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Können Kinder philosophieren? Hans Ludwig Freese und die Kinderphilosophie

Titel: Können Kinder philosophieren? Hans Ludwig Freese und die Kinderphilosophie

Hausarbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Danielle Ackermann (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Können Kinder philosophieren? In meiner Ausarbeitung möchte ich versuchen, diese Fragen zu beantworten. Dabei werde ich zunächst Bezug auf Hans-Ludwig Freese nehmen, der sich positiv für das Philosophieren mit Kindern ausspricht. Um seine Vorstellungen zur Kinderphilosophie zu verdeutlichen, möchte ich nicht nur sein Bild vom Kind sowie sein Philosophieverständnis darlegen, sondern ich werde mich ebenso mit den Methoden befassen, die Freese für ein erfolgreiches Philosophieren mit Kindern anführt.

Anschließend möchte ich mich in meinem vorletzten Kapitel der Bedeutung der Kinderphilosophie widmen, indem ich eventuelle Vorteile, aber auch Voraussetzungen beleuchte, die sich durch das Arbeiten mit Kindern an philosophischen Fragestellungen ergeben. Am Ende dieses Kapitels möchte ich einen Blick in die Praxis werfen, um in meinem Schlusswort schließlich zurück zu der Frage zu gelangen, ob philosophieren mit Kindern möglich sein kann.

Die Bewegung der Kinderphilosophie hat ihre Ursprünge in den USA. Dort plädierte schon am Anfang des 20. Jahrhunderts John Dewey für eine kindliche Reflektivität. Diese Vision wurde in den 70er Jahren massiv vorangetrieben und es begannen intensive Studien zum Thema „Philosophieren mit Kindern“. Als Pioniere dieser Zeit können Matthew Lipman und Gareth Matthews angesehen werden. Durch deren Anregungen entwickelten sich in den 70er und 80er Jahren weltweit kinderphilosophische Ansätze. In Deutschland lassen sich erste Reflexionen auf das Philosophieren mit Kindern nach dem Ersten Weltkrieg vorfinden und bis heute handelt es sich bei der Frage „Kann man mit Kindern philosophieren?“ um eine interessante Thematik.

Dabei versuchen viele Autoren und deren Modelle uns nahe zu bringen, dass ein Kind nicht in der Lage sei, sich mit komplexen Themenbereichen und dem Philosophieren zu befassen. Als einer der Gründe wird immer wieder angeführt, dass sich Kinder in jungen Jahren in einer prä-rationalen Welt befinden würden, in der logisches Denken noch nicht möglich sei. Doch sollten Kinder wirklich von Fragen philosophischer Natur ferngehalten werden, weil sie die dafür benötigten Fähigkeiten nicht besitzen? Und welche Gründe sprechen im Gegenteil für das Philosophieren mit Kindern?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hans-Ludwig Freese

2.1 Das Kind

2.2 Philosophieverständnis

2.3 Methoden

3 Bedeutung des Philosophierens mit Kindern

3.1 Vorteile

3.2 Voraussetzungen

3.3 Medien

3.4 Praxis

4 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Möglichkeiten des Philosophierens mit Kindern, wobei ein besonderer Fokus auf das Verständnis des Pädagogen Hans-Ludwig Freese gelegt wird. Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern Kinder in der Lage sind, philosophische Diskurse zu führen, und welche pädagogischen Rahmenbedingungen hierfür notwendig sind.

  • Die Philosophie von Hans-Ludwig Freese und sein Verständnis des kindlichen Geistes
  • Methodische Ansätze wie der sokratische Dialog und Gedankenexperimente
  • Die Relevanz und die Vorteile philosophischer Bildung in der Grundschule
  • Voraussetzungen für Lehrkräfte zur Gestaltung philosophischer Einheiten
  • Einsatzmöglichkeiten verschiedener Medien in der pädagogischen Praxis

Auszug aus dem Buch

2.3 Methoden

Als zentrale Methoden für das Philosophieren mit Kindern schlägt Freese den sokratischen Dialog und das Gedankenexperiment vor, auf die ich in diesem Kapitel nun näher eingehen möchte.

Der sokratische Dialog:

Die gemeinsame Lösung eines philosophischen Problems und die spielerische Auffindung von Antworten lassen sich als sokratischen Dialog bezeichnen. Diese Methodik stammt vom Philosophen Sokrates ab und wurde von seinem Schüler Platon überliefert. Das sokratische Gespräch lässt sich im Allgemeinen in folgende drei Phasen unterteilen:

1. Vorbereitungsphase:

Hierbei wird die Frage gekläert, welches philosophische Problem gelöst werden soll. Des Weiteren werden Gesprächsregeln aufgestellt.

2. Philosophisches Gespräch:

Das philosophische Gespräch besteht sowohl aus gemeinsamen Diskussionen des philosophischen Problems als auch aus der Klärung von Begriffen und deren Argumentation. Dabei kann die Gesprächsleitung sowohl vom Lehrpersonal als auch von den Schülern übernommen werden. Als Ziel dieses Gespräches kann die Formulierung einer vorläufigen Antwort angesehen werden.

3. Metagespräch:

Das Metagespräch dient während des Gesprächs als Unterbrechung oder findet am Ende der Diskussion als eine Reflexion statt. Dabei werden Probleme und deren Ursachen, die während der Diskussion auftraten, thematisiert und zu lösen versucht (z.B. ob die vereinbarten Regeln eingehalten wurden und wie beim nächsten Gespräch eine Verbesserung erzielt werden könnte).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Kinderphilosophie ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Möglichkeit und den Gründen für philosophisches Denken bei Kindern.

2 Hans-Ludwig Freese: Das Kapitel stellt die Person und das kinderphilosophische Modell von Freese vor, insbesondere seine Kritik am Stufenmodell von Piaget und die Bedeutung des mythischen Denkens.

2.1 Das Kind: Hier wird Freeses Bild vom Kind als urteilsfähigem Wesen mit einem natürlichen Frageeifer und der Fähigkeit zu philosophischen Einsichten dargelegt.

2.2 Philosophieverständnis: Dieser Abschnitt differenziert verschiedene Grundhaltungen zur Kinderphilosophie und begründet, warum Freese das rationale Wissenschaftsverständnis zugunsten des mythischen Denkens ablehnt.

2.3 Methoden: Dieses Kapitel erläutert die praktischen Werkzeuge des sokratischen Dialogs und des Gedankenexperiments für die pädagogische Arbeit.

3 Bedeutung des Philosophierens mit Kindern: Hier werden die philosophischen Grundhaltungen des Staunens, Zweifelns und der Betroffenheit als zentrale Elemente im kindlichen Lernprozess beleuchtet.

3.1 Vorteile: Dieses Kapitel beschreibt den Gewinn an Methodenkompetenz und die Persönlichkeitsentwicklung durch die Auseinandersetzung mit philosophischen Fragestellungen.

3.2 Voraussetzungen: Hier wird diskutiert, dass keine besonderen Vorkenntnisse bei Kindern nötig sind, jedoch hohe Anforderungen an die pädagogische Haltung und Flexibilität der Lehrkraft bestehen.

3.3 Medien: Dieser Teil gibt einen Überblick über den Einsatz verbaler, visueller und handlungsbezogener Medien, um den philosophischen Diskurs anzuregen.

3.4 Praxis: Das Kapitel reflektiert die organisatorische Integration des Philosophierens in den Kindergarten- und Schulalltag sowie die Bedeutung von Elternarbeit.

4 Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass Philosophieren mit Kindern möglich ist, sofern Rahmenbedingungen stimmen und Lehrkräfte den Prozess als beidseitiges Lernen begreifen.

Schlüsselwörter

Kinderphilosophie, Hans-Ludwig Freese, Sokratischer Dialog, Gedankenexperiment, Kindliches Denken, Mythisches Denken, Philosophie in der Grundschule, Reflexionsfähigkeit, Pädagogische Methoden, Gesprächskultur, Staunen, Frageeifer, Kognitive Kompetenz, Sinnsuche, Bildungsarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und der praktischen Anwendung des Philosophierens mit Kindern, basierend auf den Modellen von Hans-Ludwig Freese.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Bild des Kindes, die Abgrenzung von entwicklungspsychologischen Stufenmodellen, methodische Gesprächsführung und die Integration in den Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob Kinder tatsächlich philosophieren können und welche Voraussetzungen hierfür in der pädagogischen Interaktion geschaffen werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die Konzepte der Kinderphilosophie systematisch darstellt und auf ihre Praxistauglichkeit hin prüft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt Freeses Menschenbild, seine Ablehnung rein rationaler Stufenmodelle, konkrete Methoden wie den sokratischen Dialog sowie die notwendigen Rahmenbedingungen für die pädagogische Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kinderphilosophie, sokratischer Dialog, mythisches Denken und pädagogische Gesprächskultur treffend beschreiben.

Wie unterscheidet sich Freeses Ansatz von klassischen Stufenmodellen wie dem von Piaget?

Freese lehnt die Einordnung kindlichen Denkens in starre, rein logisch-rationale Stufen ab und rehabilitiert stattdessen das mythische Denken als gleichwertige und kindgerechte Denkform.

Welche Rolle spielen Eltern bei der Umsetzung des Philosophierens mit Kindern?

Eltern können durch ihre Einbeziehung nicht nur neue Einblicke in die Denkweise ihrer Kinder gewinnen, sondern auch ihre eigenen Erziehungsmethoden reflektieren, was den philosophischen Prozess nachhaltig unterstützt.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Können Kinder philosophieren? Hans Ludwig Freese und die Kinderphilosophie
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,0
Autor
Danielle Ackermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V336623
ISBN (eBook)
9783668263710
ISBN (Buch)
9783668263727
Sprache
Deutsch
Schlagworte
können kinder hans ludwig freese kinderphilosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Danielle Ackermann (Autor:in), 2011, Können Kinder philosophieren? Hans Ludwig Freese und die Kinderphilosophie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336623
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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