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Frauenbild und rousseausche Tugend in der "Geschichte des Fräulein von Sternheim" von Sophie von La Roche

Titel: Frauenbild und rousseausche Tugend in der "Geschichte des Fräulein von Sternheim" von Sophie von La Roche

Hausarbeit , 2016 , 31 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Martina Lohe (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit behandelt Tugend und Frauenbild in Sophie von La Roches "Geschichte des Fräulein von Sternheim" vor der Folie von Jean-Jacques Rousseaus Erziehungs- und Bildungskonzeption aus dem "Emile", insbesondere seinen Ausführungen über die Erziehung Sophies, der gedachten Frau Emiles.

Sophie von La Roches Roman Die Geschichte des Fräulein von Sternheim entstand in einer Zeit, in der Frauen aufgrund ihres Geschlechts als „gefühlvoll“ und „empfindsam“ charakterisiert und idealisiert wurden. Die Dichotomie Mann gleich Vernunft und Frau gleich Gefühl, wurde im 18. Jahrhundert von Philosophen und Literaten, wie beispielsweise Herder, Fichte und Kant thematisiert. Der Hauptzweck dieser moralisch und didaktischen Thematisierung ist die Befürwortung und Erhaltung der patriarchalisch geprägten Familie.

Die Arbeit ist passend zu der Fragestellung gegliedert: Nach der Einleitung wird zunächst Rousseaus Pädagogik dargestellt (Kap.2), anschließend Biographisches zu Sophie von La Roche (Kap.3) und dann eine Analyse des Romans (Kap.4).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand zu Sophie von La Roche

3. Die „klassische“ Frau - Rousseaus Erziehungsroman Emile, Geschlechtscharaktertheorie, neue Ansätze und Tugendbegriff bei Rousseau

4. Sophie von La Roche – Der Beginn weiblicher Emanzipation auf dem literarischen Markt in Deutschland

4.1 Biographischer Abriss

4.2 Literarisches Schaffen

5. Der Briefroman „Die Geschichte des Fräulein von Sternheim“

5.1 Die Darstellung weiblicher Tugend im Roman „Die Geschichte des Fräulein von Sternheim“

5.2 Sophie von La Roches Frauenbild im Sternheim-Roman

6. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung des rousseauistischen Tugendbegriffs sowie das Frauenbild in Sophie von La Roches Roman „Die Geschichte des Fräulein von Sternheim“ im Kontext des 18. Jahrhunderts. Dabei wird analysiert, inwieweit die Autorin die Erziehungstheorien von Jean-Jacques Rousseau aufgreift, modifiziert oder durch ein autonomeres Frauenbild kontrastiert.

  • Vergleich des Tugendbegriffs bei Rousseau und La Roche
  • Analyse des Frauenbildes und der weiblichen Emanzipation
  • Pädagogische und didaktische Zielsetzungen im Roman
  • Rolle der Autorin als erste deutsche Frauenschriftstellerin
  • Untersuchung der Briefroman-Gattung als Medium für weibliche Selbstreflexion

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung weiblicher Tugend im Roman „Die Geschichte des Fräulein von Sternheim“

Rousseaus Vorstellung eines ursprünglichen Naturzustands zu dem der in der Zivilisation sozialisierte Mensch zurückkehren soll, durchzieht sein gesamtes Werk. Neben dem Widerspruch Natur und zivilisatorischer Kultur assoziiert Rousseau ein zweites Oppositionsparadigma, nämlich das von Laster und Tugend, wobei Laster für das Leben in der Großstadt und die Tugend für das ländliche Leben steht. Der Mensch wird mit einem angeborenen Gewissen und Tugenden geboren und diese sollen durch den Erzieher gefördert werden.

La Roches Roman kann in diesem Sinne als Versuch der Heldin gelesen werden, sich und ihre Verhaltensideale sowie Empfindsamkeit im Sinne mitfühlender Güte ihren Mitmenschen gegenüber und tugendhaftes, moralisch richtiges Verhalten in einer patriarchalisch, materialistisch geprägten Umwelt aufrechtzuerhalten. Diese Umwelt wird durch den Fürstenhof und den Adel repräsentiert. Dabei zeichnet La Roche ein durchaus differenzierteres Bild der höfischen Gesellschaft, als es beispielsweise Rousseau in Julie ou La Nouvelle Heloise tut.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den zeitgenössischen Kontext der Empfindsamkeit, führt in Rousseaus Erziehungstheorien ein und legt die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich des Tugendbegriffs und Frauenbildes dar.

2. Forschungsstand zu Sophie von La Roche: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die literaturwissenschaftliche Rezeption der Autorin, von ihrer anfänglichen Verortung als „Freundin Wielands“ bis hin zu neueren genderorientierten Analysen.

3. Die „klassische“ Frau - Rousseaus Erziehungsroman Emile, Geschlechtscharaktertheorie, neue Ansätze und Tugendbegriff bei Rousseau: Hier werden Rousseaus Erziehungs- und Geschlechterkonzepte analysiert, die als theoretische Basis für den Vergleich mit La Roches Roman dienen.

4. Sophie von La Roche – Der Beginn weiblicher Emanzipation auf dem literarischen Markt in Deutschland: Das Kapitel beleuchtet La Roches Rolle als erste deutsche Frauenschriftstellerin sowie ihre Biografie und ihr literarisches Gesamtwerk.

5. Der Briefroman „Die Geschichte des Fräulein von Sternheim“: Dieser Abschnitt widmet sich der Struktur, der Handlung und der erzählerischen Form des Romans sowie der spezifischen Umsetzung pädagogischer Ideale durch die Protagonistin.

6. Schlussfolgerungen: Die Arbeit schließt mit einer Synthese, die La Roches Roman als „weibliche Utopie“ würdigt, welche durch die Psychologisierung der weiblichen Figur neue Wege für das literarische Rollenbild von Frauen ebnete.

Schlüsselwörter

Sophie von La Roche, Die Geschichte des Fräulein von Sternheim, Jean-Jacques Rousseau, Emile, Tugendbegriff, Frauenbild, Empfindsamkeit, Briefroman, Aufklärung, Weibliche Emanzipation, Literaturgeschichte, Geschlechtercharakter, Erziehung, Autonomie, 18. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Sophie von La Roches Roman „Die Geschichte des Fräulein von Sternheim“ im Hinblick auf philosophische und pädagogische Konzepte von Jean-Jacques Rousseau.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Frau im 18. Jahrhundert, der Tugenddiskurs, Erziehungstheorien und die Entwicklung eines autonomen weiblichen Selbstbildes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie La Roche rousseauistische Ideale aufnimmt und gleichzeitig durch eine eigenständige, innovative Frauenfigur in ihrem Roman herausfordert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet eine literaturwissenschaftliche Analyse an, die den Roman in den sozio-historischen Kontext stellt und mittels komparativer Ansätze zu Rousseaus Werken interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Biografie der Autorin, die Form des Briefromans, die Adaption pädagogischer Ziele und die Darstellung der weiblichen Protagonistin im Konflikt mit gesellschaftlichen Normen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Tugendbegriff, weibliche Emanzipation, Empfindsamkeit und Autonomiebestreben.

Wie unterscheidet sich die Heldin des Romans von anderen zeitgenössischen Figuren?

Im Gegensatz zu vielen anderen Romanheldinnen jener Zeit, die oft am Scheitern oder durch den Tod enden, bewahrt Sophie von Sternheim ihre Autonomie und findet eine individuelle Erfüllung.

Welche Bedeutung hat die Rolle der Autorin selbst für das Werk?

Die Arbeit unterstreicht, dass La Roches eigenes Leben als Frau am Hofe und ihre Erfahrungen als Mutter und Erzieherin stark in die psychologische Tiefe und Didaktik ihres Romans eingeflossen sind.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frauenbild und rousseausche Tugend in der "Geschichte des Fräulein von Sternheim" von Sophie von La Roche
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Institut für Neuere deutsche Literatur- und Medienwissenschaft)
Note
2,0
Autor
Martina Lohe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
31
Katalognummer
V336679
ISBN (eBook)
9783668263772
ISBN (Buch)
9783668263789
Sprache
Deutsch
Schlagworte
L2 Rousseau Sophie von La Roche Literatur und Medien Geschichte des Fräulein von Sternheim
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martina Lohe (Autor:in), 2016, Frauenbild und rousseausche Tugend in der "Geschichte des Fräulein von Sternheim" von Sophie von La Roche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336679
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Leseprobe aus  31  Seiten
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