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Juden-Bilder in den Medien - Eine Betrachtung am Beispiel des Films Comedian Harmonists

Title: Juden-Bilder in den Medien - Eine Betrachtung am Beispiel des Films Comedian Harmonists

Seminar Paper , 1999 , 18 Pages

Autor:in: Diana Krasnov (Author)

Communications - Movies and Television
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Im Seminar "Scheunenviertel und Kazimierz" beschäftigte ich mich im Rahmen eines Referates ausgiebig mit der Thematik "Judenbilder in den Medien". Dabei wurde deutlich, wie umfangreich die Problematik ist.Der Film scheint mir dabei als Medium in letzter Zeit besonders wichtig geworden zu sein. Er spricht jeweils eine sehr breite Masse (in vielen Fällen auch internationales Publikum) an und findet in anderen Medien, wie z. B. Fernsehen, Zeitungen, Internet, hohe Beachtung. Spätestens seit "Schindlers Liste" waren Themen wie Zweiter Weltkrieg und Judentum in den Kinos wieder sehr aktuell.
Ich habe mich für den Film "Comedian Harmonists" entschieden, weil er als einer der wenigen Filme der letzten Jahrzehnte aus deutschem Hause stammt.
Bei meinen Betrachtungen orientiere ich mich direkt am Film als Medium, unabhängig davon, ob das Leben tatsächlich so war oder nicht. Es geht mir in erster Linie darum zu zeigen, wie die Juden dargestellt sind, ob man sogenannte stereotype "Judenbilder" finden kann, und nicht um Wahrheitsfindung.
Zu diesem Zweck kläre ich anfangs den Begriff "Stereotyp" und gehe auf Bilder ein, die der Öffentlichkeit in den deutschen Medien vermittelt werden. Dann treffe ich einige Aussagen über mein eigenes Bild von Juden. Über die Entstehung und den Inhalt des Films komme ich zum Kern der Arbeit, nämlich zu den im Film vermittelten Bildern. In den Abschließenden Betrachtungen fasse ich gewonnene Erkenntnisse zusammen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Stereotype Judenbilder

II. 1 Stereotype Judenbilder in den Medien

II. 2 Welches Bild vom Juden könnte der konsumierende Nichtjude überhaupt im Kopf haben?

III. Der Film

III. 1 Zur Entstehung

III. 2 Inhaltliche Kurzfassung

IV. Die Darstellung der Juden im Film

IV. 1 Der intelligente Jude

IV. 2 Die religiösen Juden/Das Aussehen der Juden

IV. 3 Die reichen Juden/Die geschäftstüchtigen Juden

IV. 4 Heimatlosigkeit/Internationalität

IV. 5 Militär und Gewalt/Verstellung und Tarnung

IV. 6 Die Grünbaums

IV. 7 Der jüdische Humor

V. Abschließende Betrachtungen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Darstellung jüdischer Charaktere im Film „Comedian Harmonists“ vor dem Hintergrund gängiger gesellschaftlicher Stereotype in deutschen Medien. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, inwiefern stereotype „Judenbilder“ im Film Anwendung finden oder durch die individuelle Charakterzeichnung der Protagonisten aufgebrochen werden.

  • Analyse von Medien-Stereotypen in Bezug auf das Judentum
  • Untersuchung der filmischen Umsetzung und Darstellung der Comedian Harmonists
  • Kritische Reflexion der Wahrnehmung jüdischer Identität im Spielfilm
  • Gegenüberstellung von Rollenklischees und individueller Lebenswirklichkeit

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung der Juden im Film

Im Mittelpunkt steht in diesem Zusammenhang die Frage ´Welches Bild vom Juden wird dem zuschauenden Nichtjuden vermittelt?´. Vorab würde ich behaupten, dass keiner der drei Juden im Film alle von Dichanz aufgestellten Stereotypen in sich vereint. Man muss also schon fast danach suchen. Trotzdem kann man den genannten Stereotypen bestimmte Tatsachen zuordnen. Meiner Meinung nach ist es jedoch meist völlig zufällig, dass es sich gerade um jemanden jüdischen Glaubens handelt. Ausnahmen bilden hier, was wiederum logisch erscheint, die Stellen im Film, bei denen es um die Religion direkt und um die ´Internationalität´ geht.

IV. 1 Der intelligente Jude

Das Musterbeispiel hierfür ist im Film sicherlich Harry, der, ohne jemals Musik studiert zu haben, nur beeinflußt durch seinen Vater, welcher Kantor war, unzählige komplizierte Lieder komponierte, und das jeweils für sechs Stimmen. Neben Intelligenz steht hier sehr viel Kreativität und Ausdauer sowie musische Begabung. Aber auch Erich und Roman sind keine Dummköpfe. Es sind junge Männer, die ihren Weg gehen und damit Erfolg haben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Verfasserin erläutert ihre Motivation, sich mit Judenbildern in Medien anhand des Films „Comedian Harmonists“ zu beschäftigen, und legt den methodischen Ansatz zur Analyse von Stereotypen fest.

II. Stereotype Judenbilder: In diesem Kapitel werden gängige Medienstereotype wie „Geist/Intelligenz“, „Religion“ oder „Handel/Geschäft“ definiert und die persönliche Auseinandersetzung der Autorin mit eigenen Vorurteilen reflektiert.

III. Der Film: Es erfolgt eine Einführung in die Entstehungsgeschichte des Spielfilms durch Regisseur Joseph Vilsmaier sowie eine inhaltliche Zusammenfassung der Bandbiografie.

IV. Die Darstellung der Juden im Film: Der Hauptteil analysiert die konkrete filmische Umsetzung der zuvor definierten Stereotype, wobei die individuellen Merkmale der jüdischen Gruppenmitglieder den klischeehaften Zuschreibungen gegenübergestellt werden.

V. Abschließende Betrachtungen: Das Fazit zieht den Schluss, dass der Film menschliche Individualität in den Vordergrund stellt und den Zuschauer dazu anregt, die Engstirnigkeit von Stereotypen zu hinterfragen.

Schlüsselwörter

Judenbilder, Stereotype, Comedian Harmonists, Medienanalyse, Film, Antisemitismus, Identität, Religion, Nationalsozialismus, Diskriminierung, Spielfilm, gesellschaftliche Wahrnehmung, Vorurteile, Joseph Vilsmaier

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie jüdische Charaktere im Film „Comedian Harmonists“ dargestellt werden und ob diese Darstellung gängigen medialen Stereotypen über Juden entspricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die mediale Konstruktion von Judenbildern, die Geschichte der Comedian Harmonists sowie die Spannung zwischen individueller Identität und fremdbestimmten Klischees.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob der Film „Comedian Harmonists“ die gängigen antisemitischen Stereotype aus den Medien reproduziert oder durch eine differenzierte menschliche Darstellung der Figuren unterläuft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt einen kulturwissenschaftlichen Ansatz, bei dem theoretische Definitionen von Stereotypen nach Dichanz auf die konkrete filmische Umsetzung angewendet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische Stereotype wie „der intelligente Jude“, „Religion/Äußeres“ oder „Heimatlosigkeit“ anhand von Filmszenen und Dialogen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind unter anderem Judenbilder, Stereotype, Medienanalyse, Identität, Diskriminierung und der Film Comedian Harmonists.

Wie bewertet die Autorin die Darstellung von „jüdischem Humor“ im Film?

Sie identifiziert Humor, teilweise in Form von Sarkasmus, als ein Mittel, mit dem die Figur Harry auf die Ausgrenzung durch Nationalsozialisten reagiert, und sieht darin eine authentische, wenn auch heikle Ausdrucksform.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der „Arier“-Frage innerhalb der Band?

Die Autorin stellt fest, dass die Bandmitglieder untereinander unpolitisch waren und sich teilweise der eigenen „Nichtarier“-Identität erst durch äußere politische Zwänge bewusst wurden, was die Künstlichkeit der rassistischen Kategorisierung verdeutlicht.

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Details

Title
Juden-Bilder in den Medien - Eine Betrachtung am Beispiel des Films Comedian Harmonists
College
Humboldt-University of Berlin  (Kommunikationswissenschaft)
Course
Seminar: Scheunenviertel und Kazimierz
Author
Diana Krasnov (Author)
Publication Year
1999
Pages
18
Catalog Number
V3346
ISBN (eBook)
9783638120494
ISBN (Book)
9783638786812
Language
German
Tags
Juden-Bilder Medien Eine Betrachtung Beispiel Films Comedian Harmonists Seminar Scheunenviertel Kazimierz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diana Krasnov (Author), 1999, Juden-Bilder in den Medien - Eine Betrachtung am Beispiel des Films Comedian Harmonists, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3346
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