In den folgenden Ausführungen geht es um die Frage, ob der professionelle Fußball die gegenwärtigen Machtstrukturen der Gesellschaft festigt.
Dabei gibt es unterschiedliche Ansichten zu dieser Thematik. Zwei extreme Positionen sind zum einen die Ansicht, dass der Fußball eine Droge in den Händen der kapitalistischen Ausbeuter sei. Frei nach Marx zitiert ist er „Opium fürs Volk“ (vgl. Morris, 1981: S. 23). Besonders hervorzuheben ist dabei, dass dessen mediale Präsenz als elementare Voraussetzung für die Rechtfertigung, den Fortbestand und die Weiterentwicklung des bestehenden politischen Systems angesehen wird. Zum anderen herrscht die Perspektive vor, dass viele Fabrikbesitzer in den Anfängen des Fußballs eher besorgt um die Gesundheit ihrer Arbeiter waren und jene deshalb den Fußball als Möglichkeit begrüßten, die Gesundheit ihrer Arbeiter zu verbessern und ihnen echte Unterhaltung zu bieten. Natürlich gibt es auch Ansichten zwischen diesen beiden Extremen, welche wohl anteilsmäßig die Mehrheit stellen dürften.
Inhaltsverzeichnis
- Festigt der professionelle Fußball die gegenwärtigen gesellschaftlichen Machtstrukturen?
- Theoretische Erklärungsansätze
- Der Figurationsansatz nach Elias
- Der marxistische Ansatz
- Der webersche Ansatz
- Der ethologische Ansatz nach Morris
- Der empirische Ansatz
- Beobachtung aktueller Gegebenheiten
- Relevante Akteure
- Interdependenzen
- Instrumentelle Funktionen des Fußballs
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob der professionelle Fußball die gegenwärtigen Machtstrukturen der Gesellschaft festigt. Dabei werden verschiedene theoretische Ansätze und empirische Befunde herangezogen, um die komplexen Beziehungen zwischen Sport, Gesellschaft und Macht zu beleuchten.
- Die Rolle des Fußballs als Mittel zur Stabilisierung oder Untergrabung von Machtstrukturen
- Die Bedeutung des Fußballs für die soziale Integration und die Bildung von Sozialkapital
- Die Nutzung des Fußballs als Instrument der politischen Propaganda und der Manipulation von Emotionen
- Die Auswirkungen des professionellen Fußballs auf die Arbeitsbedingungen und die soziale Ungleichheit
- Die Rolle des Fußballs als Katalysator für soziale und politische Veränderungen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet verschiedene theoretische Ansätze, die die Beziehung zwischen Sport und Gesellschaft erklären. Dazu gehören der Figurationsansatz, der marxistische Ansatz, der webersche Ansatz und der ethologische Ansatz. Das zweite Kapitel behandelt den empirischen Ansatz und untersucht, inwieweit fußballerisches Engagement das Interesse an politischer Mitwirkung beeinflusst. Das dritte Kapitel analysiert die Rolle relevanter Akteure im Fußball, die Interdependenzen zwischen diesen Akteuren und die instrumentellen Funktionen des Fußballs.
Schlüsselwörter
Professioneller Fußball, Machtstrukturen, Gesellschaft, Sport, Sozialkapital, politische Mitwirkung, Propaganda, Manipulation, soziale Ungleichheit, soziale Veränderungen, Figurationsansatz, marxistischer Ansatz, weberscher Ansatz, ethologischer Ansatz, empirischer Ansatz, Akteure, Interdependenzen, instrumentelle Funktionen.
- Quote paper
- Sven Böttger (Author), 2014, Festigt der professionelle Fußball die gegenwärtigen gesellschaftlichen Machtstrukturen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335034