Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie

Das Cluster-Konzept nach Michael Eugene Porter und neuere Ansätze

Titel: Das Cluster-Konzept nach Michael Eugene Porter und neuere Ansätze

Hausarbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es besteht die Tendenz, den Standort zu Zeiten der Globalisierung als immer unwichtiger werdenden Faktor zu sehen. Unternehmen können von überall Kapital, Waren und Technologien beziehen und ihre Produktionen an jenem Standort platzieren, der ihnen den höchsten Kostenvorteil bietet. Doch dies entspricht nicht der Realität.

Erfolgreiche und wettbewerbsfähige Unternehmen sind alles andere als weit verbreitet. Ebenso wenig ist ihr Standort von geringer Bedeutung. Einige Regionen beherbergen weitaus mehr wettbewerbsfähige Unternehmen als andere; dieser Unterschied ist auch bei Regionen zu sehen, die nah beieinanderliegen. Seit einiger Zeit findet ein Begriff, der dieses Phänomen zu erklären versucht, immer mehr Beachtung.

Sogenannte Cluster, wörtlich übersetzt „Traube“ oder „Haufen“, scheinen in den Blickpunkt vieler Wirtschaftsmagazine und wirtschaftsgeographischer Autoren gerückt zu sein. Das Schlagwort „industry cluster“ konnte seit 1990 immer öfter in Zeitungsartikeln entdeckt werden. Laut einer Suche von Claas van der Linde in mehreren Fachdatenbanken stieg die Zahl der Artikel über das Phänomen der Cluster von vier Artikeln im Jahre 1990 auf 105 im Jahre 1996 und schließlich auf über 400 Artikel im Jahre 2011. Auch Michael Eugene Porter, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Harvard Business School, beschäftigte sich mit der Clustertheorie und veröffentlichte in diesem Zusammenhang sein Diamanten-Modell. In seinem Werk „Nationale Wettbewerbsvorteile“ (PORTER 1991) stellt er eine Theorie auf, die die höhere Wettbewerbsfähigkeit verschiedener Unternehmen und die Entstehung von Clustern mit Hilfe des Porter’schen Diamanten zu erklären versucht. Aufbauend auf seinen ersten Veröffentlichungen schrieb er später weitere Artikel, wie einen Beitrag im „Oxford Handbook of economic geography“ (PORTER 2000). Neben Porters Publikationen sollen in dieser Hausarbeit verschiedenste Texte aus Fachzeitschriften, Lehrbüchern und Sammelbänden genutzt werden, um ein Gesamtbild des heutigen Standes der Clustertheorie aufzuzeigen.

Neben Wirtschaftswissenschaftlern und Geographen beschäftigen sich heutzutage immer mehr Politiker mit diesem Thema, da die Clusterförderung zu einer „Schlüsselgröße in der Wirtschaftspolitik“ geworden ist (vgl. LINDE 2005). Aus diesem Grund widmet sich das letzte Kapitel dieser Arbeit der clusterorientierten Wirtschaftsförderung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Porter’sche Diamant

3 Neue Ansätze der Clustertheorie

3.1 Definition des Clusterbegriffs

3.2 Identifikation von Clustern

3.3 Clusterarten und Clusterdimensionen

3.4 Die Bildung von Clustern

3.4.1 Voraussetzungen

3.4.2 Die Schritte der Clusterbildung

4 Vor- und Nachteile von Clustern

5 Clusterorientierte Wirtschaftsförderung

6 Schlussbetrachtung

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das Cluster-Konzept nach Michael E. Porter sowie modernere theoretische Erweiterungen zu analysieren, um ein umfassendes Bild des aktuellen Stands der Clustertheorie in der Wirtschaftsgeographie zu zeichnen und deren Bedeutung für die Wirtschaftspolitik zu beleuchten.

  • Theoretische Grundlagen und Entwicklung des Porter’schen Diamanten
  • Methodische Ansätze zur Identifikation und Abgrenzung von Clustern
  • Differenzierung von Clusterarten und -dimensionen
  • Analyse der ökonomischen Vor- und Nachteile der räumlichen Nähe
  • Rolle staatlicher Clusterförderung als Instrument der Wirtschaftspolitik

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition des Clusterbegriffs

In seinen früheren Publikationen definierte Porter ein Cluster als eine geographische Konzentration vernetzter Unternehmen, Zulieferbetriebe und Dienstleistungsanbietern sowie Institutionen, die nicht nur in einem Wettbewerb zueinander stehen, sondern ebenso in einigen Teilbereichen kooperieren können (vgl. PORTER 2000, S. 253). Unternehmen in einem Cluster zeichnen sich durch eine besondere Qualität der Vernetzung aus und sind so wettbewerbsfähiger (vgl. MOSSIG, S. 51). In einer neueren Definition von Porter wird neben diesen Faktoren ebenfalls die geographische Ausdehnung eines Clusters berücksichtigt:

„A Cluster is a geographically proximate group of interconnected companies and associated institutions in a particular field, linked by commonalities and complementarities. The Geographic scope of a cluster can range from a single city or state to a country or even a group of neighboring countries.”6

Ein Cluster kann demnach nicht durch eine Standardausdehnung beschrieben werden; es vermag eine kleine Region, eine Stadt oder mehrere Länder zu umfassen. Seine Grenzen sind dabei nicht eindeutig zu ziehen, denn diese sind meist nicht identisch mit administrativen Grenzen (vgl. HAAS u. NEUMAIR 2007, S. 97). Überdies führt der ständige Entwicklungsprozess eines Clusters, in dem Industrien und Unternehmen wachsen, schrumpfen, neu entstehen oder geschlossen werden, zu dynamischen Grenzen. Diese müssen infolgedessen ständig neu definiert werden (vgl. PORTER 2000, S. 255). In einem Cluster können sich weiterhin staatliche Behörden und weitere Einrichtungen befinden, die auf den ersten Blick nicht als dazu gehörend erkannt werden (vgl. HAAS u. NEUMAIR 2007, S. 98). Dazu zählen Produzenten ergänzender Produkte, Anbieter spezialisierter Infrastrukturen und Institutionen, die Bildung, technischen Support und Informationen zur Verfügung stellen. Dabei kann es sich beispielweise um Universitäten, Expertenkommisionen oder Anbieter von Ausbildungsplätzen handeln. Ebenso können Cluster in Handelsverbände eingebunden sein (vgl. PORTER 2000, S. 254). Demzufolge ist es eine schwierige Aufgabe ein Cluster zu lokalisieren und einzugrenzen sowie von einer zufälligen Ansammlung von Unternehmen und weiteren Einrichtungen zu unterscheiden (MOSSIG 2008, S. 51).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Clustern in Zeiten der Globalisierung und stellt die Forschungsziele dieser Arbeit dar.

2 Der Porter’sche Diamant: Dieses Kapitel erläutert das zentrale Modell von Porter zur Erklärung nationaler Wettbewerbsvorteile durch standortbezogene Faktoren.

3 Neue Ansätze der Clustertheorie: Hier werden modernere Definitionen, Identifikationsmethoden sowie Typologien und Bildungsprozesse von Clustern dargestellt.

4 Vor- und Nachteile von Clustern: Es werden die ökonomischen Vorteile wie Wissens-Spillovers und Agglomerationseffekte gegen potenzielle Risiken und Nachteile abgewogen.

5 Clusterorientierte Wirtschaftsförderung: Dieses Kapitel behandelt staatliche Strategien zur Unterstützung und Entwicklung von Clustern als politisches Instrument.

6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Herausforderungen der Clustertheorie und Politik.

7 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachzeitschriften, Bücher und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Cluster, Wirtschaftsgeographie, Porter’scher Diamant, Wettbewerbsvorteil, Agglomerationsvorteile, räumliche Nähe, Innovationsfähigkeit, Wissens-Spillover, Wirtschaftsförderung, Unternehmensvernetzung, Standortfaktoren, Clusterbildung, regionale Entwicklung, globale Märkte, Wertschöpfungskette.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption von Clustern in der Wirtschaftsgeographie, ausgehend von Michael E. Porters Modellen bis hin zu aktuellen Ansätzen und deren praktischer Anwendung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition und Identifikation von Clustern, deren interne Dynamik, die Bewertung von Vor- und Nachteilen sowie die Möglichkeiten staatlicher Förderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Gesamtbild des aktuellen Stands der Clustertheorie zu vermitteln und die Rolle des Standorts für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, indem sie Texte aus Fachzeitschriften, Sammelbänden und Lehrbüchern vergleicht, gegenüberstellt und zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Modelle, identifiziert verschiedene Clusterarten und -dimensionen, diskutiert die Dynamik der Clusterbildung und beleuchtet die Rolle der Wirtschaftsförderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Cluster, Porter’scher Diamant, räumliche Nähe, Wettbewerbsfähigkeit und Clusterförderung.

Wie definiert Porter den Clusterbegriff in seinen neueren Werken?

Porter beschreibt Cluster als eine geographisch nahe Gruppe von miteinander verbundenen Unternehmen und Institutionen in einem bestimmten Feld, die durch gemeinsame Interessen und Komplementaritäten vernetzt sind.

Warum ist die staatliche Förderung von Clustern laut der Arbeit problematisch?

Die Förderung steht oft im Konflikt zwischen kurzfristigen politischen Entscheidungen und dem langfristigen, langsamen Entwicklungsprozess eines Clusters; zudem ist ein einheitliches Erfolgsrezept für verschiedene Regionen kaum anwendbar.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Cluster-Konzept nach Michael Eugene Porter und neuere Ansätze
Hochschule
Universität Münster  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Humangeographie: Wirtschaftsgeographie
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V335551
ISBN (eBook)
9783668254206
ISBN (Buch)
9783668254213
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Clustertheorie Porter Cluster Clusterorientierte Wirtschaftsförderung Clusterbildung Porterscher Diamant
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2011, Das Cluster-Konzept nach Michael Eugene Porter und neuere Ansätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335551
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum