Die digitale Distribution. Aktuelle Ansätze in der Medienbranche in der Übersicht


Hausarbeit, 2015

15 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Ziel und Nutzen sowie Abgrenzung des Themas
1.3. Methodische Vorgehensweise

2. Grundlagen
2.1. Digitale Distribution
2.2. Medienbranche
2.3. Digitale Medien

3. Anforderungen des Medienmanagements
3.1. Wertschöpfung digitaler Distribution
3.2. Ökonomische Analyse

4. Eigenschaften der einzelnen Medienbranchen
4.1. Film- und Fernsehindustrie
4.2. Musikindustrie

5. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

In der heutigen Zeit spielen haben die Medien einen großen Einfluss auf die ökonomi- sche und gesellschaftliche Entwicklung. Durch die Benutzung digitaler Medien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Medienproduktion grundlegend verän- dert. Dieser Prozess wird durch die Entwicklung neuer Computertechnologien immer weiter vorangetrieben und befindet sich in ständiger Bewegung. Neue Ideen in bei- spielweise der Kommunikations- oder Informationstechnologie führen zu einer Verän- derung der Nutzungsgewohnheiten der Verbraucher, erleichtern den Markteinstieg für neue Wettbewerber und heben neue Medienformate hervor. Diese Entwicklung beein- flusst, abgesehen von kulturellen, sozialen oder technischen Strukturen, insbesondere die wirtschaftlichen Strukturen. Bei den Verbrauchern herrscht ein großes Interesse an Kommunikation, Unterhaltung und Information, das sie durch die Nutzung einer Viel- zahl von verschieden Medien versuchen zu befriedigen. Durch die Vereinfachung der Medienmärkte ist der Markteintritt um ein Vielfaches leichter, sodass durch die neuen Marktteilnehmer und die laufende Globalisierung die etablierten Märkte an Bodenhaf- tung verlieren. Gerade durch die stetige Wandlung des Internets und die weitere Digitalisierung der Medien entstehen in der Medienbranche neue Problemstellungen. Die Anbieter sind gezwungen sich ständig neu zu orientieren und dem Konsumverhalten anzupassen. Die Veränderungen in der traditionellen Wertschöpfungskette beeinflussen die Marktstrukturen und erzeugen neue Geschäftsmodelle und Strategien.

1.2 Ziel und Nutzen sowie Abgrenzung des Themas

Durch die ständige Weiterentwicklung der digitalen Informations- und Kommunika- tionstechnologien besteht seit einigen Jahren die Möglichkeit der digitalen Distribution. Ziel dieser Arbeit ist es sich mit den Chancen und Möglichkeiten die für die Unterneh- men im Online-Handel dadurch bestehen zu befassen und dabei die Bereiche der Medi- enwirtschaft sowie die verschiedenen Themenbereiche der Wertschöpfung zu behan- deln. Dabei wird auf die Bereiche der Musik-, Film- und Fernsehindustrie eingegangen.

1.3. Methodische Vorgehensweise

Kapitel zwei enthält theoretische Grundkenntnisse für ein besseres Verständnis des Themas. Dabei werden die Begriffe digitale Distribution, Medienbranche und digitale Medien näher erläutert. Im dritten Kapitel wird dazu auf die Anforderungen an das Medienmanagement im digitalen Zeitalter eingegangen sowie die Wertschöpfung der digitalen Distribution beschrieben und der ökonomische Nutzen durch die Digitalisierung betrachtet. Das vierte Kapitel befasst sich mit den Eigenschaften der einzelnen Medienbranchen und taucht dazu in die Bereiche der Musik-, Film- und Fernsehindustrie tiefer ein. Im Fünften Kapitel erfolgt eine abschließende Beurteilung des Themas mit den bis dahin erlangten Erkenntnissen aus dieser Arbeit.

2. Grundlagen

Für ein grundlegendes und einheitliches Verständnis des Themas werden in diesem Kapitel die Grundlagen der digitalen Distribution, der Medienbranche und der digitalen Medien näher erläutert.

2.1 Digitale Distribution

Die Abstimmung zwischen den verwendenden und erzeugenden Wirtschaftseinheiten wird auch als gesamtwirtschaftlicher Distributionsbegriff bezeichnet. Das heißt die Dis- tribution sorgt auf einer gesamtwirtschaftlichen Ebene für die Versorgung der Gesell- schaft mit Gütern.1 Als digitale Distribution bezeichnet man den direkten Vertrieb über das Internet und die Bereitstellung von Medien in digitaler Form. Diese Vertriebskanäle benutzt die Medienwirtschaft für verschiedenste Medien, weil sie dadurch ihre zeitliche und räumliche Verfügbarkeit erhöhen und es gleichzeitig den flexiblen Medieneinsatz erlaubt.2

2.2 Medienbranche

Die Medienwirtschaft beschreibt alle Unternehmen die sich mit der Entwicklung, Pro- duktion und Distribution von Informations- und Unterhaltungszwecken beschäftigen. Die grundlegenden Bereiche sind im Allgemeinen die Print-, Audiovisuelle- und Onli- ne- Medien. Da sich die Medienwirtschaft vorwiegend mit z.B. Zeitungen, Büchern, Radio, Internet, Spielen, Musik, Fernsehen und Film beschäftigt, wird sie auch oft als Unterhaltungs- und Medienbranche bezeichnet. Ihr Umsatz stieg in Deutschland zwi- schen den Jahren 2003 und 2007 von circa 56,8 Milliarden auf fast 61,9 Milliarden Euro an. Das Internet hat dabei in den letzten Jahren an erheblicher Bedeutung in der Medienwirtschaft gewonnen. Der Umsatz stieg von 2004 mit 4,8 Milliarden auf fast 7,1 Milliarden Euro in 2009 an, Tendenz steigend.3

2.3 Digitale Medien

Durch die digitalen Medien ergibt sich gegenüber den analogen Medien eine erweiterte Klassifikation die von der Nutzung und der Produktion her eine entscheidende Verände- rung bewirkt.4 Einer der markantesten Punkte ist sicherlich die digitale Informations- verarbeitung, -übertragung und -speicherung in Computersystemen ohne dabei an etwa- ige Trägermedien gebunden zu sein. Dadurch ermöglichen sie eine schnellere, einfache- re und interaktive Kommunikation zwischen den Nutzern. Im Vergleich zu den analo- gen Medien arbeiten Sie mit sogenannten digitalen Codes. Diese Form der Kommunika- tion resultiert auf der Grundlage von digitalen Technologien im Informations- und Kommunikationsbereich. Jegliche Geräte wie z.B. Internet, Digital-Radio/TV, E-Books oder Mobiltelefon deren Aufgabe die Aufzeichnung, Verarbeitung, Verteilung und Berechnung von digitalen Inhalten ist gehören diesem Medienbereich an5.

3. Anforderungen des Medienmanagements

Im digitalen Zeitalter entstehen insbesondere für die Medienunternehmen neue Anfor- derungen. Durch die Digitalisierung ergibt sich eine komplett neue Möglichkeit des Austausches von Leistungen, Kommunikation und Interaktion, an die mit herkömmli- chen Medien gar nicht zu denken war. Die wirtschaftlichen Unternehmen profitieren gleichermaßen wie der Kunde von den digitalen Medien, da sie jegliche Bereiche des menschlichen Lebens durchdringen. Die Anforderungen für die traditionellen Unter- nehmen liegt nicht darin das Gleiche durch die digitalen Medien effizienter zu machen, sondern dem Schumpeterschen Sinne nach, ein Bedürfnis anders zu befriedigen als es vorher der Fall war. Die Unternehmen werden sich nicht mehr über Preis und Qualität voneinander abgrenzen, sondern durch ihre individuellen Geschäftsstrategien6. Dabei werden Unternehmer insbesondere auf die Eigenschaften digitaler Medien achten wie z.B. Multimedialität, Vernetzheit, Aktivität oder Interaktivität durch die Sie einen höhe- ren Nutzenwert beim Verbraucher generieren als bisherige Geschäftsstrategien7. Der folgende Punkt soll dazu speziell die Anforderungen der digitalen Distribution erläutern und dabei auf die Veränderung der Wertschöpfung, der Mediendistribution und die Dy- namiken der in der Einleitung benannten Medienbranchen eingehen

3.1 Wertschöpfung digitaler Distribution

Speziell durch den enormen Wachstum des Internets und die damit verbundenen Ange- botsmöglichkeiten und Nutzungsformen haben sich die Unternehmensstrategien und Wertschöpfungsstrukturen verändert. Zur Erläuterung wird der Begriff der Wertschöp- fung in der Volkswirtschaftslehre im Rahmen des Inlandskonzeptes bei Betrachtung der im Inland erstellten Produktion durch Einsatz in- und ausländischer Produktionsfaktoren verwendet. Dies wird zur Messung des Bruttoinlandsprodukts genutzt. Dabei geben die Wertschöpfungsdaten Aufschluss darüber, welchen Anteil eine einzelne Branche oder ein einzelnes Unternehmen zur gesamtwirtschaftlichen Leistung beigetragen hat. Daraus lassen sich indirekt Aussagen über den Strukturwandel machen.8

[...]


1 Vgl. Dr. Bernd Paschelke/ Dr. Arnd Roselieb: Online-Distribution, Erich Schmidt Verlag GmbH & Co 2. Juli 2002, S. 5.

2 Vgl. http://nibis.de/nibis.php?menid=3278.

3 Vgl. http://de.statista.com/statistik/faktenbuch/277/a/branche- industriemarkt/medienwirtschaft/medienwirtschaft/.

4 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Medien.

5 Vgl. ebd.

6 Vgl. Joseph A. Schumpeter: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Duncker & Humblot Verlag 1997, S. 100 ff.

7 Vgl. Patrick Stähler: Geschäftsmodelle in der digitalen Ökonomie, Josef Eul Verlag 2002, S. 290.

8 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Wertsch%C3%B6pfung_%28Wirtschaft%29.

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Details

Titel
Die digitale Distribution. Aktuelle Ansätze in der Medienbranche in der Übersicht
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule
Note
1,3
Jahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V336574
ISBN (eBook)
9783668261808
ISBN (Buch)
9783668261815
Dateigröße
623 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
distribution, aktuelle, ansätze, medienbranche, übersicht
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, Die digitale Distribution. Aktuelle Ansätze in der Medienbranche in der Übersicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336574

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