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Anglizismus und Hybridbildung in der Werbesprache. Eine sprach- und diskurskritische Betrachtung

Anhand eines konkreten Beispiels

Title: Anglizismus und Hybridbildung in der Werbesprache. Eine sprach- und diskurskritische Betrachtung

Term Paper , 2016 , 20 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Paul-Hermann Gruner (Author)

Speech Science / Linguistics
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Die Arbeit widmet sich sprachreflexiv und diskurskritisch einer einzelnen kurzen Sentenz aus der Domäne der Wirtschaftskommunikation.

Das Deutsche im Kontext von Globalisierung und Denglisch-Okkurenz steht zur Debatte, ebenso Sprachinnovationen als Ausdruck von Trendkommunikation. Auch jene muss sich eine Kritik im Hinblick auf ausgewählte Sprachnormen und Konversationsmaximen sowie eine Prüfung ihrer werbesprachlichen Funktion gefallen lassen.

Die Betrachtung der Phrase "My Back & Coffee" (Teil einer gastronomischen Außenwerbung im Bezirk Neukölln/Berlin) berücksichtigt die sozialen, kulturellen und ethnischen Zusammenhänge im lebensräumlichen Milieu, betrachtet die sich gegenseitig stimulierenden Wirkflächen von Alltagssprache, Umgangssprache, Werbesprache, Kiezsprache und ethnolektalen Varietäten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

Neukölln und die Einwanderungsgesellschaft

2. Einleitung: „My Back & Coffee“ – Blick auf Zusammenhänge zwischen Umgangssprache, Werbesprache, Kiezsprache und Ethnolekt

3. Methodischer Ansatz dieser Betrachtung

3.1. Pragmatik

3.2. Semantik

3.3. Diskurshermeneutik und Mentalitätsforschung

4. „My Back & Coffee“: Das Deutsche im Kontext der Globalisierung und der Denglisch-Okkurenz

4.1. Das äußere Druckmoment

4.2. Das innere Druckmoment

4.3 Das Phänomen „Denglisch“

5. „My Back & Coffee“: Sprachinnovation als Ausdruck von Trendkommunikation

5.1 Textualität und Phrase

5.2. … to go: Ein Sprachtrend und seine kurze Historie

5.3 „My Back & Coffee: Eine Sprachkritik im Hinblick auf ausgewählte Sprachnormen, Konversationsmaximen, werbesprachliche Funktionen

6. Zusammenfassung und Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die deutsch-englische Hybridbildung „My Back & Coffee“ als Beispiel werbesprachlicher Kommunikation im multikulturellen Kontext des Berliner Bezirks Neukölln, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, ob diese Formel den Anforderungen wissenschaftlicher Sprach- und Kommunikationsnormen gerecht wird.

  • Zusammenhänge zwischen Umgangs-, Werbe-, Kiezsprache und Ethnolekt
  • Einfluss von Globalisierung und psychohistorischen Faktoren auf die deutsche Sprache
  • Phänomenologie von „Denglisch“ und Scheinentlehnungen im Werbekontext
  • Analyse werbesprachlicher Funktionen anhand von Sprachnormen und Konversationsmaximen

Auszug aus dem Buch

4.1. Das äußere Druckmoment

Der Komplex der Einflussgrößen, die von außen auf das Deutsche einwirken, lässt sich mit den Begriffen Globalisierung, weltwirtschaftliche Vereinheitlichung, weltweite Normenangleichung am ehesten paraphrasieren. Das Phänomen wie der Begriff der Globalisierung gewannen seit den späten 1980er Jahren stark an Bedeutung. Eng verflochten ist das Phänomen der Globalisierung – also der dynamisch wachsenden Vernetzung und Verflechtung in Wirtschaft, Politik, Kultur und Kommunikation zwischen Individuen, Gesellschaften, Institutionen und Staaten – mit dem kommunikationstechnischen Quantensprung, den das World Wide Web markiert. Seit Beginn der 1990er Jahre wirkt das Internet als wesentlicher Katalysator von digitaler Revolution und Globalisierung gleichermaßen.

Beide weltweiten Prozesse sind stark von der Leit- und Weltsprache Englisch bestimmt. Diesen Prozessen folgend, wandern heute – meist englische – Worte auch nicht einfach in die deutsche Sprach- und Sprechkultur ein. Die vielen englischen Lehnworte gerade innerhalb der zeitgenössischen Wirtschafts- und Techniksprache im deutschsprachigen Raum stehen in der Regel klar im Kontext einer ökonomischen Effizienz-Rechnung. Diese Effizienz fordert und erzwingt Vereinheitlichung auf Kosten der Vielfalt. Was weltweit tätige Konzerne vorgelebt haben, wird diesbezüglich bis heute branchenübergreifend in jeweilig kleinere ökonomische Einheiten hinein nachvollzogen. So geben sich Compliance-Verpflichtungen heute bereits regional tätige Unternehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Einführung in die demografische und soziokulturelle Situation des Bezirks Neukölln als Schauplatz der Untersuchung.

2. Einleitung: „My Back & Coffee“ – Blick auf Zusammenhänge zwischen Umgangssprache, Werbesprache, Kiezsprache und Ethnolekt: Darlegung der Forschungsabsicht und der sprachlichen Varietäten, die das betrachtete Werbebeispiel prägen.

3. Methodischer Ansatz dieser Betrachtung: Vorstellung der wissenschaftlichen Vorgehensweise durch Anwendung von Pragmatik, Semantik und Diskurshermeneutik.

4. „My Back & Coffee“: Das Deutsche im Kontext der Globalisierung und der Denglisch-Okkurenz: Analyse der äußeren globalen und inneren psychohistorischen Faktoren, die den Wandel der deutschen Sprache beeinflussen.

5. „My Back & Coffee“: Sprachinnovation als Ausdruck von Trendkommunikation: Untersuchung der spezifischen Werbeformel im Hinblick auf ihre textuellen Eigenschaften, historische Trends wie „to go“ sowie ihre Konformität mit Sprachnormen.

6. Zusammenfassung und Konklusion: Resümee der sprachkritischen Ergebnisse und Bewertung der Werbeformel als dysfunktional im Hinblick auf ihre persuasive Zielsetzung.

Schlüsselwörter

Werbesprache, Anglizismus, Hybridbildung, Denglisch, Sprachkritik, Neukölln, Globalisierung, Kiezdeutsch, Ethnolekt, Diskurshermeneutik, Sprachnormen, Persuasivität, Trendkommunikation, Sprachwandel, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Hausarbeit befasst sich mit einer sprachkritischen Analyse des Schriftzuges „My Back & Coffee“ im Kontext der Berliner Werbesprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung verknüpft Themen wie Globalisierung, soziolinguistische Varietäten (Kiezsprache, Ethnolekt) und die moderne Werbestrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Prüfung, ob die hybride Werbeformel den Ansprüchen an sprachliche Verständlichkeit, Klarheit und Korrektheit genügt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Der Autor nutzt Ansätze der Pragmatik, Semantik sowie der diskurshermeneutischen Analyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die äußeren und inneren Einflussfaktoren auf das moderne Deutsch sowie die spezifische Anwendung von Sprachnormen bei werblichen Neuschöpfungen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Werbesprache, Denglisch, Sprachkritik, Hybridbildung und Sprachnormen sind die zentralen Begriffe.

Warum wird „My Back & Coffee“ als problematisch angesehen?

Die Formel ist semantisch und grammatikalisch nicht eindeutig, was bei potenziellen Kunden zu Irritationen statt zu einer klaren Werbebotschaft führt.

Welche Rolle spielt der Standort Neukölln für die Analyse?

Neukölln dient als paradigmatisches Beispiel für eine moderne Einwanderungsgesellschaft, in der sich verschiedene Sprachstile und Kulturen im öffentlichen Raum durchmischen.

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Details

Title
Anglizismus und Hybridbildung in der Werbesprache. Eine sprach- und diskurskritische Betrachtung
Subtitle
Anhand eines konkreten Beispiels
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft)
Course
Seminar "Sprachkritik"
Grade
2,7
Author
Paul-Hermann Gruner (Author)
Publication Year
2016
Pages
20
Catalog Number
V335953
ISBN (eBook)
9783668256798
ISBN (Book)
9783668256804
Language
German
Tags
Werbesprache Werbung Anglizismen Kommunikation Analyse Sprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul-Hermann Gruner (Author), 2016, Anglizismus und Hybridbildung in der Werbesprache. Eine sprach- und diskurskritische Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335953
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