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Methoden der empirischen Sozialforschung. Das Interview

Title: Methoden der empirischen Sozialforschung. Das Interview

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 19 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Larissa Dittmann (Author)

Sociology - Methodology and Methods
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Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit werden Merkmale empirischer Sozialforschung sowie die Unterschiede zwischen den quantitativen und qualitativen Verfahren dargelegt.

Im Folgenden werden drei Formen der Protokollierung empirischer Daten wie narratives Interview, Experteninterview und offenes Leitfadeninterview sowie deren Merkmale erörtert. Darauf aufbauend werden die Auswertungsmethode Objektive Hermeneutik und deren Merkmale dargestellt.

Abschließend wird anhand eines selbst durchgeführten Experteninterviews der eigene Lernprozess beschrieben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Quantitative und qualitative Sozialforschung

2.1 Quantitative Forschungsmethoden

2.2 Qualitative Forschungsmethoden

3 Formen der Protokollierung

3.1 Narratives Interview

3.2 Experteninterview

3.3 Offenes Leitfadeninterview

4 Objektive Hermeneutik

5 Phasen des Forschungsprozesses

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Lernprozess der Verfasserin im Bereich der qualitativen Forschungsmethoden nachzuvollziehen. Dabei wird die Forschungsfrage untersucht, wie sich die Sichtbarkeit oder Nicht-Sichtbarkeit einer Krankheit oder Behinderung auf die Diskriminierungserfahrungen der Betroffenen auswirkt.

  • Grundlagen und Abgrenzung quantitativer und qualitativer Sozialforschung
  • Methodische Ansätze der Datenerhebung: Narratives Interview, Experteninterview und offenes Leitfadeninterview
  • Theorie und Anwendungspraxis der Objektiven Hermeneutik als Auswertungsmethode
  • Reflexion des praktischen Forschungsprozesses anhand eines selbst durchgeführten Experteninterviews

Auszug aus dem Buch

3.1 Narratives Interview

Das narrative Interview wurde von Soziologen Fritz Schütze Mitte der 1970er Jahre entwickelt. Im Fokus dieses Erhebungsverfahrens steht vor allem das Herausarbeiten von Deutungsmustern und Alltagstheorien im Zusammenhang mit den biographischen Ereignissen und Erfahrungen der Akteure (vgl. Schütze 1983, S.248f). Das narrative Interview zeichnet sich durch die relativ offene Durchführung des Gesprächs aus, die Befragten können den Gesprächsverlauf (mit)steuern und (mit)gestalten und haben ausreichend Zeit, über besonders entscheidende Phasen ihres Lebens zu sprechen.

Es wird angenommen, dass durch die offen formulierte Eingangsfrage eine Stegreiferzählung zu Stande kommen kann, in der sich die Interviewten in die sogenannten Zugzwänge des Erzählens verwickeln lassen (vgl. Przyborski/Wohlrab-Sahr 2014, S. 80f). Diese sind wie folgt: Der Gestaltschließungszwang (die/der Befragte möchte eine angefangene Geschichte zu Ende erzählen), der Relevanz- und Kondensierungszwang (man konzentriert sich auf das Wesentliche) und der Detaillierungszwang (man verbindet sinnhaft die bedeutsamen Gesichtspunkte). Schützes Annahme war, dass die autobiografische Erzählung eine Rekonstruktion der zum Zeitpunkt des Geschehens aktuellen Handlungsorientierungen eines Individuums zulässt.

Wichtig bei einem narrativen Interview ist, dass die/der Befragte selbst miterlebte oder unmittelbar beobachtete Ereignisse und Prozesse aus der persönlichen Perspektive rekonstruiert, diese aber nicht bewertet oder abstrakt reflektiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit erläutert Merkmale empirischer Sozialforschung und stellt die geplanten Schritte von der Datenerhebung bis zur Reflexion des Lernprozesses vor.

2 Quantitative und qualitative Sozialforschung: Dieses Kapitel grenzt die beiden Forschungsansätze voneinander ab, wobei die Standardisierung der quantitativen Forschung dem flexiblen, interpretativen Vorgehen der qualitativen Forschung gegenübergestellt wird.

3 Formen der Protokollierung: Es werden drei zentrale qualitative Erhebungsmethoden – das narrative Interview, das Experteninterview und das offene Leitfadeninterview – in ihrer Anwendung und Zielsetzung beschrieben.

4 Objektive Hermeneutik: Das Kapitel führt in das von Ulrich Oevermann entwickelte Verfahren der Textinterpretation ein und erläutert dessen fünf zentrale methodische Prinzipien.

5 Phasen des Forschungsprozesses: Die Verfasserin beschreibt den konkreten Verlauf ihres eigenen Forschungsvorhabens zum Thema Krankheit und Diskriminierung, inklusive der praktischen Durchführung und Gruppeninterpretation eines Experteninterviews.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion der behandelten Methoden und des persönlichen Erkenntnisgewinns während des Seminars.

Schlüsselwörter

Empirische Sozialforschung, Qualitative Forschungsmethoden, Quantitative Forschung, Narratives Interview, Experteninterview, Leitfadeninterview, Objektive Hermeneutik, Textinterpretation, Forschungsprozess, Diskriminierung, Krankheit, Behinderung, Sinnstrukturen, Fallanalyse, Feldzugang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in qualitative Forschungsmethoden und reflektiert deren Anwendung im Rahmen eines studentischen Forschungsprojekts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Forschungsparadigmen, verschiedene Interviewtechniken, Methoden der Textinterpretation sowie der praktische Forschungsprozess.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung des Lernprozesses der Autorin sowie die Untersuchung der Forschungsfrage, wie die Sichtbarkeit einer Krankheit die Diskriminierungserfahrungen Betroffener beeinflusst.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit behandelt qualitative Methoden wie narrative Interviews, Experteninterviews, offene Leitfadeninterviews sowie die Methode der Objektiven Hermeneutik zur Textauswertung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die verschiedenen Interviewformen, die Darstellung der methodischen Prinzipien der Objektiven Hermeneutik und eine detaillierte Fallstudie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie qualitative Sozialforschung, Experteninterview, Objektive Hermeneutik, Forschungsprozess und Diskriminierung charakterisiert.

Wie wurde der Zugang zum Forschungsfeld für das Experteninterview gestaltet?

Die Autorin nutzte bestehende Kontakte zu einer Sozialstation und überwand durch persönliches Vorsprechen anfängliche Schwierigkeiten bei der Suche nach einer geeigneten Gesprächspartnerin.

Was war ein zentrales Ergebnis der Gruppeninterpretation des Transkripts?

Die Gruppe stellte fest, dass die Interviewte in eine psychologische Argumentation verfällt und an ihre persönlichen Grenzen stößt, da ihr die notwendige professionelle Distanz zu den Klienten fehlt.

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Details

Title
Methoden der empirischen Sozialforschung. Das Interview
College
Leipzig University of Applied Sciences
Grade
2,7
Author
Larissa Dittmann (Author)
Publication Year
2015
Pages
19
Catalog Number
V334638
ISBN (eBook)
9783668243552
ISBN (Book)
9783668243569
Language
German
Tags
Qualitative Forschungmethoden Objektive Hermeneutik Krankheit und Diskriminierung empirische Sozialforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Larissa Dittmann (Author), 2015, Methoden der empirischen Sozialforschung. Das Interview, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334638
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