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Mikropolitik. Politische Prozesse in Organisationen

Title: Mikropolitik. Politische Prozesse in Organisationen

Term Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ingo Wupperfeld (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Entscheidungen in Organisationen sind Resultate von politischen Prozessen, von Mikropolitik.
Dieses Werk soll einen Beitrag dazu leisten, politische Prozesse in Organisationen zu erklären. Neben der Begriffsbestimmung wird hier vor allem auf die „Mikropolitiker“ sowie deren Motive eingegangen. Außerdem sollen die Formen mikropolitischen Handelns und deren Auswirkungen auf die Organisationen näher beleuchtet werden.

Dabei konnten jedoch lediglich Basisinformationen vermittelt werden. Die Diskussion unterschiedlicher Standpunkte sowie die Erläuterung angrenzender Themen, beispielsweise der Spieltheorie, hätten den Rahmen dieser Arbeit gesprengt und konnten nicht wiedergegeben werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Was ist Mikropolitik?

2. Teilnehmer an mikropolitischen Aktivitäten

3. Motive für mikropolitisches Verhalten

4. Formen mikropolitischen Handelns

5. Auswirkungen der Mikropolitik auf die Organisationen

6. Beispiel für mikropolitisches Handeln

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, politische Prozesse innerhalb von Organisationen, bekannt als Mikropolitik, theoretisch zu fundieren und durch praxisnahe Beispiele zu verdeutlichen. Dabei steht die Untersuchung der Verhaltensweisen, Motive und Machtstrategien von Akteuren in organisationalen Strukturen im Mittelpunkt, um die funktionale und dysfunktionale Natur von Konflikten besser zu verstehen.

  • Grundbegriffe und Definition der Mikropolitik
  • Identifikation relevanter Akteure in mikropolitischen Prozessen
  • Analyse von Motiven für machtorientiertes Verhalten
  • Machiavellistische Taktiken zur Machtakkumulation
  • Funktionale und dysfunktionale Auswirkungen auf Organisationen

Auszug aus dem Buch

Formen mikropolitischen Handelns

An dieser Stelle soll nun dargelegt werden, wie Positionsinhaber Macht anhäufen und mit der gewonnen Macht umgehen. Horst Bosetzkys Beobachtungen gehen sogar dahin, dass die Mittel zur Machtanhäufung bzw. Machtsicherung nach den Regeln des ‚Machiavellismus’ erfolgen, einer zynischen, rein am Erfolg des Machtgewinns orientierten Charakterhaltung.

Die Kerninhalte sowie die Anleitungen des Machiavellismus seien in dem folgenden Schaukasten zusammengestellt:

Vier Kerninhalte des Machiavellismus nach Hennig & Six:

1. Relativ geringe affektive Beteiligung bei interpersonellen Beziehungen, da emotionale Distanz bei der Manipulation anderer auch den Einsatz solcher Techniken ermöglicht, die ausschließlich die Erreichung der eigenen Ziele garantieren sollen. Dies bedeutet unter anderem, dass man sich nicht in das Schicksal anderer Menschen einfühlend hinein denken kann und kein Einfühlungsvermögen mit dem Leiden anderer entwickelt wird. Stattdessen distanziert man sich von anderen, um sie für eigene Zwecke zu benutzen. Erst mit dieser Haltung kann machiavellistisch agiert werden.

2. Relativ geringe Bindung an konventionelle Moralvorstellungen, so dass Normverstöße nicht unter moralischen, sondern unter funktionalen Aspekten bezüglich ihrer Realisierbarkeit beurteilt werden.

3. Realitätsangepasstheit, da neurotische und psychotische Persönlichkeitsmerkmale zu einer verzerrten Wahrnehmung der Umwelt führen und die Einflussstrategien wirkungslos bleiben würden. Mit diesem Argument kann jeder mundtot gemacht werden, der anderer Auffassung ist, weil man ihm vorwerfen kann, er „wisse nicht, was Sache ist“.

4. Relativ geringe ideologische Bindung; anstelle der Orientierung an idealen Vorstellungen werden Taktiken fürs erfolgreiche Ansteuern von Zielen und Zwischenzielen gesucht. Dabei werden die tauglichsten Mittel eingesetzt, um die eigenen Ziele zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitende Darlegung des Themas Mikropolitik als Ursache für organisationale Entscheidungen und Abgrenzung des Arbeitsumfangs.

1. Was ist Mikropolitik?: Definition des Begriffs als alltägliche Techniken zum Machtaufbau und zur Sicherung von Handlungsspielräumen innerhalb einer Organisation.

2. Teilnehmer an mikropolitischen Aktivitäten: Identifikation der beteiligten Akteure, unterteilt in offizielle Stelleninhaber, inoffizielle Einflussnehmer sowie externe Akteure mit eigenen Interessen.

3. Motive für mikropolitisches Verhalten: Untersuchung der Auslöser, wie z.B. die spezifische Position, Karrierestreben, persönliche Rivalitäten und fundamentale gesellschaftliche Interessenkonflikte.

4. Formen mikropolitischen Handelns: Detaillierte Betrachtung von Machtanhäufungsstrategien unter Rückgriff auf machiavellistische Prinzipien und spezifische Richtlinien für Führungskräfte.

5. Auswirkungen der Mikropolitik auf die Organisationen: Darstellung der Ambivalenz von Konflikten zwischen ihrer Notwendigkeit für Flexibilität und ihrer Gefahr für die Organisationsstabilität.

6. Beispiel für mikropolitisches Handeln: Fallstudie „D“, die anhand eines konkreten Praxisbeispiels aus einer Bundesbehörde die komplexen politischen Prozesse und Taktiken in der Realität veranschaulicht.

Schlüsselwörter

Mikropolitik, Organisation, Macht, Machiavellismus, Konfliktmanagement, Machtkumulation, Entscheidungsprozesse, Führung, Koalitionen, Interessen, Institutionelle Analyse, Machtpotenzial, Spieltheorie, Organisationsstruktur, Soziale Tauschprozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den politischen Prozessen in Organisationen, die unter dem Begriff der „Mikropolitik“ zusammengefasst werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind die Definition und Abgrenzung von Mikropolitik, die Akteursgruppen, die verschiedenen Motive für dieses Verhalten sowie die konkreten Taktiken zur Machtanhäufung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, politische Prozesse in Organisationen erklärbar zu machen und aufzuzeigen, wie Akteure durch tägliche Techniken ihre Macht ausbauen und sich fremder Kontrolle entziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer Ansatz gewählt, der Literaturanalysen von Autoren wie Bosetzky, Neuberger und Schreyögg mit einer Fallstudienanalyse („Fall D“) kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung von Akteuren, Motiven und Formen mikropolitischen Handelns, gefolgt von einer Bewertung der funktionalen und dysfunktionalen Auswirkungen auf Organisationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Mikropolitik, Macht, Organisation, Konflikt, Machiavellismus und Koalitionsbildung.

Welche Rolle spielt der „Machiavellismus“ in der Untersuchung?

Der Machiavellismus dient als theoretischer Rahmen, um zynische, rein erfolgsorientierte Verhaltensweisen von Akteuren zu kategorisieren, die Macht in Organisationen anhäufen wollen.

Was zeigt die Fallstudie über den „Fall D“ auf?

Der Fall „D“ demonstriert, wie formale Regeln einer effizienten Organisation durch inoffizielle, politische Netzwerke und taktisches Verhalten ausgehebelt werden können.

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Details

Title
Mikropolitik. Politische Prozesse in Organisationen
College
Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Krefeld
Course
Organisation
Grade
1,0
Author
Ingo Wupperfeld (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V33663
ISBN (eBook)
9783638340861
ISBN (Book)
9783638749077
Language
German
Tags
Mikropolitik Prozesse Organisationen Organisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ingo Wupperfeld (Author), 2004, Mikropolitik. Politische Prozesse in Organisationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33663
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