Burnout-Risiko in einem Krankenhaus der Maximalversorgung. Untersuchung mit Hilfe eines modifizierten Maslach Burnout Inventory (MBI-D)


Studienarbeit, 2015

48 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zugang zum Forschungsproblem
2.1 Darstellung der Ausgangssituation
2.2 Thema der Forschungsarbeit
2.3 Definition Burnout
2.4 Wirkung und Folgen psychischer Anforderung und Belastung
2.5 Symptomatik
2.5.1 Die fünf Stadien von Burnout nach Maslach, Schaufeli & Jackson
2.5.2 Burnout-Symptomatik (Burisch 2006; 25-26)
2.6 Recherche zu geeigneten Untersuchungsverfahren

3. Ziele der Mitarbeiterbefragung
3.1 Präventionsmöglichkeiten

4. Vorstellung der Untersuchungsverfahren
4.1 Maslach Burnout Inventory (MBI)
4.2 Überdrussskala (Tedium Measure)

5. Forschungsdesign und Untersuchungsplanung
5.1 Forschungsfragen
5.2 Hypothesen
5.3 Forschungsdesign
5.4 Gestaltung und Überprüfung des Fragebogens
5.5 Forschungsinstrumente

6. Durchführung der Untersuchung
6.1 Abstimmung mit der Krankenhausleitung/ MAV
6.2 Pretest
6.3 Durchführung der Befragung
6.4 Rücklaufsteigerung
6.5 Ausschlusskriterien
6.6 Deskriptive Auswertung
6.7 Grafische Darstellung der Ergebnisse
6.8 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
6.9 Präsentation der Ergebnisse

7.Schluss
7.1 Rückblick
7.2 Ausblick

8.Literaturverzeichnis

Anhang A

Anhang B

Anhang C

Anhang D

1. Einleitung

Liebe Leser und Leserinnen,

ein häufig bearbeitetes, aber immer aktuelles Thema ist das Burnout-Syndrom. Krankenhäuser haben sich seit der Umstellung auf das DRG-System im Jahre 2004 vermehrt zu Wirtschaftsunternehmen entwickelt. Die wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser ist äußerst angespannt, rund die Hälfte der Häuser schreibt rote Zahlen. (Deutsches Ärzteblatt, 2014; 111) Die Arbeitsbedingen werden immer härter, steigender Zeit- und Leistungsdruck ist die Konsequenz die in Kauf genommen wird, um auf dem deutschen Markt Wettbewerbsfähig zu sein. Der erhöhte Druck ist von vielen Mitarbeitern im Gesundheitswesen einfach nicht mehr zu bewältigen und ruft das Gefühl der Überforderung und des ausgebrannt seins hervor.

In dieser Arbeit, wird daher eine empirische Untersuchung zum Thema Burnout-Risiko bei Pflegepersonal in einem Krankenhaus durchgeführt. Zuerst wird die Ausgangssituation erläutert, indem ich erkläre was mich dazu gebraucht hat eine Untersuchung zu diesem Thema durchzuführen. Im weiteren Verlauf der Arbeit werde ich den Begriff „Burnout“ mit Hilfe von Maslach definieren und thematisiere, welche Wirkungen und Folgen dieses Syndrom auf die Berufliche und private Lebenssituation haben kann. Nachfolgend stelle ich 2 Untersuchungsverfahren vor und erläutere theoretische Grundlagen zu den folgenden Untersuchungsverfahren (Maslach-Burnout-Inventory und Tedium Measure). Im Anschluss erläutere ich das Forschungsdesign und stelle Fragestellungen und Hypothesen auf. Weiterhin beschreibe ich die Einzelschritte zum Vorgehen der Untersuchung und stelle die Ergebnisse grafisch dar.

Zum Schluss Interpretiere und Diskutiere ich die Ergebnisse und zeige auf welche Präventionsmöglichkeiten angewendet werden könnten

2. Zugang zum Forschungsproblem

2.1 Darstellung der Ausgangssituation

Ich arbeite in einem Krankenhaus in Westdeutschland mit etwa 1700 Mitarbeitern. Wir sind ein renommiertes Krankenhaus der Maximalversorgung und auch hier hört man täglich, von den Mitarbeitern „Die Arbeitsbedingungen werden hier immer schlimmer“, „Ich kann bald nicht mehr“. Die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter ist dem Augenschein nach sehr gering. Zum Einen muss man beachten, dass in der heutigen Zeit auf fast jeder Arbeitsstelle die Arbeitsbelastung steigt, zum Anderen muss man diesen Aussagen Achtsamkeit schenken. Daher möchte ich in dieser Arbeit versuchen die Arbeitsbelastung und das Burnout-Risiko von Mitarbeitern dreier Stationen in unserem Krankenhaus aufzuzeigen, die Ursachen aus Sicht des Personals herausfinden und nach Lösungsansätzen suchen. Außerdem soll ein Vergleich mit dem Durchschnitt anderer deutscher Krankenhäuser dargestellt werden. Dass die Arbeitsbelastung im Gesundheitswesen in Deutschland in den letzten Jahren insgesamt gestiegen ist, kann man in den Medien und Fachzeitschriften regelmäßig lesen. Zu den Ursachen zählen Hauptsächlich die politischen Rahmenbedingungen in der Krankenhauslandschaft. Es wird zunehmende Leistungssteigerung bei gleichbleibender Personaldichte erwartet.

2.2 Thema der Forschungsarbeit

In dieser Forschungsarbeit wird die Ausprägung von Burnout bei Krankenpflegepersonal auf drei Stationen in einem Krankehaus der Maximalversorgung anhand der drei Komponenten nach MASLACH untersucht: Emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und subjektiv Reduzierte Leistungsfähigkeit. Die Komponenten werden einzeln erfasst und in Grafiken dargestellt. Aus den Forschungsergebnissen kann dann entnommen werden, welche typischen arbeitsbezogenen Stressoren zur Entstehung des Burnout-Syndroms in unserem Krankenhaus beitragen. Desweiteren soll untersucht werden, ob es Zusammenhänge zwischen Burnout und Variablen wie Alter, Geschlecht, Betriebszugehörigkeit und Voll-/ oder Teilzeitbeschäftigung gibt.

Hauptfrage:

Wie erleben die Mitarbeiter in unserem Krankenhaus die einzelnen Komponenten des Burnouts nach MASLACH und sind diese einem erhöhten Burnout-Risiko ausgesetzt?

Nebenfragen:

- Gibt es unterschiedliche Risiken auf den einzelnen Stationen?
- Gibt es Unterschiede im Risiko hinsichtlich der Variablen „Alter“, „Geschlecht“, „Betriebszughörigkeit“ oder „Beschäftigungsumfang“?

2.3 Definition Burnout

Der Begriff „to burn out“ bedeutet ins Deutsche Übersetzt „ausbrennen“ oder „durchbrennen“, er kann aber auch so viel bedeuten wie „aufhören, aktiv zu sein“. (Enzmann & Kleiber, 1989; 18)

1974 wurde der Begriff „Burnout“ erstmals von FREUDENBERGER, Herbert J. geprägt. Er meint mit dem Begriff „Burnout“ zunächst psychischer und physischer Kräftezerfall von Mitarbeitern in sozialen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Frauenhäusern und Kriseninterventionszentren. Neben dem Verlust von psychischen und physischen Ressourcen schildert FREUDENBERGER aber auch die Verwandlung in reizbare und misstrauische Personen, bei denen eine negative Einstellung gegenüber der Arbeit und den Klienten vorliegt und außerdem Anzeichen von Depressionen auftauchen. ( vgl. Freudenberger, Herbert J. 1974; 159-165)

MASLACH stellte schon 1982 fest, dass es über 15 Definitionen zum Begriff Burnout gab aber keine als Standard akzeptiert war. An dieser Tatsache hat sich auch bis heute nichts geändert. Die Übereinstimmung, die in vielen dieser Definitionen besteht ist, dass Burnout ein Individuum betrifft, eine interne psychische Erfahrung ist, die Gefühle, Erwartungen und Einstellungen einschließt. In allen diesen Definitionen wird erwähnt, dass es eine negative Erfahrung für das Individuum ist, die mit Problemen, negativem Stress und Konsequenzen verbunden ist. Außerdem wird erläutert, dass das Burnout-Syndrom immer mit dem Beruf in Beziehung steht und die verringerte Leistung im Beruf durch negative Einstellung und negatives Verhalten auftritt. (Maslach 1982b; 30 ff.)

Die heute meist verbreitetste Definition zu Burnout wurde von MASLACH und JACKSON (1986) entwickelt, an der sich viele Autoren orientieren. (u.a. Enzmann & Kleiber,1989/ Barth,1992 und Rudow,1994) Diese besagt, dass Burnout ein Syndrom der emotionalen Erschöpfung, Depersonalisierung und reduzierten persönlichen Leistungsfähigkeit ist, das bei Individuen auftreten kann, die in irgendeiner Art mit anderen Menschen arbeiten.

Wörtlich sagt Maslach:

Burnout is a syndrome of emotional exhaustion, depersonalisation, and reduced personal accomplishment that can occur among individuals who do ‚people work’ of some kind. (Zit. Maslach & Jackson, 1986; 1).

Übersetzt:

Burnout ist ein Syndrom, welches sich aus emotionaler Erschöpfung, Depersonalisation und reduzierter Leistungsfähigkeit zusammensetzt und welches bei Individuen vorkommt, die in irgendeiner Art und Weise mit Menschen arbeiten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Emotionale Erschöpfung meint, dass sich Menschen in ihrer Zusammenarbeit mit anderen Menschen gefühlsmäßig überfordert und kraftlos fühlen. Diese Personen haben den Eindruck, dass von ihnen mehr verlangt wird, als sie geben können.

Die Depersonalisation sagt aus, dass die betroffene Person eine nicht mitfühlende, ablehnende, zynische und objekthafte Wahrnehmung der Klienten oder Patienten hat.

Die subjektiv wahrgenommene reduzierte Leistungsfähigkeit äußert sich wie folgt. Man fühlt sich bei der Arbeit weniger kompetent und hat das Gefühl weniger erfolgreich zu sein. Es kann dazu führen, dass man ein negatives Selbstbild im Bezug auf seine Arbeit entwickelt, welches auch auf den privaten Bereich ausstrahlen kann. (vgl. Enzmann und Kleiber, 1989 ; 32)

Zum Burnout können zudem noch weitere Begleiterscheinungen kommen, wie allgemeine berufliche Unzufriedenheit, misstrauische, negative und zynische Grundstimmung gegenüber Klienten und Kollegen, psychosomatische Beschwerden, Müdigkeit, Gereiztheit, starke Niedergeschlagenheit bis hin zu Depressionen. (Körner S., 2002; 25)

Bei prädestinierten Personen kann es auch zu einem erhöhten Medikamenten-und Drogenkonsum führen. Die fehlende mitfühlende, zwischenmenschliche Beziehung auf der Arbeit findet unter Umständen ihre Fortsetzung im Privatleben mit Freunden, der Familie oder dem Partner. Von anfänglichen Symptomen der emotionalen Erschöpfung kann Burnout bis hin zu psychosomatischen Reaktionen, Verarmung des Gefühlslebens und letztlich zur Arbeitsunfähigkeit und Verzweiflung führen.

2.4 Wirkung und Folgen psychischer Anforderung und Belastung

Anforderung und Belastung im Job sind mit einer Reihe an Wirkungen und Folgen verbunden. Die Konsequenzen solcher Belastungen können sogar über den Bereich des Berufs hinaus bin ins Freizeitverhalten und der Persönlichkeitsentwicklung reichen. Man geht davon aus, dass sich durch eine länger andauernde Überlastung eine anwachsende emotionale Erschöpfung einstellt. Daraus resultiert, dass der Betroffene Tendenzen zur Depersonalisierung entwickelt um sich vor weiterer Überlastung zu schützen. Er nimmt also seinen Patienten oder Klienten gegenüber eine distanzierte, negative, zynische und abwertende Haltung ein. Dies wiederum führt zu immer größerer Unzufriedenheit, da diese Einstellung im Widerspruch zu den Idealen und beruflichen Ansprüchen des Betroffenen steht. Sind diese Stadien von dem Betroffenen durchlaufen, so kann man vom Vollbild Burnout sprechen. (vgl. Enzmann und Kleiber,1989 ; 32-35. / Hillert und Marwitz 2006; 100-104)

2.5 Symptomatik

Ein großes Problem für die Forschung des Burnout-Risikos ist laut vielen Forschern, wie oben erwähnt, das Fehlen einer einheitlichen Definition (vgl. Burisch 2006)

SCHAUFELI, MASLACH und JACKSON (1993) teilen die Symptome des Burnouts in fünf Ebenen ein: psychische, physische, verhaltensbezogene, soziale und einstellungsbezogene Symptome. Daraus wird ersichtlich, dass die Symptome nicht nur den Beruf, sondern auch das Privatleben betreffen.

2.5.1 Die fünf Stadien von Burnout nach Maslach, Schaufeli & Jackson

1. Ebene; Psychische Symptome:
a. Emotional
Großer Widerwillen, täglich zur Arbeit zu gehen
- Gefühle des Versagens, Ärgers und Widerwillens
- Schuldgefühle
- Entmutigung und Gleichgültigkeit
- Misstrauen und paranoide Vorstellungen
b. Kognitiv
- Rigidität im Denken und Widerstand gegen Veränderungen
- Projektionen
- Konzentrationsstörungen
c. Motorisch
- Nervöse Ticks
- Verspannung

2. Ebene; Physische Symptome
a. Psychosomatische Beschwerden
- Tägliche Gefühle von Müdigkeit und Erschöpfung
- Große Müdigkeit nach dem Arbeiten
- Schlafstörungen
- Sexuelle Probleme
- Verspannung
b. Erkrankungen
- Häufige Erkältungen und Grippe
- Häufige Kopfschmerzen
- Magen- und Darmbeschwerden
- Verspannung
c. Physiologische Reaktionen
- Erhöhter Puls
- Erhöhte Pulsfrequenz
- Erhöhter Cholesterinspiegel

3. Ebene; Symptome auf der Verhaltensebene:
a. Individuelle Verhaltensweisen
- Exzessiver Drogengebrauch, Tabakgenuss, Alkoholkonsum, Kaffeekonsum
- Erhöhte Aggressivität
b. Verhalten in der Arbeit
- Häufiges Fehlen am Arbeitsplatz
- Längere Pausen
- Verminderte Effizienz

4. Ebene; Soziale Ebene:
a. Im Umgang mit Klienten
- Verlust von positiven Gefühlen den Klienten gegenüber
- Verschieben von Patientenkontakt
- Widerstand gegen Anrufe
- Unfähigkeit, sich auf Klienten zu konzentrieren
b. Im Umgang mit Kollegen
- Isolierung und Rückzug gegenüber Kollegen
- Vermeidung von Arbeitsdiskussionen mit Kollegen
c. Außerhalb der Arbeit
- Ehe- und Familienprobleme
- Einsamkeit

5. Ebene; Problematische Einstellung:
a. Im Umgang mit Klienten
- Stereotypisierung von Klienten
- Zynismus
- Schwarzer Humor
- Verminderte Empathie
- Demonstration von Machtlosigkeit
b. In der Arbeit
- Negative Arbeitseinstellung
- Desillusionierung
- Verlust von Idealismus

(Maslach und Schaufeli, 1993; 25)

Aus der Literatur ersichtlich ist aber, dass MASLACH, SCHAUFELI & JACKSON ihre genannten Symptome ausschließlich auf Ihre Definition von Burnout beziehen. Da diese Definition nicht die einzige, wenn auch die meist verwendete ist, bin ich der Meinung diese Aufzählung der Symptome müsste erweitert werden. Genau diese Erweiterung haben wir M. BURISCH (2006) zu verdanken. Er hat aus der gesamten Burnout-Literatur mehr oder weniger alle häufig erwähnten Symptome herausgezogen und in Ober- und Unterkategorien geordnet. Seine Auflistung möchte ich daher auch in verkürzter Form darstellen, um Burnout verständlich zu machen und differenzierter zu beleuchten.

2.5.2 Burnout-Symptomatik (Burisch 2006; 25-26)

1. Warnsymptome in der Anfangsphase
a) Vermehrtes Engagement für Ziele:
- Hyperaktivität
- freiwillige unbezahlte Mehrarbeit
- Gefühl der Unentbehrlichkeit
- Gefühl, nie Zeit zu haben
- Verleugnung eigener Bedürfnisse
- Verdrängung von Misserfolgen und Enttäuschungen
- Beschränkung sozialer Kontakte auf Klienten/ Kollegen
b) Erschöpfung
- chronische Müdigkeit
- Energiemangel
- Unausgeschlafenheit
- erhöhte Unfallgefahr

2. Reduziertes Engagement
a) für Klienten, Patienten etc.
- Desillusionierung
- Verlust positiver Gefühle gegenüber Klienten
- größere Distanz zu Klienten
- Meidung von Kontakt zu Klienten
- Aufmerksamkeitsstörung in der Interaktion mit Klienten
- Verschiebung des Schwergewichts von Hilfe auf Beaufsichtigung
- Schuldzuweisung für Probleme an Klienten
- höhere Akzeptanz von Kontrollmitteln wie Strafen oder Tranquilizern
- Stereotypisierung von Klienten, Kunden, Schülern etc.
- Betonung von Fachjargon
- Dehumanisierung
b) für andere allgemein
- Unfähigkeit zu geben
- Kälte
- Verlust von Empathie
- Unfähigkeit zur Transposition
- Verständnislosigkeit
- Schwierigkeiten, anderen zuzuhören
- Zynismus
c) für die Arbeit
- Desillusionierung
- negative Einstellung zur Arbeit
- Widerwillen und Überdruss
- Widerstand, täglich zur Arbeit zu gehen
- ständiges auf die Uhr sehen
- Fluchtphantasien
- Tagträumen
- Überziehen von Arbeitspausen
- vorverlegter Arbeitsschluss
- Fehlzeiten
- Verlagerung des Schwergewichts auf die Freizeit, Aufblühen am Wochenende
- höheres Gewicht materieller Bedingungen für die Arbeitszufriedenheit
d) erhöhte Ansprüche
- Verlust von Idealismus
- Konzentration auf die eigenen Ansprüche
- Gefühl mangelnder Anerkennung
- Gefühl, ausgebeutet zu werden
- Partnerprobleme
- Konflikte mit den eigenen Kindern/Eltern

3. Emotionale Reaktion; Schuldzuweisung
a) Depression
- Schuldgefühle
- reduzierte Selbstachtung
- Insuffizienzgefühle
- Gedankenverlorenheit
- Selbstmitleid
- Humorlosigkeit
- unbestimmte Angst und Nervosität
- abrupte Stimmungsschwankungen
- verringerte emotionale Belastbarkeit
- Bitterkeit
- Abstumpfung, Gefühl von Abgestorbenheit und Leere
- Schwächegefühl
- Neigung zum Weinen
- Ruhelosigkeit
- Gefühl des Festgefahrenseins
- Hilflosigkeits-/ Ohnmachtsgefühle
- Apathie
- Selbstmordgedanken
- Pessimismus/Fatalismus
b) Aggression
- Schuldzuweisung an andere oder „das System“
- Vorwürfe an andere
- Verleugnung der Eigenbeteiligung
- Ungeduld
- Launenhaftigkeit
- Intoleranz
- Kompromissunfähigkeit
- Nörgeleien
- Negativismus
- Reizbarkeit
- Ärger und Ressentiments
- Defensiv-paranoide Einstellungen
- Misstrauen
- häufige Konflikte mit anderen

4. Abbau
a) der kognitiven Leistungsfähigkeit
- Konzentrations- und Gedächtnisschwäche
- Unfähigkeit zu komplexen Aufgaben
- Ungenauigkeit
- Desorganisation
- Entscheidungsunfähigkeit
- Unfähigkeit zu klaren Anweisungen
b) der Motivation
- verringerte Initiative
- Dienst nach Vorschrift
- verringerte Produktivität
c) der Kreativität
- verringerte Phantasie
- verringerte Flexibilität
d) Entdifferenzierung
- rigides Schwarzweißdenken
- Widerstand gegen Veränderungen aller Art

[...]

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten

Details

Titel
Burnout-Risiko in einem Krankenhaus der Maximalversorgung. Untersuchung mit Hilfe eines modifizierten Maslach Burnout Inventory (MBI-D)
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
2,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
48
Katalognummer
V336808
ISBN (eBook)
9783656987215
ISBN (Buch)
9783656987222
Dateigröße
3324 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Burnout, Maslach, Inventory, MBI-D, Krankenhaus, Pflege
Arbeit zitieren
Diplom Pflegewirt Peter Fehst (Autor:in), 2015, Burnout-Risiko in einem Krankenhaus der Maximalversorgung. Untersuchung mit Hilfe eines modifizierten Maslach Burnout Inventory (MBI-D), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336808

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