Verschiedene Investitionsstrategien und ihre Performance während der Finanzkrise


Bachelorarbeit, 2014

45 Seiten, Note: 2,70


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Betrachtete Strategien
2.1 Value-Investment-Strategie
2.2 Dividenden-Strategie
2.3 Erwerb einer Immobilie
2.4 Anlage in Staatsanleihen

3 Zusammenstellung der Portfolien
3.1 Portfolio Value-Strategie
3.2 Portfolio Dividenden-Strategie
3.2.1 Top-10-Strategie
3.2.2 Low-5-Strategie
3.3 Erwerb einer Immobilie
3.4 Portfolio Staatsanleihen

4 Anpassung der Portfolios
4.1 Anpassung des Value-Depots
4.2 Anpassung Dogs of the Dax
4.3 Anpassung Low five Dogs
4.4 Überprüfung des Zinssatzes

5 Abschließende Darstellung der erzielten Rendite
5.1 Value-Strategie
5.2 Dogs of the Dax
5.3 Low five Dogs
5.4 Erwerb einer Immobilie
5.5 Anlage in Staatsanleihen

6 Fazit

Anhang
Anlage 1: Kennzahl KGV: Dax
Anlage 2: Kennzahl Dividendenrendite: Dax
Anlage 3: Kennzahl KBV: Dax
Anlage 4: Gesamtes Staatsanleihen Portfolio
Anlage 5: Gewichtung für die Value-Strategie – Teil 1
Anlage 6: Gewichtung für die Value-Strategie – Teil 2
Anlage 7: Gewichtung für die Value-Strategie – Teil 3

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabelle 1: Visualisierung des Zinseszins- und Cost-Average-Effekts – Eigene Darstellung – 1. Jahr

Tabelle 2: Visualisierung des Zinseszins- und Cost-Average-Effektes – Eigene Darstellung – 2. Jahr

Tabelle 3: Portfolio Value-Strategie – Anfangsbestand – Eigene Darstellung

Tabelle 4: Portfolio "Dogs of the Dax" – Anfangsbestand – eigne Darstellung

Tabelle 5: Portfolio "Low five Dogs" – Anfangsbestand – eigne Darstellung

Tabelle 6: Staatsanleihen Portfolio Deutschland – Anfangsbestand – eigene Darstellung

Tabelle 7: Staatsanleihen Portfolio USA – Anfangsbestand – eigene Darstellung

Tabelle 8: Value-Strategie – Depot-Entstand – eigene Darstellung

Tabelle 9: "Dogs of the Dax" – Depot-Entstand – eigene Darstellung

Tabelle 10: "Low five Dogs" – Depot-Entstand – eigene Darstellung

1 Einleitung

In einem Umfeld von niedrigen Zinsen aufs Tagesgeld, geringen Zinsen bei Anleihen mit bester Bonität, darunter auch deutsche, und einer Krise in der Ukraine stellt sich für den Anleger die Frage, wie er sein Vermögen erhalten und bestenfalls noch steigern kann. Da der durchschnittliche deutsche Anleger sehr risikoscheu, ist es verständlich, dass ein großer Teil seines Vermögens in Barmitteln bzw. Tages- und Festgeld angelegt ist. Dies ermöglicht ihm einen schnellen Zugriff auf sein Geld und gleichzeitig erhält er eine risikofreie Verzinsung. Allerdings sind bei Zinssätzen von aktuell unter 2% nach Steuer und Inflation keine Zuwächse mehr möglich, sondern bestenfalls ein erhalt der Kaufkraft. Weiter große Mengen des Vermögens sind in Lebensversicherungen und sichere Investmentfonds investiert. Diese beiden Komplexe sind häufig dazu verpflichtet ihr Geld in Anleihen mit einer hohen Bonität zu investiert, sofern es sich nicht um einen Aktienfond handelt und selbst dann kann dieser durch Vorgaben zu einer hohen Sicherheit verpflichtet sein.[1] Da aber in der aktuellen Lage kaum noch Staaten mit einer hohen Bonität und einem Rating von AAA vorhanden sind trifft dort eine hohe Nachfrage auf ein geringeres Angebot, was diesen Ländern erlaubt ihre Anleihen mit einer sehr niedrigen Verzinsung zu begeben. Bei Deutschen Anleihen ging es dabei im Tiefpunkt runter bis auf unter 1,2% für eine zehn Jahre laufende Anleihen.[2] Dies bedeutet, dass Anleger bereit waren ihr Geld zu einem Zinssatz zu verleihen der ihr Vermögen jedes Jahr im Wert sinken lies nur um eine Absicherung vor einem höheren Verlust zu erhalten. Hier stellt sich nun aber die Frage, warum die Deutschen einen so hohen Wert auf Sicherheit legen und warum es nur eine geringe Zahl von Anleger gibt die direkt in Aktien investieren? Dies hängt einerseits mit dem Schock um die Jahrtausendwende herum zusammen, als viele unerfahrene Anleger auf Grund der stark gestiegenen Kurse Aktien erwarben und kurze Zeit später hohe Verluste erleiden mussten. Das beste Beispiel dafür ist die Telekom Aktie die Anfang 1999 noch bei etwa 26 Euro notierte und dann im März 2000 den Wert von 100 Euro überschritt um danach in einen Abwärtstrend einzusteigen der erst Ende 2001 einen Boden bei etwa 15 € fand.

Da diese Aktie als Volksaktie bekannt wurde, haben viele Anleger diese selbst noch bei hohen Kursen weiter gekauft und selbst als es dann bergabging gab es einige die dieses als Möglichkeit zum nachkaufen und nur als kurzfristige Korrektur ansahen.[3] Dieses einschneidende Erlebnis hat bei vielen deutschen Kleinanlegern die Vorstellung geschaffen, dass an der Börse nichts zu verdienen sei und dies nur etwas für Banker und Zocker wäre. Daraus ergibt sich auch die relative geringe Aktionärszahl für Deutschland von etwa 9 Millionen Anlegern, dabei sind aber nur etwa 3,5 Millionen direkt an Aktiengesellschaften beteiligt. Der Rest ist im Besitz von Aktienfondanteilen.[4]

Nun ist aber fraglich ob die Abneigung der Deutschen gegenüber Aktien sinnvoll ist. Daher soll in dieser Arbeit zunächst zwei Aktienstrategien vorgestellt werden, die in ihrer Ausrichtung sehr sicherheitsorientiert sind und gleichzeitig nur selten Eingriffe des Anlegers erforderlich machen. Somit gut für konservative Anleger geeignet wären. Auch wird eine Anlage in Anleihen nachgebildet um eine Vergleichswert für eine annährend risikolose Verzinsung zu erhalten. Zudem wird der Erwerb einer Wohnung zu erst theoretisch erklärt und dann in späteren Kapiteln mit Zahlen versehen um so eine Rendite für eine Sachanlageninvestition zu erhalten. Nachdem die Strategien vorgestellt wurden, werden die Portfolios zusammengestellt. Im Anschluss daran werden nötige Anpassungen verdeutlicht und im Abschluss werden die erzielten Renditen der jeweiligen Anlage erläutert. Dabei wird sowohl auf den maximalen Verlust eines Jahres eingegangen als auch auf maximale Gewinne. Zudem werden die besten und die schlechtesten Positionen verglichen. Im Fazit werden dann alle Anlagen gegenübergestellt und versucht jedem Faktor eine Gewichtung zugeben um einen möglichst guten Vergleich zu erhalten.

2 Betrachtete Strategien

Dieses Kapitel stellt alle Strategien vor, die in dieser Arbeit betrachtet werden sollen. Dabei wird dargestellt wie grundsätzlich die Aktien innerhalb der Strategie ausgewählt werden. Also welche Kennzahlen betrachtet werden und welche Ziele bei dieser verfolgt werden. Im Detail wird nur auf einige ausgewählte Kennzahlen und Faktoren eingegangen. Allerdings werden weitere kurz erwähnt und bei der späteren Auswahl der Aktien gegebenenfalls berücksichtigt. Neben den drei Strategien die hier vorgestellt werden, werden auch noch zwei weitere Investitionsmöglichkeiten vorgestellt. Die Erste ist der Erwerb einer Immobilie. Dazu soll dargestellt werden, was bei einem Kauf beachtet werden muss und welche Kosten sich einerseits beim Erwerb ergeben und anderseits jährlich auf den Eigentümer zukommen. Die Zweite ist nur als Vergleichswert gedacht. Dazu soll eine Investition in Staatsanleihen durchgeführt werden.

2.1 Value-Investment-Strategie

Diese Strategie wurde von Benjamin Graham entwickelt und sieht vor, dass Anteile von Unternehmen erworben werden, welche nach Einschätzung des Käufers mehr Wert sind als es der Börsenwert aktuell wiedergibt. Dabei wird davon ausgegangen, dass an der Börse immer effektiv Preise gebildet werden und diese Diskrepanz mittelfristig wieder ausgeglichen werden sollten. Diese Unterschiede zwischen Wert und Börsenkurs können auf verschiedenen Faktoren zurückgehen. Unter anderem könnten diese Gerichtsprozesse sein, deren Kosten noch unklar sind und von der Masse der Anleger höher eingeschätzt werden, oder auch Zukunftsaussichten, die zum Beispiel die Markteinführung eines neuen Produktes betreffen das von der Allgemeinheit eher skeptisch beurteilt wird.[5] Durch die Schließung der Diskrepanz würden die erworbenen Anteile im Wert steigen und der Investor einen Gewinn verbuchen können.[6]

In der Urform dieser Strategie sollten nur Unternehmen erworben werden, deren Kennzahlen auf eine Unterbewertung an der Börse hindeutete. Zu diesen Kennzahlen zählen vor allem das Kurs-Gewinn-Verhältnis und das Kurs-Buchwert-Verhältnis. Das KGV einer Aktie ergibt sich in dem man den Börsenwert durch den Gewinn teilt. Dieser Wert ist also solcher zunächst nicht als hoch oder niedrig einzustufen, da er einerseits im Verhältnis zum Gesamtmarkt bzw. seinem Index gesehen werden muss und auch im Vergleich zu einer Investition in eine 10jährige Bundesanleihe, da diese als Richtwert für eine risikolose Verzinsung genutzt werden kann. Um den Vergleich mit der Anleihe möglich zu machen muss 100 durch den Zinssatz geteilt werden.[7] Da aktuell ein sehr niedriges Zinsumfeld herrscht und Anleger ein starkes Sicherheitsbedürfnis haben beläuft sich die Verzinsung für 10jährige Bundesanleihen auf ca. 1,41%.[8] Daraus ergibt sich rechnerisch ein Vergleichswert von 71.[9] Dieser Wert ist allerdings nicht sinnvoll zum Vergleichen mit dem DAX, da kein Unternehmen auch nur einen annährend so hohen Wert aufweist. Dies würde sonst zu der Annahme führen, dass aktuell alle Unternehmen günstig bewertet sind. Sieht man sich allerdings einerseits den aktuellen KGV aller DAX Konzerne von etwa 13 und anderseits den langfristigen Wert von 19 an so wird deutlich, dass aktuell der Markt noch eher unterbewertet ist.[10] Dabei gibt es aber starke Unterschiede innerhalb des Indexes. So weißt zum Beispiel ThyssenKrupp einen negativen Wert von annährend 7 und die Deutsche Bank mit 52, den mit Abstand den höchsten Wert, auf.[11] Hier wird deutlich, dass das KGV alleine nicht aussagekräftig genug ist, da viele Gründe für ein niedrigen Kurs oder einen hohen Gewinn verantwortlich sein können. So könnten zum Beispiel aktuelle politische Ereignisse den Kurs bestimmter Unternehmen, im Fall der Krim könnten dies die ölabhängige Unternehmen sein, einbrechen lassen. Auch könnten einmal Effekte durch Verkäufe oder Neubewertungen den Gewinn kurzfristig stark steigen lassen und so ein falsches Bild erzeugen. Um verschiedene äußere Einflüsse auszuschließen würde sich ein Vergleich innerhalb einer Branche anbieten, da so Effekte die alle betreffen deutlich werden.[12]

Das KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) ist eine deutlich verlässlichere Kennzahl, da der Wert aller Gegenstände im Besitz des Unternehmens generell nicht so starken Schwankungen unterlegen ist, außer es sollte zu plötzlichen Veränderungen am Markt kommen. Dies trat zum Beispiel während der Finanzkrise bei den Bank auf, die plötzlich wertlose, als sicher geltende, Papiere in der Bilanz stehen hatten oder auch bei ThyssenKrupp, die in den letzten Jahren gezwungen waren einige Produktionsstätten abzuschreiben, da diese sich als Fehlinvestitionen herausstellten. Auch können Lagerbestände mit einem hohen Wert in der Bilanz stehen, aber beim Verkauf dann nicht den entsprechenden Wert erzielen.[13] Das KBV lässt sich berechnen indem der Börsenwert durch den Buchwert geteilt wird. Der Buchwert ergibt sich aus dem Wert aller Besitztümer und Barbestände des Unternehmens abzüglich der Schulden. Dies entspricht dem Eigenkapital des Unternehmens. Dabei werden die Dividendenzahlungen und Geschäftswerte abgezogen. Dieser Wert kann auch auf die einzelne Aktie heruntergebrochen werden. Dadurch wird die Auffassung leichter gemacht, da es für den Anleger leichter ist zu erfassen, was ein Buchwert von 80 Euro bei einem Kurs von 100 Euro bedeutet als einen Börsenwert von 80 Mrd. Euro mit einen Buchwert von 64 Mrd. Euro ins Verhältnis zu setzen.[14]

Somit lässt sich ein KBV von unter 1 als günstig bewerten, da dieses Unternehmen aktuell zu einem Preis gehandelt wird, der geringer ist als die Summer aller seiner Teile. Auch ein Wert nahe 1 wird als günstig angesehen und kann ein guter Einstiegszeitpunkt sein.[15] Aber auch bei dieser Kennzahl kann es für einen langfristig orientierten Anleger problematisch sein, seine Investitionen nach diesem Wert zu treffen. Da es grundlegende Probleme innerhalb des Unternehmens geben kann, die es verhindern, dass die Lücke zwischen Buch- und Börsenwert geschlossen wird. Für einen Investor bzw. einen Konkurrent der nur an den Teilen interessiert wäre ist dies natürlich anders zu betrachten, da er so günstig Produktionsstandorte, Patente oder Markenrechte erwerben könnte.

Als letzte wichtige Kennzahl soll hier die Dividendenrendite angeführt werden. Diese ergibt sich aus der gezahlten Dividende geteilt durch den aktuellen Kurs. Ein hoher Wert sollte, sofern diese Zahlungen nicht aus der Substanz des Unternehmens kommen, dafür sorgen, dass die jeweilige Aktie an Attraktivität gewinnt. Diese gesteigerte Attraktivität würde neue Investoren anziehen und den Kurs steigen lassen.[16] Auch kann eine hohe Dividende bei einem stark positionierten Konzern darauf hindeuten, dass dessen Kurs aktuell nicht auf der Höhe ist, welcher möglich wäre, da langfristig neue Investoren einsteigen werden. Dies würde die Kurse steigen lassen und dadurch die Dividende so weit sinken lassen, bis dieser in einem durchschnittlichen Bereich einpendelt.[17] Es kann aber auch ein Zeichen für eine aktuell schlechte Lage sein, wenn ein Konzern weiterhin eine hohe Dividende zahlt obwohl er aktuell nur geringe Gewinne oder sogar Verluste einfährt. Dies kann dann bedeuten, dass Anleihen nur begeben werden um die Dividende zu finanzieren oder die Substanz abgebaut wird.[18] Auch schützt eine solide und verlässliche Dividendenpolitik vor Turbolenzen an den Aktienmärkt, da der Kurs in einem gewissen Rahmen abgesichert ist. Zu einer verlässlichen Dividendenpolitik zählt natürlich einerseits die Rendite, aber auch die Verlässlichkeit mit der gezahlt wird, ob jährlich eine Steigerung möglich ist und wie hoch bereits die Ausschüttungsquote ist.[19] Je länger die Dividende nicht gesenkt bzw. ausgesetzt wurde und je häufiger es eine Steigerung gab, desto attraktiver und verlässlicher ist das Unternehmen. Auch kann ein Unternehmen seine Gewinne nicht nur über Dividendenzahlungen an seine Investoren abführen, sondern auch über Aktienrückkäufe. Diese tragen dazu bei, dass die Kurse steigen und die Rendite steigt, da nun die Gewinne sich nun auf weniger Aktien verteilen.[20]

Somit setzt sich die Gesamtrendite einer Aktie aus Kursgewinnen/-Verlusten, Dividende und Aktienrückkäufen zusammen. Weitere mögliche Faktoren sind zum Beispiel der Verschuldungsgrad, die Wachstumsmöglichkeiten, die erzielten Margen, die Position des Unternehmens und gegebenenfalls starke Markennamen.

Neben alle diesen mit Zahlen und Fakten zu belegenden Kriterien für eine Aktie gibt es auch noch weitere Anforderungen. Dazu zählt vor Allem ein gutes und erfahrendes Management, welches in der Lage ist die Möglichkeiten innerhalb der Branche auszunutzen und die Position des Unternehmens zu stärken oder gegebenenfalls Probleme zu beseitigen.[21] Auch muss der Investor seine eigenen Stärken kennen und nur in Unternehmen investieren, bei denen er in der Lage ist ihr Geschäftsmodell und auch dessen Produkte zu verstehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine gute Value-Strategie so ausgerichtet sein muss, dass Unternehmen gefunden werden müssen, deren innerer Wert höher ist als ihr Börsenwert. Diese Unternehmen müssen so geführt werden, dass der innere Wert zum Börsenwert werden kann und gleichzeitig Zukunftsperspektiven bzw. Wachstum geschaffen werden können. Auch muss eine regelmäßige und verlässliche Auszahlung an die Aktionäre stattfinden. Um eine Aussage Warren Buffetts zu verwenden: Eine Aktie, die man nicht 10 Jahre zu halten bereit ist, darf man auch nicht 10 Minuten besitzen. Somit ist eine Investition in Value-Aktien immer langfristig angelegt.[22] Bei der Erstellung des Portfolios konnten allerdings nur mit Zahlen belegbare Faktoren einbezogen werden, da das Management rückwirkend schwierig zu bewerten ist.

2.2 Dividenden-Strategie

Ähnlich wie bei der Value-Strategie sollten für die Dividenden-Strategie bevorzugt Aktien ausgewählt werden, die eine Starke Substanz haben. Diese Werte weisen zwar häufiger nur ein geringes Wachstum auf, aber dieses wird konstant abgeliefert und häufig durch eine sehr anlegerfreundliche Ausschüttungspolitik kompensiert. Somit kommen für diese Strategie nur Aktien in Frage, die schon lange im Geschäft sind, keine kurzfristigen Trends als Geschäftsmodell haben und eine lange, stabile Ausschüttung vorweisen können. Eine Konzentration auf Werte die diesen Kriterien weitestgehend entsprechen sorgt einerseits für ein konstantes Wachstum im Depot aber auch für eine Absicherung in einer Zeit von fallenden Kursen, da große, marktbeherrschende Unternehmens meistens weniger Verlust erleiden als reine Wachstumsunternehmen, die noch keine hohen Gewinne vorweisen können.[23]

Der wichtigste Punkt beim Erwerb einer Dividendenaktie ist, das regelmäßig (Deutschland jährlich/USA quartalsweise) eine Auszahlung stattfindet. Diese Auszahlung reduziert zwar den Kurs des Unternehmens um den entsprechenden Wert, aber in den meisten Fällen ist diese Kursdelle schnell wieder ausgeglichen wurden.[24] Diese Kursdellen können aber auch vom Investor genutzt werden um seine Dividende wieder zu reinvestieren und so seinen Einstiegskurs zu verbessern und so im nächsten Jahr eine höhere Ausschüttung zu erhalten. Allerdings wäre es für eine Anleger zu empfehlen, seine Ausschüttungen eines Jahre zu bündeln und beispielsweise in die Aktie seines Portfolios zu investieren, die im abgelaufenem Jahr am schlechten gelaufen ist. Dies hat zum Vorteil, dass pro Transaktion weniger Gebühren gezahlt werden, als wenn die Dividenden immer in das jeweilige Unternehmen investiert werden, die sie ausgezahlt haben. Auch kann der Investor so von einer möglichen Erholung des schlecht gelaufenen Wertes übermäßig profitieren.[25] Um nun auch noch den wichtigsten Punkt bei der Wiederanlage der Dividende aufzugreifen soll hier kurz der Zinseszinseffekt und der Cost-Average-Effekt erklärt werden. Der Zinseszinseffekt sieht vor, dass ausgezahlte Zinsen dem Ursprungsbetrag zugerechnet werden und dann mitverzinst werden. Der Cost-Average-Effekt wirkt dann, wenn ein Anleger regelmäßig Anteile an Unternehmen erwirbt und dabei mit einem gleichbleibenden

Anlagebetrag unterschiedlich viele Anteile erwirbt. So erwirbt er bei hohen Kursen weniger Anteile und bei niedrigen mehr.[26]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Visualisierung des Zinseszins- und Cost-Average-Effekts – Eigene Darstellung – 1. Jahr

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Visualisierung des Zinseszins- und Cost-Average-Effektes – Eigene Darstellung – 2. Jahr

In Tabelle 1 und 2 wird ein Portfolio mit 3 Aktien dargestellt. Die drei Aktien haben einen identischen Einstiegskurs. Dieser wurde zu Darstellungszwecken auf 1 Euro

festgelegt und es wurden 100 Anteile erworben. Die drei Unternehmen zahlen die in der Tabelle angegebene Dividende. Es ergibt sich also eine Dividende von viereinhalb, fünf und dreieinhalb Prozent. Wenn jetzt davon ausgegangen wird, dass sich zum Ende des Jahres die Kurse wie in Tabelle 2 verändert haben kann der Anleger seine 13 Euro Dividende in 14,44 neue Anteile der dritten Aktie investieren, da diese die schlechtes Performance aufweiset.[27] Dadurch erhält er bei einer absolut gleichbleibenden Ausschüttung von seiner dritten Aktie eine um etwa 14,3% höhere Ausschüttung als im Jahr zuvor und konnte gleichzeitig seinen Einstiegskurs um etwa 1,3% senken.

Nachdem dargestellt wurde, was die Vorteile dieser Strategie sind ist nun noch die Frage offen, welche Aktien gekauft werden sollten und wann eine Anpassung notwendig ist. Die erste sehr bekannt Strategie wurde von Benjamin Graham formuliert und sah vor, dass die zehn Wert des Dow-Jones bzw. in Deutschland des Dax gekauft werden, welche das niedrigste KGV aufwiesen. Dies tat er mit dem Gedanken, dass ein niedriges KGV als Zeichen für eine geringe Attraktivität bei Anlegern zu verstehen wäre. Graham sah für eine Investition eine kurz- bis mittelfristige Haltdauer von ein bis fünf Jahren vor, da er davon ausging, dass die Defizite in der Bewertung erst im Laufe der Zeit abgebaut werden können. Der Hauptgrund, warum der Dow bzw. der Dax bei diesem Ansatz im Vordergrund steht ist, dass diese beiden Indexe aus Unternehmen bestehen, die schon lange aktiv sind, stabile Geschäfte betreiben und häufig eine dominante Stellung am Markt inne haben.[28] Dieser Ansatz wurde später von John Slatter erweitert, indem er nicht mehr das KGV in den Mittelpunkt stellte, sondern die gezahlte Dividende als wichtigstes Kriterium ansah. Diese Strategie wurde später als „Dogs of the Dow“ bekannt, also die Hunde oder in anderen Worten die unbeliebtesten Aktien des etablierten Index sollten erworben werden.[29]

Anfang der 90er Jahre wurde die Strategie von O’Higgins erneut erweitert, indem er Slatters und Grahams Ansatz zusammenführte und die zehn Aktien mit der besten Dividendenrendite heranzog und dann die fünf Werte davon erwarb, die das niedrigste Kurs-Gewinn-Verhältnis aufwiesen. Auch war er es, der vorsah die Anpassung jährlich durchzuführen und die Aktien auszutauschen, die nicht mehr den Kriterien entsprachen. Diese Strategie wurde „low five dogs“ genannt.[30]

2.3 Erwerb einer Immobilie

Durch die geringe Zinsen die sich auf Geldanlagen erzielen lassen wird es für immer mehr Menschen interessant ihre Mietwohnung aufzugeben und sich eine eigne Wohnung bzw. ein Haus zu erwerben. Auch dient ein Haus als gute Absicherung bei einer möglichen Eskalation der Finanzkrise und einer damit verbunden hohen Inflation. Da es ein Sachwert ist und so einfach im Wert mitsteigt ist diese Situation für einen Hausbesitzer weniger dramatisch. Auch wird die Rückzahlung von eventuellen Darlehen deutlich erleichtert, da der Betrag der zurückgezahlt werden muss identisch bleibt. Aber auch ohne eine Krise kann ein der Erwerb von Eigentum Vorteile haben. Einerseits können die bisherigen Kosten für Mietzahlungen für die Tilgung des Darlehns verwendet werden und somit keinen übermäßigen Mehrkosten entstehen. Auch werden in Deutschland jährlich etwa 250.000 neue Wohnungen benötigt, was für eine gewisse Preisabsicherung in Ballungsgebieten sorgt.[31]

Natürlich haben Eigentümer von Immobilien auch immer das Risiko zu tragen, dass der Staat Steuern auf diese erhöht und es nicht möglich ist für den Eigentümer ins Ausland abzuwandern. Dieses wäre bei einem Geldvermögen möglich.[32]

Die erste Überlegung die sich ein potenzieller Eigentümer machen muss ist: wo bekomme ich die Liquidität her? Dabei ist in Deutschland tendenziell anzunehmen, dass keine Immobilie nur mit Fremdkapital von der Bank erworben wird sondern mit etwa 20-30% Eigenkapital. Dies hat für den Käufer einerseits eine gewisse Sicherheit zur Folge aber auch einen häufig geringeren Zinssatz. Zudem wird die Tilgung schneller vollzogen sein. Für die Darlehens Beschaffung gibt es verschiedene Varianten, von einem Standard Darlehen der Bank über Bausparverträge bis zu einem Versicherungsdarlehen. Die Grundidee des Bausparvertrages ist, dass man über einige Jahre hinweg einen Betrag bei seiner Bank anspart und dann ein Darlehen mit einem garantieren Zinssatz erhält. Dabei wird Kapital in der Zeit bevor das Darlehen gefordert wird verzinst. Diese Zinsgarantie für die Zukunft kann sich als gut oder schlecht erweisen, je nachdem wie sich der Markt verhält. Bei einem Versicherungsdarlehen wird Darlehen und Lebensversicherung kombiniert. Dadurch muss der Anleger nur für Zinszahlungen und Beiträge aufkommen, aber keine Tilgung erbringen, da die Lebensversicherung bei Fälligkeit das Darlehen begleicht.[33] Für den Erwerb der Wohnung im nächsten Kapitel wird von einem normalen Darlehen der Bank mit einer festgeschrieben Verzinsung für zehn Jahre ausgegangen. Dazu wird die Option eines Forward-Darlehens geprüft. Diese ermöglicht dem Darlehensnehmer sich aktuelle Zinsen für bis zu fünf Jahre im Voraus zusichern. Dies bedeutet, dass wenn das Darlehen in 4 Jahren ausläuft, aber aktuell sehr günstige Zinsen vorliegen der Anleger sein Anschlussdarlehen bereits jetzt abschließen kann und so direkt nach Ablauf des letzten Darlehens bereits ein neues mit möglicherweise besseren Zinsen hat.[34] Nachdem geklärt ist, wo das Geld beschafft werden kann ist nun die Frage offen, was neben dem Kaufpreis, der in Kapitel 3.4 erläutert wird, an weiteren Kosten zu zahlen ist. Einerseits fallen Kosten für den Notar und den Eintrag in das Grundbuch an. Hier kann von etwa 1-1,5% des Kaufpreises ausgegangen werden. Die Grunderwerbssteuer für Niedersachen liegt seit Januar 2014 bei 5%, zuvor lag sie bei 4,5%.[35] Dies ist auch der verwendete Wert, da der Kauf in der Vergangenheit angesetzt wird. Zudem können noch Maklergebühren in Höhe von 3 bis 8 Prozent des Kaufpreises anfallen. Somit belaufen sich die Nebenkosten auf etwa 8,5 bis 14 Prozent.[36]

2.4 Anlage in Staatsanleihen

Wie bereits am Anfang des Kapitels gesagt soll dieser Abschnitt nur als Vergleichswert für die Punkte 2.1-2.3 genutzt werden. Dafür eignen sich die Staatsanleihen von großen Staaten wie etwa Deutschland und der USA, da diese einer sehr geringe Ausfallwahrscheinlichkeit haben und sehr gut liquidierbar sind, da sie über die Börse zeitnah verkauft werden können. Somit sind Erträge aus dieser Anlageform als Marke anzusehen, die alle anderen Strategien schlagen müssen, da sie ein deutlich größeres Risiko eingehen. Allerdings ist hier zu erwähnen, dass auch die sichersten Staaten nicht zu 100% unfehlbar sind und es somit keine Garantie für keine Verluste gibt. Es lässt sich also sagen, dass nicht alle Aktien spekulativ sind und nicht jede Anleihen grundsolide ist.[37] Die genaue Portfoliozusammenstellung wird im nächsten Kapitel Erläutert und vorgenommen.

3 Zusammenstellung der Portfolien

Für alle fünf Ansätze lassen sich einige allgemein gültige Aussagen treffen. So beginnt die Analyse am 01.01.2004 und endet mit dem 31.12.2013. So ist ein glatter Zeitraum von 10 Jahren abgedeckt, in dem an den Märkten einige Krise überstanden wurden sind. Auch sind am Anfang und am Ende dieses Zeitraumes genügend Abstand zu den letzten gravierenden Ereignissen gelassen um eventuelle Einbrüche zu glätten. Für alle fünf Portfolios wird eine Kapital von 50.000€ angenommen, da sich dieses gut auf zehn Aktien verteilen lässt. Dies ermöglicht eine gute Diversifizierung und ist trotzdem noch überschaubar genug um alles gut zu überblicken. Für den Immobilienerwerb werden diese 50.000€ als Eigenkapital angesehen und der restliche Betrag wird über ein Darlehen generiert. Auch wird bei der Berechnung keine Kapitalertragssteuer und Inflation berücksichtigt.

3.1 Portfolio Value-Strategie

Wie in Kapitel 2.1 bereits dargestellt wird bei dieser Strategie versucht ein Unternehmen zu finden, dass aktuell zu Unrecht unterbewertet ist und somit in der Zukunft deutlich im Wert steigen kann. Dabei sollen allerdings nicht Unternehmen gekauft werden, die neue Trendprodukte herstellen, sondern ein solides Geschäftsmodell mit einer starken Substanz haben.

Daher wurde für die Zusammenstellung des Portfolios eine Kombination von drei Kennzahlen zur Auswahl der zehn Aktien genutzt. Dies sind KGV, KBV und Dividendenrendite der 30 Dax-Unternehmen.[38] Dabei wurden diese drei Faktoren gewichtet. Das höchste Gewicht wurde dem Kurs-Buchwert-Verhältnis zugesprochen, da es die Substanz des Unternehmens mit dem Börsenwert vergleicht. Als zweiwichtigstes wurde die Dividendenrendite eingestuft, da sie zeigt, dass das Unternehmen es sich leisten kann Geld an die Aktionäre auszuschütten, was in der Regeln nur bei Gewinnerwirtschaftung möglich ist. Auch ist eine Zahlung von Dividende ein Anzeichen für ein Unternehmen, dass seinen Fokus nicht mehr auf starkes Wachstum gelegt hat, wie dies etwa bei Technologie- oder Pharmawerten der Fall ist. Die letzte Kennzahl ist das KGV. Die Gewichtung wurde wie folgt vorgenommen. Die jeweiligen zehn Werte mit dem niedrigsten KBV erhielten drei Punkte, die Zehn mit der höchsten Dividendenrendite erhielten zwei Punkte und für das niedrigste KGV wurde ein Punkt vergeben. Erworben wurden die Werte mit den meisten Punkten. Eine Anpassung des Depots wird nur vorgenommen, falls eine Aktie einen Kursverlust von mehr als 25% in einem Jahr aufweist oder es ein Ereignis gab, dass die Bewertung am Markt stark verändert hat. Auch kann bei sehr starken Kursanstiegen eine Gewinnmitnahme vorgenommen werden. Solche Ereignisse sind die Finanzkrise 2008 und die Schuldenkrise 2011. Sollte in einem Jahr keine Anpassung nötig sein, so wird das aus der Dividende erhaltenes Geld in die am Schlechtesten gelaufene Aktie des Jahres investiert. Zu Beginn des Jahres 2004 wurde in die in der Tabelle 3 enthaltenen Werte gleichmäßig investiert.[39]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Portfolio Value-Strategie – Anfangsbestand – Eigene Darstellung

3.2 Portfolio Dividenden-Strategie

Wie im Kapitel 2.2 bereits beschrieben gibt es zwei bekannte Strategien. Diese beruhen auf ähnlichen Ansätzen, aber es werden unterschiedliche Merkmale zur endgültigen Entscheidung nutzen. Daher soll in diesem Abschnitt ein Portfolio mit beiden Ansätzen gebaut werden. Das Erste soll die Top-10-Strategie nachbilden und dass Zweite die Low-5-Strategie.[40] Also einmal die Vorgehensweise nach Slatters Modell und dann die Methode die O’Higgins entworfen hat. Dabei werden beide auf den Dax angewandt. Es werden beide Strategien angewandt, da nur einmal eine Datenerhebung vorgenommenda nur einmal eine Datenerhebung vorgenommen werden muss und nur die Auswertung nach zwei verschiedenen Arten durchgeführt werden muss. Die Aktien werden immer am ersten Handelstag des jeweiligen Jahres erworben. Verkäufe werden immer am letzten Handelstag des Jahres vorgenommen. Die Aktien werden solange gehalten, bis sie nicht mehr die Kriterien der Strategie erfüllen. Das beim Verkauf und durch Dividendenzahlungen frei werdende Kapital wird gleichmäßig aufgeteilt und zum Erwerb neuer Aktien genutzt. Da jedes Jahr mindestens eine Aktie ausgetauscht werden musste, wurde hier die davon Abstand genommen bestehende Aktien nachzukaufen um den Einstiegskurs zu verbessern.

3.2.1 Top-10-Strategie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten41 42 43

Tabelle 4: Portfolio "Dogs of the Dax" – Anfangsbestand – eigne Darstellung

Für dieses Portfolio wurden die 50.000 Euro Startkapital in die zehn Dax-Konzerne investiert, welche die höchste Dividendenrendite aufwiesen. Dabei wurde das Kapital gleichmäßig auf jede Aktie verteilt. Die Anzahl der erworbenen Anteil ergab sich für Tabelle 3 aus 5.000€ geteilt durch den Einstiegskurs. Dabei wurde die Anzahl immer abgerundet, da es bei einer Aufrundung eventuell zu einer Investition von über 5.000 Euro gekommen wäre. Der Barmittelbestand nach dem Erwerb belief sich auf 120,11€

3.2.2 Low-5-Strategie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 5: Portfolio "Low five Dogs" – Anfangsbestand – eigne Darstellung

Bei dieser Strategie wurden die zehn Aktien des vorherigen Portfolios um die fünf Werte mit dem höchsten KGV reduziert. In die verbleibenden Werte wurde dann investiert. So ergab sich pro Aktie eine Investitionsmenge von etwa 10.000 Euro. An Barmitteln wurden 45,60€ behalten.

3.3 Erwerb einer Immobilie

Bevor sich mit dem Erwerb der Immobilie befasst werden kann sind einige Aussagen zur Situation vor dem Kauf zu treffen. Der Anleger bewohnt zurzeit eine Wohnung mit 100 Quadratmetern und zahlt für diese 8,2 Euro pro qm. Beim Kauf soll eine Wohnung von gleicher Größe erworben werden. Als Kaufpreis kann ein Wert vom 10fachen der Jahresmiete als günstig angesehen werden. Ein 20facher Wert ist dagegen eher als teuer anzusehen, aber noch akzeptabel für einen Erwerb.[44] Da der Anleger nur plant eine Wohnung für seine Zwecke zu erwerben, wird angenommen, dass er das 20facher der Jahresmiete zahlt. Als Nebenkosten werden 10% des Kaufpreises angesetzt. Diese setzen sich aus 4,5% Grunderwerbssteuer, 4% Maklerprovision und 1,5% für Notar und Grundbucheintrag zusammen. Um diesen Betrag zu finanzieren stehen dem Anleger 50.000€ zur Verfügung.

Der restliche Betrag muss über ein Darlehen erhalten werden. Als Zins für das Darlehen muss er 4,25% bezahlen.[45]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Da die Tilgung schnell vorgenommen werden soll, wird pro Jahr 4% des Darlehens getilgt. Dabei wird die Menge von Zinsen und Tilgung höher als die Mietersparnis sein. Hier muss auch noch berücksichtigt werden, dass jährlich Instandhaltungskosten für die Wohnung anfallen. Diese belaufen sich etwa auf 0,8 bis 1% des Kaufpreises.[46] Für die Berechnung hier wurde 1% angesetzt. Daher wird alles, was zusätzlich gezahlt werden muss, von der Wertentwicklung am Ende abgezogen. Pro Jahr müssen 6.659,20 € für die Tilgung aufgebracht werden. Im ersten Jahr fallen 7.075,40 € für Zinszahlungen an. Dieser Betrag geht mit jedem Jahr zurück. Die Mietersparnis des Anlegers beläuft sich auf 9.840 € abzüglich 1.968 € für Instandhaltungskosten. Somit stehen 7.872 € für die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen zur Verfügung.

[...]


[1] Vgl. Börse Hamburg, (Asset Allocation), http://www.boersenag.de/dms/images/services/publikationen/Asset_Allocation/Asset%20Allocation.pdf, 02.06.2014.

[2] Siehe Bundesbank, (Zeitreihe 10jährige Bundesanleihen), http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Statistiken/, 02.06.2014.

[3] Siehe http://www.finanzen.net/historische-kurse/Deutsche_Telekom, 02.06.2014.

[4] Vgl. Deutsches Aktieninstitut, (Aktionärszahlen), https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/studien/2014-03-05%20DAI%20Aktionaerszahlen%202013.pdf, 02.06.2014.

[5] Vgl. Browne, C., H., (Die Value Zauberformel, 2007), S. 59.

[6] Vgl. Ratgeber, W., (Millionär, 2007), S. 31.

[7] Vgl. Ratgeber, W., (Millionär, 2007), S. 32.

[8] Vgl. finanzen.net, (10j-Bundesanleihen 2014), http://www.finanzen.net/zinsen/10j-Bundesanleihen, 26.05.2014.

[9] Der exakte Wert aus 100/1,41 beträgt 70,9219858. Allerdings sollte hier eine Rundung auf den nächsten vollen Wert besser geeignet sein.

[10] Vgl. boerse.de, (DAX-KGV 2014), http://www.boerse.de/dax-kgv/, 26.05.2014.

[11] Vgl. finanzen.net, (Fundermentaldaten),http://www.finanzen.net/index/DAX/Fundamental, 26.05.2014.

[12] Vgl. O’Neil, W., (Wall Street für Anleger, 1992), S. 29.

[13] Vgl. Lynch, P., Rothchild, J., (Der Börse einen Schritt voraus, 2007), S. 264ff.

[14] Vgl. Winkler, D., (Schnellkurs Aktien, 2010), 92f.

[15] Vgl. Winkler, D., (Schnellkurs Aktien, 2010), 93.

[16] Vgl. Von Widder, K., (Investmentmoden, 2006), S. 10.

[17] Vgl. Lynch, P., Rothchild, J., (Der Börse einen Schritt voraus, 2007), S. 262f.

[18] Als Beispiel dafür konnte lange Zeit die Telekomaktie genutzt werden, deren einzig Kaufargument die hohen jährlichen Zahlungen waren.

[19] Schüttet ein Unternehmen bereits 90% seiner Gewinne aus, ist ohne eine starke Gewinnsteigerung, keine große Steigerung mehr möglich. Liegt sie aber erst bei 30% ist auch bei konstanten Gewinnen noch Spielraum vorhanden.

[20] Vgl. Lynch, P., Rothchild, J., (Der Börse einen Schritt voraus, 2007), S. 263.

[21] Vgl. Gelfarth, V., (Die besten Anlage-Strategien der Welt, 2005), S. 22ff.

[22] Vgl. Gelfarth, V., (Anlage-Strategien, 2013), S. 238.

[23] Vgl. Huneke, D., (Vermögensaufbau 2010), S. 27f.

[24] Vgl. Gelfarth, V., (Anlage-Strategien, 2013), S. 123.

[25] Vgl. Gelfarth, V., (Anlage-Strategien, 2013), S. 124.

[26] Vgl. Huneke, D., (Vermögensaufbau 2010), S. 26.

[27] Es wird hier mit der Bruchzahl gearbeitet, damit die gesamte Dividende wieder angelegt wird, auch wenn dies an der Börse mit Aktien nicht möglich wäre.

[28] Vgl. Gelfarth, V., (Anlage-Strategien, 2005), S. 98f.

[29] Vgl. Gelfarth, V., (Anlage-Strategien, 2005), S. 192 hier ist zu vermerken, dass im Buch „Vermögensaufbau mit der Dividendenstrategie“ auf Seite 35 die Konzentration auf die Dividendenrendite Graham zugesprochen wird und Slatter nicht erwähnt wird.

[30] Vgl. Huneke, D., (Vermögensaufbau, 2010), S. 35.

[31] Vgl. Trepnau, T., (Vermögenssicherung, 2013), S. 34f.

[32] Vgl. Trepnau, T., (Vermögenssicherung, 2013), S. 58.

[33] Vgl. Trepnau, T., (Vermögenssicherung, 2013), S. 86ff.

[34] Vgl. Trepnau, T., (Vermögenssicherung, 2013), S. 93f.

[35] Siehe Oberfinanzdirektion Niedersachen, (Häufige Fragen), http://www.ofd.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=17534&article_id=67784&_psmand=110#faq_174, 02.06.2014.

[36] Vgl. Trepnau, T., (Vermögenssicherung, 2013), S. 114.

[37] Vgl. Klein, R. G., Darst, D., (Investieren wie Benjamin Graham, 2012), S. 87ff.

[38] Die Werte sind in Anlage 1-3 im Anhang hinterlegt.

[39] Die Gewichtung ist in Anlage 5-7 im Anhang hinterlegt.

[40] Vgl. Ratgeber, W., (Millionär, 2007), S. 33.

[41] Dividendenrendite wurde für das jeweilige Jahr auf Basis des Schlusskurses des abgelaufenen Jahres und der im abgelaufenen Jahr gezahlten Dividende berechnet. Die Daten dafür wurden einerseits von finanzen.net für jede Aktien unter Unternehmen ->Dividende/HV und von http://www.finitmat.de/dax30/DAXdividenrenditen_und_kgvs.html entnommen.

[42] Das Kurs-Gewinn-Verhältnis wurde für das jeweilige Jahr an Hand von Gewinnen des abgelaufenen Jahres und dem Schlusskurs des abgelaufenen Jahres. Die Daten dafür wurden von http://www.finitmat.de/dax30/DAXdividenrenditen_und_kgvs.html entnommen, dabei wurden die Daten der Sammlung genutzt, aber auch alle Aktien einzeln abgerufen, da so nur Daten für 2004-2007 gesammelt werden konnten.

[43] Einstiegskurse wurden von finanzen.net abgerufen: siehe finanzen.net, (Historische Kurse), Historische Kurse, http://www.finanzen.net/historische-kurse/BASF, 30.05.2014.

[44] Der Preis pro Quadratmeter wurde ausgehen vom aktuellen Mietpreisen von 10€/qm für Göttingen unter der Annahmen von 2% Steigerung zurückgerechnet. Die Werte wurden dem Autor von einer Privatperson mitgeteilt, die seit Jahren stark in Göttinger Immobilien investiert und diese verwaltet.

[45] Siehe o.V., (Zins-Charts), http://www.interhyp.de/interhyp/servlet/interhyp?_rwc=style%3Db2c, 01.06.2014.

[46] Vgl. Trepnau, T., (Vermögenssicherung, 2013), S. 73.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten

Details

Titel
Verschiedene Investitionsstrategien und ihre Performance während der Finanzkrise
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen
Note
2,70
Autor
Jahr
2014
Seiten
45
Katalognummer
V335268
ISBN (eBook)
9783668254183
ISBN (Buch)
9783668254190
Dateigröße
519 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Investition, Strategien, DAX, Finance, Investitionsstrategien, Bewertung, KGV, KBV, Dividende, Valueinvestment, Immobilie
Arbeit zitieren
Frederik Küster (Autor), 2014, Verschiedene Investitionsstrategien und ihre Performance während der Finanzkrise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335268

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