mehr als die Hälfte der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer. 97,5 % der Exportunternehmen sind mittelständische Unternehmen, die im Jahr 2011 gut 195,2 Mrd. Euro Exportumsatz generierten. Diese Zahlen zeigen einmal mehr die Bedeutung des Mittelstandes, aber vor allem auch die der Internationalisierung, auf.4

Trotz der wirtschaftlichen Kraft mittelständischer Unternehmen gibt es keine allgemein gültige Definition. Eine Zuordnung zu dieser Gruppe kann über quantitative oder qualitative Kriterien erfolgen.5

Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn grenzt kleine und mittlere Unternehmen nach den quantitativen Kriterien „Beschäftigungszahl“ und „Jahresumsatz“ voneinander ab, wie die nachfolgende Abbildung zeigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: KMU-Definition des IfM Bonn seit 01.01.20166

Die EU-Kommission hat hingegen für KMU eine weiterführende Definition mit teilweise anderen Schwellenwerten geschaffen, wie Abbildung 2 verdeutlicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: KMU-Schwellenwert der EU seit 01.01.20057

Neben den messbaren Kriterien nach denen man Mittelstand und KMU definieren kann, können auch qualitative Unterscheidungsmerkmale gegenüber Großunternehmen ausgearbeitet werden. Ein wesentliches Merkmal von mittelständischen Unternehmen ist die Eigentümerführung. Während in Großunternehmen die Organe wie Vorstand, Aufsichtsrat und Aktionäre strikt voneinander getrennt werden, übernehmen in mittelständischen Unternehmen die Eigentümerfamilien meist die strategische und operative Entscheidungsgewalt. Man spricht bei diesem Typus daher auch oft von Familienunternehmen. Des Weiteren haften bei KMU viele Eigentümer auch mit ihrem Privatvermögen, da die Unternehmen oft als Personengesellschaften eingetragen sind. Ein weiteres Merkmal gegenüber Großunternehmen sind auch die flachen Hierarchien in der Organisation. Dadurch können Entscheidungen schneller bei den ausführenden Stellen ankommen und gleichzeitig den Kontakt zwischen Management und Mitarbeitern stärken. Abschließend lässt sich noch die Konzernunabhängigkeit als weiteres Kriterium für KMU nennen, welche auch die Europäische Kommission als Grundvoraussetzung ansieht. Danach darf kein anderes Unternehmen mehr als 25 % am KMU beteiligt sein.8

2.2 Internationalisierung

Durch die Globalisierung der Wirtschaft und die Liberalisierung der Märkte haben nicht nur die internationalen Aktienkonzerne ihre Aktivitäten in neue Länder und Märkte ausgeweitet, sondern vor allem die mittelständischen Firmen, die mit über 95% aller Unternehmen einen Großteil der deutschen Volkswirtschaft prägen.8

Beweggründe für die Internationalisierung von Unternehmen gibt es viele. Eine Form diese Motive zu klassifizieren stammt aus der Migrationstheorie. Dabei unterscheidet man zwischen Push- und Pull-Faktoren, die zu einer Erschließung neuer Marktsegmente geführt haben.9

Unter Push-Faktoren versteht man Motive die zu einem „rausdrängen“ aus dem Heimatmarkt geführt haben, um so letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit und die Existenz des Unternehmens zu gewährleisten.10 Die heimische Marktsättigung ist beispielsweise ein entscheidender Anreiz, um neue Absatzmöglichkeiten zu suchen. Denn wenn die Nachfrage zu Hause stagniert, kann die Auslandsexpansion neue Chancen für das Unternehmen generieren. Des Weiteren steigt natürlich auch der internationale Wettbewerb durch die Aufhebung der Grenzen und Zölle. Unternehmen jeglicher Größe werden quasi gezwungen ebenfalls internationalen Tätigkeiten nachzugehen, da sie andernfalls dem hohen Wettbewerbsdruck zu Hause erliegen.11

Bei den Pull-Faktoren handelt es sich um sogenannte „anziehende“ Anreize. Die Unternehmen erhoffen sich durch ihre Auslandsaktivitäten eine bessere Position gegenüber dem Wettbewerb. Diese Firmen werden von der Definition her förmlich ins Ausland gezogen.13 Viele mittelständische Unternehmen verfügen bereits, dank ihrer Erfahrungen auf dem Heimatmarkt, über ein hohes Maß an Wissen und Know-how, welches sie nun auch profitabel auf neuen Märkten einsetzen können.12 Des Weiteren sind hier auch die unternehmensinternen Anreize, wie spezielle Kostenvorteile durch eine ausländische Produktionsstätte oder erhöhte Marktpotenziale weitere anziehende Faktoren. Ebenfalls können unerfüllte Wachstumsziele oder überschüssige Ressourcen auf dem Heimatmarkt KMU dazu veranlassen, einer internationalen Unternehmenstätigkeit nachzugehen.15

[...]


1 Vgl. Brickau R. (2007), S. 112 f.

2 Vgl. http://www.hwwi.org/uploads/tx_wilpubdb/HWWI-Policy_Paper_65.pdf, S. 4 ff., Stand 18.01.2016.

3 Vgl. Haasis H. (2007), S. 4.

4 Vgl. http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/factbook-german- mittelstand,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf, S. 3 ff., Stand 18.01.2016.

5 Vgl. Haasis H. (2007), S. 14.

6 Quelle: http://www.ifm-bonn.org/definitionen/kmu-definition-des-ifm-bonn, Stand 20.01.2016.

7 Quelle: http://www.ifm-bonn.org/definitionen/kmu-definition-der-eu-kommission/, Stand 20.01.2016.

8 Vgl. Reinemann H. (2011), S. 4 ff.

9 Vgl. Börner A. F. (2007), S. 466 f.

10 Vgl. http://www.hwwi.org/uploads/tx_wilpubdb/HWWI-Policy_Paper_65.pdf, S. 11, Stand 18.01.2016.

11 Vgl. ebd.

12 Vgl. http://www.marketingcenter.de/ifhm/forschung/imadi/bgo_PB05.pdf, S. 28 ff., Stand 25.01.2016.

13 Vgl. http://www.hwwi.org/uploads/tx_wilpubdb/HWWI-Policy_Paper_65.pdf, S. 11, Stand 18.01.2016.

14 Vgl. http://www.marketingcenter.de/ifhm/forschung/imadi/bgo_PB05.pdf, S. 30, Stand 25.01.2016.

15 Vgl. Ammann P. et al. (2012), S. 72.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Internationalisierung im Mittelstand. Strategien und Gründe für deutsche KMU
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie und Management gemeinnützige GmbH, Hochschulstudienzentrum Hamburg
Veranstaltung
Wahlpflichtmodul Handel
Note
2,0
Jahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V334464
ISBN (eBook)
9783668241640
ISBN (Buch)
9783668241657
Dateigröße
683 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
internationalisierung, mittelstand, strategien, gründe
Arbeit zitieren
Anonym, 2016, Internationalisierung im Mittelstand. Strategien und Gründe für deutsche KMU, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334464

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