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Der filmische Raum. Strategien der Montage nach Karel Reisz in "Die Lady von Shanghai"

Titel: Der filmische Raum. Strategien der Montage nach Karel Reisz in "Die Lady von Shanghai"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Özge Aydin (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zentrum der vorliegenden Arbeit steht die Raumkonstruktion im Film. Im ersten Teil wird der filmische Raum in seinen Darstellungs- und Wahrnehmungsweisen grob dargestellt. Tiefenkriterien im statischen Bild, Tiefenkriterien im bewegten Bild, Perspektive sowie das Raum-Zeit-Verhältnis werden hierbei als Basis für den analytischen Teil besprochen.

Im zweiten Teil wird „Die Prinzipien der Filmmontage“ nach Karel Reisz am Beispiel von „Die Lady von Schanghai“ (Orson Welles, 1947) untersucht. Welche von Karel Reisz aufgeführten Strategien der Montage sind im Filmbeispiel aufzufinden? Und inwiefern erzeugen diese Strategien die von Reisz behauptete Wirkung beim Rezipienten?

Bewegte Bilder umgeben uns heutzutage mehr als je zuvor. Fernsehen, Internet, Smartphone und Kino vermitteln sie uns tagtäglich. Trotz dass sie sich in Technik und Aufnahmebedingungen unterscheiden, haben sie eins gemeinsam: nämlich die Raumillusion.

Der Film erzeugt dank seiner Aufnahmebedingungen eine der stärksten Raumillusionen. Auf Grund der Parallele zu unseren alltäglichen Leben wird die dargestellte Welt vom Zuschauer realitätsnah empfunden. So wie die zeitliche Ausdehnung, ist auch der filmische Raum Voraussetzung für jedes filmische Geschehen. Für die Raumvorstellung im Bild ist die Montage ausschlaggebend. Sie verbindet die Einstellung in einer Art und Weise, die dem Zuschauer eine Vorstellung der erzählten Welt ermöglicht. Obwohl der Film im Prinzip eine Aneinanderreihung von unvollendeten Szenen ist, ruft sie beim Rezipienten die Illusion einer übereinstimmenden Welt hervor.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der filmische Raum

2.1 Raum im Bild

2.2 Die Wahrnehmung filmischer Raumkonstruktionen

2.2.1 Tiefenkriterien des statischen Bildes

2.2.2 Tiefenkriterien im bewegten Bild

2.2.3 Perspektiven

2.3 Die Beziehung von Zeit und Raum im Film

3 Die Filmmontage

3.1 Die Lady von Schanghai

3.2 Der Bildschnitt nach Karel Reisz

3.3 Die Tonmontage nach Karel Reisz

3.4 Zusammenfassung

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion und Wahrnehmung des filmischen Raums sowie die Prinzipien der Filmmontage nach Karel Reisz. Ziel ist es, zu analysieren, wie durch filmische Mittel wie Bildschnitt und Tonmontage sowie durch Kameraführung Raumillusionen erzeugt und die Aufmerksamkeit des Zuschauers gezielt gelenkt wird, wobei der Film „Die Lady von Schanghai“ (Orson Welles, 1947) als zentrales Analysebeispiel dient.

  • Theoretische Grundlagen des filmischen Raums und der Raumwahrnehmung.
  • Analyse von Tiefenkriterien in statischen und bewegten Bildern.
  • Untersuchung der Filmmontage als Gestaltungsmittel zur Raum-Zeit-Organisation.
  • Praktische Anwendung der Theorien von Karel Reisz anhand des Kriminalfilms „Die Lady von Schanghai“.
  • Wechselwirkung zwischen Bildmontage, Tonspur und der psychologischen Wahrnehmung des Rezipienten.

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Tonmontage nach Karel Reisz

Im vorherigen Kapitel haben wir Reisz’s Rechtfertigung zur Bildmontage kennengelernt. So würden wir den Schnitt von einer Einstellung zur nächsten aus dem alltäglichen Leben kennen. Auch beim hin und her schweifen unseres Blickes registriert das Gehirn einen „Schnitt“ allerdings geschieht dies meist unbewusst. Das Auge registriere alles, was in seinem Blickfeld liegt, ohne Ausnahmen. Ähnlich wie beim Sehen registrieren wir Töne erst dann bewusst, wenn unsere Aufmerksamkeit darauf gelenkt wird. Bild und Tonmontage unterscheiden sich jedoch strategisch. Wenn der Ton eine realistische Ergänzung zum Bild sein soll, arbeitet der Cutter in der Regel mit Überblendung oder mittels abblende.

Die Unterscheidung in der Montagetechnik von Bild und Ton begründet Reisz wie folgt:

„Da Veränderungen im Ton Veränderungen in der unbewußten Rezeption eines Films mit sich bringen, dürfen sie nur behutsam vorgenommen werden, um das Publikum nicht zu stören.“

Grundsätzlich kann man zwischen drei Arten des Tons unterscheiden: Sprache, Musik und Geräusche. Tongeräte ermöglichen, eine Reihe getrennt aufgenommener Töne mit unterschiedlicher Lautstärke zu mischen. Dabei hat der „Mischtonmeister“ die völlige Kontrolle. Für die Untersuchung, wie der Ton zur Raumbildung eingesetzt wird, ist nun interessant, wie diese verschiedenen Arten miteinander interagieren und wie ihre Beziehung zum Bild sein kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Raumillusion im Film ein und stellt die Forschungsfrage bezüglich der Anwendbarkeit der Prinzipien von Karel Reisz auf den Film „Die Lady von Schanghai“.

2 Der filmische Raum: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Raumkonstruktion im Film, einschließlich Tiefenkriterien und Perspektiven, unter Berücksichtigung der Zuschauerwahrnehmung.

3 Die Filmmontage: Hier erfolgt eine vertiefte Analyse der Bild- und Tonmontage sowie deren Bedeutung für die Erzählstruktur und Zuschauerführung anhand von Orson Welles’ Werk.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und resümiert, dass die Montage ein zentrales, hochmanipulatives Instrument zur Gestaltung der Raumwirkung im Film darstellt.

Schlüsselwörter

Filmmontage, Raumkonstruktion, Filmischer Raum, Karel Reisz, Bildschnitt, Tonmontage, Zuschauerwahrnehmung, Kameraführung, Tiefenkriterien, Orson Welles, Die Lady von Schanghai, Filmtheorie, Raumillusion, Montageprinzipien, Filmgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen und praktischen Aspekten der Raumkonstruktion im Film sowie deren Manipulation durch moderne Montagetechniken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der visuellen Raumwahrnehmung, der Funktion des Bildschnitts, dem Einsatz der Tonspur und der psychologischen Wirkung von Filmmontage.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, welche Strategien der Filmmontage nach Karel Reisz im Film „Die Lady von Schanghai“ zu finden sind und wie diese die Wahrnehmung des Zuschauers beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer Ansatz der Filmwissenschaft mit wahrnehmungspsychologischen Erkenntnissen kombiniert, um diese anschließend auf konkrete Filmsequenzen anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Tiefenkriterien, Kamerabewegungen, den Bildschnitt sowie die Tonmontage und veranschaulicht diese durch Szenenanalysen des Films „Die Lady von Schanghai“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Raumkonstruktion, Filmmontage, Karel Reisz, Zuschauerwahrnehmung und die spezifische Analyse von Orson Welles' Film definieren den Kern der Arbeit.

Wie unterscheidet sich die Tonmontage strategisch vom Bildschnitt?

Während der Bildschnitt oft unbewusst als Sprung wahrgenommen wird, agiert die Tonmontage subtiler und dient verstärkt dem Transport von Emotionen sowie der Lenkung der Aufmerksamkeit, oft ohne dass der Zuschauer den Schnitt bewusst bemerkt.

Welche Rolle spielt das Aquarium-Beispiel im Film?

Die Aquarium-Szene dient als Fallbeispiel für die gezielte Lichtgestaltung und den Einsatz verschiedener Kameraeinstellungen, um die Orientierung der Figuren im Raum für den Zuschauer verständlich zu machen.

Warum ist die Tonspur laut Autorin essenziell für die Realitätsnähe?

Geräusche in der Tonspur definieren die Räumlichkeit und die Distanz zu Objekten oder Personen; durch die Kombination von Bild und Ton wird eine Glaubwürdigkeit erzeugt, die es dem Rezipienten ermöglicht, Ereignisse als real zu akzeptieren.

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Details

Titel
Der filmische Raum. Strategien der Montage nach Karel Reisz in "Die Lady von Shanghai"
Note
2,0
Autor
Özge Aydin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V335370
ISBN (eBook)
9783668260771
ISBN (Buch)
9783668260788
Sprache
Deutsch
Schlagworte
raum strategien montage karel reisz lady shanghai
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Özge Aydin (Autor:in), 2016, Der filmische Raum. Strategien der Montage nach Karel Reisz in "Die Lady von Shanghai", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335370
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Leseprobe aus  21  Seiten
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