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Wie wirken sich Negativzinsen auf Anlageentscheidungen von vermögenden Privatanlegern aus? Private Banking und die Geldpolitik der EZB

Title: Wie wirken sich Negativzinsen auf Anlageentscheidungen von vermögenden Privatanlegern aus? Private Banking und die Geldpolitik der EZB

Bachelor Thesis , 2016 , 77 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jasmin Janle (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Im Rahmen meiner Bachelorthesis soll geklärt werden, inwiefern sich die aktuellen Negativzinsen auf Anlageentscheidungen von gerade diesen vermögenden Privatanlegern auswirken. Oder in anderen Worten, wie sich dadurch die Verteilung auf die verschiedenen Assetklassen gestaltet. Wird umgeschichtet? Und wenn ja, zugunsten welcher Anlageklassen? Oder wäre es doch besser, einfach alles abzuheben und zuhause zu horten, bis die Zinswende kommt?

Für die Umkehr der am Kapitalmarkt geltenden Gesetzmäßigkeiten für die Beschaffung und Anlage von Kapital sind die aktuellen Entwicklungen der Zinsen verantwortlich.
Im Angesicht des aktuellen Einlagesatzes in Höhe von -0,4%, sowie des Leitzinssatzes von 0% im ersten Quartal 2016, tritt diese Abweichung der Norm am Kapitalmarkt auf und irritiert sowohl Gläubiger, als auch Schuldner.

Sollten sich Anleger Gedanken über eine Umstrukturierung ihres Portfolios machen? Sicher stellt sich für sie in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob es nicht vielleicht sogar schlauer wäre, das Vermögen als Bargeld unter der Matratze zu horten. Somit könnte man doch dem Verlust auf Gespartes durch einen negativen Zins entgegenwirken? Und zwar gerade dann, wenn man vermögender Privatanleger ist und es sich nicht um Cent-Beträge, sondern um viele Tausende Euro handelt, die man „einbüßen “ würde.

Nachfolgend soll nun zunächst einmal geklärt werden, in welche Segmente die Kundengruppe der vermögenden Privatanleger einzuordnen ist und welche Anlageziele diese prinzipiell verfolgen.

Ausgehend davon wird aufgezeigt, was unter Vermögensanlage zu verstehen ist. Es werden sowohl die verschiedenen Anlageformen differenziert, als auch die Grundsätze von Markowitz´ Diversifikationseffekt, die Idee hinter der Vermögensanlage, illustriert. Es wird sich in der folgenden Ausarbeitung ausschließlich auf die, laut des „World Wealth Reports 2015“, in Europa gängigsten Anlageklassen der vermögenden Privatanleger konzentriert. Im Kapitel „Formen der Vermögensanlage“ werden diese charakterisiert und im Speziellen bezüglich der Einflüsse des Marktes analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Segmentierung von Privatanlegern

2.1 Vermögende Privatkunden in Deutschland

2.2 Anlageziele – Das Magische Dreieck der Kapitalanlage

2.2.1 Wahrung der Liquidität

2.2.2 Erwirtschaftung einer Rendite

2.2.3 Eingehen von geringem Risiko

2.2.4 Zielkonflikte zwischen den drei Größen

2.2.5 Grad der Risikobereitschaft

2.2.5.1 Der risikoaverse Anleger

2.2.5.2 Der risikoneutrale Anleger

2.2.5.3 Der risikofreudige Anleger

3 Portfoliozusammensetzung europäischer vermögender Privatkunden

3.1 Ausgewählte Assetklassen

3.1.1 Rendite- und Risikoprofil einer Aktieninvestition

3.1.2 Rendite- und Risikoprofil einer Immobilieninvestition

3.1.3 Rendite- und Risikoprofil von Bankguthaben

3.1.4 Rendite- und Risikoprofil von festverzinslichen Wertpapieren

3.1.5 Rendite- und Risikoprofil bei Investitionen in alternative Investments

3.2 Diversifikation nach Markowitz

4 Einflussfaktoren der Geldpolitik auf die Vermögensanlage

4.1 Das Eurosystem – Aufgaben und Ziele der Europäischen Zentralbank

4.1.1 Die Aufgaben der Institution

4.1.2 Wirtschaftspolitische Ziele der EZB

4.1.2.1 Exkurs: Geld als Wertaufbewahrungsmittel

4.1.2.2 Zusammenhang von Preisniveaustabilität und Inflation

4.2 Die geldpolitischen Instrumentarien der Zentralbanken

4.2.1 Instrumentarium 1: Zinsänderungen

4.2.1.1 Der Leitzins der EZB als Referenzzinssatz

4.2.1.2 Die Liquiditätsfalle

4.2.1.3 Der Zinskanal als aussagekräftiges Medium der Zinsänderungen

4.2.1.4 Zusammenhang zwischen Leitzinssatz und Nominal- und Realzinsen für die Vermögensanlage

4.2.2 Instrumentarium 2: Geldmengenanpassung

4.2.2.1 Definition der Geldmenge im Euroraum

4.2.2.2 Über das „Herstellen“ von Geld

4.2.2.3 Das Quantitative Easing-Programm der EZB

5 Das Phänomen der Negativzinsen und deren Auswirkungen auf die Assetklassen

5.1 Bedeutung eines negativen Zinssatzes

5.2 Konsequenzen von Negativzinsen für die einzelnen Assetklassen

5.2.1 Auswirkungen auf Aktien

5.2.2 Auswirkungen auf Immobilieninvestitionen

5.2.3 Auswirkungen auf Bankguthaben

5.2.4 Auswirkungen auf festverzinsliche Wertpapiere

5.2.5 Auswirkungen auf alternative Investments

5.2.6 Empfehlungen für Portfoliozusammensetzungen

5.2.6.1 Musterdepot eines risikoaversen Anlegers

5.2.6.2 Musterdepot eines risikoneutralen Anlegers

5.2.6.3 Musterdepot eines risikofreudigen Anlegers

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der aktuellen Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank auf die Anlageentscheidungen und die Portfoliozusammensetzung von vermögenden Privatanlegern. Dabei wird untersucht, wie sich die Verteilung auf verschiedene Assetklassen unter den Bedingungen eines Niedrigzinsumfelds verändert und welche Strategien für unterschiedliche Anlegertypen empfehlenswert sind.

  • Segmentierung vermögender Privatanleger und deren Anlageziele
  • Analyse der Rendite- und Risikoprofile verschiedener Assetklassen
  • Einfluss der geldpolitischen Maßnahmen der EZB auf die Vermögensanlage
  • Theorie und Praxis der Negativzinsen
  • Entwicklung von Musterdepots für risikoaverse, risikoneutrale und risikofreudige Anleger

Auszug aus dem Buch

4.2.1.2 Die Liquiditätsfalle

In der folgenden Grafik ist die Entwicklung der Leitzinssätze von Europa, den USA, Japan und Großbritannien innerhalb der letzten 16 Jahre verdeutlicht. Es geht deutlich hervor, dass sich die aktuellen Leitzinssätze um die Nullzinsgrenze, auch Zero-Lower-Bound genannt, bewegen.

In diesem Niedrigzinsumfeld greift die sogenannte Liquiditätsfalle. Bei der Erklärung und Aussage des Phänomens der Liquiditätsfalle stehen sich die Ansichten der (Neo-)Keynesianischen Theorie und die der (Neo-) Monetaristen gegenüber.

Befürwortet durch den Nobelpreisträger Paul Krugman und geprägt durch den Ökonomen John Maynard Keynes, steht der Begriff der Liquiditätsfalle für die begrenzt wirkende Geldpolitik der Zentralbanken bei einem Nullzinsniveau. „In der Falle“ befindet sich hier die Geldpolitik der Notenbank, genauer das Instrumentarium der Zinsänderungen, da es, aufgrund entfallener Steuerungsmöglichkeiten, nicht mehr wirkt. Je näher sich der Leitzins am Zero-Lower-Bound befindet, desto geringer fällt die Wirkung der Geldpolitik aus, da die sich im Wirtschaftskreislauf befindende Geldmenge aufgrund von Bargeldhaltung verringert wird. Erhöhte Bargeldhaltung herrscht deshalb, da kein rationaler Marktteilnehmer sein Kapital bei einer negativen Verzinsung anlegt.

Ein Zins von Null stellt nach Ansicht der (Neo-)Keynesianer die Grenze der Wirkung der Geldpolitik dar, da Zentralbanken im Falle einer Unterschreitung für die Bereitstellung von Notenbankgeld zahlen würden. Dadurch bestünde die Gefahr, dass das Instrumentarium der Zinsänderung seine Wirkungsweise verliere und die Geldmenge aufgrund dessen unbegrenzt anstiege.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik der Negativzinsen ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach deren Auswirkungen auf das Anlageverhalten vermögender Privatanleger.

2 Segmentierung von Privatanlegern: Dieses Kapitel klassifiziert vermögende Privatanleger in verschiedene Segmente und erläutert die Grundsätze der Kapitalanlage mittels des „Magischen Dreiecks“ sowie die Risikobereitschaft.

3 Portfoliozusammensetzung europäischer vermögender Privatkunden: Hier werden die gängigsten Assetklassen analysiert und die Prinzipien der Diversifikation nach Markowitz als Grundlage für eine optimale Vermögensanlage vorgestellt.

4 Einflussfaktoren der Geldpolitik auf die Vermögensanlage: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle und Ziele der EZB sowie ihre Instrumentarien wie Zinsänderungen und Geldmengenanpassung, um den regulatorischen Rahmen der Geldpolitik zu verdeutlichen.

5 Das Phänomen der Negativzinsen und deren Auswirkungen auf die Assetklassen: Das Hauptkapitel untersucht die direkten und indirekten Folgen von Negativzinsen auf verschiedene Anlageformen und präsentiert maßgeschneiderte Musterdepots für unterschiedliche Risikotypen.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass eine diversifizierte Asset Allocation auch im Negativzinsumfeld entscheidend für den Anlageerfolg bleibt und eine aktive Auseinandersetzung mit der Vermögenssituation unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Negativzinsen, Europäische Zentralbank, EZB, Vermögensanlage, Privatanleger, Portfoliozusammensetzung, Assetklassen, Geldpolitik, Leitzins, Rendite, Risiko, Diversifikation, Liquiditätsfalle, Quantitative Easing, Realzins

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der aktuellen Null- und Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank auf die Anlagestrategien vermögender Privatanleger in Europa.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen der Geldpolitik, die Analyse verschiedener Assetklassen (Aktien, Immobilien, Anleihen etc.) und die Bedeutung der Diversifikation für die Portfoliooptimierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu klären, wie vermögende Anleger ihr Portfolio unter den Bedingungen eines Niedrigzinsumfelds anpassen müssen, um ihr Kapital zu erhalten oder Erträge zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich primär auf eine fundierte Literaturanalyse, unter Einbeziehung ökonomischer Studien und aktueller Wirtschaftsdaten, um die Effekte der Geldpolitik auf Anlegerentscheidungen herzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die geldpolitischen Instrumente der EZB (Zins- und Geldmengensteuerung) erläutert und anschließend auf die Auswirkungen dieser Politik auf spezifische Anlageklassen übertragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Negativzinsen, Portfolio-Diversifikation, Asset Allocation, Realzins, Inflationsrisiko und Zentralbankpolitik.

Was bedeutet das "Magische Dreieck" in diesem Zusammenhang?

Das "Magische Dreieck" beschreibt das Spannungsfeld zwischen den Anlagezielen Liquidität, Rendite und Risiko, die in der aktuellen Niedrigzinsphase einer neuen Bewertung unterliegen.

Wie unterscheidet sich das Musterdepot eines risikoaversen Anlegers von einem risikofreudigen?

Das risikofreudige Depot setzt stärker auf wachstumsorientierte Aktien und alternative Investments (bis zu 40-50% Aktienanteil), während das risikoaverse Depot eine höhere Gewichtung auf einlagengesicherte Anlageformen legt.

Warum wird im Fazit von der "Bargeldhortung" abgeraten?

Die Autorin argumentiert gegen die Bargeldhaltung aufgrund der negativen Auswirkungen auf das Finanzsystem sowie Sicherheitsbedenken bei der Aufbewahrung großer Bargeldbestände.

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Details

Title
Wie wirken sich Negativzinsen auf Anlageentscheidungen von vermögenden Privatanlegern aus? Private Banking und die Geldpolitik der EZB
College
Nürtingen University
Grade
1,0
Author
Jasmin Janle (Author)
Publication Year
2016
Pages
77
Catalog Number
V337507
ISBN (eBook)
9783668267770
ISBN (Book)
9783668267787
Language
German
Tags
Negativzinsen; Private Banking; Asset Management; Finanzen; Portfolio; Portfoliozusammensetzung; EZB; Mario Draghi; Anleihenankaufprogramm; High Net Worth Individuals; Risikobereitschaft; Assetklassen; Geldpolitik;
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Janle (Author), 2016, Wie wirken sich Negativzinsen auf Anlageentscheidungen von vermögenden Privatanlegern aus? Private Banking und die Geldpolitik der EZB, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337507
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