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Strategien und Probleme von Müllverwertung innerhalb der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS

Title: Strategien und Probleme von Müllverwertung innerhalb der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS

Seminar Paper , 2016 , 13 Pages , Grade: 1

Autor:in: Eric Hugo Weinhandl (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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In dieser Seminararbeit soll ein Überblick über zentrale Strategien aber auch Probleme im Umgang mit Müll und Abfall am Beispiel der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaften ECOWAS gegeben werden. ECOWAS ist dabei besonders von Müllexporten aus Europa betroffen.

Entwicklungsregionen auf der ganzen Welt kämpfen im Zuge der voranschreitenden Globalisierung zunehmend mit dem Problem eines exorbitanten Müllaufkommens und dessen inadäquaten Managements. Dies liegt zum einen an den fehlenden finanziellen und institutionellen Rahmenbedingungen um mit einem wachstumsbedingten, steigenden Abfallaufkommen effektiv und nachhaltig umgehen zu können und zum anderen am Export von immer rascher verbrauchten Konsumgütern aus den Industrienationen des globalen Nordens in diese Regionen.

Gerade in Afrika hat sich daher in den letzten Jahrzehnten ein enormes Problemfeld in der Entwicklung des Kontinents aufgetan, da im Bereich Müll und Abfall an vielen Orten eine Verwertungsstrategie fehlt. Das hat langfristig gesehen sowohl fatale Auswirkungen auf Flora und Fauna als auch auf die lokalen Bevölkerungen, etwa durch Umweltverschmutzungen und hygienische Defizite. Ferner führen diese Entwicklungen auch immer wieder zu Konflikten.

Dabei muss beachtet werden, dass sich in Afrika ein anderer Charakter des Mülls herausgebildet hat als in den westlichen Industrienationen. Während Müll im globalen Norden aufgrund des klassisch ökonomischen Paradigmas der Gewinnverwertung häufig negiert und mit enormen Kosten verbunden wird, gilt er in vielen Regionen des Sub-Sahara Raums als Einnahmequelle von Staaten und als Ressource und Gebrauchswert lokaler Bevölkerungen. Als „Risiko“ wird Müll und Abfall lediglich dann empfunden, wenn es zu Verteilungskämpfen oder größeren Umwelt- und Gesundheitskatastrophen kommt, weshalb immer noch weitgehend auf umweltschonende und nachhaltige Verwertungspraxen verzichtet wird.

Der enorme Anstieg des Müllaufkommens in Afrika aufgrund von Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, sowie der voranschreitenden Urbanisierung verdeutlicht dennoch die Notwendigkeit regionaler Müllverwertungsstrategien. Diesem Problem wurden sich in jüngster Zeit auch zahlreiche regionale Wirtschaftsgemeinschaften, sowie die Afrikanische Union bewusst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die politische Ökologie des Mülls

3. Müllverhältnisse innerhalb der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS

4. Conclusio

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit untersucht die komplexen Müllverhältnisse in Westafrika und analysiert, wie die Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS mit dem wachsenden Abfallaufkommen sowie den Problemen durch Müllexporte umgeht, wobei insbesondere die sozio-ökonomischen Hintergründe beleuchtet werden.

  • Regionale und überregionale Müllmanagementstrategien in Westafrika
  • Die Auswirkungen des Exports von „toxic waste“ aus Industrienationen
  • Sozio-ökonomische Unterschiede in der Definition und Bewertung von Müll
  • Die Rolle lokaler Initiativen im Spannungsfeld zur staatlichen Abfallpolitik

Auszug aus dem Buch

3. Müllverhältnisse innerhalb der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS

Der Westafrikanische Raum und gerade die ECOWAS stehen vor zwei zentralen Problemfeldern regionaler Müllverarbeitungsstrategien. Einerseits mangelt es an staatlichen und überstaatlich organisierten Müllmanagementstrategien, weshalb in vielen Fällen NGO´s und gemeinschaftsbasierte Organisationen diese Aufgaben übernehmen müssen. Andererseits bildet der importierte „toxic waste“ eines der größten Probleme der gesamten Region, mit fatalen Auswirkungen für Menschen und Umwelt.

Beide Faktoren hängen laut einer ECOWAS-internen Studie aus dem Jahr 2011 massiv mit der Wasserknappheit, der mangelnder Wasserqualität und der Landverödung in der Region zusammen. Nach einem kurzen Überblick über die Ursachen und Auswirkungen dieser Faktoren soll auf die Strategien der EOCWAS, sowie einzelner Mitgliedsstaaten, sofern vorhanden, eingegangen werden.

Laut einer UN-Studie aus dem Jahr 2009 werden in Westafrika lediglich 40 Prozent des täglich anfallenden Mülls in einer geeigneten Weise entsorgt, etwa in Müllverbrennungsanlagen, Recyclingstationen und ähnlichem. Die restlichen 60 Prozent dieses Mülls landen in der Umwelt, also auf der Straße. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Situation aufgrund der voranschreitenden Urbanisierung und des Bevölkerungswachstums der letzten Jahre deutlich verschlechtert hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die globale Problematik des Müllaufkommens und führt in die spezifische Untersuchung der ECOWAS-Region ein.

2. Die politische Ökologie des Mülls: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen zur unterschiedlichen Wahrnehmung von Müll im globalen Norden und Süden sowie das Konzept des Sozialmetabolismus.

3. Müllverhältnisse innerhalb der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS: Hier werden die konkreten Herausforderungen in Westafrika, wie fehlende Managementstrategien und die Problematik des Elektroschrott-Imports, detailliert analysiert.

4. Conclusio: Die Conclusio fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und formuliert Lösungsansätze für eine nachhaltige Müllbewirtschaftung unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft.

Schlüsselwörter

ECOWAS, Westafrika, Müllmanagement, Abfallwirtschaft, Toxic Waste, Globalisierung, Sozialmetabolismus, Recycling, Umweltschutz, Elektroschrott, Nachhaltigkeit, Urbanisierung, Ressourcenmanagement, Zivilgesellschaft, Müllverwertung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökologischen und sozialen Herausforderung, die ein exorbitantes Müllaufkommen für die Region Westafrika unter dem Dach der ECOWAS darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die staatliche Müllpolitik, die sozio-ökonomische Bedeutung von Müll als Ressource im globalen Süden sowie die negativen Folgen illegaler Müllexporte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, die Auswirkungen der „garbage crisis“ auf Sub-Sahara Afrika zu ergründen und die Wirksamkeit staatlicher sowie überstaatlicher Lösungsstrategien zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen multidisziplinären Ansatz, der auf bestehenden Studien, UN-Berichten und theoretischen Modellen der politischen Ökologie basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Müllverhältnisse innerhalb der ECOWAS-Staaten untersucht, wobei insbesondere auf die Diskrepanz zwischen politischem Anspruch und der Realität auf den Deponien eingegangen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Müllmanagement, ECOWAS, Toxic Waste, Nachhaltigkeit und globale Disparitäten definieren.

Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung von Müll in Westafrika vom globalen Norden?

Während Müll im Norden oft als reines „Abfallprodukt“ mit Entsorgungskosten gilt, wird er in Westafrika häufig als lebensnotwendige Ressource und Einnahmequelle durch Recyclingpraktiken wahrgenommen.

Welche Rolle spielt der Export von Elektroschrott für die Region?

Der Import von Elektroschrott stellt eine massive ökologische Bedrohung dar, da giftige Stoffe wie Blei und Quecksilber die Wasserqualität und Gesundheit der lokalen Bevölkerung gefährden, auch wenn er lokal neue Reparatur-Wirtschaftszweige schafft.

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Details

Title
Strategien und Probleme von Müllverwertung innerhalb der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS
College
University of Vienna  (Politikwissenschaft)
Course
VO Die ökologische Krise aus multidisziplinärer Perspektive
Grade
1
Author
Eric Hugo Weinhandl (Author)
Publication Year
2016
Pages
13
Catalog Number
V337156
ISBN (eBook)
9783656986423
ISBN (Book)
9783656986430
Language
German
Tags
Müll Müllkrise ECOWAS Afrika Westafrika Umweltpolitik regionale Integration Sub-Sahara
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eric Hugo Weinhandl (Author), 2016, Strategien und Probleme von Müllverwertung innerhalb der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337156
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