Investitionsentscheidung und -prozess einer Biogasanlage. Darstellung und Analyse


Projektarbeit, 2015

24 Seiten, Note: 2,70


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Investitionsentscheidung
2.1 Investitionsprozess
2.1.1 Statisches Verfahren
2.1.2 Dynamisches Verfahren
2.2 Finanzierungsmöglichkeiten

3 Funktionsweise einer Biogasanlage

4 Investitionsprozess einer Anlage
4.1 Motivation/Zielsetzung für den Bau einer Anlage
4.2 Investitionsrechnung
4.3 Biogasanlagen als Aktiengesellschaften

5 Schlussbemerkung

Anhang
Anhang 1: Finanzierungsvorgänge nach Herkunft des Kapitals
Anhang 2: Finanzierungsvorgänge nach Rechtsstellung
Anhang 3: Finanzierungsvorgänge nach Fristigkeit
Anhang 4: Investitionsrechnung 150 kw Anlage
Anhang 5: Investitionsrechnung 5 MW Anlage
Anhang 6: Kapitalwertrechnung 150 kw Anlage
Anhang 7: Kapitalwertrechnung 5 MW Anlage

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Beispiel Gewinnvergleichsrechnung
Tabelle 2: Investitionsrechnung (eigene Darstellung)

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Funktionsweise einer Biogasanlage

1 Einleitung

Diese Hausarbeit soll sich im Kern einem wichtigen Thema der Betriebswirtschaftslehre annehmen. Nämlich der Planung und Durchführung einer Investition. Dieses Thema ist insofern von großer Bedeutung, da selbst Großkonzerne sich verkalkulieren können und dann Investitionen, die zuerst die besten Ergebnisse liefern sollten, plötzlich hinter den Erwartungen zurück bleiben oder sogar den ganzen Konzern durch hohe Abschreibungen belasten. Als Beispiel könnte man hier ThyssenKrupp mit Werken in Brasilien nennen, die zunächst zu deutlich niedrigeren Produktionskosten führen sollten dann aber Milliarden an Folgekosten verursachten und den Konzern beinah ruiniert hätten, da bei der Planung bereits gravierende Fehler gemacht wurden.[1] Ein weiteres Beispiel lässt sich auch bei kleineren Unternehmen finden so wie etwa bei SMA, der Hersteller von Wechselrichtern hatte in eine neue Fertigungshalle investiert um übermäßig stark von Photovoltaikboom profitieren zu können. Allerdings war die Profitabilität nur auf Basis von hohen Förderzulagen für die Anlagenbauer gegeben, als die Förderungen dann gekürzt wurde, musste SMA viele Stellen Streichen und Millionen Verluste akzeptieren.[2] Dieses Beispiel verdeutlicht sehr gut, dass Subventionen zwar beachtet werden sollten, aber nicht die Grundlage für eine langfristige Investition sein sollten. Dieser Punkt wird auch in einem späteren Kapitel noch einmal behandelt. Da das Thema Investitionen somit immer noch zu Problemen führen kann soll zunächst in Kapitel 2 erläutert wie eine Investition ablaufen sollte und welche Schritte innerhalb des Unternehmens durchgeführt werden müssen um zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen. In dritten Abschnitt wird dann auf die Funktionsweise von Biogasanlagen eingegangen. Dabei wird einerseits erläutert wie aus der Biomasse Strom und Wärme erzeugt wird und andererseits wird dargestellt, wie liquide Mittel generiert werden. Kapitel 4 wird an Hand von zwei Beispielen prüfen ob und wie profitabel der Betrieb einer Anlage unter aktuellen Bedingungen ist. Im Fazit soll dann zusammengefasst werden für wen und ob sich die Investition in Biogasanlagen noch rentiert oder ob diese Energieform keine Zukunft in Deutschland hat bzw. welchen Beitrag das Biogas zum Energiemix haben kann.

2 Investitionsentscheidung

Bei der Entscheidung ob eine Investition getätigt werden sollte oder nicht hat eine Unternehmung verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Vereinfacht gesagt muss zunächst festgestellt werden in was investiert werden soll, also beispielsweise eine neue Maschine oder eine neue Fabrik. Es wird also beschlossen wofür Kapital verwendet werden soll, dies führt dann zum nächsten wichtigen Punkt nämlich der Frage wie dieses Kapital beschafft oder bereitgestellt werden kann.[3] In Abschnitt 2.1 soll hierbei der Investitionsprozess erläutert werden mit starkem Fokus auf die Investitionsrechnung. Abschnitt 2.2 soll dann auf die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten eingehen, die Unternehmen zur Verfügung stehen.

2.1 Investitionsprozess

Zunächst soll nun erst einmal der Investitionsprozess genauer betrachtet werden. Dieser Prozess besteht dabei aus 3 Schritten. Am Anfang erfolgt die Planung. Im zweiten Schritt folgt die Durchführung und abgeschlossen wird der Prozess von der Kontrollphase. Diese soll sicherstellen, dass Planung und Realität nicht zu stark abweichen bzw. Abweichungen festgestellt und behoben werden können. Die Planung beginnt damit, dass die Unternehmung eine Situation ausmacht, die eine Investition rechtfertigen würde, darauf hin muss festgestellt werden welche Form der Investition am Besten geeignet ist um das erkannte Problem zu beseitigen.[4] Dabei muss sich der Verantwortliche im Unternehmen auch genau überlegen, welche Chancen und Risiken mit der Investition einhergehen, aber auch Faktoren wie die Entwicklung der Konkurrenz, die technische Entwicklung und Nachfrageentwicklung müssen berücksichtigt werden um ein Objekt wählen zu können, dass am Besten für die erwartetet Zukunft passt. Allerdings sollten auch immer Worst-Case Szenarien durchgegangen werden um vorbereitet zu sein und so besser reagieren zu können.[5]

Sobald eine Vorauswahl getroffen wurde können die verbliebenen Objekte genauer betrachtet werden. Dafür wird eine Investitionsrechnung durchgeführt die alle monetären Ab- und Zuflüsse erfassen und so dem Unternehmen aufzeigen soll, welches Objekt die beste Entscheidung für ihre jeweiligen Spezifikationen ist.[6] Zur Berechnung der Vorteilhaftigkeit können zwei Methoden verwendet werden. Dabei ist es wichtig, dass um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten auf alle Objekte die gleiche Methode verwendet wird. Zur Verfügung steht einerseits das statische Verfahren. Dieses bezieht sich nur auf einen Zeitpunkt und geht von einem durchschnittlichen Jahr aus um damit die gesamte Nutzungsperiode darzustellen, es wird also angenommen, dass Zeit kein relevanter Faktor ist. Dieses Verfahren kann sich auf verschiedenen Zielgrößen beziehen, unter anderem Gewinn oder Kosten. Genauer eingegangen wird hier nur auf die Gewinnvergleichsrechnung.[7]

Die dynamische Methode ist dabei deutlich kompliziert, erfasst dafür aber auch alle Zu- und Abflüsse die in den Planungszeitraum fallen und geht dabei auch davon aus, dass gleiche Beträge, sofern sie zu unterschiedlichen Zeiten zu- oder abfließen einen unterschiedlichen Wert darstellen.[8] Bei dieser Methode kann können viele verschiedenen Modelle verwendet werden. Dabei unterscheiden sie sich vor allem darin, dass eine Gruppe mit einem einheitlichen Zinssatz arbeitet und die Anderen mit einem separaten für Objekt und Finanzierung. Um beides abzudecken wird hier die Kapitalwertmethode für den einheitlichen Zinssatz verwendet und die Vermögensendwertmethode für das separate Zinssatzmodell.[9]

2.1.1 Statisches Verfahren

Bei der Gewinnvergleichsrechnung werden anders als bei der Kostenvergleichsrechnung auch die Erlöse mit einbezogen, was den Einsatzbereich dieser Methode deutlich vergrößert, da auch ohne verschiedenen Investitionsobjekte eine Aussage zur Vorteilhaftigkeit getroffen werden kann. Ein Objekt ist Vorteilhaft, sofern es in der betrachteten Periode einen Gewinn erwirtschaftet. Auch ermöglicht die hinzunahmen der Erlöse den Vergleich von Anlagen mit verschiedenen Erlösstrukturen.[10] Verglichen werden bei dieser Methode die Kosten die voraussichtlich durchschnittlich pro Periode anfallen mit den aus der Investition zu erzielenden durchschnittlichen Erträgen.[11] Somit dient das Kostenvergleichsverfahren als Basis und fügt dann nur noch die Umsätze hinzu um die zu erwartenden Jahresgewinne zu vergleichen. Um dies mit einem Beispiel zu erläutern sollen hier zwei Anlagen zu jeweils 10.000€ gekauft werden, beide sollen 10 Jahren laufen und linear abgeschrieben werden. Die Finanzierung erfolgt zu 5% durch eine Bank. Angenommen wird, dass Anlage A 1000 Einheiten fertigt und die andere 1300. Anlage A produziert zu 1€ je Stück und diese können für 3€ verkauft werden, Anlage B dagegen produziert zu 0,95€ und verkauft zu 2,90€ je Stück. Aus Tabelle 1 wird ersichtlich, dass Objekt B die bessere Wahl wäre, obwohl der erwartetet Absatzpreis niedriger liegt. Dies wird jedoch durch die niedrigeren Stückkosten und die höhere Outputmenge kompensiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[12]

Tabelle 1: Beispiel Gewinnvergleichsrechnung

Allerdings deckt dieses Beispiel auch gut die Schwächen der Methode auf, da ein Vergleich nur möglich ist, wenn Nutzungsdauer und Kapitaleinsatz identisch sind, da Ergänzungs- oder Anschlussinvestitionen nicht berücksichtigt werden können, wenn die zuvor genannten Faktoren abweichen. Auch lässt sich aus dem Vergleich der Gewinne noch keine Aussage dazu treffen, welche Anlage den besseren ROI liefert auch werden Opportunitätskosten nicht berücksichtigt.[13]

2.1.2 Dynamisches Verfahren

Da das dynamische Verfahren das kompliziertere, dafür aber auch das aussagekräftigere Modell ist wird in diesem Abschnitt auf zwei Methode eingegangen. Des Weiteren soll auch eine der beiden Methoden im praxisorientierten Kapitel verwendet werden um zu einer fundierten Entscheidung zu gelangen. Als erstes wird nun die Kapitalwertmethode betrachtet. Ein Kapitalwert setzt sich dabei aus allen Ein- und Auszahlungen zusammen. Dabei werden diese Zahlungen mit einem bestimmten Zinssatz verzinst. Es wird dabei ein Kalkulationszinssatz angenommen, der jedem Akteur erlaubt Geld in beliebiger Höhe aufzunehmen oder anzulegen. Somit muss jede Investition diesen Wert übertreffen, da sonst die risikofreie Anlage die bessere Wahl wäre. Durch die auf- bzw. abgezinsten Zahlungen werden die Geldflüsse so angepasst, dass ihr Wert am Tag der Planung bekannt ist.[14] Dies soll nun mit einem kurzen Beispiel erläutert werden. Wenn eine Person eine Zahlung von 10.000€ in 5 Jahren erwartet und einen Zinssatz von 5% annimmt, dann ist dieser Betrag auf den heutigen Zeitpunkt nur 7.835,26€ Wert.[15] Der sich ergebene Betrag kann auch als Barwert bezeichnet werden, und ist als absolut Vorteilhaft anzusehen, sofern er größer als Null. Eine relative Vorteilhaftigkeit ist gegeben sofern der Wert höher ist als der von den alternativen Lösungen. Die gesamte Formel für die Kapitalwert Ermittlung setzt sich wie folgt zusammen[16]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dabei werden alle wichtigen Faktoren wie Preis des Objektes, Verkaufspreise und die Absatzmenge berücksichtigt, allerdings könnten Steuer nicht mit berücksichtigt werden. Nachteilig ist bei dieser Methode, dass immer nur von einem Produkt ausgegangen werden kann, dass immer im vollem Umfang am Markt abgesetzt wird.[17]

Nun soll noch die Vermögensendwertmethode vorgestellt werden. Anders als bei der Kapitalwertmethode wird hier der Wert aller Zahlungen am Ende des Planungszeitraumes betrachtet. Auch wird nicht mehr von einem einheitlichen Zinssatz ausgegangen sondern von abweichenden für die Anlage von Geld und für die Darlehensaufnahme. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer Formel welche die Zuflüsse erfasst und einer Weiteren in der die Abflüsse bzw. die Kosten für die Kapitalbeschaffung erfasst werden.[18]

Als erstes wird der Endwert des Vermögens berechnet: [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]

Darauf folgenden der Vermögensendwert der Finanzierung: [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]

N steht hierbei für Nettozahlungen die entweder positiv oder negativ ausfallen können. Die beiden kleinen Buchstaben h und s stehen in der Formel für die verschiedenen Verzinsungen. T steht für die Endperiode und klein t für die aktuelle Periode.[19] Schlussendlich müssen die beiden Konten noch verrechnet werden um eine Aussage über den Vermögensendwert treffen zu können. Dabei sollte der Endwert des Vermögens positiv sein und das Verbindlichkeitskonto negativ. Eine absolute Vorteilhaftigkeit ist ähnlich wie bei der Kapitalwertmethode gegeben sofern sich ein positiver Betrag ergibt. Beim Vergleich von mehreren Alternativen ist darauf zu achten, dass sofern sich die Nutzungsdauer unterscheidet, der Vermögensendwert zu nächst ganz normal bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit berechnet wird und dann der sich ergebenen Betrag mit dem Habenzinssatz aufgezinst wird bis er die selbe Nutzungsdauer erreicht.[20] Um dies nun noch kurz mit einem Beispiel zu verdeutlichen wird angenommen, dass einen Maschine für 150.000€ gekauft wird, die 5 Jahre laufen soll. Der Darlehenszinssatz beträgt 4%, wohin gegen die Habenverzinsung bei 1% liegt. Es wird angenommen, dass die Anlage am Ende keinen Wert mehr besitz und dass zunächst Einzahlungen von 25.000€ erfolgen diese jährlich um 2.500€ gesteigert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Somit ergibt sich trotz niedriger Marktzinsen ein negativer Vermögensendwert, somit ist dieses Objekt nicht als Investition zu empfehlen, da etwa 30.000€ zu wenig erzielt werden. Bei einer risikofreien Anlage wären immerhin etwa 8.000€ generiert wurden.

Zu beiden Modellen soll hier noch gesagt werden, dass versucht wurde die Komplexität bei der Erläuterung gering zu halten um schnell die wichtigsten Fakten vorzustellen ohne zu sehr ins Detail zu gehen.

2.2 Finanzierungsmöglichkeiten

In diesem Abschnitt soll nun noch kurz die verschiedenen Finanzierungsvarianten vorgestellt werden und auch auf die Instrumente eingegangen werden die in diesen zur Verfügung stehen. Grundsätzlich hat die Finanzierung das Ziel Geldmitte zu beschaffen um einen bestimmten Zweck damit zu erfüllen. Dabei muss immer das unternehmerische Grundziel der Liquiditätssicherung erfüllt sein um die Existenz des Unternehmens zu gewährleisten. Im Endeffekt läuft eine Finanzierung darauf hinaus dass Kapitalgeber (Investoren, Banken und ähnliches) sich mit dem Kapitalnehmer (Unternehmer) auf bestimmte Konditionen einigen und dann Mittel zur Verfügung stellen.[21] Eine Ausnahme bildet dabei die Innenfinanzierung, da bei dieser Methode die Mittel aus betriebsinternen Prozessen generiert werden. Die Innenfinanzierung wird zu den Finanzierungsarten gerechnet. Diese Arten betrachten dabei nur wo die Mittel herkommen (Mittelherkunft im Fokus; siehe Anhang 1). Neben der Herkunft kann auch die Rechtsstellung als Kriterium verwenden werden (Anhang 2). Dabei wird danach unterschieden ob Eigen- oder Fremdkapital aufgenommen wird. Des Weiteren kann nach der Fristigkeit unterschieden werden, also nach der Dauer die das Unternehmen mit den Mitteln arbeiten kann (Anhang 3).[22] Somit gibt es neben der Innenfinanzierung auch noch eine Außenfinanzierung. Diese wird vom Unternehmen genutzt um sich Eigen- oder Fremdkapital zu beschaffen. Da in dieser Arbeit die Investitionsentscheidung im Vordergrund stehen soll wird sich hier vor Allem mit der Beschaffung von Fremdkapital befasst da Eigenkapital einem Unternehmen normalerweise ohne First zur Verfügung gestellt wird. Daher wir es auch nicht verwendet um einzelne Anlagen zu finanzieren sondern eher um große Projekte wie eine Auslandsexpansion durchzuführen oder die finanzielle Situation allgemein zu verbessern.[23] Fremdkapital dagegen kann für jedwede Zwecke verwendet werden, sofern das Unternehmen einen Kapitalgeber findet. Dabei erhält der Kreditgeber eine Zusage dazu, wann das Geld zurückgezahlt wird und wie viele Zinsen gezahlt werden sollen. Normalerweise gehen keine Mitspracherechte mit dieser Finanzierungsform einher. Allerdings kann es sein, dass wenn ein Institut die Mehrheit der Fremdmittel zur Verfügung stellt und dabei auch der Verschuldungsgrad des Unternehmens sehr hoch ist dieses trotzdem in den Ablauf des Unternehmens eingreifen, da er eine starke Position inne hat.[24] Die genaue Unterscheidung zwischen Eigen- und Fremdkapital soll hier aber keine größere Rolle spielen, viel mehr sollen die verschiedenen Formen zur Kapital Beschaffung erläutert werden. Grundlegend kann zwischen Kreditfinanzierung und Einlagenfinanzierung unterschieden werden. Bei der Kreditfinanzierung können sich per Kredit oder Darlehen Mittel von verschiedenen Stellen beschafft werden. Als erstes ist natürlich der Kredit über eine Bank zu nennen, aber es wäre genau so möglich einen Lieferantenkredit oder Kundenkredit zu verwenden. Allerdings sind manche Kredite nur für bestimmte Zwecke zu gebrauchen, da ihre Laufzeit begrenz ist und normalerweise sehr hohe Zinsen anfallen, dies ist etwa bei Lieferantenkredit der Fall. Trotzdem kann er verwendet werden um kurzfristige Engpässe zu überwinden, dabei muss allerdings genau gegengerechnet werden ob nicht ein Kontokorrentkredit günstiger wäre. Als letzter wichtiger Punkt bei der Kreditfinanzierung ist die Laufzeit bzw. die Fristigkeit zu erwähnen, da je nach Verwendungszweck eine längere Laufzeit benötigt wird. Bei Investitionen sollte die Finanzierung jedoch immer langfristig organsiert sein.[25] Die Einlagenfinanzierung beschafft den Unternehmen Mittel die unbefristet zur Verfügung stehen. Je nach Gesellschaftsform handelt es sich dabei um Einlagen der Gesellschafter oder um den Nennwert von ausgegebenen Aktien. Um nun bei einer bereits bestehenden GmbH oder Aktiengesellschaft neue Mittel zu generieren muss bei der GmbH entweder die Einlage durch einen bestehenden Gesellschafter aufgestockt werden oder es müssen neue Gesellschafter in das Unternehmen aufgenommen werden. Bei Aktiengesellschaften kann dies ähnlich vollzogen werden. Dazu muss die Gesellschaft nur eine Kapitalerhöhung in der Hauptversammlung durchsetzen und kann danach in der genehmigten Höhe neue Aktien am Markt platzieren und so die Eigenkapitalbasis stärken.[26] Damit sind die wichtigsten Instrumente erläutert wurde, die einem Unternehmen zur Verfügung stehen um sich Mittel zur Finanzierung von Aktivitäten zu beschaffen. In Kapitel 4 wird allerdings nur die Verwendung von Fremdkapital betrachtet und auch kurz auf die Möglichkeit der Nutzung des Aktienmarktes zur Finanzierung von Tätigkeiten eingegangen.

[...]


[1] Vgl. o.V. (Die versenkten Milliarden), http://www.zeit.de/2012/28/DOS-ThyssenKrupp, S. 1f, 07.05.2015.

[2] Vgl. finanzen.net, (SMA), http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/SMA-Solar-Technology-Ausblick-von-Foerderkuerzung-in-Deutschland-gepraegt-1700633, 07.05.2015.

[3] Vgl. Bieg, H., Kußmaul, H., (Band I: Investition, 2000), S. 8.

[4] Vgl. Bieg, H., Kußmaul, H., (Band I: Investition, 2000), S. 36ff.

[5] Vgl. Götze, U., (Investitionsrechnung, 2005), S. 18f.

[6] Vgl. Bieg, H., Kußmaul, H., (Band I: Investition, 2000), S. 38.

[7] Vgl. Götze, U., (Investitionsrechnung, 2005), S. 50. Die weiteren Verfahren können ebenfalls in Götzes Buch eingesehen werden.

[8] Vgl. Bieg, H., Kußmaul, H., (Band I: Investition, 2000), S. 59 und S. 85ff.

[9] Vgl. Götze, U., (Investitionsrechnung, 2005), S. 69f.

[10] Vgl. Obermeier, T., Gasper, R., (Unternehmensbewertung, 2008), S. 27f.

[11] Vgl. Bieg, H., Kußmaul, H., (Band I: Investition, 2000), S. 59 und S. 69f.

[12] Die Zinskosten werden auf die durchschnittliche Kapitalbindung berechnet, da ein Tilgungsdarlehen verwendet wird.

[13] Vgl. Heesen, B., (Investitionsrechnung für Praktiker, 2012), S. 10.

[14] Vgl. Götze, U., (Investitionsrechnung, 2005), S. 71.

[15] Verwendete Formel: KW=10.000€*1,05-5

[16] Die Formel und Erläuterungen wurde dem Werk von Götze, U., (Investitionsrechnung, 2005), S.72f entnommen.

[17] Vgl. Götze, U., (Investitionsrechnung, 2005), S.72.

[18] Vgl. Bieg, H., Kußmaul, H., (Band I: Investition, 2000), S. 142f.

[19] Die Formel und Erläutern wurde dem Werk von Götze, U., (Investitionsrechnung, 2005), S.110ff entnommen.

[20] Vgl. Götze, U., (Investitionsrechnung, 2005), S.113.

[21] Vgl. Bieg, H., Kußmaul, H., (Band II: Finanzierung, 2000), S. 21ff.

[22] Vgl. Bieg, H., Kußmaul, H., (Band II: Finanzierung, 2000), S. 34f, 37f, und 41f.

[23] Vgl. Bieg, H., Kußmaul, H., (Band III: Finanzwirtschaftliche Entscheidungen, 2000), S. 72.

[24] Vgl. Bieg, H., Kußmaul, H., (Band II: Finanzierung, 2000), S. 193f.

[25] Vgl. Bieg, H., Kußmaul, H., (Band II: Finanzierung, 2000), S. 200ff.

[26] Vgl. Bieg, H., Kußmaul, H., (Band III: Finanzwirtschaftliche Entscheidungen, 2000), S. 73.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Investitionsentscheidung und -prozess einer Biogasanlage. Darstellung und Analyse
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen
Note
2,70
Autor
Jahr
2015
Seiten
24
Katalognummer
V336131
ISBN (eBook)
9783668257610
ISBN (Buch)
9783668257627
Dateigröße
1022 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Investition, Biogas, Erneuerbare Energien, Investitionsrechnung, Statisches Verfahren, Dynamisches Verfahren, Finanzierung, Landwirtschaft
Arbeit zitieren
Frederik Küster (Autor), 2015, Investitionsentscheidung und -prozess einer Biogasanlage. Darstellung und Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336131

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