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Ernährungserziehung in der Grundschule

Title: Ernährungserziehung in der Grundschule

Examination Thesis , 2004 , 99 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anja Winterstein (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Summary Excerpt Details

Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das Thema Ernährung im Unterricht und in der Schule umgesetzt werden kann. Zunächst ist es jedoch, nach einer Erläuterung grundlegender Begriffe, notwendig, sich im dritten Kapitel mit der aktuellen Ausgangssituation zu beschäftigen. Da im Moment bereits jedes fünfte Kind in Deutschland ist
übergewichtig ist, ist die Lage sehr ernst. Dies zeigt auch die starke Verbreitung von Adipositas bei unsere Kindern und Jugendlichen. Sie wird auch zum Problem von Morgen und ist deshalb sehr wichtig für die heutige Wissenschaft und Forschung. Im vierten Kapitel soll dieses Phänomen thematisiert werden. Im anschließenden fünften Kapitel werde ich dann darstellen, wie eine gesunde und ausgewogene Ernährung heute aussehen sollte. Ich werde mich hierbei zum größten Teil an den Richtwerten und Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren. Diese Thematik wird dann zum Teil im nächsten Punkt aufgegriffen und fortgesetzt. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung beschäftigt sich seit langer Zeit mit der Ernährung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen. Durch die DONALD-Studie konnten viele Erkenntnisse gesammelt werden. Außerdem entwickelte es eine kindgerechte Ernährung, die auch in Bildungseinrichtungen verwirklicht werden kann. All dies wird Gegenstand des sechsten Kapitels sein. Abschließend werde ich mich konkret mit dem Thema „Ernährung in der Schule“ beschäftigen. Welche Projekte gibt es, die sich bereits die Ernährungserziehung zum Ziel gemacht haben? Was kann die Ganztagsschule leisten? Und wie können Lehrkräfte durch ihren Unterricht der Gesundheitserziehung dienen? Diese Fragen werde ich versuchen im letzten Kapitel zu beantworten. Die Aspekte „Bewegung“, „Lehrerfort- und ausbildung“, sowie „Essstörungen“ habe ich aufgrund der Begrenztheit der Hausarbeit nicht weiter ausgeführt. Auch das REVIS-Programm und seine Studien hätte ich gerne thematisiert. Leider waren nicht genügend verwertbare Informationen recherchierbar. Ebenso ist die Internetseite der Forschungsgruppe erst noch im Aufbau. Die vorliegende Hausarbeit soll ein Beitrag dazu sein, die ernährungsbedingten Probleme unserer Kinder und Jugendlichen und deren Ausmaß bewusst zu machen. Sie soll aber auch Lösungsansätze zeigen und Hoffnung und Mut für die Zukunft geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klärung grundlegender Begriffe

2.1. Essen und Ernähren. Zwei Wörter, ein Sinn?

2.2. Maßnahmen zur Verbesserung des Essverhaltens

2.3. Gesundheit und Krankheit

3. Zur aktuellen Situation

3.1. Allgemeine Ernährungssituation

3.1.1. Ursachen

3.1.2. Folgen

3.1.3. Das Kind als Ziel der Werbung und Industrie

3.2. Ernährung in der Schule. Ein Forschungsprojekt des BMVEL.

3.2.1. Grundlagen des Forschungsprojektes

3.2.2. Untersuchungsergebnisse

3.2.3. Abschließende Forderungen der Studie

4. Adipositas

4.1. Allgemeine Beschreibung des Krankheitsbildes

4.2. Adipositas bei Kindern und Jugendlichen

4.3. Ursachen

4.4. präventive Maßnahmen

4.5. Behandlung

4.5.1. Pharmakotherapie und Chirurgie

4.5.2. Diäten

4.5.3. Sport

4.5.4. Verhaltenstrainings

4.5.5. Multimodale Interventionsprogramme

4.6. Ausblick

5. Empfehlungen zur Ernährung heute

5.1. Die Nährstoffe

5.1.1. Kohlenhydrate

5.1.2. Eiweiße

5.1.3. Fette

5.1.4. Vitamine

5.1.5. Mineralstoffe und Spurenelemente

5.1.6. Ballaststoffe und Wasser

5.1.7. Die Versorgungslage

5.2. Der Ernährungskreis

5.2.1. Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln

5.2.2. Gemüse und Hülsenfrüchte

5.2.3. Obst

5.2.4. Getränke

5.2.5. Milch und Milchprodukte

5.2.6. Fleisch, Wurst, Fisch, und Eier

5.2.7. Fette und Öle

5.3. Die Ernährungspyramide

5.4. Die 10 Regeln der DEG

5.5. Vegetarische Ernährung von Kindern

6. Die DONALD-Studie

6.1. Allgemeines

6.2. Ergebnisse

6.3. Die optimierte Mischkost „optimiX“

6.3.1. Die Nährstoffzufuhr

6.3.2. Die Mahlzeiten

6.3.3. Die Lebensmittelauswahl

6.4. Perspektiven

7. Ernährung in der Schule

7.1. Die gesundheitsfördernde Schule

7.2. Projekte zur Gesundheitsförderung

7.2.1. Das Projekt „primakids“ in Hamburger Grundschulen.

7.2.1.1. Die Studie

7.2.1.2. Die Interventionsgruppen

7.2.1.3. Organisatorische Interventionen

7.2.2. Klasse2000

7.2.2.1. Ziele und Konzept

7.2.2.2. Finanzierung

7.2.2.3. Evaluation

7.2.3. Moby Dick

7.2.3.1. Das Konzept

7.2.3.2. Ergebnisse nach einem Jahr „Moby Dick“

7.3. Was kann Schule sonst leisten?

7.3.1. Gemeinschaftsverpflegung in der Ganztagsschule

7.3.2. Das Schulfrühstück- ein Beitrag zum Ernährungslernen!

7.3.2.1. Die Bedeutung des Frühstücks

7.3.2.2. Zur praktischen Durchführung

7.4. Ernährung als Thema im Unterricht

7.4.1. Das europäische Kerncurriculum der Ernährungsbildung

7.4.2. Ein Unterrichtsvorschlag- „Früchte, Säfte und Nektare“

7.4.2.1. Experiment- Vitamin C-Nachweis

7.4.2.2. Experiment- Apfel oder Birne

7.4.2.3. Weitere Experimentiermöglichkeiten

7.5. Zusammenarbeit mit den Eltern

8. Schlussbetrachtung

9. Bibliographie

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz der Ernährungserziehung in der Grundschule als Teil einer gesundheitsfördernden Schule. Ziel ist es, auf Basis einer Literaturübersicht aufzuzeigen, wie Ernährungsbildung effektiv im Unterricht und Schulalltag integriert werden kann, um zivilisationsbedingten Krankheiten wie Adipositas bei Kindern entgegenzuwirken.

  • Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
  • Medizinische und soziale Aspekte von Adipositas bei Kindern
  • Wissenschaftlich begründete Empfehlungen zur Ernährung von Kindern
  • Evaluierung von Projekten zur Gesundheitsförderung in Schulen
  • Methodische Ansätze zur praktischen Umsetzung von Ernährungserziehung

Auszug aus dem Buch

Essen und Ernähren. Zwei Wörter, ein Sinn?

Essen und Ernähren. Diese beiden Wörter werden im alltäglichen Sprachgebrauch oft synonym verwendet. Auch in der Wissenschaft kommt dies des Öfteren vor. Ines Heindl (1993, S.24) weist darauf hin, dass es durchaus helfen kann, sich mit diesen Begriffen genauer zu beschäftigen und sie dann mit der jeweiligen Bedeutung entsprechend einzusetzen.

Am Lebensanfang steht für den Menschen stets das Ernähren. Es ist für uns lebensnotwendig. Durch das Stillen der Mutter, wird diese zur Nährenden, während das Kind ernährt wird. Bei der Ernährung geht es also immer um Lebenserhalt, Wachstum und Entwicklung. Wird der Säugling nicht mehr gestillt, entwickelt sich zunehmend das selbsttätige Essen. Das Kleinkind beginnt, mit viel Neugier, Mut, aber auch Vertrauen, das Essen zu entdecken. Es lernt hierbei alles kennen, was ihm von seiner Umgebung und Umwelt angeboten wird. Auch das Phänomen, dass Kleinkinder erstmal alles in den Mund stecken, gehört hierzu.

Essen ist also eigenaktiv, während Ernähren eher passiv zu sehen ist. Aus dieser Unterscheidung lässt sich schließen, dass für eine ernährungsbezogene Gesundheitsbildung die „Förderung und Stärkung der selbstbestimmten Entscheidungsfähigkeit des Menschen in den Mittelpunkt“ (Heindl, 1993, S. 24) rücken muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Relevanz des Themas Ernährung vor dem Hintergrund zunehmender Zivilisationskrankheiten bei Kindern.

2. Klärung grundlegender Begriffe: Differenzierung zwischen den Begriffen Essen, Ernähren sowie verschiedenen pädagogischen Maßnahmen wie Ernährungsaufklärung und -beratung.

3. Zur aktuellen Situation: Analyse der ernährungsbedingten Problematik deutscher Kinder sowie Vorstellung einer BMVEL-Studie zur Situation in Schulen.

4. Adipositas: Krankheitsbild, Ursachen, Prävention und Behandlungsformen von Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen.

5. Empfehlungen zur Ernährung heute: Vermittlung wissenschaftlicher Grundlagen zur Nährstoffzufuhr, Verwendung des Ernährungskreises und der Ernährungspyramide sowie vegetarische Ernährungsweisen.

6. Die DONALD-Studie: Vorstellung der DONALD-Studie und des darauf basierenden Konzepts der optimierten Mischkost "optimiX".

7. Ernährung in der Schule: Strategien der Gesundheitsförderung durch schulische Projekte, Gemeinschaftsverpflegung und Einbindung der Ernährungsthematik in den Unterricht.

8. Schlussbetrachtung: Fazit zur notwendigen Verankerung von Gesundheitsförderung als Bildungsauftrag an Schulen.

Schlüsselwörter

Ernährungserziehung, Grundschule, Adipositas, Gesundheitsförderung, Ernährungsbildung, Schulkultur, Prävention, Kinderernährung, DONALD-Studie, optimiX, Schulfrühstück, Ernährungsberatung, Essverhalten, Nährstoffzufuhr, Ernährungsweise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Bedeutung von Ernährungserziehung im schulischen Kontext, insbesondere in Grundschulen, und dient als Literaturübersicht zum Umgang mit ernährungsbedingten Problemen bei Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der aktuellen Ernährungssituation, der Prävention von Adipositas, wissenschaftlich fundierten Ernährungsempfehlungen und der praktischen Umsetzung von Gesundheitsprojekten in Schulen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Möglichkeiten und Strategien aufzuzeigen, wie Schulen ihren Erziehungsauftrag im Bereich der Gesundheits- und Ernährungsbildung aktiv und nachhaltig wahrnehmen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturübersicht, in der aktuelle Studien und Modelle wie die DONALD-Studie oder das Konzept "optimiX" sowie Ansätze der Gesundheitsförderung analysiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, eine Analyse der aktuellen Situation, eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Thema Adipositas sowie Ernährungsempfehlungen und konkrete schulische Praxisvorschläge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ernährungserziehung, Adipositasprävention, Gesundheitsförderung und schulische Ernährungsbildung bestimmt.

Wie wird das "optimiX"-Konzept in der Arbeit bewertet?

Das optimiX-Konzept wird als ein wissenschaftlich fundiertes, praxisnahes Modell hervorgehoben, das Kindern und Familien hilft, eine ausgewogene Mischkost umzusetzen, ohne strikte Verbote aufzustellen.

Warum ist die Einbeziehung der Eltern so wichtig?

Eltern spielen die zentrale Rolle bei der Festigung von Ernährungsgewohnheiten; eine Kooperation zwischen Schule und Elternhaus ist essenziell, um nachhaltige Einstellungsänderungen bei den Kindern zu erreichen.

Excerpt out of 99 pages  - scroll top

Details

Title
Ernährungserziehung in der Grundschule
College
University of Lüneburg
Grade
2
Author
Anja Winterstein (Author)
Publication Year
2004
Pages
99
Catalog Number
V33613
ISBN (eBook)
9783638340489
Language
German
Tags
Gesundheit Schule Beispiel Ernährungserziehung Grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Winterstein (Author), 2004, Ernährungserziehung in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33613
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