Soloalbum und High Fidelity- schrieb Benjamin von Stuckrad Barre ab?


Hausarbeit, 2004

11 Seiten, Note: 2,5


Leseprobe

Gliederung

1.Einleitung

2. Inhalte der Romane
2.1 Soloalbum
2.2 High Fidelity
2.3 Vergleich

3. Das Sammeln

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

1.Einleitung

In vielen Rezensionen von „Soloalbum“ ist zu lesen, dass Stuckrad-Barre, beim Schreiben wohl von Nick Hornby abgeschrieben hat. Die Auszüge aus einigen dieser Rezensionen, wie: „Eigentlich gehört doch, seit Nick Hornby spätestens, kein Buch mehr übers Plattensammeln geschrieben.“[1], oder „Soloalbum klaut stellenweise hemmungslos -aber gut- bei Nick Hornbys High Fidelity.“[2] oder aber auch „ bei seinem Soloalbum hat sich Stuckrad-Barre nun ganz offensichtlich von Nick Hornbys High Fidelity inspirieren lassen.“[3] lassen vermuten, dass dieser Vorwurf nicht ganz aus der Luft gegriffen ist. Im Folgenden möchte ich nun herausfinden, ob dem wirklich so ist und dabei auf beide Romane vergleichend und im Einzelnen eingehen.

2. Inhalte der Romane

2.1 Soloalbum

Der Ich-Erzähler Ben, Anfang Zwanzig ist Musikjournalist. Er ist gerade von seiner Freundin Katharina, nach vierjähriger Beziehung, per Fax, verlassen worden, da diese es satt hatte, ständig von ihm betrogen zu werden. Nun sitzt er alleine in seiner kleinen, verdreckten Wohnung in Hamburg. Natürlich ist der Verlassene nach dem Ende so verliebt wie nie zuvor. Trotz einiger Affären während der Beziehung fühlt sich der Protagonist so schlecht, wie schon lange nicht mehr und trauert seiner Ex-Freundin gebührend nach. Er will sie zurückbekommen. Er ruft sie an, legt auf, geht joggen, sucht durch Alkohol und diverse andere Drogen berauscht nach Ersatz um letztendlich doch zu erkennen, dass es niemand anderen gibt als Katharina. Ihr Verlust führt ihn zunächst in den Vollrausch, dann aus der Stadt, auf die falschen Partys, zu den falschen Frauen und in die richtigen Plattenläden, wo er ständig Vinyl-Platten kauft, obwohl er keinen Plattenspieler besitzt. Dadurch erfährt er aber auch keine Befriedigung. Nicht einmal die von ihm so verehrte Band Oasis tröstet ihn mehr, zu deren Liedern er regelmäßig in Selbstmitleid verfällt. So durchlebt Ben einzelne Phasen von Verarbeitung und Selbstklärung einer Trauerphase bis hin zum Versuch eines Neuanfangs.

Das Buch endet mit dem Besuch eines Oasis-Konzertes, auf dem er Katharina trifft. Ob die beiden wieder zusammenkommen bleibt offen.

2.2 High Fidelity

Nick Hornbys Roman „High Fidelity“ handelt von Rob Fleming, der etwa fünfunddreißig Jahre alt ist und im Norden von London lebt. Dort betreibt er einen schlecht gehenden Plattenladen.

Seine beiden Angestellten, Dick und Barry, sind auch seine engsten Freunde und sind wie Rob auch Plattensammler.

Zu Beginn des Romans wird Rob von seiner Freundin Laura, einer Anwältin, verlassen. Anfangs ist er sehr getroffen, stellt aber gleich eine Liste mit seinen fünf schmerzlichsten Trennungen auf.

Als Laura einen neuen Freund hat, stellt er sie zur Rede und glaubt, dass er wegen des schlechten Geschlechtsverkehrs verlassen wurde. Anhand seiner Liste versucht er nun herauszufinden, warum er immer verlassen wird. Er ruft sie der Reihe nach an, kommt aber zu keinem Ergebnis. Die eine wohnt verheiratet in Australien, die Zweite trifft er dann in einem Lokal, welches sie aber umgehend verlässt als er sie auf das Thema anspricht, da Rob sie verlassen hat. Ex-Freundin Nummer drei lebt mit einem alten Schulfreund verheiratet im Südosten Englands. Dieses Paar gilt für Rob als das langweiligste der Welt. Sie hilft ihm also auch nicht bei der Lösung seines Problems. Die vierte Freundin ist, wie in ihrer Beziehung schon für ihr eigentlich vollkommen uninteressant, und trägt auch nichts zur Problemlösung bei.

Die Fünfte und damit letzte Frau auf seiner Liste, in deren Gegenwart er sich immer minderwertig fühlte, teilt ihm nach einem missglückten Treffen dann mit, dass er immer zu Normal für sie gewesen sei.

Nach dem Tod von Lauras Vater treten sie und Rob wieder in Kontakt, was dazu führt, dass die beiden wieder ein Paar werden. Er ändert sein Verhalten ihr gegenüber und tut Dinge, die er vorher nie gemacht hätte, kurz, er geht auf ihre Bedürfnisse ein.

Nachdem Rob sich dann noch einmal kurzfristig in eine Musikjournalistin verliebt macht er Laura ob seines schlechten Gewissens einen Heiratsantrag, den sie nicht annimmt, was aber an der Beziehung nichts ändert.

2.3 Vergleich

Beide Romane handeln vom „Verlassenweden“ und der Zeit danach, in der beide Hauptcharaktere mit diesem Zustand umgehen können. Stuckrad-Barres „Ben“ und Hornbys „Rob“ arbeiten beide in der Musik Branche und haben dort beide Jobs, mit denen sie nur sehr bedingt zufrieden sind. Ben wechselt die Anstellung sogar mehrmals, wogegen Rob nur davon spricht seinen Laden aufzugeben.

[...]


[1] Otto, Ralph. „Onanie in dem Nordseedünen“. in: xcentric, Kassel, 1998, H. 12

[2] N.N.: „Vom Ende der Liebe und der Musik, die bleibt“. in: Lire, Saarbrücken, 1998, H. 11.

[3] Dewad, Andreas. „Benjamin von Stuckrad-Barre. Soloalbum“. in: „Gig“, Münster Nr.150 November 1998

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Soloalbum und High Fidelity- schrieb Benjamin von Stuckrad Barre ab?
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
2,5
Autor
Jahr
2004
Seiten
11
Katalognummer
V33735
ISBN (eBook)
9783638341363
Dateigröße
483 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soloalbum, High, Fidelity-, Benjamin, Stuckrad, Barre
Arbeit zitieren
Florian Bohlen (Autor), 2004, Soloalbum und High Fidelity- schrieb Benjamin von Stuckrad Barre ab?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33735

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