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Ein Rechtsvergleich zwischen Corporate Governance Aspekten in der VR China und in Österreich

Verschiedene Corporate Governance Auffassungen bei österreichisch-chinesischen M&A Prozessen

Titel: Ein Rechtsvergleich zwischen Corporate Governance Aspekten in der VR China und in Österreich

Bachelorarbeit , 2016 , 46 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Paul Bashir (Autor:in)

BWL - Recht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

“China’s reform and development will bring more business opportunities to the world.” (Li Keqiang 2015) Die Volksrepublik China ist als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ein wichtiges Mitglied unseres weltweiten Wirtschafts- und Finanzsystems. Aufgrund ständiger Reformen und der kontinuierlichen Annäherung der VR China an die westliche Welt, eröffnen sich derzeit viele neue Chancen und Möglichkeiten für ausländische und chinesische Investoren und Investorinnen. Laut dem Deloitte M&A Report 2015 ist die VR China derzeit einer der wichtigsten und größten Märkte der Welt für M&A Transaktionen (vgl. McGree et al. 2015, S. 6). Ferner wird es immer wichtiger für österreichische und internationale Unternehmen, sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen bei M&A Transaktionen in der VR China zu befassen.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Durchführung eines Rechtsvergleiches zwischen Corporate Governance Aspekten in der VR China und in Österreich. Es sollen vor allem die Unter-schiede zwischen den beiden Ländern und den jeweiligen Auffassungen von Corporate Governance erarbeitet und im Hinblick auf den Einfluss auf österreichisch-chinesische M&A Transaktionen analysiert werden. Aufgrund meines Auslandssemesters in der chinesischen Stadt Chengdu, habe ich einen persönlichen Bezug zu dieser Themenstellung.

Aus den oben angeführten Zielen können folgende Forschungsfragen abgeleitet werden:
• Was wird in Österreich, in Hinblick auf rechtliche Rahmenbedingungen und ethische Grundwerte, unter Corporate Governance verstanden?
• Was wird in der VR China, in Hinblick auf rechtliche Rahmenbedingungen und ethische Grundwerte, unter Corporate Governance verstanden?
• Wie wirken sich die verschiedenen Auffassungen von Corporate Governance in der VR China und in Österreich auf österreichisch-chinesische M&A Prozesse aus?

Die wissenschaftliche Methode besteht ausschließlich aus Literaturrecherche.

Der derzeitige Stand der Literatur umfasst diverse wissenschaftliche Publikationen und empirische Untersuchungen betreffend Corporate Governance in der VR China und in Österreich. Eine allgemeine Definition der Auffassung von Corporate Governance in den beiden Staaten, sowie eine Analyse der Einflüsse dieser Auffassungen auf österreichisch-chinesische M&A Prozesse, finden sich in der Literatur bis dato nicht. Für das Ergebnis dieser Arbeit wird auf die bestehende Literatur zurückgegriffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Grundsätze der Corporate Governance

2.1 Definition und Entwicklung des Begriffs

2.2 Theoretische Modelle der Corporate Governance

2.3 Typologische Differenzierung von Corporate Governance Systemen

3. Corporate Governance in Österreich

3.1 Österreichischer Corporate Governance Kodex

3.2 Corporate Governance Bericht

3.3 Umsetzung und Entwicklungstendenzen der Corporate Governance in Österreich

3.4 Corporate Governance und ethische Grundwerte in Österreich

3.5 Österreichische Auffassung von Corporate Governance

4. Corporate Governance in der VR China

4.1 Historische Entwicklung der Corporate Governance in der VR China

4.2 Corporate Governance Struktur in der VR China

4.3 Chinesischer Corporate Governance Kodex

4.4 Umsetzung und Auswirkung der Corporate Governance in der VR China

4.5 Corporate Governance und ethische Grundwerte in der VR China

4.6 Chinesische Auffassung von Corporate Governance

5. Corporate Governance im Rahmen von österreichisch-chinesischen M&A Prozessen

5.1 Zusammenhang zwischen Corporate Governance Aspekten und M&A Prozessen

5.2 Vergleich der Corporate Governance Auffassungen

5.3 Auswirkungen auf österreichisch-chinesische M&A Prozesse

6. Kritische Reflexion hinsichtlich der erlangten Ergebnisse

7. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Durchführung eines Rechtsvergleiches zwischen Corporate-Governance-Aspekten in der Volksrepublik China und in Österreich, um die Unterschiede und die jeweiligen Auffassungen im Hinblick auf ihren Einfluss bei österreichisch-chinesischen M&A-Prozessen zu analysieren.

  • Rechtsvergleich zwischen österreichischer und chinesischer Corporate Governance
  • Analyse ethischer Grundwerte und deren Einfluss auf die Corporate Governance
  • Untersuchung der historischen und regulatorischen Entwicklung in beiden Ländern
  • Bewertung der Auswirkungen unterschiedlicher Corporate Governance Strukturen auf M&A-Transaktionen
  • Erarbeitung von Empfehlungen zur Anpassung an eine gemeinsame Idealstruktur bei M&A-Prozessen

Auszug aus dem Buch

4.1 Historische Entwicklung der Corporate Governance in der VR China

Um die heutige Struktur der Corporate Governance in der VR China zu verstehen, ist es wesentlich, sich mit der historischen und politischen Entwicklung auseinanderzusetzen (vgl. Voß, Xia 2009, S. 4). Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten blickt die chinesische Corporate Governance auf eine relativ kurze Entwicklungsgeschichte zurück (vgl. Feege et al. 2014, S. 53), welche sich in drei Phasen untergliedern lässt: 1. Die Traditionelle Phase im Rahmen der Planwirtschaft von 1949 bis 1978 unter Mao Zedong, 2. die Übergangsphase von 1978 bis 1993 unter der Reform- und Öffnungspolitik von Deng Xiaoping und 3. die Moderne Phase ab 1993 vor dem Hintergrund der Einführung des Gesellschaftsgesetzes im Jahr 1993 und des Wertpapiergesetzes im Jahr 1998 (vgl. Cheung et al. 2010, S. 99 f; Feege et al. 2014, S. 53; Kang, Shi, Brown 2008, S. 5 - 10; Pettman, Lamjav 2009, S. 29 - 36).

Am 01. Oktober 1949 wurde von Mao Zedong die Volksrepublik China ausgerufen und der chinesische Staat wurde unter kommunistischer Führung in eine sozialistische Planwirtschaft umstrukturiert (vgl. Kohlert 2011, S. 116 f). Sämtliche Privatunternehmen wurden in Staatseigentum überführt, was dazu führte, dass Unternehmen weder nach Rechtsformen, noch nach Eigentümerverhältnissen unterschieden werden konnten (vgl. Kohlert 2011, S. 117; Cheung et al. 2010, S. 99; Feege et al. 2014, S. 53). In diesem strukturellen Umfeld entwickelte sich das traditionelle chinesische Corporate Governance Modell, welches auf staatlicher Eigentümerschaft und Kontrolle basiert und Unternehmen als sog. „arbeitende Einheiten“ definiert (vgl. Pettman, Lamjav 2009, S. 29 f). Diese „arbeitenden Einheiten“ waren ein integrierter Teil staatlicher Strukturen, was zu einer aufgeblähten Corporate Governance Struktur und Ineffizienzen bei der Ressourcenallokation führte (vgl. Cheung et al. 2010, S. 99; Kang, Shi, Brown 2008, S. 5). In weiterer Folge kam es zu einem starken Verlust an Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft (vgl. Pettman, Lamjav 2009, S. 31).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Corporate Governance bei M&A-Prozessen zwischen Österreich und China ein und definiert die Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise.

2. Allgemeine Grundsätze der Corporate Governance: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, indem es Begriffe definiert, theoretische Modelle (wie Prinzipal-Agenten-Theorie) erläutert und typologische Differenzierungen von Systemen vornimmt.

3. Corporate Governance in Österreich: Das Kapitel arbeitet die Strukturen, rechtlichen Grundlagen (AktG, ÖCGK) und die Praxis der Corporate Governance in Österreich auf, einschließlich einer Analyse ethischer Werte.

4. Corporate Governance in der VR China: Hier werden die historische Entwicklung, die spezifischen rechtlichen Strukturen (GesG, CCGK), die Eigentümerverhältnisse und die praktische Umsetzung der Corporate Governance in China detailliert analysiert.

5. Corporate Governance im Rahmen von österreichisch-chinesischen M&A Prozessen: Dieses Kapitel verknüpft die zuvor erarbeiteten Erkenntnisse, vergleicht die Systeme und leitet Auswirkungen sowie Anforderungen für den Erfolg bei bilateralen M&A-Transaktionen ab.

6. Kritische Reflexion hinsichtlich der erlangten Ergebnisse: Der Verfasser reflektiert kritisch die erarbeiteten Resultate und bewertet die Bedeutung der Corporate Governance für die wirtschaftliche Zusammenarbeit.

7. Conclusio: Diese Zusammenfassung fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Chancen für Unternehmen durch das Verständnis der jeweiligen Corporate-Governance-Systeme.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Rechtsvergleich, Österreich, Volksrepublik China, M&A-Prozesse, Österreichischer Corporate Governance Kodex, CCGK, Aktienrecht, Eigentümerstruktur, Minderheitenschutz, Unternehmenskontrolle, Compliance, wirtschaftliche Zusammenarbeit, internationale Investitionen, Managementvergütung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt einen Rechtsvergleich zwischen den Corporate-Governance-Systemen in Österreich und der VR China mit dem speziellen Fokus auf deren Bedeutung bei österreichisch-chinesischen Fusionen und Übernahmen (M&A-Prozessen).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und theoretischen Grundlagen von Corporate Governance, die detaillierte regulatorische Struktur in beiden Ländern, den Einfluss politischer und ethischer Werte sowie die praktische Anwendung bei grenzüberschreitenden Unternehmenskäufen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Unterschiede zwischen den beiden Systemen herauszuarbeiten und zu analysieren, wie sich diese Differenzen auf den Erfolg von M&A-Transaktionen zwischen den beiden Ländern auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die wissenschaftliche Methode besteht ausschließlich aus einer umfassenden Literaturrecherche, um den Stand der Forschung zu Corporate Governance in beiden Ländern sowie deren Einfluss auf M&A-Prozesse zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und Kodizes beider Länder, betrachtet die historische Entwicklung der Corporate Governance in China und vergleicht schließlich die Systeme, um Empfehlungen für M&A-Transaktionen abzuleiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Corporate Governance, Rechtsvergleich, Österreich, China, M&A-Prozesse, Eigentümerstruktur, Minderheitenschutz und der jeweilige nationale Corporate Governance Kodex (ÖCGK bzw. CCGK).

Wie unterscheidet sich die chinesische von der österreichischen Eigentümerstruktur?

In China ist die Eigentümerstruktur stark durch staatliche Dominanz geprägt, während in Österreich privatwirtschaftliche Strukturen vorherrschen, was unterschiedliche Anforderungen an die Unternehmensleitung und Kontrolle stellt.

Warum ist die Corporate-Governance-Struktur für M&A-Erfolge wichtig?

Die Arbeit zeigt, dass eine umfangreichere und transparentere Corporate-Governance-Struktur eines Käufers die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Transaktion erhöhen kann, da durch eine bessere Anpassung an die Gegebenheiten des Zielmarktes Risiken minimiert werden.

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Details

Titel
Ein Rechtsvergleich zwischen Corporate Governance Aspekten in der VR China und in Österreich
Untertitel
Verschiedene Corporate Governance Auffassungen bei österreichisch-chinesischen M&A Prozessen
Hochschule
FHWien der WKW  (Financial Management)
Veranstaltung
Wirtschaftsrecht
Note
1,0
Autor
Paul Bashir (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
46
Katalognummer
V335130
ISBN (eBook)
9783668249806
ISBN (Buch)
9783668249813
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corporate Governance M&A Wirtschaftsrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paul Bashir (Autor:in), 2016, Ein Rechtsvergleich zwischen Corporate Governance Aspekten in der VR China und in Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335130
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  46  Seiten
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