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Die Eifel. Vulkanismus in Deutschland

Title: Die Eifel. Vulkanismus in Deutschland

Pre-University Paper , 2015 , 27 Pages , Grade: 15

Autor:in: Nina Schumertl (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Diese Facharbeit informiert den Leser über das Naturphänomen "Vulkanismus", speziell über das deutsche Vulkangebiet der Eifel. Näher erleutert wird zudem der letzte Ausbruch des Laacher-See-Vulkans vor 12.900 Jahren und die aktuelle Frage nach der Aktivität der Eifelvulkane.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wohl kein anderes Naturschauspiel prägt seit jeher das Bewusstsein der Menschen wie der Vulkanismus. So beeinflussten Vulkane bereits vor Jahrtausenden das Denken und Handeln der Bevölkerung. In vielen Kulturen galten sie aufgrund ihrer majestätischen und ehrfurchtgebietenden Erscheinung als „Sitz der Götter“. Beispiele hierfür sind die jähzornige Vulkangöttin Pele auf der Insel Hawaii oder Hephaistos, der im Ätna Waffen für die Götter des Olymp schmiedete.

Viele der mythisch überlieferten Eruptionen, also die Ausbrüche der Vulkane, wurden als unheilbringend und im Christentum sogar als Hölle bezeichnet. Dadurch zeigt sich auch die uralte „Grundangst“ der Menschen gegenüber diesen unheimlichen Naturspektakeln, welche auch Goethe bei seiner berühmten Italienreise am 16. Februar 1787 anspricht: „Denke ich an Neapel, ja gar nach Sizilien, so fällt es […] auf, daß in diesen Paradiesen der Welt sich zugleich die vulkanische Hölle so gewaltsam auftut und seit Jahrtausenden die Wohnenden und Genießenden aufschreckt und irre macht“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. VULKANISMUS – EIN WELTWEITES PHÄNOMEN

2. VULKANISMUS IN DEUTSCHLAND

2.1. REGIONALE VERBREITUNG

2.2. VULKANISCHE ERSCHEINUNGSFORMEN IN DEUTSCHLAND

3. DER EIFELVULKANISMUS

3.1. GEOGRAPHISCHER ÜBERBLICK

3.1.1. URSACHEN UND URSPRUNG DES EIFELVULKANISMUS

3.1.2. EINTEILUNG IN WEST- UND OSTEIFEL

3.2. LAACHER SEE VULKANISMUS

3.2.1 GEOGRAPHIE UND BESCHREIBUNG DER AUSGANGSSITUATION

3.2.2 ABLAUF DER ERUPTION VOR 12.900 JAHREN

4 SIND DIE EIFELVULKANE EINE GEFAHR FÜR DIE ZUKUNFT?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Vulkanismus in Deutschland mit einem speziellen Fokus auf das Gebiet der Eifel, um das Verständnis für dessen geologische Entstehung, die spezifischen vulkanischen Erscheinungsformen und das mögliche Gefahrenpotenzial für die Zukunft zu vertiefen.

  • Allgemeine Einführung in den weltweiten Vulkanismus und dessen geologische Grundlagen.
  • Übersicht über die regionale Verbreitung und Erscheinungsformen vulkanischer Aktivität in Deutschland.
  • Detaillierte Analyse des Eifelvulkanismus, insbesondere des Laacher See Vulkans.
  • Untersuchung der geologischen Ursachen wie der Eifelplume und der tektonischen Bedingungen.
  • Diskussion über das Gefahrenpotenzial und die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Eruptionen in der Eifel.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Ablauf der Eruption vor 12.900 Jahren

Die gewaltige Eruption des Laacher See Vulkans ist ein typisches Beispiel für eine „plinianische Eruption, deren Mechanismus im Verlauf der nur wenige Tage dauernden Hauptphase […] mehrfach wechselte.“ Benannt ist dieser Eruptionstyp nach Plinius dem Jüngeren, der im Jahr 79 n. Chr. den Ausbruch des Vesuvs in Italien ausführlich aufzeichnete (vgl. Abbildung 11 im Anhang). Vergleichbar mit Plinius’ Beschreibung der Ereignisse am Vesuv eruptierten auch der Mount St. Helens 1980 (vgl. Abbildung 12 im Anhang), der Pinatubo 1991 und eben der Laacher See Vulkan, wie es im Folgenden beschrieben wird:

Auslösung und Anfangsphase:

Die vorhin beschriebene „Differentiation“ des Magmas führte allmählich zu einem hohen Gasgehalt, da die schwereren Bestandteile weiter und weiter auskristallisierten. Dadurch wurde das flüssige Gestein immer leichter und begann allmählich aufzusteigen. Im alten Schlotbereich des damals schon vorhandenen älteren Maares sammelte sich viel Grundwasser an, welchem sich die aufsteigende ‚Front’ aus Gas und Gesteinsschmelze von unten annäherte. Schließlich kam es beim Kontakt zu einer phreatischen Explosion (siehe S. 7), die aufgrund der schlagartigen Druckentlastung eine gewaltige Gasausdehnung mit Überschallgeschwindigkeit hervorrief. Dieser Vorgang ist in etwa vergleichbar mit dem unbedachten Öffnen einer gut geschüttelten Mineralwasserflasche. Dabei entstand eine Bodenwolke, bestehend aus Wasserdampf, zerissenem Nebengestein und schlagartig abgekühlten Magmasplittern (Glassplitter), die sich „mit einer vorhereilenden Druckwelle radial vom Krater“ ausbreitete. Diese Massen setzten sich anschließend als bis zu 50 m mächtiger „sandiger Schlamm“ ab, den man heute noch vor allem am größten Beispiel, dem Mendinger Fächer erkennen kann. Aufgrund der bis dahin abgelaufenen Vorgänge könnte man den Laacher See Vulkan durchaus als klassisches Maar bezeichnen. Doch im späteren Verlauf der Eruption kamen noch Merkmale anderer Vulkantypen hinzu, sodass man auch Charakteristika beispielsweise eines Stratovulkans oder einer Caldera erkennen kann. Daher ist eine eindeutige Einstufung des Laacher See Vulkans nicht möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. VULKANISMUS – EIN WELTWEITES PHÄNOMEN: Einleitende Betrachtung der kulturellen und wissenschaftlichen Bedeutung von Vulkanen sowie ihrer Rolle für die menschliche Zivilisation und Umwelt.

2. VULKANISMUS IN DEUTSCHLAND: Überblick über die vulkanische Geschichte Deutschlands und die Identifizierung der bedeutendsten Vulkangebiete, wie etwa Kaiserstuhl und Vogelsberg.

2.1. REGIONALE VERBREITUNG: Darstellung der räumlichen Ausdehnung vulkanischer Aktivität von den deutschen Mittelgebirgen bis hin zur spezifischen Lage der Eifel.

2.2. VULKANISCHE ERSCHEINUNGSFORMEN IN DEUTSCHLAND: Analyse der verschiedenen Typen vulkanischer Strukturen in Deutschland, insbesondere von Schlackenkegeln und Maaren.

3. DER EIFELVULKANISMUS: Fokus auf die geologische Besonderheit der Eifel als eines der intensiv erforschten Vulkangebiete Mitteleuropas.

3.1. GEOGRAPHISCHER ÜBERBLICK: Einführung in die geographische Lage und die touristische sowie wissenschaftliche Bedeutung der Vulkane in der Eifel.

3.1.1. URSACHEN UND URSPRUNG DES EIFELVULKANISMUS: Erklärung der tektonischen Ursachen, insbesondere der Eifelplume und der Bedeutung des Rheingrabensystems.

3.1.2. EINTEILUNG IN WEST- UND OSTEIFEL: Differenzierung zwischen den quartären Eifelvulkanfeldern anhand ihrer Entstehungsgeschichte und geologischen Charakteristika.

3.2. LAACHER SEE VULKANISMUS: Detaillierte Untersuchung des bedeutendsten Eruptionszentrums der Eifel.

3.2.1 GEOGRAPHIE UND BESCHREIBUNG DER AUSGANGSSITUATION: Beschreibung der geografischen Gegebenheiten des Laacher Sees und der magmatischen Vorgänge vor dem großen Ausbruch.

3.2.2 ABLAUF DER ERUPTION VOR 12.900 JAHREN: Rekonstruktion der phasenweisen Eruption des Laacher See Vulkans und der damit verbundenen explosiven Ereignisse.

4 SIND DIE EIFELVULKANE EINE GEFAHR FÜR DIE ZUKUNFT?: Kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Gefährdungslage und der Wahrscheinlichkeit künftiger vulkanischer Aktivitäten.

Schlüsselwörter

Vulkanismus, Eifel, Laacher See, Magma, Eruption, Maar, Schlackenkegel, Geologie, Erdgeschichte, Eifelplume, Tektonik, CO2-Austritt, Pyroklasten, plinianische Eruption, Katastrophenszenarien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Vulkanismus in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf den geologischen Besonderheiten und der Entstehungsgeschichte der Eifel liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die geographische Verbreitung deutscher Vulkane, die verschiedenen Erscheinungsformen wie Maare und Schlackenkegel sowie die tektonischen Ursachen des Vulkanismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Entstehungsmechanismen des Eifelvulkanismus zu erläutern und wissenschaftlich zu belegen, ob und wie eine Gefahr für zukünftige Eruptionen einzuschätzen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche sowie die Auswertung geologischer Studien, Blockbilder und Satellitenaufnahmen zur Darstellung der vulkanischen Prozesse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf eine detaillierte geologische Einordnung der Eifel, die Ursachenforschung durch das Eifelplume-Modell sowie den Ablauf des historischen Ausbruchs am Laacher See.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Eifelvulkanismus, Laacher See, plinianische Eruption, Magma-Differentiation, Maare und tektonische Schwächezonen charakterisiert.

Welche Rolle spielt der Laacher See im Kontext der Eifel-Vulkane?

Der Laacher See gilt als „Hauptdarsteller“ des Eifelvulkanismus; sein Ausbruch vor 12.900 Jahren war eine der gewaltigsten Eruptionen Mitteleuropas in geologisch junger Zeit.

Wie widerlegt die Autorin die Annahme, die Eifel sei vulkanisch erloschen?

Die Autorin weist darauf hin, dass CO2-Austritte und die geologische Historie (lange Ruhephasen zwischen aktiven Episoden) belegen, dass die Eifel keineswegs sicher als erloschen betrachtet werden kann.

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Details

Title
Die Eifel. Vulkanismus in Deutschland
College
Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding
Grade
15
Author
Nina Schumertl (Author)
Publication Year
2015
Pages
27
Catalog Number
V334649
ISBN (eBook)
9783668248908
ISBN (Book)
9783668248915
Language
German
Tags
Vulkane Eifel Geysire Vulkanismus in Deutschland Naturphänomen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Schumertl (Author), 2015, Die Eifel. Vulkanismus in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334649
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