Das Ziel dieser Masterarbeit war, die Möglichkeiten der Durchführung des Grammatikunterrichts des Deutschen als Fremdsprache aufzuzeigen und darzustellen, wie die Schüler den Grammatikunterricht erleben und welche Methoden die DaF-Lehrer im Grammatikunterricht verwenden. Außerdem sollten Vorschläge für den erfolgreicheren Grammatikunterricht des Deutschen als Fremdsprache erarbeitet werden.
Diese Masterarbeit besteht aus zwei Teilen: Aus dem theoretischen Teil und aus dem praktischen Teil. Im praktischen Teil ging es um die Umfrage unter DaF-Schülern und DaF-Lehrern und um die Ergebnisse der Umfrage dieser Erforschung.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. GRAMMATIK IN THEORIE
2.1. Der Begriff „Grammatik“
2.2. Die Rolle der Grammatik im Fremdsprachenunterricht
2.3. Methoden in der Geschichte der Fremdsprachendidaktik
2.3.1. Die Grammatik-Übersetzungs-Methode (GÜM)
2.3.2. Die direkte Methode (DM)
2.3.3. Die audiolinguale Methode (ALM)
2.3.4. Die audiovisuelle Methode (AVM)
2.3.5. Die vermittelnde Methode
2.3.6. Die kommunikative Methode
2.4. Grammatikvermittlung im DaF-Unterricht
2.5. Methoden beim Grammatikunterricht
2.5.1. Induktive Methode
2.5.2. Deduktive Methode
2.6. Grammatikprogression
2.7. Grammatik spielend lernen-üben-anwenden
2.8. Lernen durch Stationen
2.9. Grammatikübungen
2.10. Wiederholung und Kontrolle grammatischer Kenntnisse
2.10.1. Grammatische Korrektheit nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen
2.11. Neue Erkenntnisse zum Grammatikerwerb
2.12. Lehrwerkbeurteilung
2.13. Grammatikvermittlung beobachten
2.14. Vorschläge für den Grammatikunterricht
3. GRAMMATIK IN PRAXIS
3.1. Gegenstand der Forschungsarbeit
3.2. Ziel der Forschung
3.2.1. Ziel der Forschung unter Schülern
3.2.2. Ziel der Forschung unter DaF-Lehrern
3.3. Hypothesen
3.3.1. Hypothesen unter den Schülern
3.3.2. Hypothesen unter den DaF-Lehrern
3.4. Methode
3.5. Messtechniken und Messinstrumente
3.6. ANALYSE UND ERGEBNISSE DER UMFRAGE DER SCHÜLER
3.6.1. Schlussfolgerung
3.7. ANALYSE UND ERGEBNISSE DER UMFRAGE DER DAF- LEHRER
3.7.1. Schlussfolgerung
4. ZUSAMMENFASSUNG
5. SAŽETAK
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Masterarbeit ist die theoretische Untersuchung der Möglichkeiten zur Durchführung eines effektiven Grammatikunterrichts im Fach Deutsch als Fremdsprache (DaF). Dabei wird analysiert, wie Schüler den Grammatikunterricht wahrnehmen und welche Methoden Lehrkräfte in der Praxis anwenden, um das Ziel eines kommunikativen und interessanten Unterrichts zu erreichen.
- Theoretische Fundierung verschiedener historischer und moderner Fremdsprachendidaktik-Methoden.
- Untersuchung der Rolle der Grammatik und ihrer Vermittlungsformen (induktiv vs. deduktiv).
- Empirische Analyse der Schülererfahrungen und Einstellungen gegenüber der deutschen Grammatik.
- Erfassung und Bewertung der Unterrichtspraxis und angewandter Lehrmethoden von DaF-Lehrkräften.
- Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung des Grammatikunterrichts durch abwechslungsreiche Formate wie Lernspiele.
Auszug aus dem Buch
2.5.1. Induktive Methode
Die induktive Methode ist eine entdeckende Methode. Bei dieser Methode kommen zuerst die Beispiele und dann die Regeln. Es ist sehr wichtig, dass die Schüler genügend Beispiele haben, um eine Regel selbst zu bestimmen. Die Schüler finden die Regel unter Anleitung des Lehrers / der Lehrerin selbstständig heraus. Der Schwierigkeitsgrad wird bei den grammatischen Übungen kontinuierlich gesteigert. Die neue grammatische Struktur ist so gefestigt, dass die Schüler nicht mehr an die Form denken müssen. Sie können sich auf den Inhalt konzentrieren, den sie äußern werden. Hier ist sehr wichtig zu betonen, dass das Wissen, das durch die induktive Methode erworben wird, länger behalten wird, weil es die Schüler alleine entdeckt haben (Blažević, 2007: 105).
Schüler entdecken Regeln selbst
Um den Lernern das Arbeiten mit Grammatikregeln zu erleichtern, können sie im Unterricht üben, sprachliche Gesetzmäßigkeiten selbständig zu erkennen.
Dazu gibt es ein Verlaufsschema, die sogenannte SOS-Methode:
Sammeln → Ordnen → Systematisieren
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung, dass Grammatik im DaF-Unterricht oft als unpopulär und langweilig wahrgenommen wird, und legt die Forschungsziele sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit dar.
2. GRAMMATIK IN THEORIE: Bietet einen umfassenden Überblick über den Grammatikbegriff, historische Lehrmethoden, verschiedene Vermittlungsformen, Ansätze zur Grammatikprogression sowie Kriterien zur Lehrwerkbeurteilung.
3. GRAMMATIK IN PRAXIS: Dokumentiert die Forschungsarbeit, in der Einstellungen von Schülern und Lehrern mittels Umfragen analysiert werden, um die Diskrepanz zwischen Theorie und Unterrichtspraxis aufzuzeigen.
4. ZUSAMMENFASSUNG: Fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, kommunikative Methoden und abwechslungsreiche Übungsformen stärker in den Grammatikunterricht zu integrieren, um die Lernmotivation zu steigern.
5. SAŽETAK: Eine zusammenfassende Darstellung der Arbeit in kroatischer Sprache.
Schlüsselwörter
Grammatik, Deutsch als Fremdsprache, Methoden im DaF-Unterricht, Grammatikerwerb, Grammatikvermittlung, Grammatikprogression, Grammatikübungen, Grammatikspiele, Umfrage, Analyse der Umfrage, deduktive Methode, induktive Methode, Lehrerperspektive, Schülereinstellungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Gestaltung des Grammatikunterrichts im Fach Deutsch als Fremdsprache (DaF), insbesondere mit der Frage, wie dieser für Schüler interessanter gestaltet werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Fremdsprachendidaktik, verschiedenen Grammatik-Lehrmethoden, der Bedeutung von Grammatikspielen und der praktischen Umsetzung des Unterrichts durch Lehrkräfte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Grammatik theoretisch vermittelt werden kann, welche Methoden in der Praxis dominieren und wie diese mit der Wahrnehmung der Schüler korrelieren, um den Unterricht insgesamt effektiver zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen theoretischen Teil zur methodischen Fundierung sowie einen empirischen Teil, in dem eine deskriptive Forschungsmethode mittels Umfragen unter Schülern und Lehrkräften angewandt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Überblick über Grammatikkonzepte und einen Praxisteil, der die Analyse von Umfrageergebnissen zur Einstellung von Schülern und dem methodischen Handeln von DaF-Lehrern präsentiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Grammatikerwerb, induktive/deduktive Vermittlungsmethoden, Lehrwerkbeurteilung und die Erforschung der Lehrer- sowie Schülerperspektive im DaF-Kontext.
Warum empfindet die Mehrheit der Schüler Grammatik als schwierig?
Die Umfrage zeigt, dass viele Schüler die hohe Anzahl an Regeln als primäre Schwierigkeit identifizieren und zudem Probleme damit haben, theoretisch gelernte Grammatikregeln spontan in der Kommunikation anzuwenden.
Wie bewerten die untersuchten DaF-Lehrer ihre methodische Vorgehensweise?
Die Analyse ergab, dass Lehrkräfte zwar die Bedeutung induktiver Methoden kennen, in der Praxis jedoch überdurchschnittlich häufig auf deduktive Vermittlungsansätze zurückgreifen, oft aufgrund mangelnder Ressourcen oder Zeit.
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- Edin Alkaz (Author), 2015, Grammatik im DaF-Unterricht in Theorie und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336502