Es handelt sich um einen Unterweisungs-Entwurf für den praktischen Teil der AdA-Prüfung.
Bei der Unterweisung wird von einem inländischen oder ausländischen Alleinreisenden ausgegangen. Auf die im Bundesmeldegesetz erwähnten Sonderfälle, wie mitreisende Angehörige oder Reisegesellschaften soll zunächst nicht eingegangen werden. Da es sich bei dem Hotel um ein Businesshotel handelt, sind Familien- oder Gruppenanreisen eine Besonderheit des Wochenendes. Diese Sonderfälle können dann gegebenenfalls gesondert und aus aktuellem Anlass besprochen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Beschreibung der Ausgangssituation (Ist-Zustand)
a) Analyse des Auszubildenden
b) Analyse des Ausgangniveaus
2. Beschreibung und Analyse der Aufgaben- und Problemstellung
a) Themenwahlbegründung
3. Beschreibung der Zielformulierung (Soll-Zustand)
a) Lernzielformulierung
4. Lösung und Begründung der eigenen Lösung
a) Ausbildungsmethode
5. Lösungsalternativen
6. Bemerkungen
a) Rahmenbedingungen
b) Lernzielkontrolle
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterweisung besteht darin, dem Auszubildenden das korrekte und selbstständige Ausfüllen eines Meldescheins gemäß den gesetzlichen Anforderungen des Bundesmeldegesetzes zu vermitteln, um einen reibungslosen Check-in-Prozess im Hotelalltag sicherzustellen.
- Vermittlung der gesetzlichen Vorgaben zur Gästedatenerfassung nach § 30 BMG.
- Anwendung der Vier-Stufen-Methode zur praktischen Unterweisung.
- Korrektes Ausfüllen von Meldescheinen für in- und ausländische Gäste.
- Umgang mit Passdokumenten und Identitätsprüfung bei internationalen Gästen.
- Steigerung der Handlungssicherheit und Selbstständigkeit des Auszubildenden an der Rezeption.
Auszug aus dem Buch
1. Stufe (Vorbereiten durch Ausbilder)
Die Unterweisung erfolgt im Büro des Ausbilders an einem Tisch mit 2 Stühlen. Der Ausbilder und der Auszubildende sitzen nebeneinander um dem Auszubildenden einen möglichst freien Blick und uneingeschränkte Einsicht in die Arbeitsmaterialien zu ermöglichen. Der Tisch ist mit den Unterrichtsmitteln bestückt, ansonsten aber leer, so dass ein konzentriertes Arbeiten möglich ist. Für die Unterweisung benötigt der Ausbilder unausgefüllte Meldescheine, diese liegen auf dem Tisch bereit, genauso wie Textmarker und Stifte. Des Weiteren hat der Ausbilder (fiktive) Reservierungsbestätigungen vorbereitet. Auch diese liegen auf dem Tisch bereit.
2. Stufe (Vormachen und erklären durch Ausbilder)
Der Ausbilder füllt anhand einer fiktiven Reservierungsbestätigung einen leeren Meldeschein aus, dabei markiert er die, laut Bundesmeldegesetz, erforderlichen Angaben: Datum der Ankunft und voraussichtliche Abreise, Familienname, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift und Staatsangehörigkeit. In diesem Zusammenhang erläutert der Ausbilder, dass der Hotelier laut § 30 Bundesmeldegesetz dazu verpflichtet ist, einen Meldeschein mit den oben angeführten Daten des Gastes auszufüllen oder vom Gast ausfüllen zu lassen. Der Meldeschein muss vom Gast unterschrieben werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Beschreibung der Ausgangssituation (Ist-Zustand): Beschreibt den Auszubildenden Julius M., seine Vorkenntnisse sowie seinen aktuellen Wissensstand hinsichtlich der Rezeptionsabläufe.
2. Beschreibung und Analyse der Aufgaben- und Problemstellung: Begründet die Wahl des Unterweisungsthemas basierend auf dem Ausbildungsrahmenplan und der gesetzlichen Notwendigkeit der fehlerfreien Gästedatenerfassung.
3. Beschreibung der Zielformulierung (Soll-Zustand): Definiert die Lernziele in kognitiver, affektiver und handlungsorientierter Hinsicht, um eine fachgerechte Beherrschung der Aufgabe zu erreichen.
4. Lösung und Begründung der eigenen Lösung: Erläutert die Anwendung der Vier-Stufen-Methode zur praktischen Vermittlung der Inhalte innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens.
5. Lösungsalternativen: Diskutiert alternative Lehrmethoden wie das Lehrgespräch und deren Eignung für das gewählte Thema.
6. Bemerkungen: Reflektiert die Rahmenbedingungen der Unterweisung und definiert Methoden zur Lernzielkontrolle sowie deren Motivationsaspekte.
Schlüsselwörter
Ausbildung, Meldeschein, Bundesmeldegesetz, Hotelfachmann, Rezeption, Check-in, Vier-Stufen-Methode, Gästedatenerfassung, Lernzielkontrolle, Ausbildungspraxis, Fachbildung, Reservierung, Hotelmanagement, Auszubildender, Unterweisung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert eine strukturierte Unterweisung für einen Auszubildenden zum Hotelfachmann zur korrekten Handhabung von Meldescheinen an der Hotelrezeption.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die gesetzliche Pflicht zur Gästedatenerfassung gemäß Bundesmeldegesetz sowie die praktische Umsetzung dieser Anforderung im Check-in-Prozess.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Ziel ist, dass der Auszubildende einen Meldeschein für einen Alleinreisenden selbstständig, korrekt und unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben ausfüllen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die didaktische Vier-Stufen-Methode (Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen, Üben) angewandt, um das Lernziel in kurzer Zeit effizient zu erreichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Ist-Analyse, die Problemstellung, die Zielformulierung und die konkrete methodische Durchführung der vier Phasen der Unterweisung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Meldeschein, Bundesmeldegesetz, Rezeption, Ausbildung und Vier-Stufen-Methode.
Warum ist das Ausfüllen des Meldescheins für den Betrieb so kritisch?
Da der Hotelier gesetzlich zur Erfassung der Daten verpflichtet ist, könnten fehlerhafte oder fehlende Angaben im Falle einer behördlichen Kontrolle zu strafrechtlichen Konsequenzen führen.
Wie wird der Lernfortschritt des Auszubildenden kontrolliert?
Der Lernfortschritt wird durch ein sofortiges Nachmachen unter Anleitung sowie eine spätere Selbstkontrolle anhand eines Muster-Meldescheins sichergestellt.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2016, Ausfüllen eines Meldescheins als Teil des Check-In (Unterweisung Hotelfachmann / -frau), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336563