Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Grundproblem und Grundprinzipien der Wirtschaftsethik

Titel: Grundproblem und Grundprinzipien der Wirtschaftsethik

Essay , 2016 , 10 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Eugen Zimmermann (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der vorliegende Essay ist im Seminar "Grundlagen der Wirtschaftsethik" an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg als Prüfungsleistung eingereicht worden. Er beschäftigt sich mit dem grundlegenden Problem der Wirtschaftsethik, definiert wichtige Grundbegriffe, wie Moralität, Rechtlichkeit und Ökonomie und setzt diese in Verbindung zueinander.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Zentrale Begrifflichkeiten

2.1 Moralität

2.2 Rechtlichkeit

2.3 Ökonomie

3. Das Verhältnis von Moralität, Rechtlichkeit und Ökonomie

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Spannungsfeld zwischen ökonomischem Handeln und ethischen sowie rechtlichen Anforderungen. Ziel ist es, durch eine Prinzipienreflexion der Begriffe Moralität, Rechtlichkeit und Ökonomie ein tieferes Verständnis für deren Interdependenzen zu entwickeln und zu hinterfragen, was „richtiges“ unternehmerisches Handeln in einer Wirtschaftsethik ausmacht.

  • Die begriffliche Differenzierung von Moralität, Rechtlichkeit und Ökonomie
  • Die Rolle der Freiheit als Grundlage für moralisches und rechtliches Handeln
  • Die Funktion des positiven Rechts als notwendige Begrenzung ökonomischer Freiheit
  • Die Wechselwirkung zwischen Individuum, Markt und gesellschaftlicher Verantwortung
  • Die Möglichkeiten und Grenzen der Wirtschaftsethik in der Unternehmenspraxis

Auszug aus dem Buch

2.1 Moralität

Häufig werden im allgemeinen Sprachgebrauch die Begriffe Moralität und Moral fälschlicherweise synonym verwendet. Daher gilt es eine Abgrenzung vorzunehmen. Für den weiteren Verlauf des Essays möchte ich folgende Definitionen festlegen:

Die Moral stellt ein faktisch vorfindliches Normensystem dar, das zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort gilt.

Die Moralität hingegen bezeichnet eine innere Haltung, sich überhaupt unter die Verbindlichkeit eines Unterschiedes zwischen „Gut“ und „Böse“ zu stellen. Die Grundlage dafür liefert wiederum die Moral als Normensystem. Die Moralität bewertet also die Qualität einer Handlung. Daraus lässt sich ableiten, dass ein Individuum, das sich in einem moralischen Entscheidungsdilemma befindet, sich unter einen Anspruch stellt. Seine Entscheidung ist nicht beliebig. Die Tatsache, dass es sich unter einen Anspruch stellt, verdeutlicht, dass wir Individuen nicht determiniert sind, sondern frei entscheiden können.

Bezeichnet man eine Handlung als moralisch, so kann sich das sowohl auf Moralorientierung als auch auf Moralitätsorientierung beziehen. Um es mit Immanuel Kants Vokabular auszudrücken, kann eine Handlung „pflichtmäßig“ (Moral) oder „aus Pflicht“ (Moralität) erfolgen. In der vorliegenden Arbeit wird der Ausdruck „moralisch“ moralitätsorientiert verwendet. Dafür ist der innere Wille, nicht bloß die äußere Handlung, zur Beurteilung der Moralität einer Handlung entscheidend. So muss das Retten eines Ertrinkenden nicht zwingend moralisch sein, wenn dies z. B. nur geschieht, weil der Retter die am Ufer stehenden Beobachter beeindrucken möchte. Ist jedoch der innere Wille einzig und allein die ertrinkende Person zu retten, so kann dies zweifelsfrei als moralisch gewertet werden, selbst wenn die Rettungsaktion aufgrund äußerer Umstände misslingt. Der innere Wille ist gänzlich autonom. Nur das Individuum selbst kann den eigenen Willen steuern. Somit kann der innere Wille als Wertungsgrundlage für Moralität dienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung der Wirtschaft ein und verdeutlicht anhand aktueller Trends wie Fair-Trade und Nachhaltigkeit die wachsende Bedeutung wirtschaftsethischer Fragen.

2. Zentrale Begrifflichkeiten: Hier werden die theoretischen Fundamente gelegt, indem die Begriffe Moralität, Rechtlichkeit und Ökonomie präzise definiert und voneinander abgegrenzt werden.

3. Das Verhältnis von Moralität, Rechtlichkeit und Ökonomie: Dieses Kapitel analysiert die komplexen Abhängigkeiten zwischen den drei Prinzipien und zeigt auf, wie sie das ökonomische Handeln in der Gesellschaft legitimieren und begrenzen.

4. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Wirtschaftsethik in der Praxis primär als Einhaltung von Wirtschaftsrecht und Compliance verstanden werden muss, um gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsethik, Moralität, Rechtlichkeit, Ökonomie, Freiheit, Kategorischer Imperativ, positives Recht, Stakeholder, Nachhaltigkeit, LOHAS, ökonomisches Handeln, Compliance, Selbstzweckformel, Eigenverantwortung, Nutzenmaximierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Grundlegung der Wirtschaftsethik und der Klärung des Verhältnisses zwischen moralischem Anspruch, gesetzlichem Rahmen und ökonomischem Gewinnstreben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Abgrenzung von Moral und Moralität, die Bedeutung des Rechts als Korrektiv für den Markt sowie die Rolle des Individuums als freies Entscheidungszentrum in einer ökonomischen Welt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine Prinzipienreflexion, um aufzuzeigen, wie ökonomische Handlungen mit moralischen Werten und rechtlichen Vorschriften in Einklang gebracht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Reflexion philosophischer Begriffe, insbesondere unter Rückgriff auf Immanuel Kants Ethikkonzepte und rechtstheoretische Grundpositionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der drei Grundbegriffe Moralität, Rechtlichkeit und Ökonomie sowie die abschließende Synthese, in der das Verhältnis dieser drei Prinzipien zueinander dargestellt wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wirtschaftsethik, Freiheit, Rechtlichkeit, Moralität und ökonomische Verantwortung geprägt.

Warum unterscheidet der Autor zwischen Moral und Moralität?

Die Unterscheidung dient dazu, zwischen einem faktisch vorfindlichen Normensystem (Moral) und der inneren, autonomen Haltung eines Individuums (Moralität) zu differenzieren, wobei für den Autor letztere entscheidend für die ethische Bewertung ist.

Wie definiert der Autor das Verhältnis zwischen Markt und Recht?

Der Autor vertritt die Auffassung, dass der Markt durch das positive Recht begrenzt werden muss, um sicherzustellen, dass Nutzenmaximierung nicht zu Lasten fundamentaler ethischer Werte erfolgt.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Grundproblem und Grundprinzipien der Wirtschaftsethik
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Veranstaltung
Grundlagen der Wirtschaftsethik
Note
1,3
Autor
Eugen Zimmermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
10
Katalognummer
V337017
ISBN (eBook)
9783668266308
ISBN (Buch)
9783668266315
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethik Wirtschaftsethik Unternehmensethik Wirtschaftspädagogik BWL Moral Moralität Recht Rechtlichkeit Bamberg Otto-Friedrich-Universität Eugen Zimmermann Zimmermann Eugen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eugen Zimmermann (Autor:in), 2016, Grundproblem und Grundprinzipien der Wirtschaftsethik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337017
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  10  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum