Didaktisierung eines Fachtextes: "Hitler in einer Rede über die nationalsozialistische Erziehung"


Hausarbeit, 2015
13 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhatsverzeichnis

1. Thema und Sachanalyse

2. Das Material

3. Kompetenzstandards des Berliner Rahmenlehrplans

4. Konkretisierung der Standards und individuelle Kompetenzentwicklung der SuS

5. Aspekte der sprachsensiblen Förderung

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

1. Thema und Sachanalyse

Der Berliner Rahmenlehrplan Sekundarstufe I für die Klasse 9 und 10 legt fest, dass das Lehren der nationalsozialistischen Ideologie ein Pflichtthema ist. Im Themenfeld Demokratie und Diktatur 1 ist das Pflichtthema im Folgenden beschrieben:

Kennzeichen von und Alltag in Diktaturen: Nationalsozialismus, Opfergruppen, Holocaust; Stalinismus, "Säuberungswellen", Gulag 2

Bezüglich des Vorschlages vom Berliner Rahmenlehrplan bietet der ausgewählte Text Material für eine Behandlung der N.S. Ideologie unter der Perspektive des Alltags.

Der Text, ein Auszug von einer Hitlers Rede 1938, bietet einen exemplarischen Abriss über die Erziehungsziele der Jugend, die Hitler und dessen Partei verfolgten.

2. Das Material

Auf den folgenden drei Seiten befindet sich das entwickelte Arbeitsmaterial. Dies ist für die Durchführung von 2 bis 3 Stunden je nach Wissens- und Kompetenzstand der Klasse geplant und besteht aus vier Teilen:

- Ein Bild und der Quellentext, der gekürzt wurde (Die Originalfassung des Textes steht im Anhang).
- Ein Bogen mit neun Arbeitsaufträgen.
- Eine Wörterklärungsliste, die die schwierigsten Wörter des Textes aufführt.
- Ein Satzmuster als Hilfe für das Verständnis grammatischer Schwierigkeiten.

Quellentext

Hirlei in eiueľ Rede über die nationalsozialistische Erziehung (1.93S):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

"Meine Pädagogik ist kart. Das Schwache muss weggehanunert werden. Es wird eine Jugend keranwachsen. vor der sich die Welt erschrecken wird. Eine gewalttätige, herrische, unerschrockene, grausame Jugend will ick. Schmerzen muss sie ertragen. Es darf nickte Schwaches und Zärthckes an ikr sein. Das freie, herrlicke Raubtier muss erst wieder aus ikren Augen blitzen. Start und schon mH ick meine Jugend. lek werde sie in allen Leibe sübiuigen ausbilden lassen. Eck will keine intellektuelle Erziehung. Mit Wissen verderbe ick mk die Jugend. Aber Beherrschung müssen sie lernen. Sie soken mir in den sekwierigsten Proben die Todesfurcht besiegen lernen. Das ist die Stufe der keroiseken Jugend. Aus ihr warbst die Stufe des Gottmensch."

"Diese Jugend die lernt ja nickts anderes als deutsch denken, deutsch bandeln, und wenn mm diese Knaben, diese Mädcken mit ihren zehn Jahren in unsere Organisationen hineinkomm en und dort so oft ziun ersten Mal überhaupt eine frisclie Luft bekommen und fühlen, dann kommen sie vier Jahre später vom Jungvolk in die Hitler-Jugend, und dort behalten wir sie wieder vier Jahre, und dann geben wir sie ersi reckt nickt zurück in die Hände unserer alten Klassen- und Standeserzeuger, sondern dann nehmen wir sie sofort in die Partei oder in die Arbeitsfront ш die SA oder in die SS. in das ΝΞΚΚ und so weiter. Und wenn sie dort zwei und anderthalb Jahre sind und noch nicht ganze Nationalsozialisten geworden sein sollten, dann kommen sie in den Arbeitsdienst und werden doit wieder sechs oder sieben Monate gescliliffen. (...) Und was dann nach sechs oder sieben Monaten noch an Klassenbewusstsein und Standesdünkel da und dort noch vorhanden sein solile, das übernimmt die Wehrmacht zur weiteren Behandlung auf zwei Jahre. Und wenn sie nach zwei, drei oder vier Jahren zurückkekren. dann nehmen wir sie, damit sie auf kernen Fall rückfällig werden, sofort wieder in die SA, SS und so weiter, mid sie werden nicht mehr frei ihr ganzes lieben."

Arbeitsaufträge

1. Einzelarbeit: Lies den Text aufmerksam und versuche ihn global zu verstehen.

2. Einzelarbeit: Lies den Text ein zweites Mal, versuche ihn im Detail zu verstehen und unterstreiche die wichtigsten T extstellen.

3. Einzelarbeit: Fülle die Tabelle aus.

Was für eine Jugend wollte Hitler?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Partnerarbeit: Vergleiche mit einem Partner die Ergebnisse. Gegebenenfalls müsst ihr eure Tabellen ergänzen.

5. Partnerarbeit: Welche finalen Erziehungsziele der Jugend verfolgte Hitler? Formuliere eine Forderung, die Hitler gesagt könnte.

"Meine Jugend soll...

6. Gruppenarbeit (4 Schüler): Stellt euch diese Forderung gegenseitig vor und macht einander Verbesserungsvorschläge. Überarbeitet euren Satz anhand der Rückmeldungen.

7. Partnerarbeit: Schreibt einen Text für ein Schulbuch, in dem ihr diesen Satz einbaut (Maximum 5 Sätze).

8. Gruppenarbeit (4 Schüler): Tauscht die Texte untereinander aus und teilt einander mit was euch am Text gefällt / nicht gefällt. Überarbeitet euren Text anhand der Rückmeldungen.

9. Plenum: Jugend im Nationalsozialismus: Hättest du mitgemacht?

Worterklärungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Satzmuster

- Subjekt nach finitem Verb

...nach Objekte und Adverbialausdrücken

> ..., dann kommen sie in den Arbeitsdienst

> Stark und schön will ich meine Jugend

- Nebensätze mit finitem Verb in Einstellung

...nach subordinierenden Konjunktionen (dass, wenn, damit, was,...)

> ...wenn diese Knaben mit zehn Jahren in unsere Organisation hineinkommen ’

> ..., damit sie auf keinen Fall rückfällig werden

[...]


1 LISUM (2006): Rahmenlehrplan für die Grundschule und die Sekundarstufe I. Geschichte. Senats verwaltung für Bildung, Jugend und Sport Berlin, S.38.

2 Ebd., S. 40.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Didaktisierung eines Fachtextes: "Hitler in einer Rede über die nationalsozialistische Erziehung"
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Fachbereich Erziehungswissenschat und Pschologie)
Veranstaltung
Seminar Deutsch als Zweitsprache
Note
2,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V334658
ISBN (eBook)
9783668262140
ISBN (Buch)
9783668262157
Dateigröße
637 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
didaktisierung, fachtextes, hitler, rede, erziehung
Arbeit zitieren
Benoit Decormeille (Autor), 2015, Didaktisierung eines Fachtextes: "Hitler in einer Rede über die nationalsozialistische Erziehung", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334658

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