Hin und wieder zurück. Überlegungen zur Raumdeixis des erzählten Weltuntergangs


Seminararbeit, 2012

14 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1.Einleitung

2.Grundlagen
2.1 Erzählte Welt, erzählter Raum
2.2 Deixis

3.Hin

4.und wieder zurück.

5.Literaturverzeichnis

6.Verpflichtungserklärung

1. Einleitung

I follow the moon to find a path away from the burning sun…

I follow the stars to my abode, it’s burning…

I seize the moment to hear a story no one’s telling anymore

The worlds forgotten, the words forbidden

- Tony Kakko

Es gibt viele Erzählungen vom Weltuntergang, und besonders im aktuellen Jahr 2012, das mit dem 21. Dezember den Tag enthält, an dem nach populärer Interpretation des Maya-Kalenders das Ende der Welt ansteht, ist die Apokalypse ein beliebtes, ernsthaft oder satirisch aufgegriffenes Motiv in Buch, Film und Nachrichten. Gemeinsam ist den Diskussionen um den Weltuntergang, ob nun in dem Film 2012 von Roland Emmerich, dem Roman Der Schwarm von Frank Schätzing oder der dritten Ankündigung der Apokalypse des amerikanischen Predigers Harold Camping[1] (die offensichtlich, genau wie die vorherigen, nicht in Erfüllung gegangen ist), dass sie in aller Regel einen Spielraum für Überlebende lassen: Eine Arche, die einen ausgewählten Teil der Menschen überleben lässt, die Flucht in höher gelegene Gebiete oder eine höhere Kraft, die die Auserwählten vor dem Untergang rettet.

Warum mindestens ein Überlebender für eine Erzählung vom Ende der Welt notwendig zu sein scheint, wurde in einer vorherigen Arbeit unter dem Aspekt der Sinnstiftung bereits dargelegt;[2] in den vorliegenden Überlegungen soll es um einen erzähltheoretischen Aspekt gehen, der für eine Erzählung vom Weltuntergang mindestens einen Überlebenden verlangt, unabhängig davon, ob die Erzählung ohne selbigen sinnstiftend wäre oder nicht. Es soll nur darum gehen, ob eine solche Erzählung ohne Überlebende überzeugend und damit sinnvoll [3] erzählt werden kann. Die Arbeit konzentriert sich auf den erzählten Raum und seine Beschreibungsmöglichkeiten, genauer gesagt auf die konkreten deiktischen Ausdrücke, mit denen Raum beschrieben und damit erzählt werden kann. Unter diesen Ausdrücken finden sich solche, die an eine Figurenperspektive gebunden sind und demnach die Frage aufwerfen, ob sie in einer Welt ohne Überlebende als Teil der Erzählung vom Raum angewendet werden können.

Um diese Frage genauer zu untersuchen, sollen im Folgenden zunächst die theoretischen Grundlagen geklärt werden: zum erzählten Raum, seinen Beschreibungsmöglichkeiten sowie den Eigenschaften der deiktischen Ausdrücke. In einem zweiten Teil werden anschließend diese theoretischen Beobachtungen auf ein Weltuntergangsszenario ohne Überlebende angewendet, um folgende Fragen zu klären: Kann eine Welt (als Raum) ohne Überlebende erzählt werden? Mit welchen sprachlichen Mitteln ist dies möglich? Ist eine Beschreibung der post-apokalyptischen Welt im Rahmen der Erzählung überzeugend und sinnvoll? Das Schlusskapitel wird letztlich die Ergebnisse zusammenfassen.

2. Grundlagen

2.1 Erzählte Welt, erzählter Raum

„Die Handlung eines narrativen Textes […] ist Teil der erzählten Welt, in der sie stattfindet. Jeder fiktionale Text entwirft eine eigene Welt.“[4] Dieser grundlegende Gedanke ist bereits der wichtigste für die vorliegende Arbeit: Die erzählte Welt als Raum, der über sprachliche Zeichen erzeugt wird[5], in dem die Handlung des Textes stattfindet, in dem sich Figuren und Objekte befinden[6], sowie die Zugehörigkeit des Raumes zu einem fiktionalen Text[7]. Dies bedeutet für die Erzählung vom Weltuntergang, dass es innerhalb der Erzählung nur diese eine (untergehende) Welt gibt, und ein Blick von außen auf den Untergang demnach nur ein Blick von außerhalb der Erzählung sein kann. Für den Zweck der Untersuchung bewegen wir uns auf exakt einer Erzählebene mit einer Welt.[8]

Ein weiteres allgemeines Merkmal der erzählten Welt besteht in ihrer Konstruktion durch den Leser: Ein exaktes Erzählen der Welt ist aus praktischen Gründen nicht möglich, so dass sie nur ausschnittsweise, in stark reduzierter Form erzählt wird, während die Lücken vom Leser mit konventionellem Wissen gefüllt werden[9]. Dazu sind nur wenige Anhaltspunkte notwendig: Das Wort Strand zum Beispiel evoziert beim Leser sofort ein Bild von meist sandigem Ufer und Wasser, das nun durch textinterne Hinweise zu einem konkreten Bild dieses bestimmten Strandes in der erzählten Welt modifiziert werden kann (Sand oder Kies, Farbe des Wassers, Uferbewuchs etc.), wenn dies für die Erzählung von Bedeutung ist, oder auch nicht, wenn die bloße Information genügt, dass irgendwo in der erzählten Welt das Land aufhört und das Wasser beginnt. Pragmatische Implikationen erlauben selektiertes Erzählen von Raum.[10] Neben dieser pragmatischen Komponente füllt der Leser erzählerische Lücken auch anhand literarischer (Gattungs-) Konventionen[11], ein Umstand, der hier nicht ins Gewicht fällt: Die zu untersuchende Welt der Weltuntergangserzählung mag sich in Details von der ‚realen‘ Welt des Lesers absetzen, aber grundsätzlich ist anzunehmen (solange sie in konventioneller Manier vom Untergang unserer Welt und nicht eines fernen Planeten erzählt), dass sie keine gattungsspezifischen Besonderheiten aufweist, die sie gegenüber der Wirklichkeit auszeichnet.[12] Über die Beschaffenheit der erzählten Welt wird nicht nur implizit Auskunft gegeben, es wird gleichzeitig auch das ausgeschlossen, was nicht Teil dieser Welt ist: Für das hypothetische Szenario der Arbeit gehören dazu z. B. fantastische Elemente (d. h. solche, die nicht eine wissenschaftliche Grundlage für sich beanspruchen[13] ) sowie solche der Science-Fiction-Literatur, die eine Flucht der Menschheit vor der Katastrophe erlauben würden.

Auch in anderer Hinsicht ist die hypothetische erzählte Welt hier so einfach wie möglich gebaut: Sie ist uniregional[14], was in diesem Kontext bedeutet, dass sie sich nicht aufgrund semantischer Merkmalsbündel in verschiedene Welten unterteilen lässt. Das wichtigste Merkmal hier sind die physikalischen Gesetze, die für die Durchführung eines Weltunterganges nötig sind und die überall auf der Erde gleich gelten.[15] Daneben ist sie in ihren Möglichkeiten stabil[16]: Ein Weltuntergang verlangt zwar ein gewisses Umdenken, bricht aber, jedenfalls theoretisch, nicht mit vorhandenen (Natur-) Gesetzen der Welt. Dementsprechend ist diese Welt zwar unwahrscheinlich, aber sowohl logisch als auch physikalisch möglich.[17]

Der Raum in dieser erzählten Welt kann absolut oder relativisch gedacht werden, je nach Auffassung; für diese Arbeit wird mit einer absoluten Raumvorstellung gearbeitet, die zum einen eher unserer Alltagsvorstellung vom Raum entspricht, zum anderen (anders als die relativische, die über eine Menge von Relationen von Objekten konstituiert wird) unabhängig von Menschen, also Figuren in der erzählten Welt, und Objekten in ihr existieren kann.[18] Die Füllung dieses Raumes (nicht seine grundsätzliche Existenz!) kann nun auf unterschiedlichen Ebenen geschehen. Nach Jurij M. Lotman[19] z. B. lassen sich drei Ebenen unterscheiden: Zum einen die Ebene der Topologie, die den Raum durch Oppositionspaare wie hoch vs. tief unterteilt, zum anderen die der Topographie, die sich auf konkrete Begebenheiten im Raum bezieht, wie Wasser, Festland usw.[20] Die dritte Ebene, die über semantische Gegensätze wie gut vs. böse funktioniert, ist für die vorliegende Arbeit nicht von Belang.[21]

Die Topographie des Raumes bedarf hier keiner näheren Erläuterung, da dieses Konzept für den Zweck der Arbeit mit unserem Alltagsverständnis zur Genüge erfassbar ist. Die Ebene der Topologie zeichnet sich dadurch aus, dass in ihr weniger die Orte im Raum an sich als die Beziehungen zwischen ihnen von Interesse sind. Topologisch kann ein erzählter Raum auf zwei Weisen betrachtet werden: Strukturalistisch gesehen ist die Beschaffenheit des Raumes ein Produkt der Relationen von Objekten. Erzählt wird dieser Raum eben über die Beziehung zwischen den Objekten in ihm.[22] Phänomenologisch dagegen ist Raum der Hohlraum eines Objektes, das unter der Oberfläche liegende, und wird als ‚Erfahrungsraum‘ aufgefasst: Seine materielle Beschaffenheit kann so nicht erklärt werden.[23] Neben einem topologischen Erfassen von Räumlichkeit und in Zusammenhang mit dem Erfahrungsraum steht auch das Konzept des erlebten Raumes: Der Raum wird nur über eine ihn erlebende Figur wahrgenommen, die sich in ihm bewegt und ihn überhaupt erst als Raum wahrnimmt, sich seiner Position in ihm bewusst ist.[24] Dieses Konzept wird für diese Arbeit ausgeblendet, da die schiere Existenz des Raumes hier an die Wahrnehmung einer Figur, damit die Existenz einer Figur gebunden ist und die hypothetischen Überlegungen somit hinfällig wären. Es bleibt somit bei dem topographischen und besonders topologischen Raumkonzept, das intuitiv gut zu verstehen und mit den folgenden Überlegungen zu raumdeiktischen Begriffen kombinierbar ist. Ein solches, auf physischen Merkmalen basierendes Konzept für Überlegungen zum Untergang der Welt durch konkrete (physische) Katastrophen ohnehin gut geeignet zu sein scheint.

Zusammenfassend hat die erzählte Welt für das vorliegende Szenario also folgende Eigenschaften: Sie ist absolut (d. h. existiert unabhängig von ihren Figuren), in sich geschlossen, homogen und stabil, uniregional und wird in stark reduzierter Form erzählt. Dies geschieht durch Erzählen des Raumes innerhalb der Welt nach topographischen sowie topologischen Gesichtspunkten, wobei letztere auf den Beziehungen von Objekten im Raum basieren.

2.2 Deixis

Sogenannte Deiktika, also Zeigwörter (von gr. δείκνυμι für ‚zeigen, anzeigen‘), sind Ausdrücke, die in sprachlichen Äußerungen wie die Zeigegesten in nicht-sprachlichen Zusammenhängen als ‚Wegweiser‘ dienen und deren konkrete Bedeutung nur in Bezug zur aktuellen Sprechersituation gewonnen werden kann, d. h. kontextabhängig ist.[25] Sie verweisen auf Objekte im Raum, und zwar meist auf die Position eines solchen Objektes in Relation zu einem bestimmten Standpunkt, in der Regel dem desjenigen, der die Deiktika äußert.[26] Prinzipiell ist dabei das sprachliche Zeigen mittels Deiktika vom gestischen Zeigen zu unterscheiden[27], ein Unterschied, der für die vorliegende Arbeit nicht von Belang ist, da das Zeigen in der erzählten Welt notwendigerweise sprachlicher Natur ist. Der Prozess hinter den Deiktika „besteht aus einer kontextgebundenen gerichteten Relation, die von ihrem Ausgangspunkt (der Origo) aus über eine bestimmte Strecke auf ein Kontextelement (Deixisobjekt) zielt.“[28] Der Äußerer des deiktischen Ausdrucks sowie der intendierte Empfänger desselben sind dabei Teil eines Wahrnehmungsraumes, der ihnen gemeinsam sein muss, eines Zeigfeldes.[29]

Neben den Formen der Personal- und der Sozialdeixis gibt es auch temporale und lokale deiktische Ausdrücke;[30] letztere sollen hier im Mittelpunkt stehen. Innerhalb der lokalen Deiktika kann weiter unterschieden werden in ‚echte‘ Deiktika und solche Begriffe, die nur unter bestimmten Umständen deiktisch sind. In der vorliegenden Arbeit soll jedoch im Großen und Ganzen die einfache Auffassung gelten, dass ein Deiktikon schlicht ein Ausdruck ist, der deiktisch verwendet wird.

Die menschliche Wahrnehmung von ‚Raum‘ ist sehr stark abhängig von den Möglichkeiten unserer Wahrnehmung und unserer Position bzw. Bewegung in dem Raum, in dem wir uns befinden.[31] Für eine Orientierung in Raum und Zeit sind Deiktika unabdingbar, da Orientierung immer in Referenz zu einem zentralen (realiter meist dem eigenen) Standpunkt vollzogen wird. Von diesem Standpunkt aus sind fixierte Punkte im Raum notwendig, um diesen mit einer begrenzten Wahrnehmung wie der unsrigen überhaupt fassen zu können. Über solche Fixpunkte und die Verbindungen zwischen ihnen kann ein Raum in Teilräume untergliedert und strukturiert werden.[32] Das erwähnte Zentrum der Wahrnehmung, der Ausgangspunkt der Relationen, wird bei Karl Bühler als Origo bezeichnet und bestimmt sich durch das Zusammentreffen der drei Aspekte ich, jetzt und hier.[33] An der lokalen Komponente der Origo und dem Ursprung der räumlichen Wahrnehmung orientiert sich die Ausdehnung des Raumes, auch des erzählten Raumes: Relationen wie oben und unten werden durch die Schwerkraft bestimmt, vorne und hinten durch die jeweils aktuelle Richtung der Wahrnehmung, links und rechts horizontal durch eine Verbindung aus Schwerkraft und Wahrnehmungsrichtung.[34]

Im Deutschen finden sich zahlreiche deiktische Ausdrücke, die z. B. Positionen bezeichnen (hier, da, dort), Relationen im Raum (vor, hinter, links, rechts etc.) oder Bewegungsrichtungen (hin, her).[35] Ihre Bedeutung ergibt sich aus jeweils zwei Komponenten: der kontextunabhängigen, eigenen Bedeutung (so bedeutet, unabhängig von jedwedem Kontext, hier nicht das gleiche wie dort), sowie der jeweiligen Referenz in der konkreten Sprechsituation (hier auf der Erde ist nicht das gleiche wie hier auf meinem Stuhl).[36] Die letzten beiden Beispiele zeigen auch, dass Lokaldeixis an personale Deixis geknüpft werden kann: Steht in einer Erzählung der Ausdruck hier auf meinem Stuhl, so bezieht sich hier auf den Standpunkt des Erzählers oder der erzählenden Figur. Deutlich wird dies, wenn ein direktes Zitat wie „Das Buch lag hier auf meinem Stuhl“ in indirekter Rede wiedergegeben wird: „Er sagte, dass das Buch dort auf seinem Stuhl gelegen habe“. Der Wechsel des Deiktikons (und des Possessivums) ist notwendig, da es, obgleich es in den beiden Beispielsätzen den gleichen Ort bzw. die gleiche Person meint, abhängig vom Zentrum der Wahrnehmung verwendet wird.[37]

[...]


[1] Vgl. z. B. Weltuntergangsprediger droht jetzt der Maulkorb (22.10.2011): http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article13675009/Weltuntergangsprediger-droht-jetzt-der-Maulkorb.html (Letzter Aufruf vom 11.09.2012).

[2] Vgl. Nathalie Exo: Es war die Apokalypse. Fortgesetzte Überlegungen zur Narration nach dem Weltuntergang. Hausarbeit im Masterseminar ‚Erzählen‘ bei Prof. Dr. Tillmann Köppe, unveröffentlichtes Hausarbeitsmanuskript, Göttingen 2011 (Exo I), sowie Dies: Der Letzte macht das Licht aus. Ein Gedankenexperiment zur Narration nach dem Weltuntergang. Hausarbeit im Masterseminar ‚Naturkatastrophe und Umweltwandel in der Literatur‘ bei PD Dr. Gabriele Dürbeck, unveröffentlichtes Hausarbeitsmanuskript, Göttingen 2011 (Exo II). Dort finden sich auch Überlegungen zu verschiedenen anderen erzähltheoretischen Aspekten.

[3] Unter der Annahme, dass es der Sinn einer Erzählung ist, den Leser von der Möglichkeit der erzählten Welt zu überzeugen, d. h., dass die Erzählung vom Leser in einem ganz alltäglichen Sinne ernst genommen werden soll – sie soll „imaginär-authentisch“ von Seiten des Erzählers sein. Vgl. Matias Martinez/Michael Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie. München 62005, S. 130.

[4] Ebd., S. 123.

[5] Barbara Piatti: Die Geographie der Literatur. Schauplätze, Handlungsräume, Raumphantasien. Göttingen 2008, S. 23.

[6] Katrin Dennerlein: Narratologie des Raumes. Berlin [u.a.] 2009, S. 48.

[7] Oder mehreren, wenn es sich um eine Reihe von zusammengehörigen fiktionalen Texten handelt, z. B. (um kurz von der Endzeit-Thematik abzuweichen) bei den Zamonien -Romanen von Walter Moers.

[8] Dass die Erzählung des Weltuntergangs in einer Binnenerzählung für ein überzeugendes Erzählen problematisch ist, hat Exo II gezeigt, vgl. dort.

[9] Martinez/Scheffel 62005, S. 124.

[10] Ebd., S. 124.

[11] Ebd.

[12] Ebd., S. 125.

[13] Ob diese wissenschaftliche Grundlage real plausibel ist oder nicht, spielt dafür keine Rolle. So ist die Flutwelle in Roland Emmerichs The Day After Tomorrow tatsächlich nur unzureichend wissenschaftlich erklärt, in der erzählten Welt jedoch basiert sie auf wissenschaftlichen Fakten und zählt deshalb nicht zu den fantastischen Elementen. Vgl. Fritz Reusswig, Julia Schwarzkopf und Philipp Pohlenz: Double Impact. The climate blockbuster ‘The Day After Tomorrow‘ and its impact on the German cinema public. Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK), Report No. 92, Potsdam 2004.

[14] Martinez/Scheffel 62005, S. 127.

[15] Man könnte von einer pluriregionalen Welt sprechen, wenn z. B. die Art und Weise des Weltuntergangs auf unterschiedlichen Erdteilen unterschiedlich vonstattenginge. Da der konkrete Vorgang des Untergangs für die Arbeit jedoch unerheblich ist, wird dieses Merkmal hier nicht weiter beachtet.

[16] Martinez/Scheffel 62005, S. 128.

[17] Ebd., S. 130.

[18] Dennerlein 2009, S. 60f.

[19] Jurij M. Lotman: Die Struktur literarischer Texte. Übersetzt von Rolf-Dietrich Keil, München 31989, S. 332f.

[20] Martinez/Scheffel 62005, S. 140f.

[21] Interessant wären diese semantischen Gegensätze vielleicht im Rahmen der vorhergehenden Arbeiten gewesen, die sich mit der Sinnstiftung in Erzählungen vom Weltuntergang beschäftigt haben und mit der Frage nach der ‚Auswahl‘ derer, die den Untergang überleben dürfen, vgl. Exo I u. II.

[22] Dennerlein 2009, S. 53.

[23] Ebd., S. 54.

[24] Ebd., S. 55f.

[25] Albert Busch/Oliver Stenschke: Germanistische Linguistik. Eine Einführung. Tübingen 2007, S. 222.

[26] Gisa Rauh: Linguistische Beschreibung deiktischer Komplexität in narrativen Texten. Tübingen 1978, S. 25.

[27] Gabriele Diewald: Deixis und Textsorten im Deutschen. Tübingen 1991, S. 19.

[28] Ebd., S. 34, Hervorhebung im Text, N. E.

[29] Busch/Stenschke 2007, S. 222.

[30] Ebd.

[31] Diewald 1991, S. 41.

[32] Veronika Ehrich: Hier und jetzt. Studien zur lokalen und temporalen Deixis im Deutschen. Tübingen 1992, S. 1.

[33] Busch/Stenschke 2007, S. 223.

[34] Ehrich 1992, S. 2.

[35] Ebd., S. 9f.

[36] Ebd., S. 3f.

[37] Ebd., S. 29.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Hin und wieder zurück. Überlegungen zur Raumdeixis des erzählten Weltuntergangs
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Seminar für Deutsche Philologie)
Veranstaltung
Probleme der Literaturtheorie
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V335879
ISBN (eBook)
9783668255999
ISBN (Buch)
9783668256002
Dateigröße
460 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Fortsetzung zur "Der Letzte macht das Licht aus. Ein Gedankenexperiment zur Narration nach dem Weltuntergang" (v335876) und "'Es war die Apokalypse.' Fortgesetzte Überlegungen zur Narration nach dem Weltuntergang" (v335878).
Schlagworte
Weltuntergang, Naturkatastrophe, Apokalypse, Erzählen, Erzähler, Erzählinstanz, Narratologie, Gedankenexperiment, Deixis
Arbeit zitieren
Nathalie Exo (Autor), 2012, Hin und wieder zurück. Überlegungen zur Raumdeixis des erzählten Weltuntergangs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335879

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