Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Systematic Theology

Ad decus et ornamentum Virginis Deiparae - Positive deutsche Stimmen zur Dogmatisierung der Immaculata Conceptio

Title: Ad decus et ornamentum Virginis Deiparae - Positive deutsche Stimmen zur Dogmatisierung der Immaculata Conceptio

Scientific Study , 2004 , 18 Pages

Autor:in: Dr. theol. Peter H. Görg (Author)

Theology - Systematic Theology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Dieses Referat befasst sich mit der unmittelbaren Vorgeschichte der Dogmatisierung der Immaculata Conceptio in Deutschland. Eine Gesamtdarstellung ist im Rahmen eines Vortrags sicher nicht möglich und wurde auch bereits anderweitig angegangen, so von Siegfried Gruber in seinem Werk „Mariologie und katholisches Selbstbewusstsein. Ein Beitrag zur Vorgeschichte des Dogmas von 1854 in Deutschland“. Wir wollen uns hier auf die positiven Stimmen konzentrieren, zumal gerade für dieses Feld von Walter Baier einige Lücken in der Arbeit Grubers aufgewiesen wurden. Als Untersuchungsobjekte bieten sich zum einen die dogmatischen Lehrbücher dieser Zeit an, die wir bereits in der Tagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mariologie (DAM) im Jahre 2001 einer allgemeinen Analyse unterzogen haben. Desweiteren sind es Monographien, Zeitschriftenaufsätze, Artikel in Lexika und die Voten der verschiedenen Fakultäten, die gesichtet wurden. Zustimmende Äußerungen kamen aus verschiedenen Richtungen: von Professoren der Theologie, von Redakteuren und immer wieder von anonymen Stimmen, die es noch nicht wagten, ihre affirmativen Gedanken namentlich zu veröffentlichen.

Der vorliegende Text soll im Bereich der befürwortenden Stimmen noch einmal auffrischen und ergänzen, was Gruber und Baier vor fast 25 bzw. 35 Jahren erarbeiteten und in einem Artikel vereinen. Als Ergänzung ist vor allem die Behandlung der dogmatischen Lehrbücher zu sehen, die weder bei Gruber noch bei Baier einer stärkeren Analyse unterzogen werden. Außerdem werden aus den betreffenden Werken und Aufsätzen, die zum Teil sehr schwer zugänglich sind, ausführlichere Zitate gebracht, als sie etwa Baier bringt, dessen Schwerpunkt auf Anton Berlage liegt. Man kann auf diesem Gebiet keine Garantie auf Vollständigkeit erheben und spätere Ergänzungen sind natürlich willkommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Positive Stimmen zur Dogmatisierung

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert und analysiert die positive Rezeption und die theologischen Argumentationslinien zur Dogmatisierung der Unbefleckten Empfängnis Mariens (Immaculata Conceptio) in Deutschland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ziel ist es, die Entwicklung von einer zunächst zurückhaltenden, "frommen Meinung" hin zu einer gefestigten theologischen Befürwortung aufzuzeigen, die der endgültigen Definition des Dogmas von 1854 vorausging.

  • Analyse dogmatischer Lehrbücher und zeitgenössischer theologischer Literatur.
  • Untersuchung der Argumente aus Schrift, Tradition, Kongruenz und Vernunft.
  • Dokumentation der Debatten innerhalb der deutschen katholischen Theologie.
  • Herausarbeitung der Rolle der kirchlichen Lehrautorität und des "Glaubenssinns".
  • Kontextualisierung der Thematik im Hinblick auf den "Zeitgeist" und die allgemeine Erlösung.

Auszug aus dem Buch

Positive Stimmen zur Dogmatisierung

Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts ist in der Theologie bestimmt durch eine extreme mariologische Zurückhaltung. Man beschäftigte sich stark mit den verschiedenen philosophischen Strömungen, die aus der Aufklärung hervorgegangen waren und maß der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Gottesmutter keine Bedeutung zu. So ist es möglich, dass ein Dogmatikprofessor wie Patriz Benedikt Zimmer (1752-1820) der Frage der Unbefleckten Empfängnis in seiner Dogmatik von 1803 genau einen Satz widmet, obwohl an seiner Hochschule in Dillingen das entsprechende Fest bereits 1659 zu den vornehmsten erhoben wurde, ein Vorgänger Zimmers schon 1707 eine Dissertation über die Unbefleckte Empfängnis schrieb und er selbst Präses der Großen Marianischen Kongregation war.

Andere Dogmatiker dieser Zeit, wie Marian Dobmayer (1753-1805) oder Franz Liebermann (1759-1844) sprechen sich in ihren Lehrbüchern, die erstmals um 1820 erschienen, klar für die pia sententia der Erbsündenfreiheit Mariens aus.

Für Dobmayer liegt deren Begründung in der Ehre des Sohnes. Sie widerspricht nicht der Schriftlehre von der allgemeinen Erlösung, da die Bewahrung aufgrund der Verdienste des Sohnes in hervorragender Weise Erlösung sei. Die Schrift schließt ein solch einzigartiges Privileg nicht aus, sondern liefert ein Fundament mit den Stellen Hld 4,7 und Lk 1,28. Aus der kirchlichen Tradition führt Dobmayer zahlreiche Stellen an. Als Vernunftgrund nennt er, dass es der Ehre der Mutter entspricht, wegen der Verdienste des Sohnes von der Erbsünde frei zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in das Thema, Vorstellung der Quellengrundlage (Lehrbücher, Monographien, Artikel) und Abgrenzung zu bestehenden Forschungsarbeiten.

Positive Stimmen zur Dogmatisierung: Detaillierte chronologische Analyse der theologischen Äußerungen, Lehrbuchmeinungen und Fachbeiträge zur Immaculata Conceptio zwischen 1803 und 1853.

Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklung des Interesses an der Dogmatisierung im 19. Jahrhundert sowie kritische Reflexion über die Rolle der universitären Theologie.

Schlüsselwörter

Immaculata Conceptio, Unbefleckte Empfängnis, Mariologie, Dogmatisierung, 19. Jahrhundert, Erbsünde, Pia sententia, Katholische Dogmatik, Marienverehrung, Erlösungslehre, Patriz Benedikt Zimmer, Marian Dobmayer, Franz Liebermann, Anton Berlage, Franz Xaver Dieringer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die unmittelbare Vorgeschichte der Dogmatisierung der Unbefleckten Empfängnis Mariens im deutschen Sprachraum der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden beleuchtet?

Im Fokus stehen die mariologische Zurückhaltung der Aufklärungszeit, die allmähliche Entwicklung der Argumentation zugunsten der Erbsündenfreiheit Mariens und die Bedeutung der Dogmenentwicklung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die positiven Stimmen und die theologische Argumentationsstruktur zu dokumentieren, die den Weg für die offizielle dogmatische Definition im Jahr 1854 in Deutschland geebnet haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historische-theologische Analyse, wobei Primärquellen wie dogmatische Lehrbücher, Zeitschriftenaufsätze und Voten systematisch gesichtet und ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch verschiedene Theologen (z.B. Zimmer, Dobmayer, Liebermann, Klee, Dieringer, Berlage) und Publikationsorgane wie den "Katholiken", um den Wandel in der theologischen Bewertung aufzuzeigen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Zu den zentralen Begriffen gehören unter anderem die "pia sententia" (fromme Meinung), das "Privilegium" der Sündenfreiheit sowie die Beziehung zur allgemeinen Erlösung durch Christus.

Welche Rolle spielten die dogmatischen Lehrbücher bei der Dogmatisierung?

Lehrbücher dienten als wichtige Gradmesser für die theologische Lehrmeinung und spiegeln den Übergang wider, in dem die Unbefleckte Empfängnis zunehmend nicht mehr nur als bloße, sondern als dogmatisch begründbare Ansicht diskutiert wurde.

Warum wird im Text auf die "Eva-Maria-Antiparallele" eingegangen?

Dies ist ein zentrales theologisches Argument der Zeit, um die Stellung Mariens als Gegenfigur zu Eva darzustellen, die – im Gegensatz zur Stammutter – der Sünde enthoben blieb, um den Erlöser zu gebären.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Ad decus et ornamentum Virginis Deiparae - Positive deutsche Stimmen zur Dogmatisierung der Immaculata Conceptio
College
Pontificia Universitas Lateranensis  (Pontificia Academia Mariana Internationalis)
Course
21. Internationaler mariologisch-marianischer Kongress in Rom
Author
Dr. theol. Peter H. Görg (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V33648
ISBN (eBook)
9783638340755
ISBN (Book)
9783638789851
Language
German
Tags
Virginis Deiparae Positive Stimmen Dogmatisierung Immaculata Conceptio Internationaler Kongress
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. theol. Peter H. Görg (Author), 2004, Ad decus et ornamentum Virginis Deiparae - Positive deutsche Stimmen zur Dogmatisierung der Immaculata Conceptio, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33648
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint