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Selbstgewissheit, Gottgewissheit und "Cogito ergo sum" in "Meditationes de Prima Philosophia" von Rene Descartes

Titel: Selbstgewissheit, Gottgewissheit und "Cogito ergo sum" in "Meditationes de Prima Philosophia" von Rene Descartes

Hausarbeit , 2011 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Danielle Ackermann (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
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René Descartes, der am 31. März 1596 im französischen La Haye (Touraine) geboren ist, verfasste die als eine Art Monolog abgefassten "Meditationes de Prima Philosophia" ("Meditationen über die Erste Philosophie") im Jahr 1641. Dabei handelt es sich um eines seiner philosophischen Hauptwerke, auf das ich in dieser Arbeit näher eingehen möchte. Vor allem das vielfach zitierte und interpretierte „Cogito, ergo sum“, das „Ich denke, also bin ich“, welches sich nicht einmal wortwörtlich in den "Meditationes de Prima Philosophia, in qua Dei existentia et animae immortalitas demonstratur“, wie der ausführliche Titel der Ausgabe von 1641 lautet, finden lässt, soll mich in meinen weiteren Ausführungen beschäftigen.

So werde ich versuchen, René Descartes gedanklichen Weg zu verfolgen, den er gegangen ist, um zur Gewissheit des Selbst zu gelangen. Beginnend mit Descartes' Ausgangspunkt des methodischen Zeweifels, den ich im ersten Teil dieser Arbeit beleuchten möchte, gehe ich darauf folgend näher auf das ein, was Descartes überhaupt unter „Existenz“ versteht und was „sein“ für ihn bedeutet. Im Anschluss soll die Frage geklärt werden, ob die für Descartes erste Gewissheit, nämlich die eigene Existenz wirklich so unbezweifelbar -wie zunächst angenommen- ist, bevor ich verschiedene Interpretationsansätze des „Cogito, ergo sum“ aufzeigen werde. Danach möchte ich in meinem vorläufigen Fazit das bis dahin Gesagte resumieren, um im letzten Teil abschließend auf die Gottesgewissheit einzugehen. Dieser letzte Schritt soll das Argument "Cogito, ergo sum", die erste Gewissheit, in den richtigen Zusammenhang stellen, um sie schließlich in ihrem ganzen Sinn erfassen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ausgangspunkt

2.1 Das „res cogitans“

2.2 Die Bedeutung vom „Sein“

2.3 Zur ersten Gewissheit

3 Interpretationen

4 Fazit

5 Gottesgewissheit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den gedanklichen Weg von René Descartes in den "Meditationes de Prima Philosophia", um die Grundlagen der Gewissheit des Selbst und dessen Verhältnis zur Gottesgewissheit zu ergründen. Dabei steht die kritische Analyse des "Cogito, ergo sum" im Zentrum, um dessen Bedeutung und methodische Herleitung innerhalb der cartesischen Philosophie zu beleuchten.

  • Der methodische Zweifel als Ausgangspunkt der Erkenntnistheorie.
  • Die Bestimmung des "res cogitans" und des menschlichen Selbstbewusstseins.
  • Die komplexe Verschränkung von Denken, Sein und Existenz.
  • Interpretationsansätze des "Cogito, ergo sum" im wissenschaftlichen Diskurs.
  • Die notwendige Verknüpfung von Selbstgewissheit und Gottesbeweis.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das „res cogitans“

Zu beachten ist, dass bei Descartes hinsichtlich des Wortes "ich" drei Bedeutungen voneinander zu unterscheiden sind: Erstens kann es die eigene Seele, den eigenen Geist meinen, zweitens den eigenen Körper und drittens die Vereinigung von eigenem Geist und Körper. Das Letztgenannte bezeichnet Descartes mit dem Begriff "Person", während er den Ausdruck "das Ich", also die substantivierte Form, nur verwendet, wenn er sich auf das Erstgenannte bezieht. Und dieses Ich ist das, dessen Existenz durch das "cogito" bewiesen wird und somit gewiss ist.

Nachdem Descartes diese Gewissheit erreicht hat, fährt er in seinen Überlegungen fort: "Ich bin mir aber noch nicht hinreichend klar darüber, wer denn Ich bin - jener Ich, der notwendigerweise ist. Ich muß mich von nun an in acht nehmen, daß ich nicht etwa unvorsichtig etwas anderes für mich selbst halte […]." Nachdem er alles ausgeschlossen hat, was nicht in Frage kommt, gelangt er zu dem Ergebnis, dass nur noch das Denken (cogitare) übrig bleibt. Denn es ist gewiss "Ich bin, Ich existiere, [...]solange ich denke […]." Also "bin ich genaugenommen lediglich ein denkendes Ding" (res cogitans). Und er fragt weiter: "Ein denkendes Ding. Was ist das? - Ein Ding, das zweifelt, einsieht, bejaht, verneint, will, nicht will, das auch bildlich vorstellt und empfindet." Denken heißt für Descartes vor allem Bewusst-sein (conscium esse, conscientia), wobei noch differenziert werden muss, was das genau bedeutet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das philosophische Hauptwerk von René Descartes ein und skizziert den Weg der Arbeit hin zur Untersuchung der ersten Gewissheit.

2 Ausgangspunkt: Dieses Kapitel analysiert den methodischen Zweifel als notwendige Voraussetzung für Descartes' Streben nach einer unbezweifelbaren Erkenntnisbasis.

2.1 Das „res cogitans“: Hier wird die Definition des denkenden Dings erarbeitet, welches als gesicherte Existenz aus dem methodischen Zweifel hervorgeht.

2.2 Die Bedeutung vom „Sein“: Dieses Kapitel erörtert das komplexe Verhältnis zwischen dem Denken des Selbst und der ontologischen Bedeutung des Seinsbegriffs bei Descartes.

2.3 Zur ersten Gewissheit: Es wird untersucht, unter welchen Bedingungen die Gewissheit der eigenen Existenz als unbezweifelbar gelten kann und wo kritische Rückfragen ansetzen.

3 Interpretationen: Dieses Kapitel stellt verschiedene wissenschaftliche Deutungen des berühmten Satzes "Cogito, ergo sum" einander gegenüber.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Gewissheit des Selbst zusammen und reflektiert die Stärken sowie die methodischen Herausforderungen des cartesianischen Ansatzes.

5 Gottesgewissheit: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Descartes die Selbstgewissheit mit der Gottesgewissheit verknüpft, um das System seiner Philosophie zu vervollständigen.

Schlüsselwörter

René Descartes, Meditationes, Cogito ergo sum, methodischer Zweifel, Res cogitans, Selbstbewusstsein, Existenz, Erkenntnistheorie, Gottesbeweis, Metaphysik, Intuition, Deduktion, Leib-Seele-Dualismus, Philosophie der Neuzeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der erkenntnistheoretischen Grundlegung des Philosophen René Descartes, insbesondere mit seinem Weg vom methodischen Zweifel zur ersten unbezweifelbaren Gewissheit, dem "Ich denke, also bin ich".

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen den methodischen Zweifel, die Bestimmung des denkenden Ichs (res cogitans), die Differenzierung zwischen Geist und Materie sowie die notwendige Ergänzung der Selbstgewissheit durch die Gottesgewissheit.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Argumentationsweg Descartes' nachzuvollziehen, um die erste Gewissheit in den richtigen systematischen Zusammenhang zu stellen und ihren Sinngehalt umfassend zu erfassen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Analyse und Interpretation von Primärquellen, ergänzt durch die Auseinandersetzung mit der einschlägigen Sekundärliteratur zu Descartes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Ausgangspunkts (der Zweifel), die Bestimmung des Ichs, die Analyse des Seinsbegriffs und die Diskussion verschiedener Interpretationsansätze des "Cogito".

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Descartes, methodischer Zweifel, Cogito, Res cogitans, Selbstgewissheit und Gottesbeweis charakterisiert.

Wie unterscheidet Descartes zwischen der "res cogitans" und anderen Begriffen?

Descartes identifiziert das "Ich" substanziell mit der res cogitans (dem denkenden Ding), wobei er Begriffe wie Geist, Seele und Verstand synonym verwendet, das Ich jedoch klar von der ausgedehnten Materie (res extensa) abgrenzt.

Welche Rolle spielt Gott in der Philosophie von Descartes?

Gott fungiert in Descartes' System als Garant für die Wahrheit und als notwendiger Ankerpunkt, um den methodischen Zweifel endgültig zu überwinden und die Gewissheit des Denkens zu stabilisieren.

Warum wird das "Cogito, ergo sum" oft als "leer" bezeichnet?

Einige Interpreten wie Karl Jaspers kritisieren, dass das "Cogito" zwar logisch korrekt, aber inhaltlich unbestimmt sei, da es lediglich auf einem negativen Ursprung beruhe und den Übergang zu einer umfassenden Welt- oder Gottesbeziehung erst noch leisten müsse.

Was bedeutet das "interpersonale Defizit" in dieser Arbeit?

Die Arbeit merkt kritisch an, dass Descartes' Fokus auf dem isolierten, denkenden Ich den Aspekt des Anderen, des "Du", sowie das konkrete Dasein des Menschen in der sozialen Welt vernachlässigt.

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Details

Titel
Selbstgewissheit, Gottgewissheit und "Cogito ergo sum" in "Meditationes de Prima Philosophia" von Rene Descartes
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,7
Autor
Danielle Ackermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V336626
ISBN (eBook)
9783668263734
ISBN (Buch)
9783668263741
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selbstgewissheit gottgewissheit cogito meditationes prima philosophia rene descartes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Danielle Ackermann (Autor:in), 2011, Selbstgewissheit, Gottgewissheit und "Cogito ergo sum" in "Meditationes de Prima Philosophia" von Rene Descartes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336626
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Leseprobe aus  13  Seiten
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