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Lehrwerkanalyse anhand ausgewählter Kriterien

Titel: Lehrwerkanalyse anhand ausgewählter Kriterien

Seminararbeit , 2014 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: M. A. Melanie Zell (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das Lehrwerk „Schritte 2“ hinsichtlich ausgewählter Kriterien zu analysieren. Dabei liefern die Kriterien einen Anhaltspunkt, ob das Lehrwerk hinsichtlich gewisser Aspekte nach persönlichem Ermessen für eine bestimmte Gruppe von LernerInnen von Deutsch als Fremdsprache geeignet ist oder dessen Verwendung vermieden werden muss bzw. nur ausgewählte Teile im Unterricht zum Zuge kommen.

Nach einer allgemeinen Einleitung in das zu behandelnde Werk, werden die aus der Literatur nach eigenem Interesse ausgewählten Kriterien zur Analyse des o. g. Lehrwerks vorgestellt. Ausgangspunkt für die Lehrwerkanalyse bilden dabei Illustrationen sowie die Bildlichkeit. Vanyek wird nämlich zugestimmt, dass Bildern innerhalb der Landeskundedidaktik eine Entdeckungsfunktion zukommen. Bilder wecken somit das Interesse der LernerInnen. Sie entscheiden über den ersten Eindruck einer Lektion bzw. Übung und werden vor dem näheren Betrachten des Textes wahrgenommen.

Das führt zu der folgenden konkreten Fragestellung dieser Arbeit: Wie müssen Bilder in Lehrwerken ausgewählt werden, um hinsichtlich der Vermittlung von Landeskunde im Fremdsprachenunterricht geeignet zu sein? Lehrkräfte benötigen Kenntnis darüber, welche Bilder in Lehrwerken oder aus anderen Quellen wie dem Internet in der Fülle der Auswahl speziell für ihre Lernergruppe für bestimmte Lernziele sinnvoll eingesetzt werden können. Um diese Entscheidung für die Auswahl bestimmter Bilder und damit Lehrwerke zu erleichtern, werden im Verlauf dieser Arbeit die einzelnen Kriterien der Analyse erläutert. Im Anschluss an den Hauptteil der Arbeit – die Analyse des Lehrwerks hinsichtlich der vorgestellten Kriterien – wird ein eigenes Fazit zu dem Lehrwerk und den Kriterien gezogen. Dabei wird zu der zentralen Fragestellung, wie Bilder in Lehrwerken ausgewählt werden müssen, um hinsichtlich der Vermittlung von Landeskunde im Fremdsprachenunterricht geeignet zu sein, Stellung genommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Schritte 2 – Einführung in das Lehrwerk

2. Kriterien zur Beurteilung des Lehrwerks

2.1 Ausgangspunkt Illustrationen bzw. Bildlichkeit

2.2 Einzelne Kriterien

2.2.1 Zielgruppe

2.2.2 Funktionalität

2.2.3 Perspektive

2.2.4 Regionale Vielfalt

2.2.5 Stereotype

2.2.6 Interkulturalität

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Lehrwerk „Schritte 2“ hinsichtlich seiner landeskundlichen Vermittlung und analysiert dabei insbesondere die Rolle von Illustrationen und Bildlichkeit. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie Bilder in Lehrwerken gestaltet sein müssen, um eine authentische, differenzierte und für die Zielgruppe angemessene Vermittlung von Landeskunde im Fremdsprachenunterricht zu gewährleisten.

  • Analyse der landeskundlichen Eignung von Lehrwerksillustrationen
  • Bewertung von Authentizität und Realitätsbezug in Lehrwerkmedien
  • Untersuchung des Umgangs mit kulturellen Stereotypen
  • Kritische Reflexion der Perspektive (Ethnozentrismus vs. Interkulturalität)
  • Ableitung von Kriterien für eine effektive landeskundliche Didaktik

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Zielgruppe

Erstes ausgewähltes Kriterium ist die Zielgruppe. Die Passung des Lehrwerks an die Zielgruppe ist zentral. Sprechen die Bilder die Zielgruppe – erwachsene Lerner der Grundstufe im Inland – an (vgl. Meijer et al. 1998, S. 25)? Um eine Binnendifferenzierung zu erreichen, muss das Lehrwerk darüber hinaus – damit alle Interessen der LernerInnen in der heterogenen Lernlandschaft aufgegriffen werden – variationsreiche Bilder vorweisen. Schon auf dem Klappenbild werden verschiedene Situationen und Personenkonstellationen aus den unterschiedlichen Lektionen gezeigt: Ein Arztbesuch und ein Behördengang mit einem Kind u. a. Diese Situationen gehören zur „Erlebnis- und Erfahrungswelt“ (Meijer et al. 1998, S. 25) der LernerInnen und spiegeln die Alltagskultur in Deutschland wider. Somit erwecken sie Interesse, da man sich leicht in die Situation hineinversetzen kann. Auffällig ist, dass wenn Kinder abgebildet sind, sie ausschließlich mit Erwachsenen zu sehen sind und nicht alleine untereinander. Bei einem Lehrwerk für jüngere LernerInnen würde man demgegenüber vor allem Bilder von spielenden Kindern erwarten. Hier sind jedoch in den Hauptrollen durchgängig Niko und Familie Schneider (mit der Tochter Sara) zu sehen. Niko nimmt mit Abstand den größten Raum an Bildern ein. Den Anfang jeder Lektion bildet eine Bilderabfolge in Fotos, die jeweils eine reale Situation abbilden soll. Vor der bzw. die LernerIn in die Lektion einsteigt, kennt er bzw. sie somit schon den Rahmen des Geschehens.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel definiert den Begriff Landeskunde als Sammelbegriff und führt in die theoretische Basis sowie die Zielsetzung der Lehrwerkanalyse ein.

1. Schritte 2 – Einführung in das Lehrwerk: Es wird das Lehrwerk „Schritte 2“ vorgestellt, seine Konzeption für erwachsene Lerner erläutert und die strukturelle Einteilung in sieben Themenlektionen beschrieben.

2. Kriterien zur Beurteilung des Lehrwerks: Dieser Abschnitt legt den theoretischen Rahmen der Analyse fest, wobei der Fokus auf dem Einsatz von Illustrationen und deren didaktischer Funktion liegt.

2.1 Ausgangspunkt Illustrationen bzw. Bildlichkeit: Hier wird die Bedeutung von Bildern als Entdeckungsinstrument für Landeskunde thematisiert und zwischen verschiedenen Bildtypen unterschieden.

2.2 Einzelne Kriterien: Dieses Kapitel prüft das Lehrwerk anhand spezifischer didaktischer Kriterien wie Zielgruppenorientierung, Funktionalität, Perspektive, Regionalität, Stereotypisierung und interkultureller Kompetenz.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und kritisiert die ethnozentristische Perspektive des Lehrwerks, während es gleichzeitig die Rolle der Lehrkraft bei der Reflexionsarbeit betont.

Schlüsselwörter

Landeskunde, Fremdsprachenunterricht, Lehrwerkanalyse, Bilddidaktik, Alltagskultur, Interkulturalität, Schritte 2, Stereotype, Authentizität, Ethnozentrismus, Fremdverstehen, Lehrwerkgestaltung, Zielgruppenorientierung, Deutsch als Fremdsprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Lehrwerk „Schritte 2“ kritisch im Hinblick auf seine landeskundlichen Inhalte und die Eignung seiner Illustrationen für den Deutschunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Rolle von Bildlichkeit in der Landeskundedidaktik, die Darstellung der Alltagskultur und der Umgang mit kulturellen Stereotypen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Kriterien für eine effektive Auswahl und Gestaltung von Bildern in Lehrwerken zu entwickeln, die eine realistische Vermittlung von Landeskunde unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine kriteriengestützte Analyse, wobei sie sich auf Fachliteratur (z. B. Vanyek, Meijer et al.) stützt, um das Lehrwerk auf didaktische Qualität zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Lehrwerks sowie die detaillierte Untersuchung nach Kriterien wie Zielgruppeneignung, Funktionalität, Perspektive, regionale Vielfalt und Interkulturalität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Landeskunde, Lehrwerkanalyse, Bilddidaktik, Interkulturalität und Alltagskultur.

Warum kritisiert die Autorin die "ethnozentristische Perspektive"?

Sie kritisiert, dass das Lehrwerk fast ausschließlich die deutsche Sichtweise und Kultur darstellt, ohne die Eigenkulturen der Lernenden oder deren Reflexionsprozesse ausreichend einzubeziehen.

Welche Rolle spielen die Bilder von „Niko“ im Lehrwerk laut der Analyse?

Niko fungiert als zentrale Identifikationsfigur, nimmt aber sehr viel Raum ein, was die Darstellung anderer Lebensrealitäten und Personenkonstellationen einschränkt.

Welche Empfehlung gibt die Autorin für den Einsatz des Lehrwerks?

Sie empfiehlt den Einsatz von Ergänzungsmaterialien, um die Defizite in der interkulturellen Reflexion und der Thematisierung von Stereotypen auszugleichen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lehrwerkanalyse anhand ausgewählter Kriterien
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
1,0
Autor
M. A. Melanie Zell (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V336359
ISBN (eBook)
9783668264236
ISBN (Buch)
9783668264243
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsch als Fremdsprach DAF Lehrwerke Fremdsprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. A. Melanie Zell (Autor:in), 2014, Lehrwerkanalyse anhand ausgewählter Kriterien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336359
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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