Diese Arbeit hat das Ziel, die Bedeutung von Internationalisierungsprozessen für den Mittelstand darzustellen sowie die Chancen und Risiken, die mit diesem Prozess einhergehen und ausgewählte Markteintrittsformen zu erläutern.
Um das Ziel zu erreichen, werden im zweiten Kapitel die Begriffe des Mittelstandes und der Internationalisierung definiert, die wesentlich für das Verständnis der Hausarbeit sind. Anschließend wird in Kapitel 3 der Prozess der Internationalisierung, beginnend mit der Zielmarktstrategie bis hin zur Wahl der richtigen Markteintrittsstrategie beschrieben. Die theoretischen Grundlagen werden im 4. Kapitel auf ein ausgewähltes Unternehmen übertragen, das bereits erfolgreich den Internationalisierungsprozess durchlaufen hat. Im 5. und letzten Kapitel folgt schließlich ein Fazit und Ausblick, in dem noch einmal auf die Bedeutung von Internationalisierungsprozessen eingegangen wird.
Die Globalisierung und zunehmende Verflechtung der Weltwirtschaft führen zu einem immer stärker werdenden internationalen Handel. Niedrige Transportkosten durch neue Informationstechnologien, die Abschaffung von Handelsbarrieren wie Zölle, die Liberalisierung der Märkte sowie die gestiegene internationale Nachfrage haben diesen Trend begünstigt.
Mit dieser neuen Marktlage ergeben sich eine Vielzahl von Chancen und Risiken, jedoch nicht nur für Großunternehmen, sondern vor allem auch für den deutschen Mittelstand, der mit 99,3 % aller Unternehmen vertreten ist. Oft reicht die Konzentration auf den heimischen Märkten nicht mehr aus, um die Existenz der Unternehmen zu sichern. Geringes Wachstum, gesättigte Märkte und ein höheres Gewinnpotential sind ein paar der Faktoren die die Internationalisierung vorangetrieben haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffliche Grundlagen
2.1 Mittelstand
2.2 Internationalisierung
3. Internationalisierungsstrategien
3.1 Zielmarktstrategie
3.2 Markteintrittsstrategien
3.2.1 Export
3.2.2 Direktinvestitionen
3.2.2.1 Outsourcing
3.2.2.2 Offshoring
3.3 Internationalisierung als Stufenmodell
4. Die Hummel AG als ausgewähltes Praxisbeispiel
4.1 Unternehmensdarstellung
4.2 Internationalisierungsstrategie
4.3 Analyse und Bewertung
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Internationalisierungsprozessen für deutsche kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Das Ziel ist es, die spezifischen Chancen und Risiken dieses Prozesses aufzuzeigen sowie verschiedene Strategien und Markteintrittsformen, wie Export und Direktinvestitionen, anhand theoretischer Modelle und eines Praxisbeispiels zu analysieren.
- Grundlagen zur Definition des deutschen Mittelstands und der Internationalisierung
- Analyse von Push- und Pull-Faktoren für die Internationalisierung
- Untersuchung von Markteintrittsstrategien (Export, Direktinvestitionen, Outsourcing, Offshoring)
- Darstellung der Internationalisierung als Stufenmodell und alternativer Ansätze (Born Globals)
- Praxisnahe Anwendung der Strategien am Beispiel der Hummel AG
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Export
Eine von den Unternehmen oft gewählte Form der Internationalisierung ist der Export. Dieser wird gerne als Einstieg für das internationale Business genommen, da sowohl weniger Ressourcen wie Geld und Personal eingesetzt werden müssen, als auch das Kapitalverlustrisiko bei dieser Strategie geringer ausfällt. Der Export ermöglicht den Mittelständlern, auch ohne umfangreiche Marktkenntnisse, Waren und Dienstleistungen grenzüberschreitend anzubieten. Etwa 65 % der mittelständischen Unternehmen sind über Exporte auf dem Auslandsmarkt aktiv und erwirtschaften gut 26 % ihres Jahresumsatzes über diesen Sektor.
Grundsätzlich lässt sich der Export in zwei verschiedene Vertriebsformen einteilen. Bei dem direkten Export unterhält der Exporteur eigene unmittelbare Handelsbeziehungen zu den ausländischen Endabnehmern, wodurch er einen Vorteil durch stärkere Einflussnahme und geringere Transaktionskosten bei den Exporten hat. Bei indirekten Exporten werden hingegen Absatzmittler zwischen geschaltet, welche das Risiko und den Kapitalbedarf der Auslandstätigkeit übernehmen und so einen Auslandseinsatz ohne größere Erfahrungen ermöglichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Globalisierung als Treiber für den internationalen Handel ein und erläutert die Relevanz des Themas für den deutschen Mittelstand sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Mittelstand anhand quantitativer und qualitativer Kriterien und erläutert den Begriff der Internationalisierung sowie deren treibende Motive.
3. Internationalisierungsstrategien: Hier werden verschiedene Strategien zur Marktbearbeitung sowie diverse Eintrittsformen wie Export, Direktinvestitionen und das Stufenmodell der Internationalisierung detailliert beschrieben.
4. Die Hummel AG als ausgewähltes Praxisbeispiel: Dieses Kapitel stellt das Unternehmen Hummel AG vor, analysiert dessen tatsächliche Internationalisierungsstrategie und bewertet diese anhand der zuvor erarbeiteten theoretischen Konzepte.
5. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, beleuchtet die Notwendigkeit der Internationalisierung für den Mittelstand und gibt einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Internationalisierung, Mittelstand, KMU, Markteintrittsstrategien, Export, Direktinvestitionen, Globalisierung, Outsourcing, Offshoring, Stufenmodell, Wettbewerbsfähigkeit, Marktsättigung, Hummel AG, Unternehmensführung, Internationalisierungsgrad
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Internationalisierungsprozessen für deutsche mittelständische Unternehmen (KMU) und wie diese erfolgreich umgesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Mittelstands, die Motive für eine Auslandsexpansion sowie der Vergleich verschiedener Markteintrittsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Darstellung der Chancen und Risiken für den Mittelstand bei der Internationalisierung sowie die Erläuterung ausgewählter Markteintrittsformen als fundierte Entscheidungshilfe.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und deren Anwendung auf ein konkretes Fallbeispiel (Hummel AG), um die Strategien praxisnah zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Definition von Mittelstand und Internationalisierung, die Analyse von Push- und Pull-Faktoren sowie eine detaillierte Beschreibung von Export- und Direktinvestitionsstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Mittelstand, KMU, Internationalisierung, Markteintrittsstrategien, Export, Direktinvestitionen und das Stufenmodell der Internationalisierung.
Wie lässt sich der Prozess der Internationalisierung nach dem Stufenmodell erklären?
Das Modell beschreibt die Internationalisierung als einen evolutionären Lernprozess, bei dem Unternehmen schrittweise vom Heimatmarkt über Exporte hin zu komplexeren Formen wie Tochtergesellschaften expandieren.
Warum spielt die Hummel AG eine zentrale Rolle in der Arbeit?
Die Hummel AG dient als Praxisbeispiel, an dem theoretische Konzepte der Internationalisierung, insbesondere die schrittweise Expansion, veranschaulicht und bewertet werden.
Was unterscheidet Push- von Pull-Faktoren bei der Internationalisierung?
Push-Faktoren drängen Unternehmen aufgrund von Problemen auf dem Heimatmarkt (z.B. Marktsättigung) ins Ausland, während Pull-Faktoren Unternehmen durch Chancen (z.B. neue Absatzmärkte oder Kostenvorteile) anziehen.
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- Anonym (Author), 2016, Internationalisierung im Mittelstand. Strategien und Gründe für deutsche KMU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334464