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Französische Wortbildungslehre. Der bewusstseinsorientierte Wortbildungsansatz Hans-Martin Gaugers

Titel: Französische Wortbildungslehre. Der bewusstseinsorientierte Wortbildungsansatz  Hans-Martin Gaugers

Hausarbeit , 1993 , 12 Seiten , Note: 2-

Autor:in: Angelika Felser (Autor:in)

Französische Philologie - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem bewusstseinsorientierten Wortbildungsansatz Hans-Martin Gaugers.

Gauger möchte in seinem Ansatz nicht die Bildung neuer Wörter in den Mittelpunkt stellen, „sondern die Tatsache, dass sich unter den Wörtern einer Sprache eine qualitativ und quantitativ höchst bedeutsame Gruppe von Wörtern findet, die sich von den übrigen klar unterscheiden.“ Mit dieser Gruppe von Wörtern meint er die der durchsichtigen Wörter, die man von dem „Standpunkt des naiven, sprachwissenschaftlich nicht gebildeten oder verbildeten Sprachbewußtseins“ betrachten soll. So gewähren z.B. Wörter vom Typ „le pommier“ den Sprechenden Durchsicht auf das Wort (oder auf die Wörter), von dem (von denen) sie abhängen (→ la pomme). Dem Pfeil, der zwischen den durchsichtigen Wörtern und ihrem Grundwort (ihren Grundwörtern) steht, spricht Gauger die Bedeutung „lehnt sich bewußtseinsmäßig an“ oder „verweist im Bewußtsein auf“ zu.

Es folgen Gaugers Definition des durchsichtigen Wortes, seine wichtigsten Merkmale, die formale Konstitution solcher Wörter und die Erklärung der Begriffe „Einheit“ und „Gliederung“. Anschließend erfolgt die Verdeutlichung ihres Programms und der Norm, die Nennung der Leistungen (Ausgriff, Verschiebung und Variation), die Abgrenzung voneinander und die Zusammenfassung aller Typen des durchsichtigen Wortes.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition des durchsichtigen Wortes

2.1 Merkmale des durchsichtigen Wortes

2.2 Die formale Konstitution

2.3 Einheit und Gliederung

2.4 Programm und Norm

3 Die Leistungen des durchsichtigen Wortes

3.1 Ausgriff

3.2 Verschiebung

3.3 Variation

3.4 Die Abgrenzung der drei inhaltlichen Leistungen

4 Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den bewusstseinsorientierten Wortbildungsansatz von Hans-Martin Gauger mit dem Ziel, die theoretischen Grundlagen und die spezifischen Leistungen sogenannter durchsichtiger Wörter in der französischen Sprache systematisch darzustellen.

  • Definition und Merkmale durchsichtiger Wörter
  • Formale Konstitutionsweisen von Wortbildungen
  • Konzepte von Determination, Programm und Norm
  • Die drei zentralen Leistungen: Ausgriff, Verschiebung und Variation

Auszug aus dem Buch

3.2 Verschiebung

Positiv gesagt, liegt die Leistung der Verschiebung „[…] im sprachlichen Umfunktionieren eines bereits ergriffenen Inhalts in diese oder jene der bereits bestehenden Wortklassen.“ Negativ gesprochen, fehlt den verschiebenden, durchsichtigen Wörtern ein eigener Dingbezug. „La tendresse“ ist zwear gegenüber seinem Grundwort „tendre“ ein eigenes Wort, aber es verhält sich anders als „le pommier“ zu seinem Grundwort „la pomme“: „la tendresse“ bezieht sich, verglichen mit „tendre“ auf kein neues Ding – der Inhalt von „tendre“ findet sich ledigleich in die Klasse des Substantivs verschoben. Es findet kein Weiterschreiten von einem Ding zum anderen statt. Der Inhalt eines verschiedenen Wortes geht in dem seines Grundwortes auf.

Gauger unterscheidet hierbei fünf Arten der Verschiebung: Substantiv (→ Adjektiv) ; Adjektiv (→ Substantiv); Substantiv (→ Verb); Adjektiv (→ Verb) und Adverb (→ Adjektiv).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den bewusstseinsorientierten Wortbildungsansatz von Hans-Martin Gauger ein und erläutert die zentrale Bedeutung der durchsichtigen Wörter für das Sprachbewusstsein.

2 Definition des durchsichtigen Wortes: Dieses Kapitel definiert Durchsichtigkeit als derivationelle Abhängigkeit und beschreibt die Merkmale, die formale Konstitution sowie die begrifflichen Grundlagen der Wortbildung.

3 Die Leistungen des durchsichtigen Wortes: Hier werden die drei funktionalen Leistungen – Ausgriff, Verschiebung und Variation – differenziert und hinsichtlich ihrer Auswirkung auf Dingbezug und Wortklasse analysiert.

4 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung führt die zuvor erläuterten Formtypen und Leistungsinhalte in einer übersichtlichen Gesamtaufstellung der sieben Typen des durchsichtigen Wortes zusammen.

Schlüsselwörter

Durchsichtige Wörter, Hans-Martin Gauger, Wortbildung, Sprachbewusstsein, Ausgriff, Verschiebung, Variation, Determination, Programm, Norm, Komposita, Affixzusammensetzung, Substraktivbildung, Dingbezug, Derivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den bewusstseinsorientierten Wortbildungsansatz von Hans-Martin Gauger, der sich mit der Struktur und Funktion von Wörtern befasst, die eine bewusste Verbindung zu ihrem Grundwort aufweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Definition und Merkmale durchsichtiger Wörter, ihre formale Konstitution sowie die systematische Unterscheidung ihrer sprachlichen Leistungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Gaugers Theorie der durchsichtigen Wörter verständlich darzulegen, insbesondere wie diese Wörter vom Bewusstsein der Sprechenden verarbeitet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine strukturanalytische und theoretische Methode, die auf Gaugers Schriften zum Sprachbewusstsein und der Wortbildungstheorie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen, die formale Beschaffenheit, die Konzepte von Programm und Norm sowie die funktionale Differenzierung in Ausgriff, Verschiebung und Variation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Durchsichtige Wörter, Wortbildung, Ausgriff, Verschiebung, Variation und Sprachbewusstsein.

Was unterscheidet den Ausgriff von der Verschiebung?

Beim Ausgriff gewinnt das Wort eine neue Dingbezogenheit, während bei der Verschiebung lediglich eine Umfunktionierung in eine andere Wortklasse ohne neuen Dingbezug stattfindet.

Wie definiert Gauger den Begriff "Programm"?

Ein Programm wird als das identische formal-inhaltliche Verhältnis zwischen einer Gruppe durchsichtiger Wörter und ihrem jeweiligen Grundwort verstanden.

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Details

Titel
Französische Wortbildungslehre. Der bewusstseinsorientierte Wortbildungsansatz Hans-Martin Gaugers
Hochschule
Universität Münster
Veranstaltung
Französische Wortbildungslehre
Note
2-
Autor
Angelika Felser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1993
Seiten
12
Katalognummer
V335911
ISBN (eBook)
9783668255937
ISBN (Buch)
9783668255944
Sprache
Deutsch
Schlagworte
französische wortbildungslehre wortbildungsansatz hans-martin gaugers
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Angelika Felser (Autor:in), 1993, Französische Wortbildungslehre. Der bewusstseinsorientierte Wortbildungsansatz Hans-Martin Gaugers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335911
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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