Die vorliegende Studienarbeit beschäftigt sich mit der Frage „Mobbing als Risikofaktor?“ Sie bezieht sich auf die Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter und widmet sich somit den Mobbingübergriffen an Grundschulen und an den weiterführenden Schulen.
Nachdem vorerst die bestehenden Schulformen in Deutschland erklärt werden und eine Definition von Mobbing erläutert wird, bietet sich ein kleiner Einblick in die Zahlen der Häufigkeit von Mobbing und erklärt den Verlauf eines Mobbingvorfalls. Anschließend wird den Ursachen für Mobbing auf den Grund gegangen und die Charakteristika von Opfern und Tätern werden dargestellt. Schritt für Schritt nähert sich die Studienarbeit den Folgen von Mobbing und bezieht sich daraufhin auf die Maßnahmen gegen Mobbing. Der abschließende Diskussionsteil bietet die Antwort auf die Fragestellung und weist auf weitere wichtige Fragen hin, die noch offen stehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung
2. Einleitung
3. Schulsystem
4. Definition des Begriffs Mobbing
4.1 Häufigkeit von Mobbing
5. Ursachen
6. Verlauf von Mobbing
7. Charakteristika von Täter und Opfer
7.1 Charakteristika von Tätern
7.2 Charakteristika von Opfern
8. Auswirkungen von Mobbing
8.1 Psychische Folgen
8.1.1 Psychische Folgen für die Opfer
8.1.2 Psychische Folgen für Täter
8.2 Nichtmedizinische Folgen
8.2.1 Nichtmedizinische Folgen für die Opfer
8.2.2 Nichtmedizinische Folgen für die Täter
9. Maßnahmen gegen Mobbing
9.1 Prävention
9.1.1 Prävention auf Klassenebene
9.1.2 Prävention auf Schulebene
9.2 Intervention
9.2.1 Farsta-Methode
9.2.2 No Blame Approach
10. Diskussionsteil
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit untersucht die Fragestellung, ob Mobbing an Schulen als ein signifikanter Risikofaktor für die psychische und physische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen betrachtet werden muss. Ziel ist es, die komplexen Ursachen, Verläufe und Auswirkungen von Mobbing darzulegen sowie präventive und interventive Maßnahmen kritisch zu beleuchten.
- Definition und Häufigkeitsanalyse des Phänomens Mobbing an deutschen Schulen.
- Untersuchung der psychischen und nichtmedizinischen Folgen für Täter und Opfer.
- Analyse gruppendynamischer Prozesse und Ursachenfaktoren.
- Vergleich und Bewertung von Interventionsstrategien wie der Farsta-Methode und dem No Blame Approach.
Auszug aus dem Buch
4. Definition des Begriffs Mobbing
Der Begriff Mobbing stammt vom dem englischen Wort „the mob“ ab, das übersetzt Pöbel bedeutet, und wurde von dem englischen Verb „to mob“ abgeleitet, das so viel wie fertigmachen, anpöbeln, schikanieren heißt. Im englischen wird der Begriff Mobbing als „bullying“ bezeichnet, der sich von „the bully“ ableitet, das eine Person bezeichnet, die ihre Wut an schwächeren Leuten auslässt, um sie zu verletzen (Vgl. Fereidooni, 2013, S.19). Mobbing ist ein weitverbreitetes Phänomen, das immer wieder an Arbeitsplätzen und in Schulen anzutreffen ist und sollte nicht mit gewöhnlichen Konflikten gleichgesetzt werden.
Dan Olweus, ein schwedisch-norwegischer Psychologe, definiert Mobbing als Auftreten negativer Handlungen, bezogen auf das Mobbing an Schulen: „Ein Schüler wird gemobbt oder tyrannisiert, wenn er wiederholt und über eine längere Zeit negativen Handlungen durch einen oder mehrere andere Schüler ausgesetzt ist“ (Olweus, 2002, S.60). Mobbing ist somit kein einfacher Konflikt zwischen zwei oder mehreren Personen, die gleich stark sind und Streit miteinander haben, sondern beschreibt den wiederholten Verlauf vom Missbrauch einer sozialen Machtposition (Vgl. Schäfer & Korn 2004, S.263). In den meisten Fällen von Schulmobbing stellt das mobben einen gruppendynamischen Prozess dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zusammenfassung: Gibt einen Überblick über die Studienarbeit, die das Phänomen Mobbing an Schulen und dessen gesundheitliche Folgen behandelt.
2. Einleitung: Stellt die Relevanz des Themas dar, definiert die Fragestellung und gibt einen Ausbau über den Aufbau der Arbeit.
3. Schulsystem: Erläutert die Bildungsbereiche in Deutschland als Rahmenbedingungen für den schulischen Alltag.
4. Definition des Begriffs Mobbing: Begriffsbestimmung und Einordnung von Mobbing im schulischen Kontext sowie statistische Einblicke.
5. Ursachen: Beleuchtet die vielschichtigen Gründe für Mobbing, darunter Leistungsdruck, gruppendynamische Prozesse und das Lehrerverhalten.
6. Verlauf von Mobbing: Beschreibt die vier Phasen eines Mobbingprozesses von der Anbahnung bis zur Beendigung.
7. Charakteristika von Täter und Opfer: Analysiert Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen der beteiligten Akteure.
8. Auswirkungen von Mobbing: Untersucht die psychischen und nichtmedizinischen Folgen für Opfer und Täter bis ins Erwachsenenalter.
9. Maßnahmen gegen Mobbing: Stellt Präventionsansätze und Interventionsmethoden zur Bewältigung von Mobbingsituationen vor.
10. Diskussionsteil: Beantwortet die zentrale Fragestellung und reflektiert die Notwendigkeit proaktiven Handelns gegen Mobbing.
Schlüsselwörter
Mobbing, Schulen, Risikofaktor, Bullying, Prävention, Intervention, Farsta-Methode, No Blame Approach, Schulsozialarbeit, Psychische Folgen, Gruppendynamik, Schulleistung, Täter, Opfer, Gesundheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit im Kern?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen Mobbing an deutschen Schulen und der Frage, inwieweit dieses als Risikofaktor für die Entwicklung psychischer und physischer Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen einzustufen ist.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Mobbing, der Analyse von Ursachen, den Auswirkungen auf Täter und Opfer sowie der Darstellung effektiver Präventions- und Interventionsmaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Schwere der Folgen von Mobbing aufzuzeigen, zu verdeutlichen, dass das Problem häufig unterschätzt wird, und die zentrale Frage „Mobbing als Risikofaktor?“ fundiert zu beantworten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Studienarbeit, die auf einer Literaturanalyse aktueller Fachliteratur und Studien zu den Themen Mobbing, Bullying und Schulsozialarbeit basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse: Zunächst werden Definition, Häufigkeit und Ursachen geklärt, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung der Folgen und schließlich konkreten Lösungswegen durch Prävention und Intervention.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Mobbing, Bullying, Schulsystem, Psychische Gesundheit, Prävention, Intervention, Täter, Opfer und soziale Machtposition.
Wie unterscheidet sich der provozierende vom passiven Opfertyp?
Der passive Opfertyp ist eher still und unsicher, während der provozierende Opfertyp impulsiv und reaktiv agiert, was zu Wutanfällen führt und ihn in der Klasse auffälliger macht.
Was ist das Hauptmerkmal der No Blame Approach Methode?
Diese Methode verfolgt einen lösungsorientierten Ansatz ohne direkte Schuldzuweisung an die Täter, indem sie Ressourcen aus der Schülergruppe nutzt, um das Wohlergehen des Opfers zu verbessern.
- Arbeit zitieren
- Sarah Persicke (Autor:in), 2016, Mobbing an Schulen. Ursachen, Verlauf, Charakteristika, Folgen und Präventionsmaßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335521