In dieser Arbeit soll es darum gehen, inwieweit sich Touristen und Urlauber mit Hilfe sozialer Medien und sozialer Netzwerke touristische Räume aneignen können. Insbesondere untersucht werden dabei Location-based Services oder auch standortbezogene Dienste und Location-based Networks wie Foursquare und Google Places, da diese die vielleicht bekanntesten Werkzeuge zur Aneignung von Räumen sind. Nachdem heutzutage so gut wie jedes Smartphone mit GPS ausgestattet ist und die meisten Nutzer ihre Handys nicht einmal während des Urlaubs abschalten, wird dieser Aspekt auch in Zukunft von noch großer Bedeutung sein. Vor allem für junge Touristen könnten diese ortsbezogenen Dienste sehr attraktiv sein oder werden.
Nach allgemeinen Arbeitsdefinitionen von Begriffen wie Social Media, Tourismus und Tourist und dem Konzept der Raumaneignung soll erläutert werden, was man unter Location-based Services versteht und anhand der beiden Beispiele Foursquare und Google Places erklärt werden, wie diese zur Aneignung von Räumen beitragen können. Dabei soll auch auf die Nutzer und deren Motive zur Nutzung eingegangen werden. Also wieso haben diese Arten von Netzwerken so an Bedeutung und vor allem an Usern gewonnen. Abschließend wird das Konzept der Raumaneignung mit den Kompetenzen von standortbezogenen Diensten abgeglichen, um daraus ein Fazit zu ziehen. Können sich Urlauber mit Hilfe dieser Services touristische Räume wirklich aneignen, mehr als das vorher der Fall war?
Inhaltsverzeichnis
1 Social Media im Tourismus
2 Arbeitsdefinitionen
2.1 Social Media
2.2 Tourismus und Tourist
2.3 Raumaneignung
3 Location-based Services
3.1 Nutzer und Nutzungsmotive
3.2 Foursquare und Swarm
3.3 Google Places
4 Raumaneignung durch Location-based social networks ?
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit soziale Medien und standortbezogene Dienste Touristen bei der Aneignung touristischer Räume unterstützen und welche Rolle mobile Technologien dabei spielen.
- Bedeutung von Social Media in der Tourismusbranche
- Konzept der Raumaneignung im geographischen Kontext
- Funktionsweise und Nutzen von Location-based Services (LBS)
- Analyse von Nutzerverhalten und -motiven bei LBS
- Beispielhafte Untersuchung von Foursquare, Swarm und Google Places
Auszug aus dem Buch
3 Location-based Services
„Location-based Services (standortabhängige Dienstleistungen) gehören zu den populärsten Anwendungen auf Smartphones. Wer unterwegs mit Google Maps navigiert oder sich Bewertungen zu umliegenden Unternehmen auf der Qype-App anzeigen lässt, überträgt im Hintergrund seinen Aufenthaltsort und erhält dafür maßgeschneiderte Informationen für genau diesen Zeitpunkt an genau diesem Ort. Location-based Social Media bzw. Networking bilden eine Unterkategorie der Location-based Services. Im Fokus steht hier die Bereitstellung von Informationen aus dem sozialen Netzwerk, wiederum maßgeschneidert für genau diesen Zeitpunkt an genau diesem Ort. (Faber, Ron 2012: 123)
Hierbei spielt der „Check-In“ - Button eine wichtige Rolle. Anstatt eines „Gefällt mir“ verortet sich der User an seinem aktuellen Aufenthaltsort und bekommt darauf hin die darauf zugeschnittenen Informationen, auch „einchecken“ genannt. So weiß nun also auch jeder seiner Kontakte, wo er sich momentan befindet, ob in einem öffentlichen Gebäude, einem Restaurant oder einem Museum. Ist man einmal selber an einem bestimmten Ort eingecheckt, kann man nun auch selbst Fotos, Tipps und Empfehlungen dazu veröffentlichen, die den anderen Usern wiederum bereitgestellt werden. Dasselbe gilt natürlich auch für negative Bewertungen. Die Orte, an denen die User einchecken können, werden nicht von den Unternehmen, sondern von den Nutzern selbst erstellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Social Media im Tourismus: Einleitende Darstellung der zunehmenden Bedeutung sozialer Medien für die Reisebranche und die Relevanz mobiler Internetnutzung für Touristen.
2 Arbeitsdefinitionen: Definition der grundlegenden Fachbegriffe Social Media, Tourismus sowie des Konzepts der Raumaneignung als Basis für die weitere Analyse.
3 Location-based Services: Erläuterung technischer und funktionaler Aspekte ortsbezogener Dienste sowie deren konkrete Anwendungsmöglichkeiten für Nutzer und Unternehmen.
4 Raumaneignung durch Location-based social networks ?: Synthese der Untersuchungsergebnisse, die verdeutlicht, wie LBS als neue Werkzeuge zur Aneignung touristischer Räume fungieren.
Schlüsselwörter
Social Media, Tourismus, Raumaneignung, Location-based Services, LBS, Foursquare, Swarm, Google Places, Check-in, mobile Technologien, Nutzerverhalten, Standort, Tourismusgeographie, digitale Netzwerke, virtuelle Raumaneignung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen modernen digitalen Technologien und klassischer Tourismusgeographie, speziell mit der Frage, wie standortbezogene soziale Netzwerke das Reiseverhalten und die Wahrnehmung von Orten beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Social Media, die Konzepte der Raumaneignung, die technische Funktionsweise von Location-based Services (LBS) sowie deren Rolle bei der Selbstdarstellung und Interaktion von Touristen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, ob und wie Touristen durch Location-based Services touristische Räume neu oder intensiver aneignen können, als dies ohne solche digitalen Hilfsmittel möglich wäre.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, die auf Literaturrecherche, Begriffsbildung und dem Abgleich theoretischer Konzepte (Raumaneignung) mit aktuellen digitalen Nutzungspraktiken basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition der Begriffe, eine detaillierte technische und praktische Erläuterung von Location-based Services und eine spezifische Analyse der Plattformen Foursquare, Swarm und Google Places.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Raumaneignung, Location-based Services, Tourismus, Foursquare, Google Places und digitale Raumwahrnehmung geprägt.
Welche Rolle spielt der „Check-in“-Button in der Raumaneignung?
Der Check-in fungiert als zentrales Werkzeug der Verortung. Er ermöglicht es dem Nutzer nicht nur, seinen Standort öffentlich zu teilen, sondern auch den Ort durch Kommentare, Fotos und Bewertungen aktiv mitzugestalten und sich somit eine eigene „digitale Landkarte“ zu erschließen.
Beeinflussen Location-based Services das Verhalten anderer Touristen?
Ja, durch die bereitgestellten Informationen, Bewertungen und Fotos verändern Nutzer aktiv die öffentliche Wahrnehmung von Orten, was wiederum die Erwartungen und das zukünftige Verhalten anderer Touristen an diesen Standorten beeinflussen kann.
- Arbeit zitieren
- Ramona Kraus (Autor:in), 2015, Social Media im Tourismus. Raumaneignung durch Location-based Services?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334995