Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Schwarzen Szene als Subkultur. Ziel der Arbeit ist dabei die Schwarze Szene in ihren Eigenheiten soweit, wie in diesem Rahmen möglich, zu charakterisieren. Der Begriff "Subkultur" wird definiert und es werden charakteristische Merkmale der Schwarzen Szene herausgearbeitet.
Dabei wird besonders auf die Mode und die Musik der schwarzen Szene eingegangen. Sind alle Gothics Satanisten? Was hat Gothik mit Cyber zu tun? Welche Rolle spielt Fetischmode in der Szene? Diese Fragen beantwortet der Autor auf insgesamt 10 Seiten Text kurz und bündig.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist eine Subkultur
3. Wer oder was ist die schwarze Szene
4. Musik der schwarzen Szene
5. Modestile innerhalb der Szene
5.1 Mittelalter
5.2 Barockzeit
5.3 Gothic
5.4 Cybergoth
5.5 Fetischmode
6. Lebens und Geisteshaltung
6.1 Mystik, Okkultismus, Satanismus
6.2 Politische Tendenzen innerhalb der Schwarzen Szene
7. Feldbericht
8. Fazit.
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Schwarze Szene als Subkultur in ihren wesentlichen Eigenheiten zu charakterisieren, dabei gängige Vorurteile kritisch zu hinterfragen und die strukturelle sowie kulturelle Diversität innerhalb der Szene aufzuzeigen.
- Definition der Schwarzen Szene im soziologischen Kontext einer Subkultur
- Analyse der musikalischen Vielfalt und ihrer Bedeutung für die Szene
- Untersuchung verschiedener Modestile und deren historischer Bezugspunkte
- Diskussion über Geisteshaltung, Spiritualität und den Umgang mit Satanismus-Vorwürfen
- Auseinandersetzung mit politischen Tendenzen und dem Bild in der medialen Berichterstattung
Auszug aus dem Buch
3. Wer oder was ist die Schwarze Szene?
Die Frage danach, was die Schwarze Szene ist, oder wer genau dazu gehört, ist schwieriger zu beantworten, als man im ersten Moment möglicherweise vermutet. Es handelt sich in gar keinem Fall um eine homogene Gruppe, die mit einem uniformen Gedankengut, einem einheitlichen Musikstil, oder einem gemeinsamen Kleidungsstil heraussticht. Im Vergleich zu den Punks lässt sich in der Schwarzen Szene auch keine einheitliche politische Haltung wiederfinden. Im Vergleich zu den Ravern oder den „normalen Diskogängern“ ist auch der Musikgeschmack der gesamten Schwarzen Szene zu divergiert.
Ihren Ursprung hatte die Schwarze Szene Ende der 80er Jahre mit Robert Smith, welcher als Sänger der Band „The Cure“ als Erfinder des Kleidungsstils gilt. Dieser Kleidungsstil wiederum ist nur eine konsequente Weiterentwicklung dessen, was schon in einigen Teilen der Punkszene zu dieser Zeit Mode war. Die schwarze Kleidung, die auftoupierten Haare und das blass geschminkte Gesicht, wurden schnell von den Anhängern Band übernommen. Durch die eigene kreative Weiterentwicklung des Kleidungsstils seitens der Fans, bildete sich dann schnell ein eigener Stil heraus, der mit der Punk Szene nur noch wenig zu tun hatte. The Cure trug die Themen Tod, Vergänglichkeit und die Sinnlosigkeit der eigenen Existenz an das Volk, welche von den Fans der Band schnell aufgegriffen und adaptiert wurden und heute ein Markenzeichen der Schwarzen Szene sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Arbeit, den Begriff der Subkultur zu klären und die Schwarze Szene von negativen medialen Klischees abzugrenzen.
2. Was ist eine Subkultur: Dieses Kapitel definiert den soziologischen Begriff der Subkultur als abgegrenztes Teilsystem innerhalb der Gesellschaft.
3. Wer oder was ist die schwarze Szene: Es wird die Heterogenität der Szene beleuchtet, die sich weder durch einen uniformen Stil noch eine homogene politische Haltung definieren lässt.
4. Musik der schwarzen Szene: Dieses Kapitel beschreibt die musikalische Diversität der Szene, die von melancholischer Romantik über Metal bis hin zu rein elektronischen Beats reicht.
5. Modestile innerhalb der Szene: Hier werden die fünf Haupt-Modeströmungen (Mittelalter, Barockzeit, Gothic, Cybergoth, Fetischmode) hinsichtlich ihrer ästhetischen Merkmale analysiert.
6. Lebens und Geisteshaltung: Untersucht werden die spirituellen Ausprägungen, insbesondere die Abgrenzung zum Satanismus, sowie die politische Ausrichtung der Szene.
7. Feldbericht: Der Autor schildert eigene Beobachtungen bei einer teilnehmenden Beobachtung in einem Berliner Szeneclub.
8. Fazit.: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und widerlegt die gängigen Vorurteile gegenüber der Szene als Ganzes.
Schlüsselwörter
Schwarze Szene, Subkultur, Gothics, Cybergoth, Musikstile, Subkultur-Mode, Satanismus-Vorwürfe, gesellschaftliche Werte, soziologische Analyse, Szenezugehörigkeit, mediale Berichterstattung, Identitätssuche, Jugendkultur, Fetischmode, Toleranz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Schwarze Szene aus soziologischer Sicht, um ihre Eigenheiten und ihre Struktur als Subkultur darzustellen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Subkultur-Begriffs, musikalische Einflüsse, unterschiedliche Modestile, die Geisteshaltung der Mitglieder sowie eine kritische Auseinandersetzung mit medialen Vorurteilen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Schwarze Szene objektiv zu charakterisieren und die Behauptung zu widerlegen, dass sie eine gefährliche oder satanistische Gruppierung darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Untersuchung verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf Literaturrecherche sowie auf eine teilnehmende Beobachtung, die der Autor in einem Berliner Szeneclub durchgeführt hat.
Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil analysiert die interne Vielfalt der Szene, unterteilt in Musik, spezifische Modestile und die Auseinandersetzung mit spirituellen und politischen Themen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Begriffe wie Schwarze Szene, Subkultur, Identität, Diversität und die kritische Reflektion medialer Klischees stehen im Mittelpunkt.
Wie stehen die Mitglieder der Schwarzen Szene zum Thema Satanismus?
Der Autor zeigt auf, dass der Großteil der Szene atheistisch geprägt ist und satanistische Praktiken als mediales Vorurteil oder als rein philosophische Neugier abglehnt werden.
Was ergab der durchgeführte Feldbericht in dem Berliner Club?
Der Bericht verdeutlicht, dass die Szene bei Partyveranstaltungen sehr heterogen auftritt, wobei das Verhalten der Mitglieder als friedlich, in sich gekehrt und respektvoll beschrieben wird.
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- Bernd Lauert (Author), 2012, Die Schwarze Szene. Musik, Lebens- und Geisteshaltung der Gothics, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334682