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Beispiele für diagnosegeleitete Lernstrategien in der Primarstufe

Entwicklung diagnosegeleiteter Lernstrategien für Grundschüler

Titel: Beispiele für diagnosegeleitete Lernstrategien in der Primarstufe

Bachelorarbeit , 2016 , 116 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Kristina Rauchlechner (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Fokus dieser Arbeit steht die Frage, welche Auswirkungen die Einbeziehung von Lerntypen bzw. Lernstrategien auf die individuelle Leistung der Schüler/innen hat und inwiefern dadurch eine nachhaltig leistungsfördernde Lernumgebung geschaffen wird. Hierfür wurde eine lerntypengerechte Unterrichtsgestaltung durchgeführt, die anhand beispielhafter Unterrichtsstunden skizziert und damit aufgezeigt wird, wie dieses Konzept eine elementare Umstellung der Lernumgebung hin zur Effizienz- und Motivationssteigerung bewirkt. Daran anschließend zeigen die Befragungsergebnisse auf, inwiefern Lehrpersonen die unterschiedlichen Lernkanäle in den Unterricht integrieren und führen zu dem Schluss, dass aufgrund mangelnder Angebote zur Aus- und Weiterbildung keine zufriedenstellende Lernoptimierung erfolgt.

This research paper enhances the fundamental understanding of learning types, learning styles, the Austrian grading system as well as the incorporation of the former into classroom teaching to optimize students’ learning efficiency. The importance of an integrated education as well as the deficiency of subject related training or schooling is shown by empirically examining teachers, testing students to determine their learning types and practically implementing classes according to their learning channels. Thus, a compromised example of including learning types within the daily classroom teaching is provided.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 KONZEPTION

1.1 Problemstellung und Forschungsfragen

1.2 Relevanz der Problematik

1.3 Respektive Vorgehensweise

2 EINBLICK IN DIE FORSCHUNGSGESCHICHTE UND DEN AKTUELLEN FORSCHUNGSSTAND

3 DEFINITION DER ZUGRUNDE LIEGENDEN BEGRIFFLICHKEITEN

3.1 Einführung in die Thematik des Lernens

3.2 Zum Verständnis des Begriffes der Lerntheorie

3.3 Zur Entstehung von Lerntypen

3.4 Lernstile als Erweiterung der Lerntypen

3.5 Die Entwicklung von Lernstrategien

3.6 Über den Nutzen von Lernhilfe

3.7 Zur Bedeutung von Lernumgebungen

3.8 Von der produkt- zur prozessorientierten Leistung

3.9 Von Leistung im Kontext der Schule zum pädagogischen Leistungsbegriff

3.10 Zur Abgrenzung der Leistungsbewertung

3.11 Zur Legitimität der Leistungsfeststellung

4 LERNTYPEN

4.1 Lerntypentheorie nach Frederic Vester

4.2 Lerntypentests nach Frederic Vester

5 LERNSTILE

5.1 Lernstiltheorie nach Kolb

5.2 Lernstiltheorie nach Honey und Mumford

5.3 Lernstiltheorie nach Felder

6 LERNSTRATEGIEN

6.1 Lernstrategien nach Lompscher

6.2 Lernstrategien nach Lerntypen

6.3 Lernstrategien nach Lernstilen

7 LEISTUNGSBEURTEILUNG DES ÖSTERREICHISCHEN SCHULSYSTEMS

7.1 Formen der Leistungsfeststellung

7.1.1 Von der Mitarbeitsfeststellung

7.1.2 Von besonderen, schriftlichen Leistungsfeststellungen

7.1.3 Von besonderen, praktischen Leistungsfeststellungen

7.1.4 Von mündlichen Übungen

7.2 Formen der Leistungsbeurteilung

7.2.1 Über das Pensenbuch

7.2.3 Über die Lernfortschrittsdokumentation

7.2.4 Über die kommentierte direkte Leistungsvorlage

7.2.5 Über die verbale Bewertung

7.2.6 Über das Selbsteinschätzungs-Mandala

7.2.7 Über das Ziffernzeugnis

8 FORSCHUNGSTEIL

8.1 Entwicklung und Begründung der Forschungsinstrumente und Forschungsdurchführung

8.1.1 Ansätze der quantitativen Sozialforschung

8.1.1.1 Zur Entstehung einer schriftlichen Befragung

8.1.1.2 Zur Methode des Testens

8.1.2 Zur Konstruktion der Datenerhebungsinstrumente

8.1.2.1 Fragebogen Lehrpersonenbefragung

8.1.2.2 Lerntypentest orientiert an Vester nach Stangl

8.1.3 Beschreibung der Rahmenbedingungen

8.1.3.1 Rahmenbedingungen der Lehrkörperbefragung

8.1.3.2 Rahmenbedingungen der Lerntypenaustestung

8.2 Praktische Forschungsdurchführung

8.2.1 Phase 1: Lerntypenaustestung

8.2.2 Phase 2: Ermittlung des Status quo

8.2.3 Phase 3: Durchführung des lerntypengerechten Unterrichts am Beispiel von einzelner Unterrichtseinheiten

8.2.3.1 Deutsch

8.2.3.2 Mathematik

8.2.3.3 Sachunterricht

8.2.4 Phase 4: Ermittlung von Leistungsveränderungen

8.3 Auswertung und Relevanz für die Primarstufe

8.3.1 Lehrpersonenbefragung nach Blöcken

8.3.1.1 Block 1: Soziodemografische Auswertung

8.3.1.2 Block 2: Lerntypentests Auswertung

8.3.1.3 Block 3: Lerntypengerechter Unterricht Auswertung

8.3.2 Lerntypengerechter Unterricht

9. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob das Wissen um den Lerntypus von Schüler/innen zu einer Verbesserung ihrer Leistungsbeurteilung führt und wie ein lerntypengerechter Unterricht zur Schaffung einer leistungsfördernden Lernumgebung beitragen kann.

  • Lerntypentheorie und Lernkanäle nach Frederic Vester
  • Lernstile und ihre Bedeutung für den Unterricht
  • Entwicklung und Anwendung von diagnosegeleiteten Lernstrategien
  • Leistungsbeurteilung im österreichischen Schulsystem
  • Empirische Untersuchung der Auswirkungen lerntypengerechter Unterrichtsgestaltung

Auszug aus dem Buch

3.1 Einführung in die Thematik des Lernens

Versuche einer Definition von "Lernen" reichen bis in die Antike zu Platon und Aristoteles zurück. Böhm (2000) beschreibt Platons Definition des Lernens als einen Vorgang der Wiedererinnerung von Ideen, welche die Seele mitgebracht hat. Dieser Grundplan der Seele kann wiederum durch Sinneseindrücke reaktiviert werden. Dieser Zugang zur Thematik wurde später von Augustinus und Leibnitz weiterentwickelt und mündete in die Theorie vom Lernen als Einsicht. Demgegenüber erläutert Böhm (2000), dass das Lernen bei Aristoteles als eine Aufnahme und Speicherung von Sinnesdaten zu verstehen sei, womit der Grundstock für die Entwicklung des englischen Empirismus sowie des daraus resultierenden Behaviorismus und der Konditionierungstheorien gelegt wurde (vgl. Böhm 2000, S. 342). Lernen ist demnach nicht nur mit geistiger Entfaltung und der Erweiterung des individuellen Wissensschatzes verbunden, sondern ebenso mit möglichen Veränderungen des motorischen und sozialen Verhaltens von Menschen (vgl. ebd., S. 343).

Nach Bower und Hilgard (1983) ist Lernen ein wertneutraler Begriff, der für eine Änderung menschlicher Verhaltensweisen bezeichnend ist (vgl. Bower und Hilgard 1983, S. 31). Lernen bezieht sich demnach auf „die Veränderung im Verhalten oder im Verhaltenspotential eines Organismus in einer bestimmten Situation, die auf wiederholte Erfahrungen des Organismus in dieser Situation zurückgeht“ (ebd., S. 31).

Im Kontext schulischer Ausbildung kennzeichnet das Lernen jedoch vor allem das Einprägen und Reproduzieren von Wissensstoff. In diesem Sinne kann Lernen als ein bewusster Akt des Handelns verstanden werden, der darauf abzielt, den individuellen Wissenszuwachs zu steigern. Dabei wird nicht nur auf das Einprägen der Wissensinhalte Wert gelegt, sondern auch auf die Aneignung von Fertigkeiten, die das Suchen und Erkennen von Zusammenhängen, das selbstständige Erarbeiten von Strategien und die Analyse von Problemen fördern (vgl. Schräder-Naef 1996, S. 11).

Zusammenfassung der Kapitel

KONZEPTION: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen von diagnosegeleiteten Lernstrategien auf die Schülerleistung in der Primarstufe vor.

EINBLICK IN DIE FORSCHUNGSGESCHICHTE UND DEN AKTUELLEN FORSCHUNGSSTAND: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Lernforschung, beginnend bei klassischen Konditionierungstheorien bis hin zu aktuellen Modellen der Gehirnforschung.

DEFINITION DER ZUGRUNDE LIEGENDEN BEGRIFFLICHKEITEN: Hier werden theoretische Fachbegriffe wie Lernen, Lerntheorien, Lerntypen, Lernstile, Lernstrategien und der pädagogische Leistungsbegriff definiert und voneinander abgegrenzt.

LERNTYPEN: Das Kapitel vertieft die Lerntypentheorie nach Frederic Vester und erläutert dessen Testverfahren zur Identifikation von individuellen Lernkanälen.

LERNSTILE: Es erfolgt eine Vorstellung verschiedener Lernstilmodelle, insbesondere nach Kolb, Honey und Mumford sowie Felder, um die individuelle Lernweise von Schülern besser zu verstehen.

LERNSTRATEGIEN: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen zu Lerntypen und Lernstilen mit konkreten Strategien zur Unterrichtsgestaltung.

LEISTUNGSBEURTEILUNG DES ÖSTERREICHISCHEN SCHULSYSTEMS: Eine Analyse der Formen der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung in der österreichischen Volksschule wird durchgeführt, um den Übergang vom gesellschaftlichen zum pädagogischen Leistungsbegriff zu verdeutlichen.

FORSCHUNGSTEIL: Dieser Teil beschreibt die empirische Methodik der Arbeit, einschließlich der Lehrpersonenbefragung und der praktischen Lerntypenaustestung mit anschließender lerntypengerechter Unterrichtsgestaltung in einer Grundschulklasse.

RESÜMEE: Die Arbeit reflektiert die Ergebnisse und weist auf die Bedeutung von diagnosegeleiteten Lernstrategien für eine effiziente Unterrichtsgestaltung hin.

Schlüsselwörter

Lernstrategien, Lerntypen, Lernstile, Primarstufe, Leistungsbeurteilung, Leistungsfeststellung, Grundschule, Lerntypengerechter Unterricht, Pädagogischer Leistungsbegriff, Vester, Unterrichtsgestaltung, Diagnose, Lernumgebung, Lernfortschritt, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung von diagnosegeleiteten Lernstrategien in der Primarstufe, um die individuelle Leistung und die Lernumgebung von Grundschülern zu optimieren.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Themen sind Lerntheorien, Lerntypen (insbesondere nach Frederic Vester), verschiedene Lernstilmodelle, die Methodik der Leistungsbeurteilung im österreichischen Schulsystem sowie die praktische Umsetzung von lerntypengerechtem Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, zu untersuchen, ob das Wissen über den spezifischen Lerntyp eines Schülers dazu führen kann, die pädagogische Leistungsbeurteilung zu verbessern und den Unterricht effizienter und motivierender zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt einen quantitativen Forschungsansatz, der eine Lehrpersonenbefragung sowie eine praktische Lerntypenaustestung und Unterrichtsintervention in einer Schulklasse umfasst.

Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Teil, der Begrifflichkeiten und Lerntheorien klärt, und einen empirischen Forschungsteil, in dem die Durchführung lerntypengerechter Unterrichtseinheiten und deren Auswertung dokumentiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen diagnosegeleitete Lernstrategien, Primarstufe, Lerntypendifferenzierung, pädagogische Leistungsbeurteilung und Lernprozessoptimierung.

Welchen Einfluss hatte die Lerntypentheorie von Vester auf die praktische Durchführung?

Die Theorie nach Vester bildete die Basis für die Lerntypenaustestung der Schüler. Die Ergebnisse dienten dazu, den Unterricht gezielt auf die vier Lernkanäle (motorisch, auditiv, kognitiv, visuell) auszurichten.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der aktuellen Schulpraxis?

Das Fazit zeigt, dass trotz des theoretischen Potenzials ein Mangel an Wissen über den effektiven Einsatz von Lerntypen im Alltag besteht und die Umsetzung eines lerntypengerechten Unterrichts oft an Vorbereitung und Materialmangel scheitert.

Ende der Leseprobe aus 116 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Beispiele für diagnosegeleitete Lernstrategien in der Primarstufe
Untertitel
Entwicklung diagnosegeleiteter Lernstrategien für Grundschüler
Hochschule
Pädagogische Hochschule Niederösterreich (ehem. Pädagogische Akademie des Bundes in Niederösterreich)  (Pädagogische Hochschule Niederösterreich)
Veranstaltung
Bachelorarbeit
Note
1,0
Autor
Kristina Rauchlechner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
116
Katalognummer
V334888
ISBN (eBook)
9783668249103
ISBN (Buch)
9783668249110
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lernstrategien Primarstufe Primarschule Volksschule Grundschule Lernen Strategien Lernkompetenzen diagnosegeleitete Lernstrategien Vester Lerntypen Lernypentest lerntypengerechter Unterricht lerntypengerecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristina Rauchlechner (Autor:in), 2016, Beispiele für diagnosegeleitete Lernstrategien in der Primarstufe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334888
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  116  Seiten
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