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Lachen über Gott. Figurenanalyse der christlich-jüdischen Figur „Gottvater“ und deren Beitrag zum Komischen in Filmkomödien

Titel: Lachen über Gott. Figurenanalyse der christlich-jüdischen Figur „Gottvater“ und deren Beitrag zum Komischen in Filmkomödien

Studienarbeit , 2013 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Michael Kalb (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht, wie die Figur des christlich-jüdischen Gottes in Spielfilm-Komödien dargestellt wird. Zwei wesentliche Fragestellungen stehen dabei im Zentrum: Zum einen wird untersucht, wie Gott äußerlich und vom Verhalten her im Film auftritt, und zum anderen, wie die Figur zur Komik des Films beiträgt. Parallel dazu soll ein Vergleich der Filme untereinander zeigen, ob sich in den einzeln betrachteten Punkten gewisse Stereotypen erkennen lassen und ob es Abweichungen davon gibt.

Sieben Spielfilmkomödien wurden für diese Figurenanalyse ausgesucht. Die Filmauswahl erfolgte über die Suche in der International Movie Database (IMDb) mit den Suchkriterien „Rolle: Gott“ und dem Genre „Komödie“. Weiterhin wurden nur solche Filme ausgewählt, bei denen Gott als wirkliche Figur auftritt, also von einem Schauspieler und nicht beispielsweise nur als Off-Sprecher verkörpert wird. Alle Filme haben somit einen direkten Gottesbezug.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Gottesdarstellungen in der visuellen Kultur

2.2 Filmkomödie und bestimmte Arten der Komik

3 Figurenanalyse

3.1 Äußeres Erscheinungsbild der Figur „Gott“

3.2 Verhalten und Eigenschaften der Figur „Gott“

3.3 Das Komische im Film durch „Gottes“ Wirken

4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die filmische Darstellung der christlich-jüdischen Figur „Gott“ in Spielfilm-Komödien, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse ihres äußeren Erscheinungsbildes, ihres Verhaltens sowie ihres spezifischen Beitrags zur Komik des Films liegt.

  • Filmische Repräsentationen von Gott in der Komödie
  • Analyse von Stereotypen und Abweichungen in der Figurenzeichnung
  • Die Funktion der göttlichen Allmacht und Allwissenheit als komisches Element
  • Vergleich von sieben ausgewählten Spielfilmkomödien
  • Untersuchung des „deus ex machina“-Motivs im filmischen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.1 Äußeres Erscheinungsbild der Figur „Gott“

Er haust in einem Wohnwagen, spielt gerne Minigolf oder wischt gerade mal eben das Treppenhaus; Dinge, die man beim bloßen Lesen wahrscheinlich nicht in erster Linie mit Gott verbinden würde oder gar blasphemisch fände. Doch wenn wir diese Dinge sehen und sie gemeinsam mit der Figur des Gottvaters innerhalb eines filmischen Rahmens präsentiert bekommen, so ergeben sich plötzlich neue und kreative Möglichkeiten, diesen personifiziert darzustellen. Wie so oft beim Film spielt hier allerdings der sogenannte „viewing contract“ eine wichtige Rolle. Für die nachfolgende Figurenanalyse wird von der Glaubwürdigkeit und „Echtheit“ des Film-Gottes ausgegangen. Wie der einzelne Zuschauer darüber jedoch urteilen mag, bleibt dahingestellt.

Als Ausgangspunkt sei zu Beginn die Figur „God“ in BRUCE ALMIGHTY und EVAN ALMIGHTY genauer betrachtet. Nicht nur, weil diese Filme wohl die bekanntesten aller Komödien mit direktem Gottesbezug sind, sondern auch weil dort Schauspieler Morgan Freeman eine Gottesfigur verkörpert, die „dem Publikum ein Höchstmaß an Projektion, Identifikation und emotionaler Beteiligung“ bietet. Denn „Gods“ äußeres Erscheinungsbild und Verhalten weisen viele Parallelen zum gängigen Stereotyp auf. So verkörpert auch Freeman die Figur „God“ als älterer Mann mit weißem Bart. Die meiste Zeit im Film trägt er einen weißen Anzug oder ein weißes Hemd mit Leinenhose, was durch Lichtsetzung oder nachträgliche Bearbeitung noch zusätzlich zum strahlen gebracht wurde. „Dadurch hebt sich Gott immer von seiner Umgebung ab und wirkt sehr rein“. Hinzu kommt das selbstbewusste Auftreten der Figur, wodurch der Eindruck des erhabenen Gottes zusätzlich verstärkt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des bilderverbot-konflikts ein und definiert das Ziel der Arbeit, die filmische Darstellung und den komischen Beitrag der Figur Gott zu untersuchen.

2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel beleuchtet historische Gottesdarstellungen in der visuellen Kultur sowie Definitionen von Filmkomödien und spezifischen Komikformen wie Slapstick, Satire und dem Grotesken.

3 Figurenanalyse: Hier erfolgt der Kern der Arbeit durch einen Vergleich sieben ausgewählter Filme hinsichtlich des Erscheinungsbildes, Verhaltens und des komischen Wirkens der Gottesfigur.

4 Ausblick: Der Ausblick resümiert, dass zwar Ansätze von Stereotypen bestehen, die Filmfigur Gott jedoch aufgrund ihrer Vielseitigkeit und des jeweiligen filmischen Kontexts nie vollständig in ein einheitliches Schema zu pressen ist.

Schlüsselwörter

Gottvater, Filmkomödie, Figurenanalyse, visuelle Kultur, Bilderverbot, Stereotyp, Allmacht, Allwissenheit, Komik, Slapstick, Satire, Deus ex machina, Religionsfilm, Mediengeschichte, Filmwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung der Figur Gottes in verschiedenen Spielfilm-Komödien und wie diese Figur genutzt wird, um Komik im Film zu erzeugen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die filmische Umsetzung des theologischen Bilderverbot-Konzepts, die Analyse filmischer Stereotypen und die Wirkung von göttlicher Allmacht innerhalb eines komödiantischen Rahmens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, durch eine Figurenanalyse von sieben ausgewählten Filmen zu zeigen, wie Gott äußerlich auftritt, sich verhält und welchen Beitrag diese Figur zur Komik des Films leistet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine filmwissenschaftliche Figurenanalyse, bei der Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung von Gott in sieben ausgewählten Komödien systematisch verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das äußere Erscheinungsbild, die Verhaltensweisen und die spezifische Wirkung der Gottesfigur auf das komische Geschehen im Film unter Berücksichtigung theoretischer Grundlagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Gottvater, Filmkomödie, Stereotyp, Allmacht, Deus ex machina und Figurenanalyse.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "über Gott lachen" und "wegen Gott lachen" eine Rolle?

Die Unterscheidung hilft zu verstehen, ob die Komik aus der Skurrilität der Figur selbst (z.B. Gott im Wohnwagen) oder aus den Auswirkungen göttlichen Eingreifens in das Filmgeschehen entsteht.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Gott in "Dogma" von der in "Bruce Almighty"?

Während Gott in "Bruce Almighty" als allmächtiger, weiser Berater fungiert, ist die Gottesfigur in "Dogma" in menschlicher Gestalt verwundbarer und verzichtet weitgehend auf direkte Hilfeleistung, was zur Spannung des Films beiträgt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lachen über Gott. Figurenanalyse der christlich-jüdischen Figur „Gottvater“ und deren Beitrag zum Komischen in Filmkomödien
Hochschule
Hochschule für Fernsehen und Film München  (Abteilung I: Medienwissenschaft)
Note
2,0
Autor
Michael Kalb (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
21
Katalognummer
V334940
ISBN (eBook)
9783668247468
ISBN (Buch)
9783668247475
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gottvater Gott im Film Komödie das Komische Figurenanalyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Kalb (Autor:in), 2013, Lachen über Gott. Figurenanalyse der christlich-jüdischen Figur „Gottvater“ und deren Beitrag zum Komischen in Filmkomödien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334940
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Leseprobe aus  21  Seiten
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