Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Law - Tax / Fiscal Law

Die steuerbefreiende Selbstanzeige. Die Risiken und das Vollständigkeitsgebot des § 371 AO

Title: Die steuerbefreiende Selbstanzeige. Die Risiken und das Vollständigkeitsgebot des § 371 AO

Term Paper , 2016 , 26 Pages

Autor:in: Robin Petschenka (Author)

Law - Tax / Fiscal Law
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Selbstanzeigetatbestände wurden durch das Änderungsgesetz vom 22.12.2014 erneut modifiziert. Die Anforderungen wurden verschärft, sodass sich nun zahllose neue Risiken für den Steuersünder ergeben. Die beiden Erklärungstatbestände für die Nacherklärung bei Steuerstraftaten sind § 371, 398a AO. Unabhängig davon, ob der Selbstanzeigende Straffreiheit gemäß § 371 AO oder Absehen von Verfolgung gemäß § 398a AO erlangen will, muss es sich um eine wirksame Selbstanzeige im Sinne des §371 AO handeln.

Für die Wirksamkeit einer Selbstanzeige ist das Vollständigkeitsgebot maßgeblich und damit in diesem Zusammenhang von zentraler Bedeutung. Aufgrund der immensen Wichtigkeit des Vollständigkeitsgebotes für die Wirksamkeit einer Selbstanzeige soll dieses Gebot in der vorliegenden Arbeit einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem zeitlichen Berichtigungszeitraum und einem Vergleich der verschiedenen Auslegungsmethoden des neu eingeführten zehnjährigen Zeitraums.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Sinn und Zweck der Selbstanzeige

I. Fiskale Gründe

II. Rückkehr zur Steuerehrlichkeit

C. Rechtsfolge

I. Strafrechtliche Folgen

II. Wirtschaftliche Folgen

D. Vollständigkeitsgebot

I. zeitliche Vollständigkeit

1. Strafrechtliche Verfolgungsverjährung

a. Beginn

b. Dauer

aa. Verjährungsdauer in Fällen des § 370 Abs. 1 AO

bb. Verjährungsdauer in Fällen des § 370 Abs. 3 AO

c. Ruhen und Unterbrechung

d. Zwischenergebnis zur strafrechtlichen Verfolgungsverjährung

2. fester Berichtigungszeitraum

a. Dauer

aa. erste Ansicht

bb. andere Ansicht

cc. Ergebnis zur Dauer des gesetzlichen Berichtigungsverbunds

a. Inhalt des gesetzlichen Berichtigungsverbunds

aa. Erfolgseintritt

bb. Tathandlung

cc. Veranlagungszeitraum

dd. Stellungnahme

b. Zwischenergebnis zum festen Berichtigungszeitraum

3. Zwischenergebnis zur zeitlichen Vollständigkeit

II. sachliche Vollständigkeit

1. Erhebungsartenproblematik

a. Person des Steuerschuldners

b. Extensivere Auslegung

c. Stellungnahme

2. Zwischenergebnis zur sachlichen Vollständigkeit

III. Ausnahmen des Vollständigkeitsgebots

1. Umsatzsteuer- und Lohnsteuervoranmeldungen

2. Außenprüfungen

3. Unterschiede des materiellen und steuerrechtlichen Tatbegriffs

IV. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die durch das Änderungsgesetz vom 22.12.2014 verschärften Anforderungen an eine strafbefreiende Selbstanzeige gemäß § 371 AO. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse des Vollständigkeitsgebots und den damit verbundenen Risiken für Steuersünder, insbesondere hinsichtlich des zeitlichen Berichtigungszeitraums und verschiedener Auslegungsmethoden.

  • Strukturelle Anforderungen an eine wirksame Selbstanzeige nach § 371 AO.
  • Die zeitliche Dimension: Verfolgungsverjährung und fester Berichtigungszeitraum.
  • Die sachliche Dimension: Problematik der Erhebungsarten und des Steuerschuldners.
  • Ausnahmen vom Vollständigkeitsgebot bei speziellen Steuerarten und Prüfungsfällen.
  • Rechtliche Unsicherheiten und Risiken bei der Auslegung der Neuregelungen.

Auszug aus dem Buch

D. Vollständigkeitsgebot

Ein großes Problem bei der Abgabe einer Selbstanzeige ist die Vollständigkeit. Unabhängig vom Inhalt gilt es vorerst zu ermitteln, für welchen Zeitraum und für welche Sachverhalte Erklärungen abgegeben werden müssen, um das Vollständigkeitsgebot des § 371 Abs. 1 AO gerecht zu werden. Dieses Vollständigkeitsgebot gilt es auf sachlicher und auf zeitlicher Ebene zu beleuchten.

I. zeitliche Vollständigkeit

Für eine wirksame Selbstanzeige muss der Selbstanzeigende Erklärungen für alle noch nicht verfolgungsverjährten Steuerstraftaten einer Steuerart - mindestens jedoch für zehn Jahre - abgeben. Sofern die Verfolgungsverjährung weiter zurückreicht als die gesetzlich normierte Mindestfrist gilt es somit Erklärungen für diese Zeit abzugeben. Die Verfolgungsverjährungsfrist ist daher für den Selbstanzeigenden von großer Relevanz um den maßgeblichen Zeitraum, für den die Erklärung gelten wird, abzustecken.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Einführung in die Problematik der verschärften Selbstanzeige-Vorschriften und die zentrale Bedeutung des Vollständigkeitsgebots.

B. Sinn und Zweck der Selbstanzeige: Untersuchung der fiskalischen Interessen des Staates und des Konzepts der Rückkehr zur Steuerehrlichkeit als Legitimation für den Verzicht auf den staatlichen Strafanspruch.

C. Rechtsfolge: Erläuterung der strafrechtlichen und wirtschaftlichen Folgen bei erfolgreicher beziehungsweise gescheiterter Selbstanzeige.

D. Vollständigkeitsgebot: Detaillierte Analyse der zeitlichen und sachlichen Anforderungen an die Vollständigkeit, inklusive kritischer Betrachtung der Auslegung von Berichtigungszeiträumen und Ausnahmeregelungen.

Schlüsselwörter

Selbstanzeige, § 371 AO, Vollständigkeitsgebot, Steuerstraftaten, Berichtigungszeitraum, Straffreiheit, Verfolgungsverjährung, Steuerehrlichkeit, Fiskalische Gründe, Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Steuerhinterziehung, Außenprüfung, Tatbegriff, Rechtsunsicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die rechtlichen Risiken und Anforderungen an die Selbstanzeige nach der Reform durch das Änderungsgesetz vom 22.12.2014, mit speziellem Fokus auf das Vollständigkeitsgebot.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die zeitlichen und sachlichen Anforderungen an die Vollständigkeit, die strafrechtlichen Konsequenzen bei Fehlern und die Problematik bei der Abgrenzung von Steuerarten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, das Vollständigkeitsgebot sowie die damit verbundenen Risiken für den Steuerpflichtigen im Rahmen der neuen Gesetzeslage detailliert zu beleuchten und auf Rechtssicherheitslücken hinzuweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristische Analyse, die den Gesetzestext, die aktuelle Rechtsprechung und die fachliche Literatur heranzieht, um unterschiedliche Auslegungsansätze zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Voraussetzungen, eine tiefe Analyse der zeitlichen Verjährungsfristen, des festen Berichtigungszeitraums sowie der sachlichen Probleme bei der Bestimmung von Steuerarten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Selbstanzeige, Vollständigkeitsgebot, Berichtigungszeitraum, Steuerstraftat, Straffreiheit und Rechtsunsicherheit.

Wie unterscheidet sich der materielle Tatbegriff vom steuerrechtlichen Begriff?

Die Arbeit stellt dar, dass beide Begriffe nicht deckungsgleich sind, was bei gebündelten Selbstanzeigen zu Unsicherheiten führt, ob alle in Tateinheit stehenden Steuerstraftaten erfasst wurden.

Welche Rolle spielen Außenprüfungen bei der Selbstanzeige?

Außenprüfungen fungieren als Ausnahme vom Vollständigkeitsgebot, wobei die Arbeit die Diskussion um die Reichweite der Sperrwirkung und die Ausklammerung bestimmter Veranlagungszeiträume aufgreift.

Warum ist der Begriff "Vollständigkeitsgebot" laut Autor irreführend?

Der Autor argumentiert, dass eine vollständige Berichtigung aller jemals begangenen Taten in der Praxis kaum möglich ist und eine "vollständige Lebensspartenbeichte" eine unverhältnismäßige Hürde darstellt.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Die steuerbefreiende Selbstanzeige. Die Risiken und das Vollständigkeitsgebot des § 371 AO
Author
Robin Petschenka (Author)
Publication Year
2016
Pages
26
Catalog Number
V335525
ISBN (eBook)
9783668254305
ISBN (Book)
9783668254312
Language
German
Tags
Steuerrecht Selbstanzeige §371 AO §398a AO
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robin Petschenka (Author), 2016, Die steuerbefreiende Selbstanzeige. Die Risiken und das Vollständigkeitsgebot des § 371 AO, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335525
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint