Asiatische Truppenteile in der Armee Alexanders des Großen. Auswirkungen auf die makedonische Armee


Magisterarbeit, 2009

92 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Forschungsstand, Quellen und Fragestellung

2. Die makedonische Militärorganisation
2.1 Die Hetairenreiterei
2.2 Die Pezhetairen
2.3 Die Hypaspisten und andere Hilfstruppen aus dem griechischen Raum

3. Die Quellenbenennungen einheimischer Truppenverstärkungen während des Asienfeldzuges chronologisch zusammengefasst
3.1 Hyrcanien
3.2 Artacoana
3.3 Arachosien
3.4 Bactra
3.5 Sogdiana
3.6 Aornosfelsen und Indus
3.7 Taxila
3.8 Hydaspes
3.9 Nach der Schlacht am Hydaspes
3.10 Sundracae und Pattala
3.11 Susa und Babylon

4. Asiatische „Sondereinheiten“ anhand zweier Beispiele
4.1 Die Epigonen
4.2 Die Eingliederung indischer Elefanten in die makedonische Armee

5. Die Bedeutung asiatischer Einheiten in militärischen Operationen anhand zweier Beispiele
5.1 Der Kampf um den Aornosfelsen
5.2 Die Bedeutung asiatischer Truppenteile in der Schlacht am Hydaspes
5.2.1 Der Schlachtverlauf am Hydaspes im Jahre 326 v. Chr.
5.2.2 Die in die Schlacht am Hydaspes involvierten asiatischen Truppenteile
5.2.3 Die militärische Bedeutung der asiatischen Truppenteile in der Schlacht am Hydaspes

6. Analyse der asiatischen Truppenteile von Hyrcania bis Pattala
6.1 Der Aufbau und die Bewaffnung
6.1.1 Die Kavallerie
6.1.2 Die Infanterie
6.2 Die Kommandeure
6.2.1 Die einheimischen Kommandeure
6.2.2 Die makedonischen Kommandeure

7. Zusammenfassung

8. Bibliographie - Literatur und Quellen
8.1 Quellen
8.2 Literatur

9. Anhang
9.1 Die Quellennennungen einheimischer Truppenverstärkungen während des Asienfeldzuges chronologisch zusammengefasst

1. Einleitung – Forschungsstand, Quellen und Fragestellung

„There are books dealing with Alexander`s principal battles and campaigns, books dealing with his generalship and with limited aspects of the army, but no book dealing with the army as such. The reasons for this are not hard to find. We only know the details of Alexander`s reign from a small number of works written some centuries after the events they describe.”[1] Mit diesen Worten beschrieb Nicholas Sekunda vor wenigen Jahren den Forschungsstand zur makedonischen Armee unter Alexander dem Großen. Es wurde zwar in der Forschung bereits früh das taktische Genie Alexanders des Großen und die Schlagkraft der makedonischen Armee sowie deren Überlegenheit gegenüber ihren Feinden hervorgehoben[2], jedoch wurden die genaue Gliederung und Zusammensetzung dieser Militärmaschinerie fast immer nur als Teilaspekte untergeordnet unter anderen weitergehenden Fragestellungen erörtert.[3] Ein besonders interessanter Aspekt ist daher die Frage nach dem Anteil von asiatischen Truppenteilen in der Armee Alexanders. Inwieweit wurden solche Truppen im Laufe des Feldzuges von Alexander nach der Schlacht von Gaugamela im Jahre 331 v. Chr. in die makedonische Armee integriert? Um einen besseren Einblick in diese Thematik zu erhalten, sollen zunächst der Forschungsstand zur makedonischen Armee, Hinweise in der Literatur zu asiatischen Truppenteilen im Alexanderheer und die relevanten Quellen genauer skizziert werden.

Als einige der wenigen, die sich mit der makedonischen Armee genauer befasst haben, sind insbesondere Helmut Berve und Nicholas Sekunda zu nennen. In seinem Werk aus dem Jahre 1926 beschäftigte sich Berve im ersten Band mit dem Titel „Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage“[4] auf 114 Seiten ausführlich mit der Gliederung des makedonischen Heeres, dessen einzelnen Bestandteilen und Anteilen an orientalischen und technischen Truppen. Dabei griff er auch auf die älteren Untersuchungen von Hans Droysen[5] zurück und verglich diese detailliert mit den Aussagen von Arrian, was ihn zu mehreren Korrekturen der Organisation der Pezhetairen führte.[6] Auch bei der genauen Einordnung der Hypaspisten konnte er Droysen Fehler nachweisen und diese anhand ihrer nach Arrian überlieferten Bewaffnung als eine zwischen Peltasten und Pezhetairoi eigenständige Truppe klassifizieren.[7] Insgesamt lieferte Berve also eine sehr gute Darstellung über die Zusammensetzung und Organisation der makedonischen Armee unter Alexander dem Großen. Dabei konnte und wollte er allerdings in seinen Ausführungen weder eine Untersuchung der einzelnen Schlachten von Alexanders Armee noch über deren genauen Aufstellungen und Formationen liefern.[8] In jüngerer Zeit ist im Osprey-Verlag auch eine gute Zusammenfassung über die noch im zweiten Kapitel näher erläuterten Pezhetairen der makedonischen Armee erschienen, in welcher Heckel und Jones die neuesten Erkenntnisse über diese schwere makedonische Infanterie und ihre Kampftaktik sowie Fragen zu ihrer Gliederung und Bewaffnung erläutern.[9]

Als Erster mit den strategischen Qualitäten Alexanders des Großen und der Taktik der makedonischen Armee hat sich der britische General und Militärhistoriker John F.C. Fuller Anfang der 1960er Jahre beschäftigt.[10] Fuller bezeichnete die makedonische Armee von Alexander dem Großen als „die am vollkommensten organisierte, ausgebildete und ausgerüstete Armee der Antike“ [11] und begründete diese Feststellung durch den Vergleich der hauptsächlich von Philipp II. geschaffenen makedonischen Armee mit anderen antiken Armeen vor jener Zeit. Diesen Aussagen über die makedonische Militärmaschinerie hat sich dann in jüngerer Zeit insbesondere Nicholas Sekunda angenommen und sich sehr eingehend mit der makedonischen Armee beschäftigt. Bereits im Jahre 1984 publizierte er „The Army of Alexander the Great“[12]. Darin beschrieb er detailliert die beiden wichtigsten Truppenteile der makedonischen Armee, die Reiterei der Hetairoi und die makedonische Phalanx der Pezhetairoi. Im Unterschied zu Berve illustrierte er anhand archäologischer Funde die einzelnen Truppenteile detailliert, und erläuterte insbesondere anhand der Quellen von Arrian die wahrscheinliche taktische Aufstellung von Reiterei und Infanterie.[13]

Neben diversen anderen Publikationen von Sekunda über die griechische[14] und persische Armee[15] in der Zeit unmittelbar vor und während Alexanders des Großen erschien 1998 von ihm „Alexander the Great: His Armies and Campaigns 334-323 BC“[16], welches zurzeit als Standardwerk zur makedonischen Armee von Alexander dem Großen anzusehen ist. Darin beschrieb er die wahrscheinlichen Marschformationen der Pezhetairoi und deren Formation in Schlachten in der so genannten „Speira“, welche aus 16 mal 16 Mann bestand, und mit den nach vorne und oben hinaus ragenden langen Speeren, der so genannten „Sarissa“, für jeglichen Gegner ziemlich Angst einflössend gewirkt haben musste.[17] Daneben muss ihm als Verdienst angerechnet werden, anhand historischer Statuen und Reliefs sowie archäologischer Funde , auch die wahrscheinliche Ausrüstung und Bewaffnung der Hetairenreiterei von Alexander erstmals ziemlich genau beschrieben zu haben, und auch dabei anhand antiker Quellen deren Aufstellungen und Kampftaktiken rekonstruiert zu haben.[18] So gesehen lieferte Sekunda eine Zusammenfassung der neuesten Erkenntnisse zur makedonischen Armee, indem er den Überblick von Berve mit den militärischen Erkenntnissen Fullers verband und dabei auch die neuesten archäologischen Erkenntnisse in seine Überlegungen mit einfließen ließ. Die Bedeutung und Richtigkeit der Erkenntnisse Sekundas zeigen aktuelle Übersichtswerke über die makedonische Armee von Conolly[19] und Unwin[20], die den Darstellungen von Sekunda in keinem wichtigen Punkt widersprechen.

Ergänzend dazu lieferte Donald W. Engels bereits im Jahre 1978 eine umfassende und sehr gut recherchierte Analyse der Logistik und Organisation der makedonischen Armee, wozu es bis zu diesem Zeitpunkt eher nur Vermutungen, jedoch keine gesicherten Erkenntnisse gab.[21] Dabei bediente er sich auch vornehmlich der Überlieferungen von Arrian und analysierte die logistische Lage der makedonischen Armee vom Feldzugbeginn in Kleinasien bis zum Rückmarsch aus Indien durch die Gedrosische Wüste. Durch das Heranziehen heutiger Kenntnisse von Geologen und Archäologen über die genaue Beschaffenheit der Flora und Fauna der Gebiete zur Zeit des Alexanderzuges konnten die daraus berechneten und abgeleiteten Anforderungen für Soldaten in Relation zur zurück gelegten Strecke pro Tag und dafür benötigter Verpflegung die Aussagen Arrians zum größtenteils bestätigen. Als Beispiel sei hier nur kurz die Verfolgung des Dareios III. nach der Schlacht von Gaugamela genannt: Alexander konnte erst im Frühjahr 331 v. Chr. die Verfolgung des Großkönigs aufnehmen - nicht weil er nicht wusste, wohin sich dieser abgesetzt hatte, sondern weil ein Marsch durch das Zagrosgebirge im Winter mit einer Armee augrund der Witterungsverhältnisse nicht möglich gewesen wäre.[22]

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Engels ist der Hinweis darauf, dass auch die entsprechenden geographischen Gegebenheiten und Besonderheiten der Gebiete berücksichtigt werden müssen, durch welche das makedonische Heer zog. Denn diese hatten nicht nur erheblichen Einfluss auf die Marschrouten, wie das Beispiel des Zagrosgebirges zeigt, sondern auch auf die Entwicklung von Kampftaktiken im Achämenidenreich der persischen Großkönige. Denn die dortige Kriegsführung und Ausrüstung ihrer Truppen wurden von den Naturräumen im weitläufigen persischen Reich in gewisser Weise beeinflusst, da sie der jeweiligen Landschaft und den potenziellen Gegnern angepasst wurden.[23] Die Gebiete, durch welche Alexander mit seinem Heer im Verlauf seines Feldzuges nach der Schlacht bei Gaugamela zog, waren vielfältig: Sie zogen sich vom Zweistromland im heutigen Irak über das iranische Hochland bis zum Hochgebirge des Hindukusch hin. Von dort zog Alexander Richtung Industal in eine offene und fruchtbare Landschaft, welche vom Indus und seinen Nebenarmen geprägt war, bevor er nach Babylon über den indischen Ozean und die gedrosische Wüste zurückkehrte.[24] Dabei darf nicht vergessen werden, dass die geographische Lage Makedoniens auch Einfluss auf die Entwicklung der makedonischen Armee gehabt hat, wie sich im zweiten Kapitel noch zeigen soll.

Hinweise auf die Integration von asiatischen Truppenteilen aus dem Perserreich im Verlauf des Alexanderfeldzuges, gibt es bei allen bereits genannten Autoren[25]. Eine Zusammenstellung und gesicherte Angaben über solche Truppenteile hat jedoch keiner von ihnen geliefert - außer teilweise Engels, der die Truppenverstärkungen allgemein, sowie Verluste während des gesamten Zuges im Alexanderheer aufzulisten versucht hat.[26]

Griffith befasste sich neben den Söldnern der griechischen Welt[27] auch mit den Kavallerieverbänden von Alexander dem Großen und bezweifelte das Jahr 328 v. Chr. als erstes nachvollziehbares Datum für eine Integration von persischen Kavallerieverbänden in die makedonische Armee.[28] Dabei bezog er sich auf die Aussagen von Brunt, welchen diese Jahresangabe durch einen Hinweis bei Arrian zum Schluss brachte, dass Alexander von den eroberten Satrapien des Perserreiches mehr und mehr militärische Kräfte in seine eigene Armee eingliederte.[29] Griffith kritisierte dabei vor allem an Brunt`s Aussagen, dass dieser den falschen Eindruck erweckte, dass im Jahre 328 v. Chr. alle persischen Kavallerieverbände vollständig in Alexanders Reiterei integriert worden wären und dass zudem diese besagte Stelle bei Arrian, auf welche sich Brunt bezog, sehr vage und ungenau sei. Zudem war Griffith der Meinung, dass diese Thematik viel zu komplex sei, um Genaueres zu Orten und Zeiten solcher persischer Verstärkungen sagen zu können. Das dritte Kapitel dieser Arbeit soll zeigen, dass Griffith hier wohl sehr wahrscheinlich Unrecht hatte und es sehr wohl bei Arrian und anderen Autoren deutliche Hinweise auf asiatische Verstärkungen im Alexanderheer gab. Allerdings gab Griffith Arrian generell Recht, dass es solche Verstärkungen gegeben haben muss, weil so Alexander die Einheiten seiner Feinde selbst unschädlich und gleichzeitig kontrollieren konnte, indem er sie in seine eigene Armee eingliederte. Zudem waren berittene persische Speerwerfer Einheiten, welche Alexanders Armee bis dato selbst nicht hatte, aber sehr gut gebrauchen konnte, da diese leichteren berittenen Einheiten im Gegensatz zur schwerer bewaffneten und somit weniger manövrierfähigen Hetairenreiterei wichtige Lücken bei militärischen Operationen im gebirgigen iranischen und baktrischen Hochland in Alexanders Heer füllen konnten, wozu die regulären makedonischen Truppen nicht in der Lage gewesen wären.[30]

Auch für Engels stand fest, dass es asiatische Einheiten in Alexanders Heer gegeben haben muss, deren Anzahl aber schwer nachzuvollziehen sei.[31] Bosworth schlug in dieselbe Kerbe wie Engels und hielt fest, dass sich Alexanders Armee im Laufe des Feldzuges in Asien beständig vergrößerte, jedoch nicht alle dieser verschiedenen Verstärkungen, sei es durch Einheimische oder durch Söldner aus dem griechischen Raum, auch in den Quellen niedergeschrieben wurden.[32] Zudem habe Alexander nur sehr langsam und zögerlich Perser in seine Hetairenreiterei aufgenommen, und wenn, dann erstens getrennt von den eigenen makedonischen oder griechischen Truppen, und zweitens unter dem Befehl von griechischen Kommandeuren.[33] Einen Überblick über solche asiatische Truppenteile vermochte Bosworth dabei aber genauso wenig zu geben wie andere vor ihm, etwa Badian.[34]

Auch Hammond pflichtete seinen Vorgängern bei und war sich sicher, dass es massive einheimische Verstärkungen während des Alexanderzuges im makedonischen Heer gegeben haben muss, da der Makedonenkönig nur durch die Integration lokaler ortskundiger Kräfte mit seiner Armee in für ihm fremden Gebieten sinnvoll hätte operieren können.[35] Zudem wären diese einheimischen Soldaten trotz ihrer nicht makedonischen Abstammung im Laufe des Feldzuges zu gleichberechtigten Mitgliedern der makedonischen Armee geworden.[36] Damit spielte Hammond auf die von Alexander wohl beabsichtigte und im Laufe des Feldzuges immer häufiger stattfindende Verschmelzung von makedonisch-griechischen und asiatischen Sitten und Gebräuchen an und schloss auf parallele Tendenzen in der Armee mit fremdländischen Einheiten. Dass dies durchaus so gewesen sein könnte, deutete auch Carney 1996 an, als sie darauf aufmerksam machte, dass die Ereignisse in Opis im Jahre 324 v. Chr. für diese Thesen ein Beleg sein könnten.[37]

Das Verhältnis der alten makedonischen Soldaten zu ihrem König wurde zweifelsohne nachhaltig von diesem Aufstand beeinflusst, da sich das makedonische Heer mit dem gewaltsamen Widerstand in Opis gegen den eigenen König erhob und dabei die zunehmende Integration von asiatischen Truppen für viele alt gediente Makedonen ein Beweggrund dafür dargestellt haben dürfte, da diese mehr und mehr Einfluss im makedonischen Heer gewannen, was von Alexander offensichtlich auch so beabsichtigt war.[38]

Um also selbst ein möglichst genaues Bild über die asiatischen Verstärkungen im makedonischen Heer im Verlaufe des Alexanderzuges zu gewinnen, ist es unerlässlich, die dazu gehörigen alten Überlieferungen und Quellen nach entsprechenden Hinweisen und Textpassagen zu durchforsten, hinsichtlich ihrer Aussagekraft und Zuverlässigkeit zu vergleichen und schließlich zu bewerten. Arrian wurde bereits erwähnt, da er die „nach allgemeiner Auffassung beste und zuverlässigste Behandlung“[39] über Alexander den Großen, dessen Feldzug gegen das persische Reich und somit über die makedonische Armee lieferte. Arrian aus Nikomodeia schrieb im 2. Jahrhundert n. Chr. seine „Anabasis“[40] in vier Büchern und die darauf folgende „Indica“[41] in weiteren drei Büchern, in denen er den kompletten Alexanderzug bis im Jahre 323 v. Chr. in Babylon schilderte. Da er Offizier der römischen Armee gewesen ist und es bis zum Provinzstatthalter in Kappadokien gebracht hat, darf man ihn in Sachen Bildung und Erziehung also durchaus zu der oberen Spitze der Gesellschaft des römischen Kaiserreiches zählen.[42] Zwar wurde ihm teilweise eine gewisse Heldenstilisierung in Bezug auf Alexander den Großen vorgeworfen[43], dennoch ist in vielerlei Hinsicht zu erkennen, dass er sich im Gegensatz zu vielen anderen antiken Autoren große Mühe gegeben hat, objektiv zu schreiben.

So schrieb er im Buch I der Anabasis gleich zu Beginn, dass er sich entschieden habe, sich hauptsächlich auf die Werke des Ptolemaios und Aristobulos zu stützen, da diese beiden sich in ihren Aussagen sehr ähnlich wären, beide auch am Alexanderzug selbst teilgenommen haben, enge Weggefährten des großen Makedonen gewesen sind und somit auch keinen Grund gehabt hätten, nach dessen Tod unter Zwang oder ähnlichen Umständen irgend etwas Falsches zu berichten.[44]

In Arrians Aufzeichnungen wurden zudem die Ephemeriden als Quelle genannt.[45] Diese ließ Alexander von Eumenes von Kardia als eine Art königlicher Verwaltungs- und Kriegstagebuchaufzeichnungen führen.[46] Sie beinhalteten Briefe von und an Alexander ebenso wie Berichte über die einzelnen zahlreichen militärischen Operationen während des Alexanderzuges. Da Ptolemaios als einer der sich im engsten Umkreis von Alexander befindlichen Personen wahrscheinlich Zugang zu den Ephemeriden gehabt haben dürfte und zugleich eine der beiden Hauptquellen von Arrian dargestellt hat, unterstreicht wiederum die hohe Aussagekraft der Bücher von Arrian.

Zeitgenössische Hinweise zur Armee Alexanders des Großen erhält man beim Athener Demosthenes[47], der in seinen Olynthischen Reden gegen Alexanders Vater Philipp II. zum Beispiel das erste Mal die Bezeichnung „Pezhetairoi“ für die makedonische Phalanx der Fußsoldaten benutzt hat.[48] Wenn dieser in seinen Reden, in denen er die Athener Bürger vor Philipp warnen wollte, die Schlagkraft von dessen Armee sowie Philipps strategisches Genie erwähnt hat, dann ist Demosthenes Aussagekraft durchaus als hoch anzusehen, da er ja als Gegner Philipps keinen Grund gehabt hätte, sich in diesen Aspekten noch lobend über ihn zu äußern.

Weiter schrieb auch Theopomp von Clios über Philipp II.,[49] genauso wie auch Kallisthenes, ein Großneffe und Schüler von Aristoteles, der zudem auch am Feldzug Alexanders des Großen teilgenommen hat. Die Objektivität von Kallisthenes wurde aber wiederum von Polybios[50] hinterfragt und zum Teil auf das Heftigste kritisiert.[51] Seine Berichte waren zwar die älteste Zusammenfassung der ersten Jahre des Alexanderzuges. Jedoch wurde er von Alexander als Hofpropagandist beauftragt, einen Bericht über den Feldzug, die „Taten Alexanders“ zu verfassen, so dass die Kritik von Polybios an ihm nachvollziehbar erscheint. Allerdings kritisierte Polybios hauptsächlich die Inkompetenz von Kallisthenes in Bezug auf seine militärische Berichterstattung. Kallisthenes fiel zudem im weiteren Verlauf des Feldzuges durch die Ablehnung der von Alexander nach persischem Vorbild eingeführten Proskynese und zudem durch die Verwicklung in eine Verschwörung in Ungnade.[52] Durchaus kritisch sind auch die Aussagen des literarischen Propagandisten und Hoflehrers von Philipp II, Anaximenes von Lampsakos, zu betrachten, da dieser als offizieller Angestellter von Philipp diesen und dessen Politik zunächst bewusst in einem guten Licht erscheinen lassen wollte.[53]

Der bereits genannte Polybios berichtete im 2. Jahrhundert v. Chr. ebenfalls über den Alexanderfeldzug und über die makedonische Armee sowie deren zahlenmäßige Zusammensetzung. Dabei genießt Polybios in der heutigen Forschung eine hohe Wertschätzung und ist von Engels als einer „der anspruchsvollsten und sorgfältigsten hellenistischen Historiker des 2. Jahrhunderts v. Chr.“[54] bezeichnet worden. Dabei beschäftigte er sich mit den militärischen Qualitäten von Alexander in dessen Rolle als Feldherr während des Alexanderzuges und berief sich nach heutigem Kenntnisstand auf den zeitnah zu Alexander lebenden Hieronymus von Kardia und auf Demetrios von Phaleron.[55]

Eben dieser Hieronymus von Kardia wurde ab dem Jahre 326 v. Chr. nach Reuss als Offizier und auch als eine Art Gesandter unter Alexander eingesetzt.[56] Nach dem Tod Alexanders des Großen diente er zunächst unter Antigonos und nach dessen Tod wiederum unter Demetrios.[57] Am Ende seines Lebens schrieb er danach wohl sein Werk über Alexander den Großen. Dabei ist zu erwähnen, dass Hieronymus als Gesandter des Eumenes an Antipater erwähnt wurde.[58] Wenn die Vermutungen Droysens stimmen, nach denen ihm von Eumenes dabei große Befugnisse eingeräumt worden waren[59], so darf man auch annehmen, dass er Zugang zu den bereits erwähnten Ephemeriden gehabt hatte, was die Aussagekraft seiner Alexandergeschichte und die Aufzeichnungen derer, die ihn später als Quelle benutzt haben, erhöht. Der Einfluss dieser Schrift von Hieronymus von Kardia ist zum Beispiel bei Diodor zu finden.[60] Dabei ist jedoch unklar, welche Rolle die Schriften des Hieronymus bei Diodor gespielt haben, und dass dieser wohl eher nur eine untergeordnete Rolle als Informant in Diodors Büchern gespielt haben könnte.

Diodor[61] verfasste im 1. Jahrhundert v. Chr. „eine Universalgeschichte in 40 Büchern von der Urzeit bis zu den Gallienkriegen Cäsars“[62]. In seinem 17. Buch behandelt er dabei Alexanders Regierungszeit und somit seinen Feldzug gegen das Perserreich. Dabei wurde die Aussagekraft und Zuverlässigkeit von Diodor früher als sehr gering angesehen.[63] Ebenso ist nach wie vor umstritten und somit ungeklärt, welche Quellen die Grundlage für seine Aufzeichnungen gewesen sind. Als besondere Extreme seien hier nur kurz N.G.L. Hammond[64] und W. W. Tarn[65] erwähnt: Während Hammond die Ansicht vertritt, dass sich Diodor nur einer einzigen Hauptquelle bedient, ist Tarn der Meinung, dass Diodor ganz viele unterschiedliche Quellen herangezogen habe. Nach Meinung von Jacoby[66] bildete Kleitarch die Hauptquelle Diodors. Trotz einer Art Aufwertung von Diodors Aussagekraft in den letzten Jahren sind seine Ausführungen nach wie vor sehr kritisch zu betrachten.[67]

Es soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass antike Autoren wie der eben bereits genannte Kleitarch aus Alexandria auch bereits ziemlich früh, nämlich im 3. Jahrhundert v. Chr., eine Alexandergeschichte in zwölf Bänden verfasst haben, welche sich schnell großer Beliebtheit bei seinen Zeitgenossen erfreut hat.[68] Jedoch sind hier schon sehr deutliche Tendenzen Richtung märchenhafter Romanerzählungen zu erkennen, welche Kleitarchs Alexanderroman zum Ursprung der Vulgata-Tradition machte und somit als historisch und wissenschaftlich ziemlich unbrauchbar für die vorliegende Arbeit oder als Grundlage für eine ernsthafte Betrachtung klassifiziert.

Auch Plutarch befasste sich in seinem siebten Buch über die Biographien berühmter Persönlichkeiten der Antike mit dem Leben und Schaffen von Alexander dem Großen in einer Parallelbiographie zusammen mit der Betrachtung von Gaius Julius Cäsar.[69] Dabei ist bei der Beurteilung der Aussagekraft dieser Biographien aus heutiger Sicht auch eine gewisse Portion Vorsicht angebracht, da Plutarch nach eigener Aussage vor allem zunächst positive und negative Charakterzüge seiner dargestellten Charaktere für die Nachwelt festhalten wollte und somit bei ihm nicht immer unbedingt objektive Geschichtsschreibung im Vordergrund gestanden hatte.[70] Plutarch verfasste seine Aufzeichnungen am Übergang zwischen dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. und konnte somit sicherlich auch auf heute nicht mehr erhaltene ältere Quellen zurückgreifen, was allerdings für Arrian und Polybios sicherlich ebenso gegolten hat.

Auf Grundlage des eingehend skizzierten Forschungsstandes und der Quellenlage soll das Ziel dieser Arbeit sein, herauszufinden, inwieweit während des Alexanderfeldzuges nicht nur reguläre griechische und makedonische Truppen eingesetzt wurden, sondern vor allem, inwieweit die Eingliederung von asiatischen Truppenteilen in die makedonische Armee stattgefunden hat. Dabei sollen die Auswirkungen dieser Eingliederungen auf das Training, die Führung und die militärischer Schlagkraft des Alexanderheeres näher untersucht werden, soweit dies aus den Quellen und der Literatur möglich ist.

Um dies zu ermöglichen, ist es zunächst unerlässlich, kurz die Vorgeschichte der Entwicklung und die Neuerungen der makedonischen Streitkräfte unter Alexanders Vater Philipp II. sowie die Grundzüge der makedonischen Militärorganisation Makedoniens vor Alexanders Feldzug in Asien aufzuzeigen, um so die wichtigsten Kennzeichnen dieser Truppen im Hinblick auf ihre Bewaffnung, ihren taktischen Nutzen und auch mögliche Schwachpunkte darzulegen. Anschließend kann so dadurch ein detaillierter Vergleich dieser „regulären makedonischen Truppen“ mit den im Laufe des Alexanderfeldzuges eingegliederten asiatischen Truppen vorgenommen werden. Deshalb sollen auch zunächst kurz die Haupttruppenteile dieser makedonischen Streitmacht mit ihren wichtigsten Elementen und Truppenteilen sowie deren taktischer Nutzen untersucht werden. Zudem soll dabei nicht vergessen werden, dass mit eben jener Armee Alexander der Große den überzeugenden Sieg in Issos im Jahre 333 v. Chr. und die Entscheidungsschlacht in Gaugamela im Jahre 331 v. Chr. gewinnen konnte, welche gleichzeitig den Sieg über das persische Großreich brachte und Alexander erst die Tore in die östlichen Gebiete des riesigen Achämenidenreiches öffnete, ohne die er diese asiatischen Truppenverstärkungen in seiner Armee - welche ja Gegenstand der Betrachtung dieser Arbeit sind - so nicht hätte durchführen können.

Anschließend werden die asiatischen Truppenteile von Alexanders Armee ausführlich betrachtet. Dabei soll anhand der Analyse der antiken Quellen selbst, aber auch durch Hinweise der modernen Forschung , der Versuch unternommen werden, ein möglichst genaues Bild von diesen asiatischen Truppenteilen zu bekommen. Dazu bietet sich an, einen gewissen Zeitraum zu definieren, der genauer untersucht werden soll. Als relevanten Zeitraum zur Betrachtung größerer militärischer Operationen mit gemischten Truppenteilen bieten sich hier die Jahre von 330 v. Chr. bis 325 v. Chr. an, da der Makedonenkönig in diesem Zeitraum mit seinem Heer in die östlichen Satrapien des Perserreiches bis in das heutige Westindien zog, ehe er von Pattala an der Indusmündung im Jahre 325 v. Chr. wieder Richtung Babylon zurück marschierte, wo ebenfalls nochmals Perser in die makedonische Armee integriert worden sein sollen. So werden im dritten Kapitel zunächst die in diesem relevanten Zeitraum statt gefundenen antiken Quellennennungen chronologisch aufgeführt und betrachtet, um sich ein erstes Bild von der Thematik zu machen.

Anschließend werden im vierten Kapitel zwei asiatische Sondereinheiten getrennt voneinander analysiert, nämlich zum einen die Epigonen als zahlenmäßig sehr starke Einheit und zum anderen die Eingliederung von indischen Elefanten als Kampf- und als Transportmittel, um so die Vielfalt neuer einheimischer Truppenteile aufzuzeigen. Inwieweit dies möglich sein wird, und inwieweit Rückschlüsse und Vergleiche mit späteren Erwähnungen des Begriffes der Epigonen vorgenommen werden können, soll sich im Verlauf dieser Arbeit noch zeigen.

Einen guten Ansatz zur Beurteilung der militärischen Schlagkraft von asiatischen Truppenteilen im Heer Alexanders des Großen liefert die Analyse von gemeinsam mit makedonischen Truppenteilen ausgeführten Operationen. Deswegen sollen anschließend im fünften Kapitel zwei unterschiedliche militärische Operationen näher betrachtet werden: zum einen die Eroberung des Aornosfelsen im sogdischen Hochland und zum anderen die große Schlacht gegen den indischen König Poros am Hydaspes. Anhand dieser beiden Beispiele soll geklärt werden, ob und wenn ja, welche Rolle und Auswirkungen die asiatischen Truppenteile für den militärischen Erfolg Alexanders hatten.

Im sechsten Kapitel soll schließlich eine Analyse der asiatischen Truppenteile anhand von zwei ausgewählten Gesichtspunkten unternommen werden. Zum einen soll zunächst deren Aufbau und Bewaffnung im Vergleich zu den regulären makedonischen Truppen dargelegt werden. Zum anderen soll geklärt werden, welcher Nationalität ihre militärischen Befehlshaber waren, um den Stellenwert von Asiaten in der makedonischen Armee beurteilen zu können.

Aufgrund dieser Vorgehensweise sollen möglichst viele Facetten aller genannten Gesichtspunkte und ausgewählten Beispiele, mittels der Auseinandersetzung mit den Schriften der antiken Autoren, betrachtet werden. Damit soll letztlich am Ende dieser Arbeit die Integration und vor allem Bedeutung der asiatischen Truppenteile in der makedonischen Armee unter Alexander dem Großen im Hinblick auf ihren tatsächlichen militärischen Nutzen innerhalb der makedonischen Armee bei militärischen Operationen bewertet werden können.

2. Die makedonische Militärorganisation

Eine detaillierte Betrachtung über das makedonische Heer vor Philipp II. ist ein schwieriges Unterfangen, da zu dieser Thematik nur sehr wenige Quellen vorhanden sind.

Zum einen schrieb wie bereits gehört Theopomp von Clios in seinen „Hellenika Philippika“[71] über Philipp II., ebenso auch Kallisthenes, ein Großneffe und Schüler von Aristoteles, der am Feldzug Alexanders des Großen teilgenommen hat. Kallisthenes` Objektivität aber wiederum wurde ja von Polybios[72] in Frage gestellt und teilweise stark kritisiert.[73] Dies war auch bei dem literarischen Propagandisten und Hoflehrer von König Philipp II, Anaximenes von Lampsakos, nicht viel anders, da dieser Philipp und seine Politik zunächst natürlich in einem guten Licht erscheinen lassen wollte.[74] Kritische Berichte den Makedonen gegenüber sind dagegen bei Demosthenes zu finden, der die Athener mit diversen kritischen Reden und einem Bündnis gegen Philipp anzustacheln versuchte.[75]

Um die Entwicklung der makedonischen Armee besser verstehen zu können, ist es unerlässlich, zunächst kurz die geographischen Besonderheiten von Makedonien selbst aufzuzeigen. Makedonien brachte aufgrund seiner Lage im heutigen nördlichen Griechenland zahlreiche landwirtschaftliche Produkte wie Pferde, Rinder aber auch Schiffbauholz, Getreide, Wein sowie wichtige Rohstoffe aus seinen Bergen wie Eisen, Silber und Gold hervor.[76] Zudem ist die geographische Nähe und Verbindung zum westlich gelegenen Stamm der Thessalier wichtig. Denn dieses Reitervolk beeinflusste insbesondere die Entwicklung der Kavallerie in der makedonischen Armee, und das zu einer Zeit, in welcher berittene Einheiten im griechischen Raum fast gar keine bzw. höchstens eine untergeordnete Rolle spielten.[77]

Unter dem makedonischen König Archelaos führte ein großes staatliches Investitionsprogramm zu infrastrukturellen Verbesserungen, wie Straßenbau und dem Anlegen von Waffenarsenalen, Forts und Stützpunkten.[78] Zu dieser Zeit wurde zudem die makedonische Hauptstadt Pella zur Residenzstadt ausgebaut.[79]

Warum nun Philipp II. eine gravierenden Reform der makedonischen Armee unternommen hat, begründete sich aus der Lage Makedoniens zu dieser Zeit und den Zielen, die der Vater Alexanders daraus hervorgehend für seine Regierungszeit anstrebte: „Zunächst handelte es sich für ihn wie für die Besten seiner Vorfahren, etwa Perdikkas II. und Archelaos, darum, die Küsten und Hafenstädte Makedoniens von dem Druck Athens zu befreien und damit auch Herr über das Thrakische Meer zu werden. Nachdem er dies durch die Eroberung von Poteidaia, Amphipolis, Methone, Pydna, Olynthos erreicht hatte, trat als zweite Forderung die Bändigung der Barbaren im Norden, Westen und Osten an ihn heran, die eine ständige Gefahr für Makedonien waren.“ [80] Hieraus erkennt man zwei potenzielle Gegner von Makedonien zur Zeit Philipps II. und damit auch die Anforderungen, an die neue makedonische Armee, um sich gegen diese zwei Gegner, nämlich zum einen die Barbarenstämme im Norden und zum anderen die griechischen Stadtstaaten im Süden, durchsetzen zu können.[81] Die daraus entstandenen Einheiten sollen nun in den folgenden beiden Kapiteln näher erläutert werden.

2.1 Die Hetairenreiterei

Der Begriff Hetairoi[82] bedeutet, dass der König der Erste unter Gleichen (Gefährten) war. Die Hetairoi, mit denen zunächst nur die an den Hof gezogenen Adeligen bezeichnet wurden, übertrug sich im Laufe der Zeit auf die gesamte Hetairenreiterei, die damit Titular in eine unmittelbare Verbindung mit dem König gesetzt wurde.[83] Laut Anaximenes geschah dies unter Philipps ältestem Bruder Alexander. Zudem deutet die unter Philipp II. vollzogene Einbeziehung berittener Einheiten aus den neu eroberten Küstengebieten ebenfalls darauf hin, dass eine einheitliche makedonische Reiterei bestanden haben muss.[84]

Die offizielle Bezeichnung der Reiterei, welche sich aus dem gesamten Adel Makedoniens, Thessaliens und der eroberten Küstengebiete zusammensetzte, lautete also spätestens seit der Zeit Philipps II. Hetairoi.[85] Die Bezeichnung als „Gefährten“ hatte zum einen den psychologischen Einfluss auf die berittenen makedonischen Soldaten, dass sie sich dem König kameradschaftlich verbunden fühlten. Zum anderen wurden so die letzten auf Unabhängigkeit pochenden obermakedonischen Fürsten in die Gefolgschaft und somit in die unmittelbare Nähe des Königs mit eingegliedert.

Diese wohl so entstandene Hetairenreiterei war in der damaligen antiken Kriegswelt etwas völlig Neues. Zwar sind auch vorher leicht bewaffnete berittene Einheiten aus der griechischen und asiatischen Welt bekannt gewesen, doch hatten diese niemals solch Kampf entscheidende Wirkung wie die nun schwer bewaffneten makedonischen Reiter. Denn Pferde wurden bis in das fünfte Jahrhundert vor Christus im Mittelmeerraum und in Asien hauptsächlich vor Streitwagen gespannt, aber nicht wirklich als Reittiere für Soldaten in Kämpfen genutzt.[86]

Die Überlieferungen zur Bewaffnung sind spärlich, wobei als Hauptquellen hier Arrian, Diodor und Plutarch zu nennen sind.[87] Ebenso veranschaulicht auch das berühmte Alexandermosaik aus Pompeii[88] die Ausrüstung der makedonischen Hetairenreiterei. Als Hauptwaffe wurde mit dem Speer gekämpft, dem so genannten „dory“[89]. Dieser konnte sowohl als Stoß- aber notfalls auch als Wurfwaffe eingesetzt werden und wurde aus Kornelkirschenholz hergestellt.[90] Der Rumpf der Hetairen war durch eine Panzerung geschützt, welche sich aus diversen Achsel- und Hüftstücken zusammensetzte.[91] Außerdem waren die Reiter mit einer Halsberge, einem Helm sowie einem kurzen Schwert ausgerüstet.[92] Inwieweit die Hetairoi einen Schild als zusätzlichen Schutz besaßen, ist umstritten. Auf dem berühmten Alexandermosaik in Pompeii ist zum Beispiel kein Schild zu sehen. Den einzigen Hinweis auf den Einsatz eines Schildes lieferte Plutarch.[93]

Außerdem hatten diese makedonischen Kavalleristen weder einen Steigbügel noch einen Sattel zur Verfügung und saßen stattdessen nur auf einem einfachen Satteltuch. Diese Umstände gepaart mit der Ausrüstung - egal, ob nun mit oder ohne Schild - vermitteln eine Vorstellung davon, wie geschickt und gut trainiert die Hetairen gewesen sein müssen, um im Kampf schnell agieren zu können.[94]

Unter Alexanders Vater Philipp II. betrug die Anzahl der Hetairenreiterei etwa 800 Mann[95]. Diese waren hauptsächlich aus dem makedonischen Adel rekrutiert oder aus Fremden griechischer Herkunft, welche zu Philipps Freundeskreis zählten und eine Art königliche Leibgarde bildeten.[96]

Die „Ile Basilike“ war dabei die Abteilung mit dem größten Ansehen.[97] Deshalb wurde diese aus 150 Mann bestehende Einheit im Kampf vom König selbst oder wie in der Schlacht von Chaironeia im Jahre 338 v. Chr. von Alexander geführt.[98] Die Schlacht von Chaironeia demonstrierte ähnlich wie später auch die Schlachten von Issos, Gaugamela und am Hydaspes die durchschlagende Wirkung der makedonischen Hetairenreiterei: Die in Keilform angreifenden Hetairen vereinten im Gegensatz zu früheren leichter bewaffneten Kavallerieeinheiten Schnelligkeit und Stoßkraft zugleich, weshalb sie auch einer gut trainierten gegnerischen Phalanx wie der thebanischen Hoplitenphalanx gefährlich werden konnten.[99] Jene zu dieser Zeit führende Infanterie aus Theben konnte in der Schlacht von Chaironeia mit Alexander als Führer der makedonischen Gefährtenreiterei im Zusammenspiel mit der makedonischen Phalanx zerschlagen werden. Auf diese neue makedonischen Infanterie und die bei ihr gegebenen Besonderheiten sowie Gegensätze zur bisherigen griechischen Kampfweise der Hoplitenphalanx soll im folgenden Kapitel genauer eingegangen werden.

2.2 Die Pezhetairen

Demosthenes gebrauchte den Begriff Pezhetairoi zum ersten Mal in der zweiten olynthischen Rede gegen Philipp II. im Jahre 350 v. Chr.[100] Anaximenes schrieb diese Benennung dem König Alexander zu, wobei er nicht erwähnte, ob er damit Alexander I. oder Alexander II. meinte.[101] Da aber laut Jacoby Alexander II. in den Jahren von 370 bis 369 v. Chr. der große makedonische Militärreformer gewesen sein soll, kann ziemlich sicher davon ausgegangen werden, dass Anaximenes wohl Alexander II. gemeint hat. Denn die Regierungszeit Alexanders I. von 497 bis 454 v. Chr. lag mehr als hundert Jahre früher zurück.[102]

„Pezos“ bedeutet aus dem Altgriechischen in das Deutsche übersetzt „Fuß“. Dies mit dem bereits erklärten Begriff „Hetairoi“ kennzeichnet die „Pezhetairoi“ demzufolge als „Gefährten zu Fuß“.[103] Diese Übertragung des Hetairoibegriffes von der adeligen Reiterei auch auf die Bauern, welche den größten Teil der makedonischen Fußsoldaten stellten, erfolgte allerdings später als die Ausdehnung des Hetairenbegriffes auf den Adel.[104] Berve meinte, dass dabei wohl als Ziel eine gewisse Gleichstellung der beiden großen Teile des makedonischen Heeres im Vordergrund gestanden haben muss.[105]

Seit König Philipp II. tauchte der Begriff der Petzhetairen häufiger als vor seiner Regierungszeit auf, so dass also davon ausgegangen werden kann, dass sie spätestens ab seiner Regierungszeit ein wichtiger Bestandteil der makedonischen Armee gewesen sein müssen.[106] In der Zeit davor waren die makedonischen Fußtruppen wohl nicht sehr schlagkräftig, davon zeugen jedenfalls Berichte aus der Zeit von Perdikkas II., der von ca. 454 bis 413 v. Chr. in Makedonien Regent war. Als er gegen Arrhabaios kämpfte, sollen seine makedonischen Fußtruppen beim ersten Anzeichen von Gefahr schlichtweg auseinander gelaufen sein.[107] Und auch die Tributzahlungen an die Illyrer unter König Amyntas III. in der ersten Hälfte des vierten Jahrhunderts v. Chr. zeigten deutlich, dass die Effizienz der makedonischen Armee zu dieser Zeit noch sehr zu wünschen übrig gelassen haben dürfte.[108]

In Bezug auf die Bewaffnung der Pezhetairen muss man sich zunächst die damaligen griechischen Hopliten und deren großes Geschick im Umgang mit Nah- und Fernwaffen sowie deren Kampf in der Phalanx vor Augen halten.[109] Bei dieser Kampfweise deckte der Schild eines Hopliten die eigene linke Körperseite sowie die rechte - ansonsten ungeschützte - Körperhälfte des Kameraden links seitlich neben ihm.[110] Dieser Schutz vereint mit dem gemeinsamen Vorgehen sowie dem griechischen „dory“[111] als Stoßwaffe sorgten dafür, dass eine solche Phalanx aus mehreren hintereinander und nebeneinander stehenden Fußsoldaten im Verbund allen anderen zur damaligen Zeit vorkommenden Armeen und Taktiken zumeist überlegen war. Die griechischen Hopliten waren reichere Bürger der griechischen Stadtstaaten, da sich nur diese die kostspielige Ausrüstung leisten konnten.[112] Bei ihnen galt die Kampfführung mit Fernwaffen wie Bögen und Schleudern zudem als feige und war daher nicht angesehen.[113]

Die makedonische Bewaffnung der Pezhetairen hängt unmittelbar mit den griechischen Hopliten zusammen, da die makedonischen Fußsoldaten den geübten Bürgern der griechischen Poleis im Umgang mit Speer und im Nahkampf nachstanden und sich zudem auch gar keine solch teure Ausrüstung wie die griechischen Hopliten leisten konnten, da sie hauptsächlich aus der vergleichsweise armen Bevölkerungsschicht der makedonischen Bauern stammten.[114]

Neben den griechischen Hopliten waren die Barbaren im Norden Gegner der Makedonen, wie etwa die Illyrer, Epiroten, Thraker und Kelten.[115] Diese kämpften sowohl zu Fuß als auch zu Pferd, waren sowohl mit Fernwaffen wie Bögen und Schleudern ausgestattet als auch gut im Nahkampf geübt.[116] Das Ziel aus makedonischer Sicht musste also sein, diesen beiden potenziellen Gegnern mit möglichst geringem finanziellem Aufwand wirkungsvoll Paroli bieten zu können.

Dies alles dürfte demzufolge zur Einführung der Hauptwaffe, der so genannten „Sarissa“, geführt haben.[117] Ihre ursprüngliche Länge ist unbekannt und auch schwer zu ermitteln, da diese lange Lanze auch noch in den Heeren der Diadochen weiter Bestand hatte und im Laufe der Zeit mehrfach modifiziert wurde.[118] Theophrast, ein Zeitgenosse Alexanders, bezifferte die Länge der Sarissa auf 10 bis 12 makedonische Ellen. Eine makedonische Elle betrug ungefähr 44,35 cm.[119] Davon ausgehend wird die Sarissa zur Zeit Alexanders bis zu 5,32 m lang gewesen sein. Diese Angaben von Theophrast wurden außerdem später durch Berichte von Arrian und Polybios bestätigt.[120] Andronicos beschrieb einen in Vergina gefundenen Sarissenkopf, der 51 cm lang war und ein Gewicht von 1235 Gramm besaß.[121] Auch Markle bestätigte solche Angaben und gab an, dass die Sarissa nicht länger als sechs Meter gewesen sein kann, da die Pezhetairen ja auch noch ein Schild tragen mussten.[122] Umstritten ist auch, inwieweit Berichte von Diodor stimmen, wonach beim Beginn einer Schlacht die Pezhetairen zusätzlich zum Schlachtruf mit den Sarissen auf ihre Schilde schlugen, um den Feind einzuschüchtern.[123]

Polybios beschrieb auch die Handhabung der Sarissa.[124] Demzufolge wurde sie als Stoßwaffe beidseitig gehalten. An der Spitze und am Ende war eine je 30 cm lange Eisenspitze zur besseren Gewichtsverteilung befestigt. In den Boden quer nach oben gerammt wurde die Sarissa auch zur Abschreckung gegenüber möglichen Feinden, zum Beispiel als Schutz des Lagers, verwendet.[125] Die Sarissen der fünf vorderen Reihen ragten laut den Angaben von Polybios und Arrian über die Angriffslinie der ersten Reihe hinaus, die anderen wurden wahrscheinlich als Schutz vor anfliegenden Geschoßen nach oben gehalten.[126]

Aufgrund der erforderlichen beidhändigen Anwendung der langen Sarissa war ein makedonischer Hoplit nur mit einem kleinen runden Bronzeschild von 46 cm Durchmesser ausgerüstet, welches über die linke Schulter gehängt wurde. Für den Nahkampf besaß er noch einen Dolch.[127]

Mit der „Abstandswaffe“ Sarissa konnte auf eine kostspielige Panzerung der Fußsoldaten verzichtet werden und trotzdem eine schlagkräftige Phalanx entstehen. Diese Phalanx bestand wohl jeweils aus 16 mal 16 Mann und konnte frontal angreifend den Feind sowohl zurückstoßen als auch zerschlagen, da der Gegner nicht an die makedonischen Soldaten herankam. Eine solche Speira aus jeweils 256 Hopliten bildete die Basiseinheit der makedonischen Infanterie.[128]

Hinzu kam das Einüben der „schiefen Schlachtordnung“, welche Philipp II. in seiner Jugend als Geisel in Theben kennen gelernt hatte.[129] Da bei einer Phalanx der rechte Flügel stärker als der linke war, führte dies im Laufe eines Kampfes dazu, dass die Phalanx rechts immer weiter vorrückte, während der linke Flügel immer weiter nach hinten zurück fiel. Um dieses Problem zu vermeiden, wurde der linke Flügel gestärkt.

[...]


[1] Sekunda, Nicholas: The Army of Alexander the Great, Osprey: Oxford 2004, S. 3.

[2] Vgl. Ashley, James R.: The Macedonian Empire. The Era of Warfare Under Philipp II. And Alexander the Great, 359-323 B.C., McFarland 1998, S. 1 f.; Engels, Donald W.: Alexander the Great and the Logistics of the Macedonian Army, Los Angeles 1978, S. 51 f.; Berve, Helmut: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Band 1, Nachdruck der Ausgabe, München 1926. Hildesheim 1999, S. 11 f.

[3] Vgl. Hampl, Franz: Alexander der Grosse, 2. durchgesehene Aufl., Göttingen 1965; Droysen, Johann Gustav: Geschichte Alexanders des Großen. Nach dem Text der Erstausgabe 1833, 2. Aufl., Zürich 1986; Bosworth, A.B.: Alexander and the East. The Tragedy of Triumph, Oxford University Press: Oxford 1996;

Engels, Johannes: Philipp II. und Alexander der Große, Darmstadt 2006.

[4] Berve, Helmut: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Band 1, Nachdruck der Ausgabe München 1926, Hildesheim 1999.

[5] Droysen, Hans: Untersuchungen über Alexanders des Großen Heerwesen und Kriegführung, Freiburg 1885.

[6] Vgl. Berve: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Band 1, S. 117.

[7] Vgl. Ebd., S. 125.

[8] Vgl. Ebd., S. 103.

[9] Heckel, Waldemar; Jones, Ryan: Macedonian Warrior. Alexander`s elite infantryman. Osprey: Oxford 2006.

[10] Fuller, John F.C.: Alexander der Große als Feldherr. Aus dem Englischen übertragen von Helmut Lindemann, Stuttgart 1961.

[11] Ebd., S. 24.

[12] Sekunda, Nicholas: The Army of Alexander the Great, Osprey: Oxford 2004.

[13] Vgl. Ebd., S. 24.

[14] Sekunda, Nicholas: Greek hoplite: 480-323 BC, Osprey: Oxford 2007.

[15] Ders.: The Persian Army 560-330 BC, Osprey: Oxford 1992.

[16] Ders.: Alexander the Great: His Armies and Campaigns 334-323 BC (Men-at-arms), Osprey: Oxford 1998.

[17] Vgl. Sekunda: Alexander the Great: His Armies and Campaigns 334-323 BC, S. 27 ff. sowie S. 39 f.

[18] Vgl. Ebd., S. 18 ff.

[19] Connolly, Peter: Greece and Rome at War, London 2006.

[20] Unwin, Vanessa (Hrsg.): Fighting Techniques of the Ancient World 3000 BC – AD 500: Equipment, Combat Skills, and Tactics. New York 2002, Reprinted in 2007.

[21] Engels, Donald W.: Alexander the Great and the Logistics of the Macedonian Army, Los Angeles 1978.

[22] Vgl. Ebd., S. 77 f.

[23] Vgl. Ebd., S. 8 f.

[24] Vgl. Sekunda: Alexander the Great: His Armies and Campaigns 334-323 BC, S. 58 f.

[25] Vgl. Berve: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Band I, S. 150; Fuller: Alexander der Große als Feldherr, S. 35; Sekunda: Alexander the Great: His Armies and Campaigns 334-323 BC, S. 27; Engels: Alexander the Great and the Logistics of the Macedonian Army, S. 152.

[26] Vgl. Engels: Alexander the Great and the Logistics of the Macedonian Army, S. 148 ff.

[27] Griffith, G.T.: The Mercenaries of the Hellenistic World, Cambridge 1935.

[28] Vgl. Griffith, G.T.: A Note on the Hipparchies of Alexander. The Journal of Hellenic Studies. Volume 83, 1963, S. 68-74.

[29] Brunt, P.A.: Alexander`s Macedonian Cavalry. The Journal of Hellenic Studies. Volume 83, 1963, S. 27-46. Dabei bezog sich Brunt auf Arrian IV.17.3.

[30] Vgl. Griffith: A Note on the Hipparchies of Alexander, S. 70.

[31] Vgl. Engels: Alexander the Great and the Logistics of the Macedonian Army, S. 152.

[32] Vgl. Bosworth, A.B.: Conquest and Empire: the Reign of Alexander the Great. Cambridge and New York: Cambridge University Press 1988, S. 266.

[33] Vgl. Bosworth, A.B.: Alexander and the Iranians. The Journal of Hellenic Studies. Volume 100, 1980, S.1-21.

[34] Badian E.: Orientals in Alexander`s Army. Journal of Hellenic Studies, Volume 85, 1965, S. 160 f.

[35] Vgl. Hammond, N.G.L.: Casualties and Reinforcements of Citizen Soldiers in Greece and Macedonia. The Journal of Hellenic Studies. Volume 109, 1989, S. 63.

[36] Vgl. Ebd., S. 63.

[37] Vgl. Carney, Elizabeth: Macedonians and Mutiny: Discipline and Indiscipline in the Army of Philip and Alexander. Classical Philology, Volume 91, No. 1. (Jan. 1996), S. 19-44.

[38] Vgl. Boswoth: Alexander and the East, S. 117; Fuller: Alexander der Große als Feldherr, S. 117 f.

[39] Seibert, Jakob: Alexander der Grosse, 4. unveränderte Auflage, Darmstadt 1994, S. 1.

[40] Arrian: Anabasis of Alexander, Books I-IV, translated by P. A. Brunt, Cambridge 1976.

[41] Arrian: Anabasis of Alexander, Books V-VII, Indica, translated by P. A. Brunt, Cambridge 1976.

[42] Engels, Johannes: Philipp II. und Alexander der Große, Darmstadt 2006, S. 15 f.

[43] Vgl. Ebd., S. 16.

[44] Vgl. Arrian: I, 2.

[45] Vgl. Arrian: VII, 25.

[46] Vgl. Engels: Philipp II. und Alexander der Große, 12 f.

[47] Demosthenes: Olynthiacs Philippics. Minor Public Speaches. Speech against Leptines I-XVII, XX. With English translation by J.H. Vince. Reprinted London 1998.

[48] Vgl. Demosthenes: Olynthiacs Philippics, S. 32.

[49] Vgl. Engels: Philipp II. und Alexander der Große, S. 8 f.

[50] Vgl. Ebd., S. 14 f.

[51] Vgl. Polybius: The Histories. With an English Translation by W.R. Paton, Reprinted London 2000, S. 359 ff.

[52] Vgl. Engels: Philipp II. und Alexander der Große, S. 13.

[53] Vgl. Polybius: The Histories. S. 8.

[54] Engels: Philipp II. und Alexander der Große, S. 15.

[55] Vgl. Ebd., S. 15.

[56] Vgl. Reuss, Friedrich Wilhelm Ludwig: Hieronymus von Kardia, Inauguraldissertation, Marburg 1876, S. 2 f.

[57] Vgl. Ebd., S. 4 f.

[58] Vgl. Ebd., S. 2 f.

[59] Vgl. Ebd., S. 3.

[60] Vgl. Ebd., S. 6 sowie Diodorus of Sicily: The Library of History Books, XVIII 42, 1.

[61] Diodorus of sicily: The Library of History Books XVI.66-XVII. With an English Translation by C. Bradford Welles, Reprinted London 1997.

[62] Seibert: Alexander der Grosse, S. 25.

[63] Vgl. Ebd., S. 25.

[64] Hammond, N.G.L.: A history of Macedonia, Oxford 1972.

[65] Vgl. Seibert: Alexander der Grosse, S. 26.

[66] Vgl. Ebd., S. 27.

[67] Vgl. Engels: Philipp II. und Alexander der Große, S. 15.

[68] Vgl. Ebd., S. 14.

[69] Plutarch: Lives VII. Demosthenes and Cicero, Alexander and Caesar, With an English Translation by Bernadotte Perrin, Reprinted London 1999.

[70] Vgl. Engels: Philipp II. und Alexander der Große, S. 11.

[71] Vgl. Engels: Philipp II. und Alexander der Große, S. 8 f.

[72] Vgl. Ebd., S. 14 f.

[73] Vgl. Polybius: The Histories, S. 359 ff.

[74] Vgl. Ebd., S. 8.

[75] Vgl. Ebd., S. 10 f. sowie Demosthenes: Olynthiacs Philippics, S. 23 ff.

[76] Vgl. Engels, Philipp II. und Alexander der Große, S. 21.

[77] Vgl. Ebd., S. 23.

[78] Vgl. Errington: Geschichte Makedoniens, S. 213 nach: Thucydides: Thucydidis historiae, Scriptorum classicorum bibliotheca Oxoniensis 2, 100.

[79] Vgl. Ebd., Thuk. 2, 100.

[80] Wissowa: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band XIX.2, S. 2297.

[81] Vgl. Fuller: Alexander der Große als Feldherr, S. 32.

[82] Das altgriechische Wort Hetairoi bedeutet auf Deutsch übersetzt Gefährte.

[83] Vgl. Berve: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Bd. I, S. 104.

[84] Vgl. Ebd., S. 104.

[85] Vgl. Ebd., S. 104.

[86] Vgl. Connolly: Greece and Rome at War, S. 70 f.

[87] Vgl. Ebd., S. 71 f.

[88] Das berühmte Alexandermosaik aus Pompeii zeigt, wie Alexander an der Spitze seiner Hetairenreiterei die Leibgarde der so genannten Unsterblichen des Perserkönigs Dareios III. durchbricht, der sich auf seinem Streitwagen vor den heranstürmenden Makedonen retten will und sich zur Flucht entschließt. Dabei ist zu sehen, wie Alexander eine Brustpanzerung trägt und seinen Speer nach vorne hält. Von einem Schild als Schutz ist dagegen bei den makedonischen Hetairenreitern nichts zu sehen.

[89] Das altgriechische Wort „dory“ bedeutet im Deutschen soviel wie Speer.

[90] Vgl. Berve: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Bd. I, S. 104.

[91] Vgl. Connolly: Greece and Rome at War, S. 72.

[92] Vgl. Berve: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Bd. I, S. 104 f.

[93] Vgl. Plut. 16 in: Berve: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Bd. I, S. 104.

[94] Vgl. Berve: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Bd. I, S. 105.

[95] Vgl. Wissowa: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band VIII.2, S. 1379.

[96] Vgl. Hammond: Philip of Macedon, S. 149.

[97] Vgl. Ebd., S. 107.

[98] Vgl. Ebd., S. 153.

[99] Vgl. Ebd., S. 152 ff.

[100] Vgl. Demosthenes: Olynthiacs Philippics, S. 32.

[101] Vgl. Hammond: Philip of Macedon, S. 113.

[102] Vgl. Berve: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Bd. I, S. 104; Errington, Geschichte Makedoniens, S. 275.

[103] Da aber laut Jacoby Alexander II. in den Jahren 370 und 369 v. Chr. der große makedonische Militärreformer gewesen sein soll, kann man davon ausgehen, dass Anaximenes Alexander II. gemeint hat. Vgl. Cancik, Schneider: Der neue Pauli, S. 1377 f.

[104] Vgl. Wissowa: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band VIII.2, S. 1378.

[105] Vgl. Berve: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Bd. I, S. 113.

[106] Vgl. Cancik, Schneider: Der neue Pauli, S. 1378.

[107] Vgl. Errington, Geschichte Makedoniens, S. 213 sowie S. 275.

[108] Vgl. Ebd., S. 213.

[109] Vgl. Connolly: Greece and Rome at War, S. 70 f; Errington, Geschichte Makedoniens, S. 107;

Wissowa: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band VIII.2, S. 1378;

Berve: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, Bd. I, S. 38 f.

[110] Vgl. Unwin: Fighting Techniques of the Ancient World 3000 BC – AD 500, S. 20.

[111] Das altgriechische Wort „dory“ bezeichnet einen Speer.

[112] Vgl. Unwin: Fighting Techniques of the Ancient World 3000 BC – AD 500, S. 17.

[113] Vgl. Ebd., S. 17.

[114] Vgl. Errington: Geschichte Makedoniens, S. 213.

[115] Vgl. Engels: Philipp II. und Alexander der Große, S. 21 f.

[116] Vgl. Unwin: Fighting Techniques of the Ancient World 3000 BC – AD 500, S. 16.

[117] Vgl. Engels: Philipp II. und Alexander der Große, S. 23.

[118] Vgl. Wissowa: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band IA.2, S. 2515.

[119] Vgl. Ebd. S. 2518.

[120] Vgl. Connolly: Greece and Rome at War, S. 69.

[121] Vgl. Andronicos, M.: Sarisse, BCH 94, 1970, S. 98; Heckel, Jones: Macedonian Warrior. Alexander`s elite infantryman, S. 6.

[122] Vgl. Markle, M.M.: The Macedonian Sarissa, Spear and related Armor, AJA 81, 1977, S. 325.

[123] Diodor berichtet von einem solchen Verhalten der makedonischen Infanteristen in der Schlacht bei Gaugamela. Vgl. Diodor: XVII.57.6 und 58.3. Trotz dieser Schilderungen von Diodor kann laut Hammond diese Fragestellung nicht gelöst werden. Vgl. Hammond, N.G.L.: Antichthon 14, 1980, S. 59.

[124] Vgl. Wissowa: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Band IA.2, S. 2521 f.

[125] Vgl. Ebd. S. 2519 f.

[126] Vgl. Ebd. S. 2522.

[127] Vgl. Berve: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage, S. 110.

[128] Vgl. Connolly: Greece an Rome at War, S. 78.

[129] Vgl. Ebd., S. 50 sowie S. 64 und S. 68.

Ende der Leseprobe aus 92 Seiten

Details

Titel
Asiatische Truppenteile in der Armee Alexanders des Großen. Auswirkungen auf die makedonische Armee
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Geschichtswissenschaft)
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
92
Katalognummer
V336855
ISBN (eBook)
9783656985150
ISBN (Buch)
9783656985167
Dateigröße
830 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
asiatische, truppenteile, armee, alexanders, großen, auswirkungen
Arbeit zitieren
Martin Schneider (Autor), 2009, Asiatische Truppenteile in der Armee Alexanders des Großen. Auswirkungen auf die makedonische Armee, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336855

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