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Funktionen von Filmmusik

Title: Funktionen von Filmmusik

Term Paper , 2004 , 5 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Tautz (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Egal ob Saturday Night Fever, Bodyguard oder Titanic, zu den erfolgreichsten Kinofilmen aller Zeiten gehören auch fast immer die meistverkauften Filmmusiken. Die Zuschauer lassen nicht nur die Kinokassen klingeln, sondern kaufen sich auch den Soundtrack zum Film, um zu Hause weiterträumen zu können. Diese Entwicklung zeigt, dass es einen großen Zusammenhang gibt zwischen dem Film und der Geschichte, die er erzählt und der dazugehörigen Filmmusik. Schon in den Anfängen des Films hatte Filmmusik eine wichtige Funktion. In der Epoche des Tonfilms wurde live während der Vorstellung Klavier- oder Orchestermusik gespielt, um wichtige Passagen in der Handlung auch auditiv untermalen zu können und um den ganzen Film etwas „aufzupeppen“. Seit der Entwicklung des Tonfilms wird die Filmmusik auf einer magnetischen Tonspur aufgezeichnet und wiedergegeben.
Nach Knut Hickethier kann Filmmusik „sowohl synchron (die Musikquelle ist im Bild zu sehen) als auch asynchron (die Quelle der Musik bleibt unsichtbar) eingesetzt werden“ (Hickethier 2001, S. 98).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Funktionen der Filmmusik

2.1 Metafunktionen

2.2 Funktionen im engeren Sinne

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Rollen und Wirkungsweisen von Filmmusik als essenzieller Bestandteil audiovisueller Medien. Ziel ist es, die theoretischen Funktionszuschreibungen zu analysieren und aufzuzeigen, wie Musik dramaturgische, narrative, strukturelle und ökonomische Ziele innerhalb eines Films unterstützt.

  • Historische Entwicklung der Filmmusikfunktion vom Stummfilm zum Tonfilm
  • Unterscheidung zwischen Metafunktionen und Funktionen im engeren Sinne
  • Ökonomische Verwertungsinteressen und Vermarktungsstrategien (US-Deal)
  • Kategorisierung der Funktionen: dramaturgisch, narrativ, strukturell, persuasiv
  • Psychologische Wirkung der Musik auf den Rezipienten

Auszug aus dem Buch

Die Funktionen im engeren Sinn

Die Funktionen im engeren Sinn werden in vier Funktionskategorien eingeteilt: die dramaturgische, die narrative, die strukturelle und die persuasive Funktion (vgl. ebd., S. 69). Zur dramatischen Funktion gehört es, wenn die Musik Spannung in einem Film erzeugt. Außerdem gehört hierzu auch, „wenn sie die seelischen Zustände eines Akteurs verdeutlicht“ (Mikos 2003, S.232). Zu den narrativen oder epischen Funktionen zählt die Unterstützung der Erzählung durch Filmmusik, „um so eine kritische oder eine ironische Distanz zu den Bildern auszudrücken“ (ebd., S. 232). Durch verschiedene Musikgenre und –stile wird Filmmusik angewandt um die erzählte Zeit zu verdeutlichen. Wenn eine Filmszene z.B. in einem Jazzclub spielt, dann sollten die Zuschauer auch Jazzmusik hören können, um diese Situation als authentisch empfinden zu können.

Zu den strukturellen Funktionen gehört „die Verdeckung bzw. Betonung von Schnitten, sowie die Akzentuierung von Einzeleinstellungen und Bewegungen“ (Bullerjahn 2001, S. 71). Außerdem gehören auch Titel – und Nachspannmusik zu dieser Funktionsebene. „Die Titelmusik hat oft den Charakter einer spektakulären Eröffnung, […], kann aber auch zu einer gesonderten, spektakulären Filmszene ausgebaut werden“ (Hickethier 2001, S. 100f). Der Nachspann ist dann häufig nur die Wiederholung der Titelmelodie oder eine leichte Abwandlung davon. Bei den persuasiven Funktionen werden bei den Zuschauern durch die Filmmusik emotionale Wirkungen erzeugt. Die Filmmusik zeigt und betont also nicht nur Emotionen, sondern ruft sie auch bei den Zuschauern hervor. „Die Rezipienten werden so in das Geschehen auf der Leinwand oder dem Bildschirm eingebunden“ (Mikos 2003, S. 234).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert den engen Zusammenhang zwischen Film und der dazugehörigen Musik sowie deren historische Entwicklung.

2. Funktionen der Filmmusik: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung in verschiedene Funktionsebenen, unterteilt in Metafunktionen und Funktionen im engeren Sinne.

2.1 Metafunktionen: Dieser Abschnitt behandelt die rezeptionspsychologischen und ökonomischen Aspekte, wie die Unterstützung des Unterhaltungsmediums und die Vermarktung durch Soundtracks.

2.2 Funktionen im engeren Sinne: Dieses Kapitel analysiert die vier spezifischen Kategorien: dramaturgische, narrative, strukturelle und persuasive Funktionen.

Schlüsselwörter

Filmmusik, Tonfilm, Soundtrack, Metafunktionen, Rezeptionspsychologie, ökonomische Funktionen, US-Deal, Dramaturgie, Narration, strukturelle Funktionen, persuasive Funktionen, emotionale Wirkung, Kinofilm, Musikwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der verschiedenen Funktionen von Filmmusik und wie diese sowohl die Dramaturgie des Films als auch die Wahrnehmung durch den Zuschauer beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Filmmusik, die Differenzierung zwischen Metafunktionen und Funktionen im engeren Sinne sowie die ökonomischen Aspekte der Filmvermarktung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die komplexen Wirkungsweisen und Aufgaben der Filmmusik theoretisch fundiert darzustellen und zu systematisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die auf musikwissenschaftlichen und medienanalytischen Standardwerken (u.a. von Bullerjahn, Hickethier und Mikos) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Metafunktionen, wie Unterhaltung und ökonomische Vermarktung, sowie eine detaillierte Aufschlüsselung der Funktionen im engeren Sinne (dramaturgisch, narrativ, strukturell, persuasiv).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Filmmusik, Dramaturgie, Rezeptionspsychologie, ökonomische Funktionen und musikalische Strukturierung beschreiben.

Was ist mit der "persuasiven Funktion" der Filmmusik gemeint?

Diese Funktion beschreibt die Fähigkeit der Musik, emotionale Wirkungen beim Zuschauer hervorzurufen und diesen aktiv in das Leinwandgeschehen einzubinden.

Wie beeinflussen ökonomische Faktoren die Filmmusik?

Ökonomische Faktoren spielen eine große Rolle bei der Vermarktung von Soundtracks; der sogenannte "US-Deal" ermöglicht es zudem, gezielt Platzierungen für Musiker zu schaffen, um Synergieeffekte zwischen Film- und Musikindustrie zu nutzen.

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Details

Title
Funktionen von Filmmusik
College
University of Siegen
Grade
1,3
Author
Christoph Tautz (Author)
Publication Year
2004
Pages
5
Catalog Number
V33530
ISBN (eBook)
9783638339797
Language
German
Tags
Funktionen Filmmusik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Tautz (Author), 2004, Funktionen von Filmmusik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33530
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