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Heidelberger Versammlung und Frankfurter Vorparlament

Title: Heidelberger Versammlung und Frankfurter Vorparlament

Seminar Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Nadine Zunker (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Zwischen 1845 und 1847 wurden West- und Mitteleuropa von einer Wirtschaftskrise heimgesucht. Diese wirtschaftliche Notsituation führte zu einem Anwachsen der Opposition gegen die Regierungen. Natürlich warteten die Politiker nicht lange mit ihrer Antwort auf die Ausbreitung des liberalen Gedankengutes, auf die ersten Arbeiterzusammenschlüsse und auf das Streben nach Freiheit der Nationalitäten in Europa. Es folgten starke Restriktionen. Ganz offensichtlich stand eine politische Umwälzung in Europa bevor.1
Die Revolution von 1848 hatte ihren Ursprung wieder in Frankreich von wo aus sie sich über weite Teile Europas ausbreitete. Besonders in Deutschland entzündete die Nachricht von der Pariser Februarrevolution eine revolutionäre Bewegung. Sie begann in Baden und setzte sich in anderen Staaten des Deutschen Bundes fort. Hier hatte man eindeutige Ziele der Revolution vor Augen: liberale Verfassungen, nationale Einheit sowie wirtschaftlich-soziale Sicherheit.2
In der folgenden Ausarbeitung werde ich mich nur mit einem inhaltlich und regional begrenzten Teil dieser Revolution befassen.
Ich werde nicht die sogenannte „ele mentare“ Revolution3, wie Müller die Revolution seitens der Bauern, der Handwerker und der Arbeiter nennt, die unter anderem gegen die bestehenden Feudalrechte, gegen die neue Gewerbereform und für bessere wirtschaftliche Arbeitsverhältnisse kämpften, behandeln, sondern die Verfassungs- und Nationalrevolution, die ihre Wurzeln hier bei uns in Baden hat. Wie der Name bereits vermuten lässt, geht es bei dieser Revolution um die Errichtung eines Nationalstaates und um die damit verbundene Verwirklichung einer gesamtstaatlichen Verfassung.
Die erste Station auf dem Weg dorthin, die Heidelberger Versammlung vom 5. März 1848, werde ich im ersten Kapitel meiner Ausarbeitung behandeln.
Das zweite Kapitel hat das Frankfurter Vorparlament, das vom 31. März 1848 bis zum 3. April 1848 in Frankfurt tagte, zum Thema.

1 Hummerl, Karl-Joseph: Die Revolution von 1848/49. In: bsv Geschichte. Hrsg. von Karl-Heinz Zuber und Hans Holzbauer. München: Bayrischer Schulbuchverlag 1986. S. 122
2 Rohlfes, Joachim: Staat und Nation im 19. Jahrhundert. In: Historisch-politische Weltkunde. Hrsg. von Dr. Hans-Jürgen Pandel und Prof. Dr. Joachim Rohlfes.Stuttgart 2003. S. 56
3 Müller, Frank Lorenz: Die Revolution von 1848/49. Hrsg. von Martin Kintzinger u. a. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2002 (= Geschichte kompakt). S. 59

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Heidelberger Versammlung (3. März 1848)

2.1 Ziel der Heidelberger Versammlung

2.2 Ergebnisse der Heidelberger Versammlung

2.3 Fazit

3. Das Frankfurter Vorparlament (31. März – 3. April 1848)

3.1 Verlauf des Frankfurter Vorparlaments

3.2 Fazit

4. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Rolle der Heidelberger Versammlung und des Frankfurter Vorparlaments als zentrale Stationen auf dem Weg zur deutschen Nationalversammlung während der Revolution von 1848/49. Das primäre Ziel besteht darin, den Verlauf sowie die Ergebnisse dieser beiden Versammlungen darzustellen und die tiefgreifenden politischen Differenzen zwischen den liberalen und radikaldemokratischen Kräften zu analysieren, die das gemeinsame Handeln der Revolutionäre erschwerten.

  • Analyse der Heidelberger Versammlung vom 3. März 1848 und ihrer Zielsetzungen.
  • Untersuchung des Frankfurter Vorparlaments (31. März – 3. April 1848) und seiner Organisationsstrukturen.
  • Gegenüberstellung liberaler und radikaldemokratischer Vorstellungen von staatlicher Ordnung.
  • Herausarbeitung der Konfliktpunkte bezüglich der Frage der "Permanenz" und der Legitimität revolutionärer Gremien.
  • Reflexion über die Gründe für das letztendliche Scheitern der Revolutionsbewegung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Verlauf des Frankfurter Vorparlaments

Im Vordergrund für das Frankfurter Vorparlament stand zunächst einmal die Nationalversammlung vorzubereiten und damit verbunden, die dazu nötigen Wahlen zu organisieren. Was die Organisation der Wahlen betraf, gab es im Grunde kaum Streitigkeiten. Beim Wahlgebiet versuchte man soweit wie möglich, wie auch später bei der Festlegung der Grenzen des Nationalstaates, die Staatengrenzen mit den Volkstumsgrenzen in Einklang zu bringen. Das bedeutete, dass das Wahlgebiet den Deutschen Bund, Ost- und Westpreußen, Holstein und Schleswig sowie Böhmen und Mähren (Habsburgergebiet) umfassen sollte.

Die Problematik bei Schleswig bestand allerdings darin, dass seit dem 17. Jahrhundert Schleswig dänisches Lehen war, zugleich aber in Realunion mit Holstein lebte, welches sich seit 1815 im Deutschen Bund befand. 1848 veröffentlichte die dänische Krone auf Drängen der Nationalliberalen eine Gesamtstaatsverfassung mit Einschluß Schleswigs. Beide Herzogtümer versuchten sich nun von Dänemark zu lösen, und das Frankfurter Vorparlament beschloss deswegen, Schleswig auch in den Deutschen Bund aufzunehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Notsituation vor 1848 und grenzt das Thema auf die Verfassungs- und Nationalrevolution in Baden ein.

2. Die Heidelberger Versammlung (3. März 1848): Dieses Kapitel beschreibt die Hintergründe der Heidelberger Versammlung, die personelle Zusammensetzung und die Wahl des Standorts.

2.1 Ziel der Heidelberger Versammlung: Hier werden die unterschiedlichen Zielvorstellungen der liberalen und radikalen Kräfte hinsichtlich einer Verfassungsänderung und eines Nationalparlaments thematisiert.

2.2 Ergebnisse der Heidelberger Versammlung: Das Kapitel erläutert den "Weg der Legalität", die Bildung des Siebener-Ausschusses sowie die Inhalte des sogenannten "Kompromisspapiers".

2.3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz der Einigung auf ein gemeinsames Vorgehen die tiefen Differenzen zwischen Liberalen und Radikalen bestehen blieben.

3. Das Frankfurter Vorparlament (31. März – 3. April 1848): Es wird die Versammlung von 574 Männern in Frankfurt beschrieben, die die Bildung der Nationalversammlung vorbereiten sollte.

3.1 Verlauf des Frankfurter Vorparlaments: Dieses Kapitel detailliert die Wahlfragen, die Konflikte um die Permanenz des Vorparlaments und die inhaltlichen Gegensätze zwischen den politischen Lagern.

3.2 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass das Vorparlament fundamentale Entscheidungen vertagte und der Bruch innerhalb der revolutionären Bewegung unüberwindbar wurde.

4. Reflexion: Die Reflexion beleuchtet das langfristige Erbe der Revolution von 1848 und analysiert die Ursachen für das Scheitern der Bewegung.

Schlüsselwörter

Revolution 1848, Heidelberger Versammlung, Frankfurter Vorparlament, Nationalversammlung, Liberalismus, Radikaldemokraten, Verfassung, Nationalstaat, Siebener-Ausschuss, Permanenz, Volkssouveränität, Deutsche Einheit, Scheitern der Revolution.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der frühen Phase der deutschen Revolution von 1848/49, wobei der Fokus gezielt auf zwei Schlüsselereignisse gelegt wird: die Heidelberger Versammlung und das Frankfurter Vorparlament.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die Organisation revolutionärer Gremien, die Ausarbeitung einer gesamtstaatlichen Verfassung, die Wahlverfahren zur Nationalversammlung sowie die ideologischen Konflikte zwischen Liberalen und Radikaldemokraten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Verlauf und die Ergebnisse der betrachteten Versammlungen darzustellen und herauszuarbeiten, warum die unterschiedlichen politischen Einstellungen der Teilnehmer eine effiziente Zusammenarbeit zur Zielerreichung verhinderten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse von Quellen und Fachliteratur, um die politischen Entscheidungsprozesse und die programmatischen Unterschiede der damaligen Zeit nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Betrachtung der Heidelberger Versammlung und des Frankfurter Vorparlaments, inklusive der jeweiligen Ziele, Ergebnisse, Wahlmodalitäten und der Debatten um die "Permanenz" der Gremien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Revolution 1848, Heidelberger Versammlung, Frankfurter Vorparlament, Nationalversammlung, Liberalismus, Radikalismus, Verfassung und nationale Einheit.

Warum kam es bei der Wahl zum 50er Ausschuss zum Bruch zwischen den politischen Lagern?

Der Bruch entstand, weil die radikale Linke durch die Nichtwahl von Hecker und Struve in den 50er Ausschuss faktisch aus dem legalen Revolutionsprozess ausgeschlossen wurde, was ihre politische Marginalisierung besiegelte.

Welche Rolle spielte das "Kompromisspapier" der Heidelberger Versammlung?

Das Kompromisspapier diente dazu, ein gemeinsames öffentliches Signal zu senden, wobei kontroverse Themen wie die Staatsform (Republik vs. Monarchie) bewusst ausgeklammert wurden, um den Zusammenhalt der Opposition zu wahren.

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Details

Title
Heidelberger Versammlung und Frankfurter Vorparlament
College
University of Education Heidelberg
Course
Revolution in Baden 1848/49
Grade
1,5
Author
Nadine Zunker (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V33690
ISBN (eBook)
9783638341066
ISBN (Book)
9783640149575
Language
German
Tags
Heidelberger Versammlung Frankfurter Vorparlament Revolution Baden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Zunker (Author), 2004, Heidelberger Versammlung und Frankfurter Vorparlament, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33690
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