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Unterrichten. Eine allgemeine Einführung

Titel: Unterrichten. Eine allgemeine Einführung

Ausarbeitung , 2014 , 15 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: M. A. Melanie Zell (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bevor über das Unterrichten näher gesprochen werden kann, muss aus dem Begriffs-Wirrwarr von Unterrichten, Lehren und Instruktion eine Arbeitsdefinition von Unterricht(en) erörtert werden. Da auf das Unterrichten jeweils die pädagogischen Grundorientierungen der Lehrpersonen einwirken, werden die zwei Extrempositionen anschließend knapp skizziert.

Nachdem in dieser allgemeinen Einführung zum Unterrichten auf die pädagogischen Grundorientierungen von Lehrkräften eingegangen wurde, beschäftigt sich diese Arbeit im Hauptteil mit den sogenannten Subjektiven Theorien. Die Subjektiven Theorien (ST), die jeder Mensch im Kopf hat, sind nämlich somit Grundlage der pädagogischen Grundorientierungen von LehrerInnen. Deshalb will sich diese Arbeit nach einer Definition von ST und dem Aufzeigen des Rahmens damit beschäftigen, welche Funktionen ST haben und wie sie innerhalb des zweiphasigen Forschungsprozesses erhoben werden können. Schließlich beschreibt die Autorin dieser Arbeit eigene Erfahrungen bei der Erhebung von ST und verweist auf mögliche Probleme.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Überblick zum Thema Unterrichten

1.1 Arbeitsdefinition Unterrichten

1.2 Technologische vs. kognitivistische Position

2. Subjektive Theorien (ST)

2.1 Definition Subjektiver Theorien

2.2 Der Rahmen

2.3 Die Funktionen

2.4 Der Forschungsprozess

2.5 Zwei Struktur-Lege-Verfahren

2.6 Konstanzer Trainingsmodell (KTM) als Beispiel

2.7 Fazit: Eigene Erfahrungen und Gedanken

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Begriff des Unterrichtens auseinander, um eine fundierte Arbeitsdefinition zu entwickeln und die Rolle pädagogischer Grundorientierungen bei der Gestaltung von Lernumgebungen zu beleuchten. Dabei liegt der Fokus auf der Bedeutung Subjektiver Theorien (ST) für das professionelle Handeln von Lehrkräften und der Anwendung spezifischer Struktur-Lege-Verfahren zur deren Erhebung und Modifikation.

  • Begriffsbestimmung von Unterrichten, Lehren und Instruktion
  • Gegenüberstellung technologischer und kognitivistischer Lehrmodelle
  • Funktionsweise und Erhebung Subjektiver Theorien
  • Visualisierung kognitiver Handlungsstrukturen mittels WAL und ILKHA
  • Evaluation des Konstanzer Trainingsmodells (KTM)

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Funktionen

Barth beschreibt in Anlehnung an Dann folgende sechs Funktionen von ST. Diese werden zur besseren Übersicht in einem Schaubild unten (vgl. Abb. 2) dargestellt.

Die Situationsdefinition als eine Funktion ST dient der besseren Orientierung von Menschen in ihrem Alltagsleben (vgl. Barth 2002, S. 38). Sie kann durch der Frage, in welcher Situation ich gerade bin, ausgedrückt werden. Davon ausgehend ist für das Handeln auch eine weitere Funktion ST, die Vorhersage künftiger Ereignisse, wichtig (vgl. ebd.). Das Subjekt wird sich überlegen, dass die Wahl von Handlungsoption A bspw. eine bestimmte Konsequenz nach sich ziehen wird. SuS erwarten z. B. in der Schule eine Strafe, wenn sie den Unterricht stören, sofern die Lehrperson mit Strafen als Form negativer Verstärkung arbeitet. Eine andere ST könnte im genannten Beispiel sein, dass SuS sich die Wahrscheinlichkeit, mit der sie ertappt werden, durchdenken oder sogar bestraft werden wollen, um bspw. andere SuS zu beeindrucken oder Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Neben der erwarteten Zukunft können ST auch für eingetretene Ereignisse nachträglich Erklärungen finden (vgl. ebd.). Diese Erklärungen werden dann in die subjektive Konstruktion der Selbst- und Weltsicht des Individuums eingebettet. In der Lehrerbildung wird immer wieder betont, wie wichtig ein pädagogisches Handlungsrepertoire für schnelles Agieren im Lehrerberuf sei (vgl. Bauer).

Die Funktion der Begründung von Zielen, Normen und Werten enthält ebenso den Aspekt, Handlungsempfehlungen, die von außen kommen, zu kritisieren (vgl. Barth 2002, S. 38). Jeder Mensch besitzt ein gewisses Handlungsrepertoire, das durch weltanschauliche Grundorientierungen und die Umwelt in ihrer Historizität geprägt wird - genauso wie das Unterrichten von LehrerInnen durch ihre pädagogischen Grundorientierungen beeinflusst wird (vgl. Kap. 1.2 d. A.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Überblick zum Thema Unterrichten: Das Kapitel liefert eine Arbeitsdefinition des Begriffs Unterrichten und stellt zwei pädagogische Extrempositionen (technologisch vs. kognitivistisch) gegenüber.

2. Subjektive Theorien (ST): Dieser Hauptteil definiert Subjektive Theorien, erläutert deren Funktionen, beschreibt den zweiphasigen Forschungsprozess sowie Methoden der Strukturvisualisierung und analysiert das Konstanzer Trainingsmodell.

Schlüsselwörter

Unterrichten, Lehren, Pädagogische Grundorientierung, Subjektive Theorien, Alltagstheorien, Handlungssteuerung, Struktur-Lege-Verfahren, WAL, ILKHA, Konstanzer Trainingsmodell, KTM, Kommunikative Validierung, Realitätsadäquanz, Reflexion, Handlungsrepertoire

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Begriff des Unterrichtens und die Rolle, die individuelle subjektive Theorien von Lehrkräften bei der Gestaltung und Durchführung von Unterrichtsprozessen spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von Unterricht, die Analyse pädagogischer Grundorientierungen, die Struktur und Funktion Subjektiver Theorien sowie deren methodische Erfassung durch Struktur-Lege-Verfahren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel der Arbeit ist es, den Begriff Unterrichten präzise zu definieren und aufzuzeigen, wie Subjektive Theorien das Handeln von Lehrkräften steuern und im Rahmen von Trainingsmodellen weiterentwickelt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die methodischen Ansätze der rekonstruktiven Forschung zu Subjektiven Theorien, insbesondere die kommunikative und explanative Validierung sowie spezifische Legetechniken wie WAL und ILKHA.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Definition, Funktionen und Erhebungsmethoden von Subjektiven Theorien detailliert dargelegt, gefolgt von einer Vorstellung des Konstanzer Trainingsmodells als konkretes Praxisbeispiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Subjektive Theorien, Handlungssteuerung, Konstanzer Trainingsmodell, Struktur-Lege-Verfahren und pädagogische Professionalität charakterisiert.

Welche Funktion hat das Konstanzer Trainingsmodell (KTM)?

Das KTM dient dazu, die Selbst- und Sozialkompetenz von Lehrpersonen im Umgang mit herausforderndem Schülerverhalten durch ein systematisches Reflexions- und Trainingsprogramm zu verbessern.

Was unterscheidet WAL von ILKHA als Legetechnik?

Während die Weingartener Appraisal Legetechnik (WAL) eher der Rekonstruktion einzelner Situationen und Handlungsklassen dient, ist die Interview- und Legetechnik zur Rekonstruktion kognitiver Handlungsstrukturen (ILKHA) komplexer und erlaubt die Abbildung aufeinander folgender Handlungssequenzen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unterrichten. Eine allgemeine Einführung
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
1,5
Autor
M. A. Melanie Zell (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V336362
ISBN (eBook)
9783668263574
ISBN (Buch)
9783668263581
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichten Lehren Instruieren Lehrpersonen pädagogische Grundorientierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. A. Melanie Zell (Autor:in), 2014, Unterrichten. Eine allgemeine Einführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336362
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Leseprobe aus  15  Seiten
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