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Berufsethische Standards und Leitbilder der Sozialen Arbeit. Prinzipien, Nutzen, hilfreiche Orientierung

Title: Berufsethische Standards und Leitbilder der 
Sozialen Arbeit. Prinzipien, Nutzen, hilfreiche Orientierung

Term Paper , 2015 , 16 Pages

Autor:in: Sebastian Arnold (Author)

Social Work
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Der Text bespricht Soziale Arbeit als Profession an sich. Dabei geht der Autor auf die Diskussion um Soziale Arbeit als Berufsfeld ein und reißt auch kurz die ethischen Aspekte der sozialen Arbeit an.

Begonnen hat die Debatte um die Professionalisierung der Sozialen Arbeit lange nach der Berufsgründung durch Alice Salomon mit der Verlagerung der Ausbildung von Fachschulen an Hochschulen und die damit verbundene Frage, ob Soziale Arbeit ein Beruf oder eine Profession sei. So begann eine kontraproduktive Entwicklung in der Debatte um die Professionalisierung der Sozialen Arbeit.

In diesem Zusammenhang traten die Probleme auf, und es entstand der Eindruck Soziale Arbeit sei eine Semi-Profession, da es keine klare Domäne nur für Lernende der Sozialen Arbeit gibt. Viele andere Berufsbilder arbeiten in diesem Bereich zusammen (Sozialarbeiter, Erzieher, Diplom Pädagogen, Psychologen, Laien etc.), dadurch ergibt sich auch, dass aufgrund desselben Arbeitsgebietes, ähnliche Methoden und eine ähnliche Fachsprache genutzt wird. Außerdem bedient sich die Soziale Arbeit nicht eines eigenen Wissensbestands, sondern bedient sich der Human- und Sozialwissenschaften.

Ebenfalls die häufig eingesetzten Laien, die ehrenamtlich in Aufgaben der Sozialen Arbeit tätig sind, machen einen Professionsanspruch fragwürdig und streichen die Semi-Profession. Unter anderem dadurch wird der Eindruck vermittelt ‚das kann doch jeder‘. Oft zweifeln auch die Fachkräfte selbst und nicht nur die (wissenschaftliche) Gesellschaft. Geschürt wird dieser Gedanke der Debatte dadurch, dass Soziale Arbeit aus der gesellschaftlichen Anerkennung von individuellen Problem- und Notlagen der Menschen entstanden ist und ein Rechtsanspruch auf Hilfen installiert wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Soziale Arbeit, eine Profession?!

2. Ethik in der Sozialen Arbeit

2.1 Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e. V.

2.2 Berufsethische Prinzipien des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit

2.3 Orientierungshilfe und Nutzen der berufsethischen Prinzipien

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Berufsethik und Standards in der Sozialen Arbeit, um deren Beitrag zur Qualitätssicherung und als Orientierungshilfe für Fachkräfte zu beleuchten, wobei insbesondere die Rolle des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e. V. (DBSH) analysiert wird.

  • Professionalisierungsdebatte in der Sozialen Arbeit
  • Ethik und Berufsethik als Grundlage professionellen Handelns
  • Struktur und Inhalt der berufsethischen Prinzipien des DBSH
  • Nutzen und Funktion ethischer Richtlinien für die Praxis
  • Doppeltes Mandat und Qualitätssicherung in der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.3 Orientierungshilfe und Nutzen der berufsethischen Prinzipien

Wie bereits erwähnt, sind die berufsethischen Prinzipien Verhaltensregeln für die praktische Arbeit eines Sozialarbeiters.

Diese bieten ihm und seinen Klienten Orientierung. Sozialarbeiter dringen in die Intimsphäre von Menschen, Familien oder weiteren ganzen Systemen ein. Dabei müssen sie die Aufgabe erfüllen, den Klienten zu vertreten, seine Angelegenheiten zu verwalten. Gleichzeitig sollen sie wirtschaftlich arbeiten, sehen sich dabei aber schlechten wirtschaftlichen Bedingungen gegenüber. Auf der einen Seite müssen sie den Klienten vertreten, auf der anderen Seite sollen sie jedoch auch kontrollieren, ob Auflagen eingehalten werden, weitere Dienste in Anspruch genommen werden müssen oder der Bedarf überhaupt noch besteht. Dies alles bezeichnet das bereits häufig erwähnte doppelte Mandat der Sozialen Arbeit. Die Grundlage für diese Aufgabe findet sich in den Grundsätzen des beruflichen Handelns der berufsethischen Prinzipien wieder.

Generell helfen die berufsethischen Prinzipien, die Aufgaben und den Nutzen der Sozialen Arbeit zu definieren. Sie geben Einblick in die verschiedenen Aufgabenbereiche und aus ihnen lassen sich verschiedene gesetzliche Regelungen, wie den Datenschutz, aber auch konkretes methodische Vorgehen, wie beispielsweise die Netzwerkarbeit, ableiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Soziale Arbeit, eine Profession?!: Dieses Kapitel erläutert die historische und aktuelle Professionalisierungsdebatte und diskutiert den Status der Sozialen Arbeit sowie die damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich Identität und Wissensbasis.

2. Ethik in der Sozialen Arbeit: Hier werden die Rolle der Berufsethik, der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) und die spezifischen berufsethischen Prinzipien als Grundlage für professionelles Handeln und Qualitätssicherung vorgestellt.

2.1 Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e. V.: Dieser Abschnitt beleuchtet die Geschichte, die Ziele und die Funktion des DBSH als Interessensvertretung und Herausgeber ethischer Richtlinien.

2.2 Berufsethische Prinzipien des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit: Das Kapitel detailliert die verbindlichen ethischen Richtlinien, ihre Herleitung aus internationalen Standards und deren Bedeutung für das berufliche Verhalten.

2.3 Orientierungshilfe und Nutzen der berufsethischen Prinzipien: Zusammenfassung des praktischen Nutzens der Prinzipien als Orientierung für Fachkräfte, zur Qualitätssicherung und zur Identitätsstiftung im Berufsstand.

3. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der ethischen Prinzipien als notwendiges Element für Fachlichkeit und fordert eine intensivere Implementierung in Ausbildung und Praxis.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Profession, Berufsethik, DBSH, Berufsethische Prinzipien, Qualitätssicherung, Fachlichkeit, Doppeltes Mandat, Orientierungshilfe, Klienten, Sozialarbeitswissenschaft, Professionalisierung, Menschenrechte, Handlungsanweisungen, Praxisreflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Relevanz und Funktion berufsethischer Standards innerhalb der Sozialen Arbeit, insbesondere unter Bezugnahme auf die Prinzipien des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e. V. (DBSH).

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Professionalisierungsdebatte, der Definition von Ethik in der Sozialen Arbeit und der praktischen Anwendung berufsethischer Richtlinien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie berufsethische Prinzipien als Orientierungshilfe, Schutzinstrument und Standard zur Qualitätssicherung für Sozialarbeiter fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur zur Professionalisierung sowie einer inhaltlichen Analyse der vom DBSH veröffentlichten Dokumente zu ethischen Prinzipien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung des Berufsstandes, stellt den DBSH vor und erläutert die konkreten Inhalte sowie den Nutzen der berufsethischen Prinzipien für die tägliche Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Berufsethik, Professionalisierung, Qualitätssicherung, DBSH und das doppelte Mandat.

Welchen Stellenwert nimmt der Datenschutz in den ethischen Prinzipien ein?

Der Datenschutz ist explizit als Verpflichtung geregelt, wobei Ausnahmen für gesetzlich notwendige Fälle definiert sind, um beispielsweise das Kindeswohl zu schützen.

Wie unterscheidet die Arbeit den Begriff der Berufsethik von der allgemeinen Ethik?

Die Arbeit definiert Berufsethik als eine aus der allgemeinen Ethik abgeleitete, praxisorientierte Form, die konkrete Verhaltensregeln für den Berufsalltag der Sozialarbeiter festlegt.

Welche Forderungen stellt die Autorin im Fazit?

Es wird gefordert, die berufsethischen Prinzipien verpflichtender zu gestalten, Überprüfungselemente einzuführen und die Auseinandersetzung damit bereits intensiv in die Ausbildung zu integrieren.

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Details

Title
Berufsethische Standards und Leitbilder der Sozialen Arbeit. Prinzipien, Nutzen, hilfreiche Orientierung
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Author
Sebastian Arnold (Author)
Publication Year
2015
Pages
16
Catalog Number
V336187
ISBN (eBook)
9783668260030
ISBN (Book)
9783668260047
Language
German
Tags
Soziale Arbeit Leitbilder der Sozialen Arbeit Berufsethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Arnold (Author), 2015, Berufsethische Standards und Leitbilder der Sozialen Arbeit. Prinzipien, Nutzen, hilfreiche Orientierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336187
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