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Tiergestützte Intervention bei einer klinischen Depression

Inwiefern kann die tiergestützte Therapie neben herkömmlichen Behandlungsmethoden bei einer Depression hilfreich sein?

Title: Tiergestützte Intervention bei einer klinischen Depression

Bachelor Thesis , 2015 , 63 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andrea Neff (Author)

Psychology - Methods
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Jeder fünfte Deutsche erkrankt in seinem Leben an einer Depression, so dass mittlerweile von einem Volksleiden gesprochen werden kann. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, ist sie mithilfe einer Psychotherapie und/oder Psychopharmaka gut behandelbar. In vielen Fällen jedoch suchen Betroffene erst nach mehreren depressiven Episoden die passende Hilfe, so dass die Wahrscheinlichkeit erhöht ist immer wieder an einer Depression zu erkranken. Dies macht es umso schwieriger eine erfolgreiche Behandlung durch die herkömmlichen Methoden zu erzielen. Daher beschäftigt sich dieses Buch mit dem Einfluss und Erfolg der tiergestützten Intervention. Welche Möglichkeiten und Chancen ergeben sich in der Kontaktaufnahme mit einem Tier?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Depression

1.1 Die depressive Symptomatik

1.2 Klassifikation

2. Die Tiergestützte Intervention

2.1 Tier und Mensch in der geschichtlichen Entwicklung

2.2 Die Mensch-Tier-Beziehung

2.2.1 Das Konzept der Du-Evidenz

2.2.2 Die Biophilie Hypothese

2.2.3 Die Bindungstheorie

2.2.4 Das Konzept der Spiegelneurone

2.3 Die Mensch-Tier-Kommunikation

2.4 Formen der Tiergestützten Intervention

2.4.1 Anglo-amerikanischer Raum

2.4.2 Deutschsprachiger Raum

2.5 Der Einfluss der tiergestützten Intervention auf den Menschen

3. Der Einsatz der tiergestützten Intervention bei der Behandlung einer Depression

3.1 Tiere in der Klinik und Therapie

3.1.1 Boris Levinson

3.1.2 Die forschungsweisende Studie der Corsons

3.1.3 Der Blick auf die Gegenwart

3.2 Die Bedeutung der eingesetzten Tierart

3.2.1 Therapie mit haustiergeeigneten Arten

3.2.2 Pferdegestützte Therapie / Reittherapie

3.2.3 Farmtiere

3.3 Die Durchführung einer Studie – Der Einsatz von Delphinen bei der Behandlung einer Depression

4. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob und wie eine tiergestützte Therapie als ergänzende Behandlungsmethode neben konventioneller Psychotherapie und Psychopharmaka bei einer Depression hilfreich sein kann. Ziel ist es, den Nutzen sowie die therapeutischen Möglichkeiten und Grenzen der Einbeziehung von Tieren in den Behandlungsprozess zu erörtern.

  • Symptomatik und Klassifikation depressiver Erkrankungen
  • Historische Entwicklung und Konzepte der Mensch-Tier-Beziehung
  • Formen und Wirkungsweisen tiergestützter Interventionen
  • Einsatzmöglichkeiten von Hunden, Pferden und Farmtieren in der Therapie
  • Analyse aktueller Studien zur Wirksamkeit der tiergestützten Intervention bei Depressionen

Auszug aus dem Buch

Die Mensch-Tier-Kommunikation

Kommunikationstheorien unterteilen die menschliche Kommunikation in verbal-digitale und nonverbal-analoge Kommunikation. Die verbal-digitale Kommunikation erhält ihre Bedeutung durch den Inhalt unserer Worte. Sie ist somit bewusst steuer- und manipulierbar (vgl. Germann-Tillmann et al. 2014, S. 30). Im Gegensatz dazu ist die nonverbal-analoge Kommunikation die weitaus ‚ehrlichere‘, da sie ausschließlich auf der Beziehungsebene abläuft (vgl. Olbrich 2010, S. 84).

Watzlawick (1969, S. 61f. zit. n. Vernooij /Schneider 2010, S. 18) behauptete: „Analoge Kommunikation hat ihre Wurzeln offensichtlich in viel archaischeren Entwicklungsperioden und besitzt daher eine weitaus allgemeinere Gültigkeit als die viel jüngere und abstraktere digitale Kommunikationsweise.“

Es ist dementsprechend möglich, mit jedem Lebewesen auf analoger Ebene zu kommunizieren. Dafür wird keine gemeinsame (Laut-)Sprache benötigt, sondern es reicht völlig aus, Mimik, Gestik, Körperhaltung und -spannung, Stimmmodulation, Berührungen oder andere sensorische Empfindungen wahrzunehmen und zu verstehen. Je besser die digitale mit der analogen Kommunikation verbunden ist, umso authentischer werden wir von unseren Mitmenschen wahrgenommen (vgl. Vernooij /Schneider 2010, S. 19).

Die Mensch-Tier-Kommunikation erfolgt fast ausschließlich auf analoger Ebene, d.h. der Fokus liegt auf der Beziehungsebene, weg von dem Inhalt der gesagten Worte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Depression als Volkskrankheit ein und stellt die Relevanz der tiergestützten Therapie als bisher wenig beachtete, ergänzende Behandlungsmethode dar.

1. Depression: Dieses Kapitel erläutert die Symptomatik und die medizinische Klassifikation der Depression nach ICD-10 und DSM-V.

2. Die Tiergestützte Intervention: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung, Kommunikationsformen sowie verschiedene Interventionsarten dargelegt.

3. Der Einsatz der tiergestützten Intervention bei der Behandlung einer Depression: Dieses Kapitel widmet sich dem konkreten Einsatz von Tieren in der Klinik und Therapie, differenziert nach verschiedenen Tierarten und diskutiert Forschungsergebnisse.

4. Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit kritisch und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der tiergestützten Intervention in der zukünftigen therapeutischen Praxis.

Schlüsselwörter

Depression, Tiergestützte Therapie, Mensch-Tier-Beziehung, Psychotherapie, Animal-Assisted Therapy, Symptomatik, Therapeutischer Einsatz, Kommunikation, Spiegelneurone, Bindungstheorie, Delphintherapie, Reittherapie, Farmtiere, Psychische Gesundheit, Interventionsformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial tiergestützter Interventionen als ergänzende Therapiemaßnahme für Patienten mit einer klinischen Depression.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die depressive Symptomatik, die wissenschaftlichen Erklärungsmodelle der Mensch-Tier-Beziehung sowie die praktischen Anwendungsformen von Tieren in der Therapie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern kann die tiergestützte Therapie neben herkömmlichen Behandlungsmethoden wie Psychotherapie und Medikamenten bei einer Depression hilfreich sein?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von empirischen Studien, um den aktuellen Forschungsstand zur Wirksamkeit tiergestützter Interventionen bei Depressionen zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Konzepte der Mensch-Tier-Interaktion, die Bedeutung verschiedener Tierarten sowie die Analyse bisheriger Studien und Praxisbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Depression, tiergestützte Therapie, Mensch-Tier-Beziehung, therapeutische Wirksamkeit und ergänzende Behandlungsansätze.

Wie unterscheidet sich die "Tiergestützte Aktivität" von der "Tiergestützten Therapie"?

Die tiergestützte Aktivität zielt primär auf die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens ab und ist weniger strukturiert, während die tiergestützte Therapie zielgerichtet, dokumentiert und ein fester Bestandteil eines therapeutischen Prozesses unter fachlicher Leitung ist.

Warum spielt der Hund eine besondere Rolle in der tiergestützten Therapie?

Aufgrund seiner evolutionären Anpassung an den Menschen und seiner hohen sozialen Intelligenz eignet sich der Hund besonders gut, um soziale Isolation zu durchbrechen und als „sozialer Katalysator“ Kontakt zu anderen Menschen zu erleichtern.

Welche Rolle spielen Farmtiere in der Behandlung von Depressionen?

Farmtiere werden im Rahmen spezieller Programme (z.B. Green Care) eingesetzt, um durch die Einbindung in strukturierte Arbeitsaufgaben auf dem Bauernhof das Selbstvertrauen und die Selbstwirksamkeit depressiver Patienten zu steigern.

Wie beeinflussen Spiegelneurone die Mensch-Tier-Interaktion?

Spiegelneurone könnten ein Erklärungsansatz dafür sein, warum Menschen bei der Beobachtung von Tieren deren Emotionen nachempfinden können, was die Basis für Empathie und eine beruhigende Wirkung in der Therapie bildet.

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Details

Title
Tiergestützte Intervention bei einer klinischen Depression
Subtitle
Inwiefern kann die tiergestützte Therapie neben herkömmlichen Behandlungsmethoden bei einer Depression hilfreich sein?
College
University of Duisburg-Essen  (Institut für Psychologie)
Grade
1,3
Author
Andrea Neff (Author)
Publication Year
2015
Pages
63
Catalog Number
V334896
ISBN (eBook)
9783668249127
ISBN (Book)
9783668249134
Language
German
Tags
tiergestützte Intervention Depression Behandlung Psychotherapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Neff (Author), 2015, Tiergestützte Intervention bei einer klinischen Depression, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334896
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