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Der Bildungsauftrag in einer Kindertagesstätte. Ein Praktikumsbericht

Titel: Der Bildungsauftrag in einer Kindertagesstätte. Ein Praktikumsbericht

Praktikumsbericht / -arbeit , 2016 , 32 Seiten

Autor:in: Christopher Luis Maraver Munoz (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Themenschwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt auf der Analyse des Bildungsauftrags einer Kindertagesstätte. Hierbei werden, ausgehend von der Konzeption des Trägers, die im pädagogischen Rahmenkonzept definierten Entwicklungsschritte hin zur Bildung untersucht und die Rolle des Autors als pädagogische Fachkraft analysiert. Hierzu wird unter anderem auf Grenzerfahrungen und strukturelle Bedingungen eingegangen.

Zum Erlangen der staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiter absolvierte ich mein Berufspraktikum in einer Kindertagesstätte. Zunächst stelle ich die Einrichtung, in der ich mein Berufspraktikum absolvierte, vor und gehe dabei auf ihren Auftrag sowie ihre Grundsätze, ihre Prinzipien und ihre Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit ein. Anschließend zeige ich den Verlauf meines Praktikums auf und gehe dabei auf die Rahmenbedingungen sowie auf explizite Arbeitsschwerpunkte während meines beruflichen Alltags ein.
Nachdem der Themenschwerpunkt von mir dargestellt wurde, reflektiere und resümiere ich den Verlauf des Praktikums.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Angaben zur Institution

3 Gesamtverlauf des Praktikums

3.1 Rahmenbedingungen des Berufspraktikums

3.2 Verlauf des Praktikums

3.3 Explizite Darstellung der Arbeit mit den Kindern, den Eltern und den KollegInnen

4 Themenschwerpunkt: Die Vermittlung von Bildung im Hort einer Kindestageseinrichtung – Grenzen und Möglichkeiten zur Implementierung von Lern- und Bildungsprozessen

4.1 Begriffsdefinition Bildung anhand eines geschichtlichen Einblickes und eines theoretischen Models

4.2 Das Verständnis von Bildung im Grundschul- bzw. Hortalter

4.3 Pädagogisch angeleitete Entwicklungsschritte hin zur Bildung

4.3.1 Kognitive Entwicklung: Ausbildung stabiler Konzepte der Strukturierung von Wissensbeständen, Entwicklung von Problemlösekompetenzen

4.3.2 Erwerb grundlegender Kulturtechniken: Lesen, Schreiben, Rechnen

4.3.3 Ausbau der Resilienz: Umgang mit fremdbestimmten Leistungsanforderungen und Stressbewältigung

4.3.4 Die Steuerung der Aufmerksamkeit und Handlungen

4.3.5 Identitätsentwicklung: Entwicklung eines realitätsgerechten Selbstkonzeptes/ Selbstbewusstseins, Weiterentwicklung der Autonomie, Entwicklung von befriedigenden Interessen

4.3.6 Sozioemotionale Entwicklung: Emotionsregualtion, verantwortungsbewusst befriedigende Gruppenpositionen gewinnen, Sicherheit in Interaktionen mit Kin-dern gleicher Altersgruppe und Erwachsenen erreichen, sowie stabile Freundschaften aufbauen, Kooperationsfähigkeit und Ausbau der Fähigkeit zur Konfliktlösung

4.3.7 Das Verständnis für Werte und Moral weiterentwickeln

4.3.8 Medienkompetenz: Entwicklung eines sicheren und kritischen Umgangs mit den Medien, ihren Angeboten und Möglichkeiten

4.3.9 In die erweiterte Geschlechterrolle hineinwachsen, Geschlechtsstereotypen hinterfragen

5 Abschlussreflexion

6 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit reflektiert die Tätigkeit des Autors während eines einjährigen Berufspraktikums in einer Kindertagesstätte mit dem Ziel, das eigene Verständnis von Bildungsvermittlung in der praktischen Arbeit kritisch zu hinterfragen und mit den Vorgaben des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans sowie der Konzeption des Trägers in Einklang zu bringen.

  • Reflexion des Bildungsauftrags in Hort und Kindertagesstätte
  • Analyse pädagogischer Entwicklungsschritte des Kindes und deren praktische Umsetzung
  • Erweiterung der beruflichen Kompetenzen in der Elternarbeit und Konfliktlösung
  • Auseinandersetzung mit der Rolle der pädagogischen Fachkraft als Bezugsperson
  • Evaluierung struktureller Bedingungen und deren Einfluss auf Bildungsprozesse

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Kognitive Entwicklung: Ausbildung stabiler Konzepte der Strukturierung von Wissensbeständen, Entwicklung von Problemlösekompetenzen

Während meines Berufspraktikums nahm ich mich sehr oft als Mediator wahr. Streit gehörte, so banal das auch klingen mag, nach meinem Empfinden zur Tagesordnung der Kinder und es galt diese zusammen mit den Kindern zu klären. Hierbei war es mein Ziel die Prozesse der Streitschlichtung zu begleiten, insofern als dass ich den Versuch unternahm den Kindern ihre eigene Rolle in einen Streit, sowie die Ursachen von gewalttätigen Handlungen, begreiflich zu machen, um mit ihnen eine Lösung für den Konflikt zu finden.

Der Werkzeugkoffer von dem ich hierbei Gebrauch mache ist der, der klientenzentrierten Gesprächsführung. Dieser Ansatz basiert auf dem personenzentrierten Ansatz des amerikanischen Psychologen Carl R. Rogers (1902 – 1987) und er geht davon aus, dass grundsätzlich jeder Mensch die Fähigkeit besitzt selber die Lösung für (s)ein Problem zu finden (vgl. Weinberger 2013: 11).

So forderte die Anwendung jenes Ansatzes von mir zunächst eine Sensibilisierung für die Beziehungen, die ich mit meinen KlientInnen eingehe. Hierbei hielt ich mich dazu an die Probleme meiner KlientInnen deutlicher wahrzunehmen und zu verstehen. Aus diesem Verstehen heraus kann dann eine geeignete Unterstützung/Bearbeitung stattfinden. Somit bietet der Ansatz Mittel und Wege an, den KlientInnen hilfreiche Unterstützung bei Entscheidungsfindungen und Problemlösungsprozessen anzubieten (vgl. ebd.).

Somit ging ich in meinen Mediationsverfahren immer der Frage nach, welche Bedingungen es seien, die dazu führen, dass das Kind von sich aus über sein Erleben spricht um sich dabei besser verstehen zu lernen und schließlich zur Einstellungs- und Verhaltensänderung gelangen kann. Ein wirksamer Zugang zum Kind ist der, auf die Gefühle und die Gemütsbewegungen zu achten, sie zu erkennen um deren Grundmuster durch das Gesagte der Kinder zu benennen. Die beste Reaktion darauf ist die, den Kindern ihre Gefühle ‚widerzuspiegeln‘ und an sie zu appellieren, sich in die Lage des Gegenübers hineinzuversetzen. Dieses ‚selbstexplorative Verhalten‘ war es, welches ich bei den Kindern hervorrufen wollte, um sie eine Lösung für ihren Streit finden zu lassen (vgl. u.a. Weinberger 2013: 19 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Der Autor erläutert sein Ziel, während des Praktikums Einsichten in die frühkindliche Bildung zu gewinnen und seine berufliche Rolle als Sozialarbeiter zu reflektieren.

2 Angaben zur Institution: Dieses Kapitel beschreibt die organisatorische Struktur des Trägers, den Auftrag der Einrichtung sowie die pädagogischen Grundsätze und Prinzipien vor Ort.

3 Gesamtverlauf des Praktikums: Es erfolgt eine Darstellung der Rahmenbedingungen des Praktikums sowie der konkreten Arbeitsaufgaben, einschließlich der Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern und Kollegen.

4 Themenschwerpunkt: Die Vermittlung von Bildung im Hort einer Kindestageseinrichtung – Grenzen und Möglichkeiten zur Implementierung von Lern- und Bildungsprozessen: Dieser Abschnitt analysiert den Bildungsauftrag theoretisch sowie praxisbezogen anhand von neun definierten Entwicklungsschritten des Kindes.

5 Abschlussreflexion: Der Autor reflektiert kritisch seinen Lernerfolg, die eigene Konfliktfähigkeit und die Herausforderungen im beruflichen Alltag der Kindertagesstätte.

6 Fazit: Das Fazit zieht ein Resümee über die Bedeutung der professionellen Reflexion und die Integration der praktischen Erfahrungen in das zukünftige berufliche Selbstverständnis.

Schlüsselwörter

Bildungsauftrag, Kindertagesstätte, Hort, Sozialarbeit, Pädagogik, Resilienz, Identitätsentwicklung, Klientenzentrierte Gesprächsführung, Reflexion, Medienkompetenz, Konfliktlösung, Partizipation, Berufspraktikum, Bildungsplan, Selbstkonzept

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert das einjährige Berufspraktikum des Autors in einem Hort und setzt sich kritisch mit der Umsetzung des Bildungsauftrags in der täglichen Praxis auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Bedeutung von Bildung im Hort, die Identitäts- und Resilienzförderung von Kindern sowie die professionelle Gesprächsführung und Elternarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, theoretische Bildungsansätze mit den realen strukturellen Bedingungen einer Kindertagesstätte zu vergleichen und die eigene Rolle als angehender Sozialarbeiter zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine praxisorientierte Analyse, die durch Fachliteratur (z.B. Marotzki, Precht, Rogers/Weinberger) und den Bezug zu offiziellen Rahmenplänen (Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan) gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Einrichtung, einen Bericht über den Praktikumsverlauf und eine detaillierte Analyse von neun pädagogischen Entwicklungsschritten hin zur Bildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Bildungsauftrag, Resilienz, Reflexion, professionelle Identität, Kindertageseinrichtung und klientenzentrierte Gesprächsführung.

Welchen Stellenwert nimmt die Arbeit mit den Eltern ein?

Die Elternarbeit wird als zentraler Aspekt für eine gelingende Kooperation hervorgehoben, bei der der Autor sukzessive die Rolle vom Protokollanten zum beratenden Akteur einnimmt.

Wie bewertet der Autor die Diskussionskultur im Team?

Der Autor sieht hier Nachholbedarf und kritisiert, dass seitens des Trägers keine ausreichenden Fortbildungen zur Teambildung und zur Implementierung einer konstruktiven Streitkultur angeboten werden.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Bildungsauftrag in einer Kindertagesstätte. Ein Praktikumsbericht
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Autor
Christopher Luis Maraver Munoz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
32
Katalognummer
V337259
ISBN (eBook)
9783668269156
ISBN (Buch)
9783668269163
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildungsauftrag Grenzen der Pädagogik Selbstkritik Analyse Bildungsvermittlung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christopher Luis Maraver Munoz (Autor:in), 2016, Der Bildungsauftrag in einer Kindertagesstätte. Ein Praktikumsbericht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337259
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Leseprobe aus  32  Seiten
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